Bartimäus- Die Pforte des Magiers (offenes Ende weitergeführt)

von Akane16
KurzgeschichteAllgemein / P6
Jane Farrar Nathanael alias John Mandrake
15.12.2014
15.12.2014
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15.12.2014 1.377
 
Hallo,
ich habe die gesamte Reihe dieses wunderbaren Buches innerhalb einer Woche regelrecht verschlungen.
Geschrieben habe ich die FF in den Sommerferien(08.08.2014), ohne überhaupt den Begriff FF zu kennen und da ich sie gerade beim durchforsten des Laptops wiederentdeckt habe, dachte ich mir ich stelle sie einfach einmal online.^^
Doch ich fand das Ende sehr Traurig und da es ein offenes ist, habe ich mir gedacht, dass ich es weiterführe.
Es ist sehr kurz geworden, aber ich hoffe es gefällt euch dennoch.^^
Mittlerweile habe ich es noch einmal überarbeitet. (23.01.2015)
Also ich hoffe es gefällt euch!
Viel Spaß!
*euch Plätzchen hin stell*
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Beginn eines Neuanfangs

Als Nathanael Bartimäus entließ wurde schwarz ihm vor Augen. Der Dschinn hatte ihn mit seiner Kraft gerade noch so bei Bewusstsein gehalten. Als er die Entlassungsformel zitiert hatte, wurde das letzte Siegel an Gleadstones Stab gelöst, so entwichen die mächtigen Wesenheiten die in ihm eingesperrt waren. Der junge Zauberer wurde bewusstlos vom Rückstoß der freigesetzten Energie zurück geschleudert. Nouda wurde von Infernos und leuchtenden Blitzen nur so überschüttet, zusätzlich stürzte das Glashaus in sich zusammen und der mächtige Dämon wurde von flüssigem Eisen bestattet. Das Eisen verbrannte seine gesamte Substanz. So starb der einst so mächtige einen langsamen und qualvollen Tod.

Nathanael schlug die Augen auf. Zuallererst sah er alles verschwommen, doch vor weißem Hintergrund hob sich, erst nur schemenhaft, dann jedoch immer deutlicher eine Gestalt ab. Er blinzelte mehrmals, bis sich sein Blick schärfte. Er sah braunes Haar welches ein wunderschönes Gesicht umrahmte und grüne Augen die in besorgt anblickten. Natahanels Seite fing plötzlich an zu schmerzen und die Erinnerungen schlugen über ihn zusammen wie eine riesige Welle. Er erinnerte sich an die Hitze, an die blutende Wunde und an Bartimäus. Bartimäus, der Dämon, der ihm ein treuer, wenn auch unfähiger Diener gewesen war. Er hatte mit ihm gekämpft. Zusammen hatten sie eine Schlacht geschlagen, von der er geglaubt hatte, es wäre seine Letzte. Seite an Seite hatten sie diese geschlagen, bis sie schließlich, wenn auch nur kurz, eins waren. Es war ein sonderbares, fremdartiges Gefühl gewesen.

Doch so wie es schien war es nicht seine letzte Schlacht gewesen. Nein, denn er lebte. Diese Tatsache war wirklich wunderbar, brachte ihm jedoch den Schmerz, der mit dem Bund an diese Welt, verbunden war. Er realisierte das sein Oberkörper nackt und mit Verbänden umwickelt war. Sein Kopf pochte zudem schmerzhaft und in seiner Hand spürte er immer noch den mächtigen Zauberstab. Als er diese Hand hob, lächelte sie erleichtert. "Gleadstones Stab, du hast ihn nicht mehr losgelassen deine Hand hatte sich um ihn verkrampft. Ich habe versucht ihn deiner Hand zu entwinden, aber du hattest dich so fest an ihn gekrallt, dass du vor Schmerzen, im Schlaf, gestöhnt hast.", erzählte sie ihm. Feine Schnitte bedeckten nun seine zuvor makellose Haut. Die Blessuren ließen darauf zurückführen, dass sich kleinste Glassplitter in seine Haut gebohrt hatten.

Jane hatte sie wohl herausgezogen und anschließend mit einer wohlriechenden Salbe behandelt. Nathanael öffnete die verkrampfte Hand, denn die verkrampften Muskeln schmerzten. Sofort stöhnte er schmerzerfüllt auf. Die Braunhaarige beschleunigte den Fortgang in dem sie die Finger weiter nach hinten bog und nahm ihm anschließend den Stab aus der Hand. Die Handinnenfläche war von Dreck und geronnenen Blut verklebt. Jane nahm eine Schüssel mit Wasser zur Hand, und wusch Nathanaels Hand mit einem sauberen Lappen ab. Danach nahm sie sich das Öl zur Hand, mit welchem sie die noch verkrampfte Hand Nathanaels und beträufelte. In kreisenden Bewegungen fing sie an diese mit den Daumen zu massieren und somit die Verspannung zu lösen, damit ließen auch die Schmerzen nach und nach von Natahanael ab. Sie begann dabei zu berichten, was nach dem Wegtreten Nathanaels passiert war:„Meine Werwölfe und ich, näherten uns dem Glaspalast von hinten, wir kämpften uns immer weiter gegen die Dämonen vor. Der Letzte meiner verbliebenen Werwölfe wurden niedergemetzelt. Ich sendete meine Dämonen gegen die restlichen zwei besessenen Zauberer. Auf einmal brach der komplette Glaspalast zusammen. Etliche Dämonen wurden unter dem Eisen begraben, auch Nouda. Ich ging um das Gebäude herum und dort sah ich dich. Aus der Seite hast du geblutet und du warst von lauter Glasscherben bedeckt.“ Sie unterbrach ihren Bericht und schwieg.

Mitfühlend sah sie ihn an. Natahanael, der sich langsam wieder gefasst hatte, war nun über Janes Verhalten verwirrt. War sie ihm denn nicht immer eine Rivalin gewesen? Sie hatten ständig gegeneinander revaliert und waren darauf aus gewesen sich gegenseitig eins auszuwischen. Stetig waren sie einander mit Feindseligkeit gegenüber getreten. Und nun? Nun saß sie neben ihm und sah ihn an. Ja, fast schon liebevoll… Nathanael spürte wie ein Gefühl in ihm auf keimte, dass er so noch nicht gekannt hatte. Es war aber zuvor schon da gewesen, es hatte geschlummert. Tief in ihm. Er wusste es, doch ihm blieb keine Zeit darüber nachzudenken, zu gespannt war er auf den weiteren Bericht Janes.

Sie setzte ihre Erzählung fort:“Du hattest Gleadstones Stab fest in der Hand, der jetzt übrigens keine magischen Fähigkeiten mehr beisitzt. Als ich dich fand warst du bewusstlos, so beschwor ich ein paar Kobolde, die dich zu die nach Hause trugen. Wir mussten übrigens die Tür aufbrechen. Tut mir leid. Aber zu mir konnten wir auch nicht, das Haus meines Meisters ist leider zerstört. Nun ja, hier habe ich jedenfalls deine Wunden behandelt und dich vom Blut und Dreck gesäubert. Ach ja! Deine Siebenmeilenstiefel stehen übrigens unten bei deinen anderen Schuhpaaren. Danach habe ich deine schlimmen Wunden mit Verbänden umwickelt.“ Natahanael wurde langsam müde, denn die gleichmäßigen Bewegungen, mit denen sie seine Hand massiert, ihrer wunderschönen sanften Stimme, die anstrengende, zuvor geschlagen Schlacht und die Aufregungen, lullten ihn ein und trugen zu seiner Schläfrigkeit bei.

„Nathanael jage mir nie mehr so einen Schrecken ein!“, tadelte sie ihn. „Ich hatte Angst, dass du nie wieder aufwachst!", schrie sie ihn beinahe. Der junge Zauberer öffnete leicht verschreckt die halb geschlossenen, schweren Lider und war nun wieder hellwach. So könnte meinen, dass sich eine Träne in den Augenwinkeln Janes bildete. Doch selbst, wenn diese vorhanden gewesen war, so wurde sie doch mit einer schnellen, unauffällig wirkenden Handbewegung seitens Janes weggewischt. Die Verwirrtheit Nathanaels über Janes Gefühlsausbruch, welche doch immer so gefasst war, steigerte die Tatsache, dass er plötzlich warme, weiche Lippen auf den seinen spürte. Sanft verlangend hatte sie die Ihren auf seine eigenen gelegt. Nun sog er ihren betörenden Duft ein und als er realisierte, was die junge Zauberin da tat, erwiderte diese Geste ohne nachzudenken. Er presste seine Lippen fester auf die Ihren. In seinem Kuss lag die gleiche Zärtlichkeit, jedoch auch sein Verlangen, welches er in den Kuss legte. Er öffnete seine Lippen einen Spalt breit und strich mit seiner Zunge verlangend über die weichen Lippen Janes. Diese gewährte ihn ohne zu zögern, während sie sich an seiner Schulter festkrallte. Er vergrub seine Hand in ihren Haaren, während die andere in ihrem Nacken lag und sie sie näher zu sich heranzog. Er erkundete mit seiner Zunge das neue, warme Gebiet. Sie schmeckte gut. Zu gut. Doch er wurde fordernder und stupste ihre Zunge leicht an, forderte sie heraus. Sanft umspielten sich ihre Zungen, mal war er dominanter, dann wieder zärtlicher. Es fühlte sich gut, so richtig an. Doch nach einer Zeit mussten sie sich wieder voneinander lösen, denn wie alle Menschen, brauchen auch Zauberer Luft. Ihre Wangen waren leicht gerötet und sie sah einfach hinreißend aus, so empfand zumindest Nathanael. Beide schnappten atemlos nach Luft und sie sogen den lebensnotwendigen Sauerstoff tief in ihre Lungen.

Seine Lippen umspielten ein Lächeln und er ließ sich zurück in sein Kissen sinken. Eine unendliche Müdigkeit überfiel ihn und er bergab sich in das Reich der Träume. In seinem Traum sah er Bartimäus vor sich, der im all das sagte, was er ihm sagen wollte, bevor Nathanaels ihn entließ. Im Halbschlaf lächelte er, Bartimäus war nicht nur sein Diener gewesen, in der Schlacht war der Dämon ihm gleichgestellt gewesen, wie Ptolomäus es sich gewünscht hatte. Doch wie Nathanaels jetzt erkannte, war er auch ein Freund gewesen, sie hatten sich gegenseitig vertraut.

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Ich freue mich immer auf Reviews!
Lg Nanashi
PS: Sry, für die Rechtschreibfehler, sollte euch etwas auffallen, dann schreibt es mir. Ich werde es sofort ändern!

Disclimer: Die Charaktere gehören Jonathan Stroud!
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