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Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
42
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Dieses Kapitel
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15.03.2015 1.379
 
Kapitel 17


Shiro Yukiji und ein Krankenhausbesuch

Es sollte ein ganz entspannter Tag werden. Eigentlich. Nur wie immer machte mir etwas oder besser gesagt jemand, einen Strich durch die Rechnung. Wir waren gestern erst von der Klassenfahrt zurückgekommen und ja… Mimi hatte keine anderen Sorgen gehabt, als mich blamieren zu wollen. Was irgendwie in die Hose gegangen war.
Kurz gesagt: Die Lehrer hatten ein kleines Gespräch mit mir haben führen wollen und dabei rausgekommen war gar nichts. Keine Strafarbeit und kein Nachsitzen. Zur Enttäuschung von der blonden Prinzessin… die selbst wegen Lügen eine Strafarbeit machen durfte – was sie Imayoshi und Yoshi zu verdanken hatte.
Heute jedenfalls würden wir das erste offizielle Training von dem Basketballteam haben. Zumindest hätten wir schon längst anfangen können, wenn diese Erstklässlerin aufgetaucht wäre – pünktlich. Nein, stattdessen warteten wir schon seit zehn Minuten auf die Dame. Machte bei mir keinen sonderlich guten Eindruck. Deshalb hatte ich die anderen schon rennen geschickt.
Plötzlich wurde die Tür zur Halle aufgerissen und ein zierliches Mädchen stolperte hinein. Sie wirkte ganz außer Atem und hatte schon ihre Sportsachen an. Na wenigstens etwas´, ging es mir durch den Kopf. Ich musterte sie ein wenig genauer, während sie sich langsam aufrichtete.
Sie hatte schulterlanges, schneeweißes Haar und war ungefähr so groß wie ich, wenn nicht sogar ein paar Zentimeter kleiner. Sie ist ein Power Forward´, erkannte ich überrascht. Normalerweise waren diese etwas größer. Aber dennoch sollte man sie lieber nicht unterschätzen… Sie scheint auf Geschwindigkeit trainiert zu sein.
„Entschuldigung“, gab sie stoßweise von sich, als sie bemerkte, dass alle Blicke auf sie gerichtet waren. Dabei wurde sie im Gesicht noch röter, als sie ohnehin schon war. Offenbar mochte sie es nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Das hatte etwas für sich.
„Name?“, fragte ich nur, auch wenn es unhöflich war. Schließlich war ich die Neue, und nicht sie. Trotzdem sollte sie nicht zu spät zu meinem Training kommen.
Sie blinzelte nur und neigte höflich den Kopf. „Shiro Yukiji, Klasse 1-2.“
Shiro Yukiji? Den Namen habe ich schon einmal gehört…
„Du kommst von der Teiko“, stellte ich fest.
Alle anderen blieben überrascht stehen. Das hatten sie also bisher nicht gewusst. Interessant. Entweder war es egal oder sie wollte nicht, dass man das wusste.
Als ihr Gesicht um eine Nuance finsterer wurde, hatte ich meine Antwort. Sie wollte es also nicht, dass man das wusste.
„Leider“, stimmte sie zu. Ich unterdrückte mir dabei ein Grinsen.
„Ich bin Hana Fuyu, Klasse 2-4“, stellte ich mich vor. „Ab jetzt bin ich der neue Kapitän des Teams, meine Position ist der Point Guard.“
Die Kleine grinste breit. „Freut mich dich endlich kennenzulernen. Ich habe schon viel von dir gehört.“
Oh, super… Wer hat über mich gesprochen?
Ich hob deshalb nur eine Augenbraue. „Echt, freut mich zu hören.“
Yukiji fing an zu lachen auf meine Antwort hin. „Ich gehe in die Klasse von Satsuki und Sakurai, da habe ich wirklich einiges gehört – vor allem über die Klassenfahrt.“
Oh, wie interessant… Sie geht auch noch in die Klasse von der Blaubeere – warum hat sie ihn bei ihrer Aufzählung vergessen? Vor allem: Sie ging mit ihm auf die gleiche Schule. Sie musste ihn kennen! Was ist da vorgefallen?

