Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
42
Alle Kapitel
103 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
08.03.2015 1.287
 
Kapitel 16


Letztes Viertel

Es war jetzt das Ende des letzten Viertel. Der Punktestand lag derzeit 75 zu 50 für die Jungs. Ich versuchte nicht mehr, Imayoshi vom Ball abzuhalten, sondern hatte mit Kano die Positionen getauscht: Nun war ich Power Forward und sollte mich gegen Aomine behaupten, der natürlichen einen höhnischen Gesichtsausdruck hatte.
Ganz ruhig, Fuyu´, ermahnte ich mich selbst und versuchte meine Verspannungen zu lösen. Immer wenn ich verspannt war, hatte ich Schwierigkeiten, den Gegner so genau zu beobachten, wie ich es normalerweise tat.
Das Ass von der Generation der Wunder hatte derzeit den Ball und ließ ihn mehrmals, gleichmäßig auf den Boden aufschlagen. Er will gleich einen Tempowechsel machen´, ging es mir durch den Kopf. Es ist so wie eine Katze, die vor dem Mauseloch lauerte… Seine Lieblingsseite war links… Dennoch hatte er so gute Reflexe, dass er in Sekundenschnelle seine Richtung wechseln würde, wenn er sieht, wohin ich mich bewege.
Ich blickte Aomine ruhig in die Augen und wartete einfach ab.
Seine Füße drehte er minimal nach rechts, genauso wie seine restliche Körperhaltung. Währenddessen verlagerte ich mich selbst ein wenig nach links. Sollte er ruhig glauben, dass ich diese Richtung nehmen würde.
Jetzt! Er wechselte den Ball von einer in die andere Hand und versuchte an mir vorbeizukommen.
„Nicht Aomine!“, rief Imayoshi in dem Moment, in dem ich mich in Bewegung setzte. Mit Erfolg.
Aomine riss überrascht die Augen auf, als er bemerkte, dass der Ball nicht mehr bei ihm war. Ich hatte ihn unterdessen schon in die Richtung von Itoe gepasst, die derzeit von Yoshi gedeckt wurde. Leider wurde der Ball aber von Imayoshi abgefangen, welcher sich von Kano hatte freilaufen können, die derzeit von Sakurai geblockt wurde.
Baka! ´, ging es mir durch den Kopf und ich rannte auf meinen Senpai zu, doch zu spät: Gerade als ich vor ihm stand, befand er sich schon in der Luft, um einen Dreier zu machen. Und ich konnte auch nicht hoch genug springen, um an den Ball zu kommen… Dazu hatte ich schon viel zu viel Energie verbraucht. Um ehrlich zu sein… ich konnte kaum noch zwei Meter weiterrennen.
Imayoshi landete vor mir und blickte mir in die Augen. Ein siegessicheres Lächeln umspielte seine Mundwinkel – zu Recht. Wir konnten in den nächsten zwei Minuten kaum noch etwas ausrichten. Aber aufgeben würden wir niemals!
Ich tauschte einen Blick mit Arisu aus. Wir wollten denen wenigstens ein Abschiedsgeschenk hinterlassen…
Kano passte unserem Center den Ball zu, woraufhin ich schnell in die gegnerische Zone ging und hochsprang. Der Ball flog mir direkt in die Hände, woraufhin ich einen Dunk machte. Vorsichtig ließ ich den Ring los und landete mit beiden Füßen auf den Boden.
Schmerz durchzuckte meine Beine und ich keuchte kurz auf. Vor dem Aufstehen am nächsten
Morgen graute es mir schon…
Wakamatsu nahm den Ball auf und warf ihm seinen Kapitän zu, der kurz darauf einen Dreier machte.
„Ist alles in Ordnung?“, wollte mein bester Freund von mir wissen.
Ich nickte leicht, da ich noch immer voll aus außer Atem war. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, dass auch die anderen Mädchen Probleme mit ihrer Ausdauer hatten – abgesehen von Itoe und Kano. Das war das Erste, was wir verbessern mussten. Ausdauertraining gehörte leider auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.
Ein schriller Pfiff ertönte. Das Spiel war endlich vorbei. Endgültiger Punktestand: 81 zu 52. Nicht schlecht für den Anfang, auch wenn ich glaubte, das Imayoshi und Aomine nicht ernsthaft gespielt hatten. Tche… die konnten darauf wetten, dass ich eine Revanche fordern würde… nur nicht in den nächsten zwei Wochen.
„Gutes Spiel, Hana-san“, sagte einer der beiden Übeltäter.
Ich drehte mich um und sah Imayoshis ausgestreckte Hand. Ich zögerte einen Moment, doch dann wurde mir bewusst, wie unhöflich es wäre, das Händeschütteln zu verweigern. Zumal es an sich wirklich ein gutes Spiel gewesen.
Ich nahm also seine Hand an. Jedoch sah ich ihn dabei nicht gerade begeistert an. „Versuch bitte demnächst es nicht so offensichtlich zu machen, dass du dir keine Mühe geben brauchst“, murrte ich, sodass es sonst niemand mitbekam.
Imayoshi blinzelte nur kurz, ehe er mir ein Lächeln zeigte. Ich sah ihn überrascht an, als ich bemerkte, dass es dieses eine Mal ein warmes, echtes Lächeln war. Unwillkürlich hoben sich auch meine Mundwinkel dabei.
„Keine Sorge, das nächste Mal werden wir alle unser Bestes geben… Vor allem, wenn du wieder auf deinen alten Stand bist“, erwiderte er.
Darauf konnte er wetten…

