Gemeinsam sind wir stark

GeschichteAllgemein / P12
21.12.2014
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Das ist mein Erste FF zu Darren Shan. Es geht um Gedanken die Steve hat nach Darrens Tot.

„Nur Gemeinsam ist man stark. Diesen Spruch könnte ich dir manchmal echt raus prügeln. Wie oft sagst du ihn?? Viel zu oft. Ständig. Egal in was für einer Situation wir sind. Doch weißt du was??

Du hattest ja so recht... Nur gemeinsam sind wir stark. Ja, damit hattest du Recht. Ich vermisse dich so sehr. Warum bist du nicht mehr hier bei uns? Warum musstest du denn gehen? Nun kann ich mich nicht mehr über dich aufregen. Ich höre nie wieder deine altklugen Weisheiten und ich kann mich nicht mehr mit dir streiten. Ich werde nie wieder dein Wunderschönes Lachen sehen und werde mich aber immer wieder frage, warum du nicht mehr bei uns bist? Wie konnte das passieren? Wie konntest du uns nur alleine lassen? DU weißt doch, wir wären immer für dich da gewesen! Aber nein, der Herr muss ja lieber einen anderen Weg gehen! Hast du auch an uns Gedacht? Nur einen kleinen Augenblick? Hast du darüber nachgedacht wie es uns nun geht? Hast du dich je gefragt ob wir dich vermissen würden? Ich stelle diese Frage nun für dich und liefere dir auch die Antwort mit, JA, verdammt noch mal, JA wir vermissen dich. Jede Sekunde die nun nicht mehr unter uns weilst. Jede Situation die du gekonnt geleitet hättest. Wer macht das nun? Nun, wo du nicht mehr bei uns bist.

Aber ich habe noch eine andere Frage. Kannst du mich hören? Kannst du mich und deine Freunde sehen? Dort, wo du nun bist? Weißt du wie es uns hier unten geht? Ohne dich!! Bitte, gib mir ein Zeichen. Nur ein kleines Zeichen. Zeig mir das du nicht für immer von uns gegangen bist. Ich bitte dich, komm zu uns zurück. Wenn auch nur in einem Wind. Ich brauche dich. Die anderen brauchen dich auch. Wir schaffen das nicht ohne dich. Du warst immer ein so wichtiger Teil in unserem Leben, also warum? Warum musstest du gehen? Warum hast du diese Entscheidung getroffen? Warum bist du nicht bei uns geblieben? Ich möchte die Antwort wissen, verdammte scheiße!! Du hättest uns irgendetwas zurück lassen können. Irgendetwas, nicht nur diese gähnende Leere, die unser Herz erfüllt.“

Als die Tür klingelt steh ich nicht auf. Ich bin Müde und ausgelaugt. Ich kann nicht mehr. Wer auch immer vor der Tür ist, weiß wo mein Schlüssel liegt. Denn nach ein paar Minuten höre ich, wie jemand die Tür öffnet und eintritt. Es ist meine Mutter, die mich mit Tränen in den Augen anschaut. Sie reicht mir nur ein Blatt Papier und sagt nichts weiter dazu. Ich nehme das Blatt aus seinen Händen und sehe sofort, es ist voll mit deiner Schrift. Es ist von dir...

„An alle, die mich vielleicht vermissen könnten!“


Das steht ganz oben auf dem Zettel, ich starre ihn ungläubig an. Ist es das was ich glaube, ist es eine Antwort von dir an mich? Erklärst du mir endlich was passiert ist?

„Was ich hier schreibe fällt mir nicht leicht. Ich weiß das wenn ihr das hier lest, vermutlich bin ich dann nicht mehr. Dann werde ich diese Welt verlassen haben und in einer anderen weiter leben. Ob ich da leben kann?
Das ist egal, das hier ist mein kleiner aber persönlicher Abschied von euch. Vermutlich sollte ich bei euch an der Tür klingeln und euch den Brief übergeben, doch dann.... Dann könntet ihr mich aufhalten oder ich bekomme wieder zweifel. Doch ich möchte kein Zweifel mehr bekommen. Ich kann nicht mehr. Sie haben es geschafft... Ich wache morgens auf und breche in Tränen aus ohne das jemand etwas bemerkt. Ich gehe in die Schule, dort lache und albere mit euch herum. Doch tief in mir drinnen schreie ich. Aus lauten Kehlen. Ich weiß was ihr jetzt denkt. Er hätte doch nur einmal etwas sagen müssen, doch erkläre das mal deinen besten Freunden. Erkläre ihnen mal das du langsam keinen Sinn mehr im Leben finden kannst... Das du nur noch Schmerz und Dunkelheit sehen kannst. Egal mit wem du Unterwegs bist. Ich bin kein Teil mehr von euch. Zu weit habe ich mich von euch Entfernt. Ich konnte euch die Wahrheit nicht sagen. ZU sehr habe ich mich für diesen Gedanken geschämt und nun? Nun ist es zu spät. Die Entscheidung ist gefallen und ich habe es mit besten Gewissen getan. Ja, vielleicht werden mich ein paar von euch vermissen. Vermutlich die, die diesen Brief lesen. Ich habe eine Bitte an euch. Habt mich so in Erinnerung wie ich früher einst gewesen war. Lebensfroh und glücklich. Ich möchte, dass ihr an mich denkt wenn ich gut drauf war und nicht als es mir schlecht ging. Ich habe keine guten Seiten des Lebens mehr gesehen, doch ihr.... Ihr könnt das noch. Ihr habt die Wahl und die Möglichkeit ein für alle mal! Ich bitte euch nicht um Vergebung. Ich weiß, die könnt ihr mir nicht gewähren! Ich bitte euch auch nicht um Verständnis, denn das kann ich selber dafür doch kaum aufbringen. Nein, ich bitte euch dafür das ihr weitermacht. Dort stark bleibt, wo ich aufgegeben hab. Ich bitte euch, für alle die, denen es gleich geht wie mir. Seid ihnen eine Stütze wenn ihr das könnt! Lasst euch gegenseitig bitte nicht im Stich. Ich wünsche mir das ihr nach vorne schaut und weiter lebt. Mein Leben hat für mich seine Bedeutung verloren. Eures hat noch eine Chance. Bitte, vergebt diese Chance nicht. Denn wenn sie einmal weg ist, dann kommt sie nie wieder.
Ich liebe euch alle!!“


