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Warum?

von Bellathea
SongficFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Elphaba Thropp Glinda/Galinda Upland of the Upper Uplands
16.12.2014
16.12.2014
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Warum?


Denn heute Nacht sind nur wir zwei wichtig

Du stellst mir tausend Fragen
Stellst dich mitten in den Wind
Und ich hoff du checkst
Dass sie nicht wichtig sind
Komm wir setzen jetzt die Segel
Nehmen alles mit was geht
Um nicht mehr um zu drehen
Auch wenn der Wind sich dreht


Es war mitten in der Nacht und es hatte geläutet. Trotz der späten Stunde öffnete Glinda die Tür. Mit allem hätte sie gerechnet,  aber nicht mit ihr.
Elphaba stand vor ihrer Tür und das Mondlicht fiel auf das Gesicht der Hexe. Sie war älter geworden, keine Frage, doch sie war schön wie eh und je.
Glindas Herz machte einen Hüpfer, trotzdem blieb sie skeptisch, sie wollte nicht erneut verletzt werden.
"Was willst du hier?", Glinda hatte es satt, sich Hoffnungen zu machen, auf Elphaba zu warten, dass sie vielleicht auch endlich einen Schritt auf die Blonde zu machen würde.
"Dich", Elphaba sagte es geradeheraus, sie schämte sich nicht, warum auch, schließlich war es die Wahrheit, sie wollte Glinda mehr als alles andere, seit dem Tag an dem sie Glinda verlassen hatte.
"Jetzt?", natürlich freute Glinda sich, sie hatte solange gewartet, das von Elphaba zu hören, trotzdem machten sie die Worte der Grünen nun wütend, "Nach all der Zeit? Weißt du überhaupt wer ich jetzt bin? Weißt du, was du mir da damals angetan hast in der Smaragdstadt?!", alle Gefühle, alle Wut kam in Glinda wieder auf, alles was sie damals gefühlt hatte und Tränen liefen ihr über die in der Wut erröteten Wangen. Sie redete weiter und machte Elphaba Vorwürfe, Drohungen, sie sprach einfach, sie wollte keine Entschuldigungen von Elphaba hören, keine…
"Glinda…", Elphaba sah direkt in die blauen Augen, doch Glinda drehte sich weg.
Die Grüne machte einen Schritt auf ihr Gegenüber zu und nahm Glindas Kopf in ihre Hände. Auch Glinda blickte nun direkt in Elphabas Augen.
"Elphie…", Tränen flossen aus Glindas Augenwinkeln über die grünen Hände, doch Elphaba hielt Glindas Gesicht weiterhin fest.
"Nichts davon ist jetzt noch wichtig, meine Schöne…", Elphabas Lippen strichen über Glindas. Die Blonde öffnete ihren Mund und küsste Elphaba. Wie oft hatte sie davon geträumt, sich noch einen Kuss ersehnt? War das alles nur ein Traum? Lag sie in ihrem Seidennachthemd in ihrem Himmelbett und träumte bloß?
Nein, das hier war zu echt, zu gut um ein Traum zu sein, die Sehnsucht, die Schmerzen, die sie spürte, waren echt..
"Komm mit mir", sagte Elphaba nach einem langen Kuss.
Glinda öffnete langsam die Augen, der Kuss war der Blonden nicht genug gewesen, sie wollte mehr, sie wollte die Grüne spüren, mit ihr zusammen sein, für immer.
"Wohin?", Glinda konnte dem Drang der Grünen sofort zu folgen nur schwer wiederstehen, doch sie hatte Angst, Angst erneut allein gelassen zu werden.
"Fort von hier!", Elphaba griff Glindas Hand und zog sie hinter sich her.
Die Blonde wehrte sich nicht, ihr Wunsch Elphaba zu spüren wurde stärker, als alle Zweifel in ihr. Was hielt sie noch an diesem Ort? Die Antwort war einfach: nichts.


Und ich schau dir in die Augen
Bin geblendet von dem Licht
Was jetzt um sich greift
Auch wenn du nicht sprichst


Elphaba und Glinda machten nach einer halben Ewigkeit, so schien es, halt in einer Scheune, die an einen verlassenen Bauernhof grenzte.
Glinda warf sich in das Heu und blickte zu Elphaba auf. Die Grüne sagte nichts, sondern kam langsam auf die Blonde zu. Stundenlang hätte Glinda ihrer Freundin dabei zusehen können, wie sie auf sie zu kam, mit katzengleichen, geschmeidigen Bewegungen. Elphaba faszinierte Glinda immer wieder von neuem.
"Wie habe ich es so lange ohne dich ausgehalten?", flüsterte Elphaba in Glindas Ohr, als sie sich neben sie in das Heu legte und begann, den Hals der Blonden zu küssen.


Warum? Warum?
Warum ist doch egal
Denn heute Nacht
Sind nur zwei wichtig


"Warum? Warum ich? Warum nach all der Zeit?", Glinda blickte Elphaba an, ihre Angst vor Einsamkeit, ihre Selbstzweifel, alles überfiel sie nun.
"Warum? Weil ich dich liebe", Elphaba küsste Glinda, "Jetzt sind nur noch wir beide wichtig..."

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Auch ein älteres Werk von mir, dass ich jetzt endlich mit euch teilen wollte, da mir diese Szene in Zusammenhang mit dem Lied so gut gefällt :)
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