Am Abend ließ ich mich erschöpft auf eine Couch nieder. Jedes Stockwerk hatte einen Gemeinschaftsraum, wie ich festgestellt hatte. Der im Erdgeschoss jedoch war der größte, aber den brauchte ich jetzt nicht mehr. Ich meine: wer wollte den bitte schon nicht einen Raum mit einer riesigen Couch haben – ganz für sich allein.
Nun ja, fast für mich allein. Ich hatte meine typischen Anhängsel, Satsuki und Emi, dabei. Wakamatsu und die beiden Drittklässler waren eben auch aufgetaucht. Wahrscheinlich waren sie auf der Flucht vor Mimi.
Der besagte, genervte Senpai hatte sich neben mich gesetzt und den Kopf für einen Moment in den Nacken gelegt. Dabei hörte ich es unangenehm Knacken…
„Du wirst wirklich langsam alt“, sagte ich belustigt und fing seinen Blick auf. „Du solltest dir langsam mal über deine Rente Gedanken machen.“
„Das kommt von einer Zweitklässlerin die sich aufregt, wenn ein Kohai ihr gegenüber respektlos ist?“, wollte er amüsiert wissen.
Ich sah ihn unschuldig an. „Ich bin nie respektlos… nur verhaltensoriginell.“
Er hob eine Augenbraue an, konnte sich aber ein breites Grinsen nicht verkneifen.
„An sich war das heute kein schlechtes Spiel“, warf Satsuki auf einmal dazwischen, wodurch sie unsere komplette Aufmerksamkeit hatte. „Wenn ihr so spielt bei unserem nächsten Gegner, sollten wir keine Probleme haben.“
Ich unterdrückte den Drang, die Augen zu verdrehen. Wann würde Touou bitte schön einmal Probleme haben? Zum einen hatten wir Imayoshi, der ein Genie war, auch wenn ich es ihm gegenüber nicht gerne zugeben würde, dann wären da noch Aomine und Satsuki. So sehr ich mich auch weigerte, ihn richtig anzuerkennen: Aomine war ein guter Basketballer. Wenn auch ein perverser Trottel…
„Werdet ihr eigentlich am Inter High teilnehmen?“, wollte Imayoshi von mir wissen.
Ich zuckte planlos mit der Schulter, sah dann fragend zu Emi. Der Shooting Guard schüttelte nur den Kopf.
„Nein“, antwortete die kleine Brünette.
Sie saß neben Wakamatsu auf dem Boden. Ich verkniff mir ein Grinsen, als mir dies auffiel. Ich spürte Imayoshis Blick auf mir ruhen und sah zu ihm hoch, ehe ich unauffällig auf die beiden deutete.
Er verdrehte daraufhin nur die Augen. Er wusste genau, worauf ich abzielte. Allerdings wurde ich langsam müde… Weshalb es mir extrem schwer fiel, dem Gespräch noch zu folgen…

„Fuyu, ist es wirklich wahr, dass du das Basketballteam verlässt?“, wollte ein kleines Mädchen aus meinem ehemaligen Team überrascht wissen.
Ich nickte daraufhin nur leicht und wandte mich von ihr ab. Sie versuchte noch nicht einmal mich aufzuhalten – nicht, dass es irgendetwas gebracht hätte. Ich hasste Basketball, seit dem Unfall. Zudem hatte es keinen interessiert, abgesehen von Wakamatsu, wie es mit meiner Gefühlswelt stand… Sie hatten sich alle nicht dafür interessiert, solange ich spielen konnte. Und das konnte ich jetzt einfach nicht mehr…
Natürlich hatte es eine große Gerüchtewelle nach sich gezogen. Aber das war mir egal.
„Aber das kannst du nicht machen! Wir spielen demnächst gegen die Mädchen von der Teiko“, rief Minoru erbost aus und stellte sich vor mich.
Kalt erwiderte ich ihren Blick. „Na dann wünsche ich dir und deinem Team viel Erfolg.“
Mit diesen Worten verschwand ich aus der Umkleide. Ich war nur in die Turnhalle gekommen, um dem Coach meine Abmeldung zu geben. Zumal jetzt Minoru ihr heißgeliebtes Ziel erreicht hatte: Sie würde jetzt der Kapitän der Mannschaft werden…



Das war´s soweit von mir^^
Ich hoffe es war in Ordnung -.-

Lg Kiri
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast