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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
42
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29.03.2015 1.109
 
Achtung, das ist ein kompletter Flashback zu der Zeit, als Fuyu an ihre Middle School ging!

Kapitel 18


Alte Schule, alte Freunde

„Ne, ne, wie sieht nochmals die Spielstrategie aus?“, wollte Lily, ein kleine aufgedrehte, grünhaarige Spielerin wissen. Dabei sprang sie auf und ab, als versuchte sie überschüssige Energie loszuwerden. Sie war das Small Forward des Teams und ihr meist unerschütterlicher Optimismus war ein wichtiges Fundament in unserem Team.
Dennoch nervte es gewaltig, wenn sie Fragen zum zehnten Mal stellte und man diese auf den gleichen Weg beantworten musste, wie bisher.
Ich hingegen hielt mich jedoch raus, während Minoru kurz vorm ausrasten war.
Wenn Lily aufgedreht war, war es eigentlich Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Ihre Nervosität ging sehr schnell auf die anderen Mitglieder über. Leider konnte ich nicht die Fliege machen: Wie würde es bitteschön aussehen, wenn ein völlig entnervter Kapitän kurz vor Spielbeginn aus der Umkleidekabine verschwand? Dann würde erst Recht die Hölle los sein.
Also ließ ich es über mich ergehen und stieß einen tiefen Seufzer aus.
„Aufgeregt?“, wollte Aimi, der Center, wissen. Ihren Charakter konnte man mehr als liebevoll bezeichnen, ich war schon einmal so weit gegangen und hatte gesagt, dass sie mich an meine Großmutter erinnere. Daraufhin hatte sie nur gelacht…
„Jep, immerhin ist es das erste Mal, dass die beiden zusehen“, grinste ich breit und meine Laune verbesserte sich erheblich. Ich hatte es endlich geschafft meinen Vater und meinen Bruder zu überreden. Das war schon einmal ein Grund zum Feiern! „Aber keine Sorge, es wird schon alles irgendwie gutgehen.“
Ich riskierte einen kurzen Blick auf die Uhr. Noch eine Viertelstunde bis Spielbeginn. Es war das Viertelfinale des WinterCups. Und wir hatten Recht gute Karten ins Finale zu kommen. Die Taktiken der anderen Teams kannte ich schon so gut wie auswendig – abgesehen von der Teiko Mannschaft… Allerdings würden wir erst im Finale ihnen gegenüber stehen.
Ich stand auf und alle Blicke richtete sich auf mich. Ich behielt mir nämlich immer vor, kurz vor dem Verlassen der Kabine die Spielaufstellung bekannt zu geben.
„Es wird Zeit, dass wir uns aufwärmen gehen“, erklärte ich ihnen.
Sofort wurden alle Gesichter ernst. Sogar das von Lily und das war eine Seltenheit... Daran sah man, das Basketball ihre Leidenschaft war. Wenn sie jedoch Personen nicht  respektierte waren duese auf ihrer sogenannten „Opfer-zum-Ärgern-Liste“. Wie oft hatte ich Kousuke von ihr erlösen müssen? Der cholerische junge Mann zeigte schließlich ihre Lieblingsreaktion: Wut.
Ich ließ mein Blick kurz über meine Mannschaft schweifen. „Minoru, Lily, Aimi, Hiruko und ich werden Starter sein“, sagte ich mit fester Stimme.

