Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Lege deine Maske ab

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Aomine Daiki Momoi Satsuki
21.12.2014
05.05.2016
47
65.958
41
Alle Kapitel
103 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
21.12.2014 1.633
 
Kapitel 1


Ich treffe meine Kohais… Senpai?!

Man kannte das ganze ja: Neues Schuljahr, neues Glück. Zumindest sagte meine Mutter dies immer. Ich hingegen war dem ganzen skeptisch gegenüber eingestellt. Was ich haben wollte war einfach nur Ruhe. Ruhe vor nervigen Lehrern, nervigen Klassenkameraden und…
„Fuyu!“, schrie ein großer blonder Junge. Darf ich vorstellen: Wakamatsu Kousuke. Er gehörte zu der Gruppe „nervige beste Freunde“. Und eigentlich hatte er nicht geschrien, sondern versuchte normal mit mir zu reden. Leider war sein Organ etwas größer als das von dem Rest der Menschheit.
Ich starrte zu ihm hoch und begegnete seinem begeisterten Blick, während er sich seine letzten fünf Meter durch die Menschenmenge zu mir bahnte – die sich natürlich nicht nach uns umdrehte, weil ein gewisser Herr so laut war. Er war übrigens auch noch in meiner Klasse und wir waren seit heute im zweiten Jahrgang.
Als Wakamatsu vor mir stehen blieb, wurde ich plötzlich von ihm in eine Umarmung gerissen. Aufgrund unseres Größenunterschiedes hing ich dann komplett in die Luft. „Wakamatsu… Könntest du mich bitte loslassen?“, wollte ich trocken wissen.
Er verzog das Gesicht. „Und könntest du mich mal mit meinen Vornamen ansprechen? Früher hast du das auch ständig gemacht.“
Ich hatte vieles früher gemacht. Ich zuckte nur mit der Schulter, nachdem er mich wieder abgesetzt hatte. „Wenn ich darauf Lust habe, gerne“, lautete meine Antwort. Wir liefen nebeneinander her in die Richtung unseres Klassenzimmers, als ich plötzlich Bewegung in den großen Mädchengruppen wahrnahm.
Ich warf einen fragenden Blick zu Wakamatsu, der diesen aber nicht zu bemerken schien. Meine Aufmerksamkeit richtete sich daher wieder auf die Mädchen, die sich um etwas zu scharen schienen. Abseits davon stand ein hübsches Mädchen mit langen rosa Haaren. Ich zögerte einen Moment, ehe ich merkte, dass meine Neugierde doch größer war, als ich es gerne zugab.
Ich näherte mich langsam der Rosahaarigen, die nach einiger Zeit mein Kommen bemerkte. „Hey, entschuldige die Störung… Aber könntest du mir sagen, um was die so einen Wirbel machen?“, wollte ich von ihr.
Sie verzog leicht das Gesicht. „Ja, um meinen besten Freund“, erklärte sie, sichtlich genervt.
Ich hob eine Augenbraue und meinte: „Na dann: Herzliches Beileid… Den wirst du nicht mehr so schnell wieder sehen.“
„Leider doch… er wird alle mit den unfreundlichsten Worten, die ihm derzeit einfallen, beleidigen und trotzdem werden sie einige Stunden später wieder alle an ihm hängen“, erwiderte sie mit einer leicht belustigten Miene. Ich warf einen kurzen Blick über meine Schulter und sah, wie die Traube der Mädchen sich lichtete. Respekt. „Ach übrigens: Ich bin Momoi Satsuki, Erstklässler“, stellte sich die Rosahaarige vor.
„Hana Fuyu, Zweitklässler“, erwiderte ich mit einem leichten Grinsen. Ich deutete mit dem Daumen über meine Schulter und fügte hinzu: „Und der große, unhöfliche und normalerweise laute Typ mit den blonden Haaren ist mein bester Freund, Wakamatsu. Auch Zweitklässler.“
„Wenn nennst du hier unhöflich?“, rief Wakamatsu empört dazwischen. Mit zweifelndem Gesichtsausdruck warf ich Momoi-kun einen Blick zu, die sich ein Lachen verkneifen musste. Sie hatte verstanden, worauf ich hinaus wollte.
„Also seid ihr beide meine Senpais“, lächelte sie. „Könntet ihr mir dann später die Schule zeigen? Ich möchte sicher gehen, dass ich alle Winkel kenne, an denen sich Aomine zurückziehen will, um sich vor dem Basketballtraining zu drücken. Ich hatte mich als Managerin eingeschrieben.“
Basketball? Ohje, nicht noch mehr von denen´, stöhnte ich innerlich auf. „Klar, können wir machen - nicht wahr, Wakamatsu“, meinte ich schließlich und stieß ihm leicht zwischen die Rippen. Ich brauchte mich nicht zu ihm umzudrehen, um zu wissen, dass er gerade nur unbeteiligt nickte. Seine Augen hatte er voll und ganz auf diesen Aomine-kun gerichtet. Offenbar hatte er einen neuen Gegner für sich ausgesucht. Na das konnte ja noch heiter werden… „Übrigens: Wakamatsu ist auch im Basketball. Ihr werdet euch also sicherlich noch öfters über den Weg laufen…“
„Hoi, Satsuki, wer ist das?“, unterbrach ihr bester Freund mich, als er sich zu uns gesellte und musterte mich genau. An meinem Busen blieb er hängen und seine Mundwinkel zuckten leicht nach oben. Offensichtlich gefiel ihm, was er sah.
„Mein Gesicht ist weiter oben, Kohai “, fuhr ich ihn kalt und durchbohrte den größeren Jungen mit einem Blick, woraufhin er überrascht blinzelte.
Plötzlich fing er an zu lachen. „Du bist einer meiner Senpais?“, grinste er. „Netter Versuch, Kleine.“
„Aomine, benimm dich“, rief Momoi dazwischen, als sie bemerkte, dass ich wütend wurde. Wie konnte der Idiot es wagen? Mein ganzer Rücken spannte sich an, als ich mich etwas gerader hinstellte. Unbewusst ballte ich ein Faust, als ich ihm einen vernichtenden Blick zuwarf.
„Weißt du jetzt, was ich meine, Wakamatsu? Es gibt nur wenige Normale, die Basketball spielen“, sagte ich zu meinem besten Freund, ehe ich mich auf dem Absatz umdrehte und im Gang verschwand. Dabei ignorierte ich geflissentlich Wakamatsu, der mir etwas zu rief. Ohja, ich hasste Basketball aus diesen Grund. Die Kleinen wurden immer wieder unterschätzt.