Ich starre den Brief in meinen Händen an und muss nur noch mehr weinen. Ich weiß nun nicht wirklich mehr was dich dazu getrieben hat. Aber ich verstehe nun, dass es deine Entscheidung war. Eine Entscheidung die du für dich treffen musstest. Doch du fehlst mir. So furchtbar.
Nach dem ich deinen Brief noch ein drittes und viertes mal gelesen habe gehe ich zum Telefon und rufe deine Eltern an. Ich gebe ihnen Bescheid, dass ich bereit bin eine Todesrede für dich zu halten.

„Liebe Trauergäste. Liebe Freunde.
Als man mich gebeten hat, hier zu reden habe ich lagen gezögert. Ich wusste weder was ich sagen soll, noch ob ich es überhaupt auf die Reihe bekomme, jemals irgendetwas sagen zu können. Doch nun, nun stehe ich hier vor ihnen und möchte ein Paar Worte sagen. Noch immer weiß ich nicht wirklich was ich hier sagen soll... Darum fang ich jetzt einfach einmal an. Als ich Darren das erste mal gesehen habe, wusste ich sofort, diesen Jungen brauchst du als Freund. Er war immer so Lebensfroh und strahlte eine Wärme aus wie sonst keinen den ich kenne. Er hat dafür gesorgt das ich wieder zur Schule ging und mein Leben wieder etwas in den Griff bekam. Du warst immer für mich da und nun? Nun als sich das Blatt gewendet hat, da konnte ich dir nicht helfen... Warum? Warum hat er sich nicht helfen lassen... Diese Frage habe ich mir so oft gestellt, doch... Ich finde keine Antwort darauf. Nur eine Idee. Denn so warst du. Hast deine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt und dafür gesorgt das es anderen gut geht. Und aus diesem Grund möchte ich sagen, mein Lieben, von uns ist ein ganz Wunderbarer Mensch gegangen. Einer den wir niemals vergessen können. Aber auch einer, den wir von ganzen Herzen lieben. Er wird immer in unserer Mitte sein, wenn nun auch nur noch in Gedanken. Ich möchte euch um eine Sache bitten, vergesst ihn nicht! Gemeinsam können wir ihn für uns am Leben erhalten und das möchte ich machen. Ich wünsche mir, dass er immer ein Platz in unserer Mitte haben kann. Das wir ihn immer bei uns tragen...“


Ich merke wie mir die tränen übers Gesicht laufen und wie die meisten mich Mitfühlend anschauen. Ich spreche schnell zu Ende.

„Ich bedanke mich für ihr Aufmerksamkeit. Vielleicht hilft es ja einigen von ihnen, wenn ich sage... Das wir gemeinsam Stark sind!“


Ich wende mich ab und verlasse die kleine Bühne, welche angebracht wurde. Als ich aufschaue, sehe ich genau in die Augen deiner kleinen Schwester, Darren. In die von Tränen und Schmerz erfüllten Augen. Ich bin nicht alleine mit meinem Schmerz. Deine Familie fühlt ihn genau gleich.

Ich liege hier unten im Sarg und höre alles was oben gesprochen wird. Das erste mal weinen muss ich bei meinem besten Freund Steve. Ich möchte nicht das er solche Schmerzen erleidet. Weil ich ihn verlassen habe. Ich würde ihm gerne helfen, doch ich kann nicht. Bei meinen Eltern und meiner kleinen Schwester muss ich aufpassen das ich nicht anfange laut zu schluchzen. Doch ich halte durch, ich schaff es zu überstehen und warte bis ich abgeholt werde und in die Welt der Nacht entlassen zu werden. Abgeholt von meinem Meister Mr. Crepsley. Dann beginnt mein Abenteuer, meine Abenteuer in der Vampirwelt. Ohne meinen besten Freund.

Ich hoffe es hat euch gefallen =)
Und ich würde mich über Reviews freuen ;)
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