Kalte Blicke wurden mir zugeworfen, während ich den Flur entlang ging, was ich jedoch großzügig ignorierte. Versuchte sie zu ignorieren.
Aimi, die normalerweise jetzt mit mir auf dem Weg zur Mensa war und über ihren neugefunden Liebesroman reden würde…
Lily, die über das kommende Spiel reden würde oder mir auf die Nerven gehen würde, weil sie irgendeinen älteren Schüler so toll fand…
Oder Hiruko, die über den letzten Lehrer abhetzen würde, weil er in seinem Satzbau mindestens zehn Mal „ähm“ eingebracht hatte…
… Sie alle waren nicht mehr da.
Ein Kloß bildete sich in meiner Kehle und meine Augen begannen zu brennen, als es mir zum dutzenden Mal an diesem Tag bewusst wurde. Nein, du darfst jetzt nicht weinen´, sagte ich mir. Auch wenn es kaum half.
Auch keine Minoru, wobei es sowieso selten war, dass sie mich begleitete. Wenn sie dabei war, konnte man förmlich den Neid aus jeder ihrer Poren spüren…
Noch nicht einmal die Jungs, aus meiner Schule waren bei mir – welche eher im Weg herumstanden wie in einem Hindernislauf, als das sie halfen. Allerdings konnten sie durchaus gute Gesprächspartner sein.
Und nicht einmal meine einstigen „Bewunderer“, denen ich bisher kaum Beachtung geschenkt hatte, waren in meiner Nähe.
Ich hatte niemanden mehr. Nichts. Sogar die schuleigenen kleinen Nager hinter der Turnhalle ergriffen die Flucht, sobald ich auch nur in der Nähe war.
Nichts hatte ich, außer Verachtung. In seltenen Fällen sogar Hass. Sie gaben mir die Schuld, dass die Mädchenmannschaft gegen Teiko verloren hatte. Alles nur wegen einem Basketballspiel… Und das, obwohl ich schon drei Wochen zuvor meine Abmeldung im Club abgegeben hatte.
Lächerlich, ich weiß… Doch mir war nicht nach Lachen zumute.
Meine einstigen Freunde, oder wie auch immer ich sie genannt hatte, hatten mir den Rücken zugekehrt, sobald ich ausgetreten war.
Treulos.
Wertlos.
Hinterhältig.
Das waren die Wörter, die sie mit mir nun in Verbindung brachten.
Keine einzige, war vor dreieinhalb Wochen bei mir im Krankenhaus zu Besuch gewesen. Keine einzige hatte sich nach mir erkundigt gehabt – oder nach meiner Familie. Nein, nichts. Komplette Funkstille.
„Achtung, da ist Hana“, hörte ich eine Stimme hinter mir zischen.
Ich erstarrte innerlich, ging jedoch weiter.
„Du gehörst hier nicht her“, rief eine Mitschülerin aus. An der Stimme erkannte ich, dass es sich um die beste Freundin von Minoru handeln musste.
Plötzlich legte sich eine große Hand auf meinen Kopf und ich zuckte zusammen. Wollten mich schon wieder irgendwelche Typen schikanieren? Hatten sie nach zwei Wochen noch immer nicht genug?
„Lass sie in Ruhe, du verdammte Schl-“
„Achten Sie auf Ihre Wortwahl“, meinte ein Lehrer im Vorbeigehen.
Danach wurde es still.
Die Hand auf meinen Kopf fing daraufhin an zu zittern, dennoch beherrschte sich mein Klassenkamerad, dem ich noch immer keinen Namen zugeordnet hatte, während er mich hinter sich herzog. Das einzige was ich mit Bestimmtheit sagen konnte, war, dass er mein Klassenkamerad war.
Warum tat er das? Sollte er nicht eher bei seinen Kumpels sein und sich auch über mich lustig machen, so wie alle anderen? Oder würde er das machen, wenn er mich weiß-Gott-wohin verfrachtet hatte?
Hatten sie sich mal wieder einen netten Platz ausgesucht, wo sie mich ohne Aufmerksamkeit durch irgendwelche Lehrer bedrängen konnten?
Eine Tür wurde aufgestoßen und ein kalter Wind erfasste mich, doch ich fühlte mich innerlich einfach nur ausgelaugt. Das Dach also? Interessante Wahl.
Plötzlich legte sich ein Arm um meine Schulter und ich wurde gegen eine breite, muskulöse Brust gedrückt. Was?
„Entschuldigung, dass ich nicht da war, als du mich brauchtest, Fuyu“, sagte er.
Ich zuckte erschrocken zusammen und blickte nach oben in die Augen von Wakamatsu… Er war in den letzten vier Wochen in einem Sportcamp gewesen.
„Wakamatsu?“, flüsterte ich leise, während mir Tränen die Wangen herunterliefen.
Als ich realisierte, dass er wirklich vor mir stand und sich nicht von mir abgewandt hatte, konnte ich nicht anders, als ihn meinerseits zu umarmen.

Das war mal ein kleiner Rückblick in
Fuyus Vergangenheit -.-
Sorry, dass es nur ein Kapitel heute gibt,
aber nachdem ich gestern die Fortsetzung
von Kuroko no Basket gesehen habe... habe
ich mich irgendwie nicht mehr konzentrieren
können^^

Lg Kiri
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