Die nächsten zwei Stunden hatte ich mit Wakamatsu nur über das Nötigste geredet. Ich hatte heute einfach keinen Nerv für ihn mehr übrig. Ich meinte: Ein dummer, arroganter Kohai, der auch noch Basketballer ist und Schulanfang… Keine gute Kombination.
Eine Hand fuhr vor meinem Gesicht auf und ab. Ich blinzelte erschrocken und erkannte schließlich Wakamatsu. Was…?
„Fuyu, kommst du? Du hattest Momoi versprochen, sie herumzuführen“, erinnerte er mich. Innerlich seufzend stand ich auf und warf meinem besten Freund einen langen Blick auf, welcher ihn erwiderte. Er wusste, was in mir vorging, was Segen als auch Fluch zugleich sein konnte.
Schweigend gingen wir aus unserem Klassenzimmer, in die geschäftige Menschenmenge im Flur. Plötzlich spürte ich, wie Wakamatsu einen Arm um meine Schultern legte und mich näher zu sich zog. Überrascht sah ich zu dem Hünen hoch, während ich leicht rot wurde. Oh Gott, wie unangenehm das war. „Wa-Wakamatsu… Was soll das?“, wollte ich unsicher wissen. Vor allem: Für ihn war das komplett untypisch.
„Ach komm schon, Fuyu. Es passt nicht zu dir, den ganzen Tag mies drauf zu sein. Sei einfach wieder du selbst. Früher hat dich auch nie irgendetwas aufgehalten, die ganze Zeit mit einem Lächeln durch die Gegend zu laufen“, sagte Kousuke, statt auf meine Frage zu antworten. Ich starrte ihn nur an. Seit wann konnte er so tiefgründige Sachen sagen?
Auf einmal kamen wir zum Stehen und ich sah wieder nach vorne. Momoi-kun stand an der gegenüberliegenden Wand, neben ihr ein Junge mit einer Brille. Er schien etwas kleiner zu sein als Wakamatsu, was aber nicht viel hieß. Er war trotzdem noch einen Kopf größer als ich. Ich tippte darauf, dass auch er Basketballer war. Point Guard. Anhand seiner Werte, würde ich sagen –
Ich schüttelte leicht den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben und richtete meine Aufmerksamkeit auf Momoi-kun, die mit einem erleichterten Grinsen auf mich zukam. „Hana-san, ich dachte du kommst nicht, nachdem was Aomine abgezogen hatte“, meinte Momoi.
Ich spürte Wakamatsu prüfenden Blick auf mir ruhen, als er den Arm um meine Schulter wegnahm. „Vergiss es, Momoi-kun“, winkte ich mit einem Lächeln ab. „Es gab schon schlimmere Situationen.“
„Ah, Wakamatsu“, sagte plötzlich der Junge mit der Brille. „Findest du nicht angebracht, dass du mir mal deine Freundin vorstellst – somit weiß ich ja, an wen ich mich zu wenden habe, wenn du nicht im Training erscheinst.“ Ich spürte seinen kalten Blick auf mir ruhen.
„Willst du dich nicht erst einmal selbst vorstellen?“, fuhr ich dazwischen, ehe Wakamatsu selbst etwas von sich geben konnte.
Ein schmales Lächeln erschien auf seinem Gesicht. „Imayoshi Shoichi, Drittklässler und Kapitän der Basketballmannschaft. Es ist mir eine Ehre“, grinste er, falls man dies als Grinsen bezeichnen konnte. Er schien das ganze hier zu analysieren und versuchte jeden hier zu durchschauen. Wobei er sich bei Wakamatsu wohl nicht gerade schwertun würde.
„Hana Fuyu, Zweitklässlerin und beste Freundin von Wakamatsu“, entgegnete ich nur und warf Wakamatsu einen beleidigten Blick zu, ehe ich mich an Momoi richtete: „Kommst du? Ich kann dir die wichtigsten Plätze in der Schule zeigen.“
Überraschenderweise hakte sie sich bei mir unter, als wir uns auf dem Weg machten. Ich zuckte dabei zusammen. Das war mir einfach zu ungewohnt – mal wieder. Es hatte auch andere Zeiten gegeben.