Es war gegen fünf Uhr abends, als ich mich auf dem Weg zum Krankenhaus machte. Yukiji war eine gute Spielerin und hatte auch etwas, was den meisten in unserer Mannschaft fehlte: Ausdauer. Dementsprechend locker war das Training für sie gewesen, während Emi, Arisu, Itoe und ich fast umgekippt waren. Aber nichts anderes hätte ich von einer Spielerin aus der Teiko erwartet, auch wenn sie nicht zur Generation der Wunder gehörte. Wobei ich mich glücklich schätzte: Wenigstens musste ich mich nicht mit weiterem aufgeblasenen Ego wie das von Aomine auseinandersetzen.
Auch so war sie ein angenehmer Mensch: Sie war realistisch, stellte einen Senpai nicht in Frage, war freundlich und höflich. Und das wichtigste: Sie konnte auch sarkastisch sein. Zudem schien sie sehr oft zu grinsen, was mich an meinen Cousin erinnert hatte… Jep, und genau deshalb war ich jetzt auf dem Weg zu ihm.
Als ich mir meinen Weg zu seinem Zimmer suchte, stellte ich leicht bestürzt fest, dass ich schon seit einer Ewigkeit nicht hier gewesen war… Ich konnte mich kaum noch an den Weg drothin erinnern.
Ich biss mir auf die Unterlippe, als Schuldgefühle in mir hochkamen und ich vor seiner Zimmertür stand. Zögerlich klopfte ich und hoffte innerlich, dass er schlafen würde, wegen Medikamenten oder… Ich hatte zu große Angst vor seinen Vorwürfen, auch wenn er bisher niemanden welche gemacht hatte.
„Herein!“
Ich holte tief Luft und stieß diese wieder aus, als ich die Türklinke nach unten drückte und eintrat. Ich schloss vorsichtig die Tür, während ich mich nicht traute, ihm ins Gesicht zu sehen.
„Fuyu“, kam es von ihm überrascht und ich sah aus den Augenwinkeln, wie er mich zu sich hinüberwank. Langsam befolgte ich seinen unausgesprochenen Befehl und setzte mich zu ihm auf die Bettkante.
Kurz darauf spürte ich seine Arme um meine Hüfte, um mich zu ihm zu ziehen.
„Teppei“, murmelte ich nur, ließ ihn aber gewähren.
„Schön dich wiederzusehen, meine Kleine“, sagte er leise und ich konnte aus seiner warmen Stimme ein Lächeln entnehmen.
Die Schuldgefühle in mir wurden dadurch nicht weniger… Ich lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter und erwiderte schließlich die Umarmung.
„Entschuldigung“, flüsterte ich, während meine Augen anfingen zu brennen. „Entschuldigung, dass ich so selten da war.“
Eine seiner großen Hände legte sich auf meinen Hinterkopf, wie früher, wenn mich mein großer Bruder geärgert hatte und ich irgendwo heulend auf dem Boden gesessen hatte.
„Ist schon okay“, erwiderte er nur und löste sich ein wenig aus der Umarmung, um mich anzusehen. „Ich weiß doch, dass du Krankenhäuser hasst…“
Ich wich für einen Moment seinem Blick aus, ehe ich ihn wieder ansah. „Wie geht es dir?“
Er blinzelte kurz, ehe er verstand, worauf ich hinaus wollte. „Ich darf am Inter-High noch nicht teilnehmen, aber im Wintercup bin ich dabei.“
Ich runzelte kurz die Stirn. „Du lässt die Reha ausfallen?“
Er zögerte daraufhin nur, ehe er nickte. Meine Schultern fielen daraufhin hinab und ein leichter Seufzer entwich mir. Warum musste er immer so rücksichtslos sein? Aber ich kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er sich nicht mehr umstimmen lassen würde. Keiner konnte das erreichen. Selbst ich nicht.
„Sei vorsichtig“, flüsterte ich, während sich immer noch Tränen in meinen Augen sammelten. Ich wollte ihn nicht verlieren.
Als Antwort verstrubbelte er mir nur die Haare. Ich wusste, dass er sein Basketballteam über alles liebte… Und es würde ihn nichts davon abhalten, seine komplette Kraft zu verwenden. Ich ballte meine rechte Hand zu einer Faust, entspannte sie kurz darauf wieder.
„Ich habe Hanamiya getroffen“, gab ich leise zu, woraufhin er sich komplett verspannte. Er wusste, dass dieser Idiot mich hasste.
„Wie ist es gelaufen?“
Ich hob meinen Kopf und lächelte ihn leicht an. „Er ist meiner roten Wange nach Hause gegangen.“
Daraufhin lächelte er leicht und schüttelte nur den Kopf. Stille herrschte für mehrere Minuten und ich fühlte mich immer unwohler.
„Ich bin wieder ein Mitglied in einem Basketballteam“, sagte ich schließlich zögerlich.
Teppei brauchte einige Sekunden, ehe er dies verarbeitet hatte, ehe er anfing breit zu grinsen. „Das freut mich für dich“, fing er an. „Wie sind die Mädels? Sind sie gut? Werdet ihr an den Turnieren teilnehmen?“

Es war Nacht, als ich erwachte. Ich befand mich nicht in meinem Zimmer, soviel war mir klar. Es roch zu sehr nach Desinfektionsmittel… Krankenhaus? Was war passiert? Warum befand ich mich im Krankenhaus?
Ich konnte mich an gar nichts erinnern, nur dass ich als letztes mit meinem Team das Basketballspiel gewonnen hatte. Und mein Bruder und mein Vater hatten zugesehen, obwohl sie nichts mit dieser Ballsportart etwas am Hut hatten. Besser gesagt: Sie verstanden nicht den Hype, der darum gemacht wurde und verabscheuten diese. Aber ich hatte sie überreden können, wenigstens einmal mir zuzusehen.
Danach war alles schwarz. Warum tut mir mein Kopf so stark weh?´, fragte ich mich und blickte mich um. Vorsichtig richtete ich mich auf, woraufhin mich ein starker Schmerz im Rippenbereich durchzuckte. Hatte ich mir die Rippe gebrochen? Aber wie?


Das war es von mir fürs erste :)
Dann wollte ich nur eine kleine Vorwarnung
für das nächste Kapitel geben: Es wird einen
kleinen Zeitsprung geben :D

Lg Kiri
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