Wakamatsu POV:
Ich bemerkte, wie Fuyu zusammenzuckte, als Momoi sich bei ihr unterhakte. Ich unterdrückte ein Seufzen. Ob ich es jemals hinbekommen würde, dass Fuyu wieder sie selbst war? Und das alles nur wegen eines Basketballspiels´, ging es mir durch den Kopf. Ich wandte mich meinem Kapitän zu, der noch immer seine Augen auf Fuyu fixiert hatte. Ein ungutes Gefühl machte sich in meiner Magengegend breit. „Imayoshi?“
Der Drittklässler warf mir schließlich nur einen fragenden Blick zu. Ich zögerte einen Moment. Ich konnte es mir eigentlich nicht erlauben, ein schlechtes Verhältnis zum Kapitän meiner Mannschaft zu haben. Aber Fuyu hatte Vorrang. „Lass Fuyu in Ruhe“, sagte ich mit fester Stimme und erwiderte seinen Blick.
Er blinzelte, ehe er grinste: „Ich hatte gar nichts mit ihr vorgehabt. Ich hatte sie nur gewarnt. Ich möchte dieses Jahr Rakuzan schlagen – da kann ich keine abgelenkten Spieler gebrauchen.“
Ich schnaubte. „Zwischen Fuyu und mir wird nie etwas sein.“
Imayoshi entfloh ein leichtes Lachen. „Das haben schon viele gesagt.“
Ich ballte eine Faust und entgegnete: „Wenn du sie wirklich kennenlernen würdest, wüsstest du dies.“ Nach einigen Sekunden fügte ich hinzu: „Ich schätze, sie ist mindestens so klug wie dein ehemaliger Kohai Hanamiya, wenn nicht sogar besser.“
Imayoshi ließ diese Aussage auf sich beruhen, nur sein abschätziger Blick, brachte mich auf die Palme. Kousuke… warum lässt du dich so schnell ärgern? Ignorier sie, irgendwann werden sie sehen, was sie für einen Fehler gemacht haben´, ertönte die Stimme von Fuyu. Von der Fuyu aus meinen Erinnerungen. Von der echten Fuyu und nicht dem Schatten ihrer selbst, der derzeit durch das Schulgebäude wanderte.

Hallo allerseits :))
Ich hoffe das erste Kapitel gefällt euch -.-
Natürlich werde ich mich über etwaige Verbesserungsvorschläge
freuen.

Lg Kiri
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast