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Mrs. Sprinkles

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Hermine Granger Severus Snape
15.12.2014
15.12.2014
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Vorwort:

Diese Goose habe ich endlich fertig.
Blöderweise weiß ich nicht mehr wer sie mir gestellt hat ^^ Ich weiß aber noch was die Aufgabe war, und das ist ja wohl die Hauptsache.
Ich sollte einen nicht von mir geschriebenen Textabschnitt verwenden und drum herum eine komplette Geschichte stricken.
Den entsprechenden Absatz habe ich mit * markiert.

Diese Geschichte ist für das kleine Kätzchen, wessen Namen ich nicht kenne und leider nie kennen lernen werde.
Ich fand sie als ich 14 war mit meinen Freundinnen auf der Straße, sie lag zuckend da und wir dachten erst sie wäre eine Plastiktüte die sich im Wind bewegte. Je näher wir kamen, desto besser konnte ich erkennen das es ein Kätzchen war. Eine Frau kam aus einem Haus gelaufen und rief uns zu, dass sie gesehen hatte wie eine Auto es angefahren hatte.
Meine Freundinnen wussten nicht was sie tun sollten, standen nur ratlos da.
Ich lief auf die Straße und kniete mich zu dem Kätzchen, die auf mich zufahrenden Autos ignorierend.
Als ich das Kätzchen anfasste sah es mich still an und hielt still.
Inzwischen hatte sich meine Freundin vor mich gestellt damit ich nicht platt gefahren werde.
Ich strich dem Kätzchen beruhigend über den Kopf und es begann zu schnurren. Laut und bebend - das werde ich nie vergessen. Ich nahm sie hoch, wollte sie nur zum Bürgersteig tragen doch das war wohl falsch, denn ein Schwall Blut brach aus ihrem Mäulchen hervor und dann bewegte sie sich nicht mehr.
Vollkommen geschockt ließ ich sie auf dem Bürgersteig liegen und ging, mit Blutbefleckter Hose, mit meinen Freundinnen weiter.
Ich wünschte ich hätte sie retten können, und ich wünschte ich hätte sie nicht da liegen lassen.

oOoOoOoOo


Mrs. Sprinkles


Mit großen Schritten lief er über das Schulgelände.
Zum hundertsten mal verfluchte er die Sicherheitsvorkehrungen, die es ihm nicht ermöglichten direkt vor das Schultor zu apparieren.
Natürlich sah er ein, dass diese Sperre sinnvoll war, jedoch aber auch sehr mühsam.
Er kam gerade an Hagrids Hütte vorbei, da hörte er ein seltsames Geräusch.
Es hatte sich wie ein ersticktes Keuchen angehört.
Reflexartig hatte er sofort seinen Zauberstab in der Hand und erleuchtete wortlos die Umgebung.
Mit wachsamem Blick drehte er sich langsam um und sah sich jeden Schatten ganz genau an.
Da war es schon wieder! Das Keuchen, diesmal gefolgt von einem gequälten Piepsen. Er zog die Augenbrauen zusammen und versuchte heraus zu finden wo das Geräusch herkam. Es fiepste noch einmal, hörte sich nun dunkler an. Dann hörte er ein kleines gequältes Miauzen.
Er folgte mit erhobenem Zauberstab dem Geräusch, welches ihn in die Gemüsebeete des Wildhüters führte, und da sah er sie.
Eine schmuddelig aussehende weiße Katze mit schwarzen Flecken, über und über mit Blut bedeckt.
Langsam trat er näher.
Ihr Bauch war aufgeschlitzt, womöglich war sie an etwas scharfem sehr übel hängen geblieben oder angegriffen worden.
Er sah das sie noch atmete.
Schnell schaute er sich um ob ein Tier in der Nähe war, und sah schließlich zu Hagrids Haus. Natürlich war kein Licht zu sehen. Wahrscheinlich besoff sich der Dödel noch im Eberkopf.
Er hockte sich vor die Katze und in diesem Moment öffnete sie ihre Augen.
Grasgrün traf auf Schwarz.
Schwer atmend sah die Katze ihn an und dann, zu seiner Überraschung, blinzelte sie ihn an und schnurrte. Sie schnurrte nicht leise, sondern laut und bebend. Ein Pfötchen reckte sie in seine Richtung und er sah ihre zart rosanen Zehchen.
Ohne wirklich darüber nachzudenken was er tat hielt er seinen Zauberstab über den kleinen Bauch der Katze, säuberte ihre Wunde und begann eine Melodie zu flüstern, unter der sich der Bauch der Katze langsam wieder schloss und heilte.

~*~*~*~*~

Quietschend warf sich Hermione mit ausgestreckten Armen auf ihr Bett.
Endlich waren alle Prüfungen geschafft!
Noch drei Wochen und sie und Ginny würden nach Hause fahren und zu Harry in den Gimmauldplace ziehen um... Irgendwas zu tun.
Sie war heilfroh, dass Ron sich entschieden hatte bei seiner Mama zu bleiben. Die Trennung von ihm war recht hässlich gewesen, und sie hatte erst einmal keine Lust viel mit ihm zu unternehmen.
Sie wollte in die Zukunft blicken und etwas großartiges aus ihrem Leben machen.
Sie hatte viele verschiedene Angebote bekommen, sich aber noch für keines entschieden. Eine Stelle jedoch gab es, von der sie nichts gehört hatte, und ehrlich gesagt auch nichts erwartete.
Ein Tränkestudium bei Professor Snape.
Sie wusste, dass er noch nie einen Schüler genommen hatte.
Eine kleine Herausforderung also für sie.
Vielleicht könnte sie bei Snape vorbei schauen und ihn fragen ob er sie wenigstens als Praktikantin annehmen würde.
Slughorn hatte sie bereits angeschrieben, und er versprach sie mit Kusshänden zu empfangen wenn sie sich für das Tränkestudium entscheiden würde.
Alle würden sie mit Kusshänden empfangen.
Wäre das bei Snape genau so?
Sie rollte sich auf die Seite und zog Krummbein, der sich wie ein nasser Sack ziehen ließ, auf ihren Bauch.
„Was sagst du Süßer? Soll ich mal runter gehen und schauen wie gut der böse Professor Snape genesen ist?“
Krummbein sah sie nur müde an hüpfte von ihrem Bauch runter und rollte sich zu schlafen auf ihrem Kissen zusammen.
„Du bist mir eine große Hilfe Dickerchen.“, sagte sie schmollend, gab ihm einen Kuss auf sein Köpfchen und rutschte von ihrem Bett hinunter.
Sie glättete ihren Rock, zog sich eine Strickjacke über und und machte sich auf den Weg in die Kerker.
Nachdem Professor Snape aus St. Mungos entlassen worden war, war er zwar nach Hogwarts zurück gekehrt, unterrichtete jedoch erst ab dem nächsten Jahr wieder. Ab und an sah man ihn durch die Gänge streifen, und beim Essen fast nur jeden zweiten oder dritten Tag.
Und stets trug er einen hochgeschlossenen Kragen, was ihn aussehen lies wie einen der bösen bei Star Wars.
Wahrscheinlich waren die Narben von Naginis Biss noch zu sehen.
War der Professor etwa eitel?
Noch viel schlimmer für ihn musste wohl sein, dass sein Ruf als böser unnahbarer und kinderverachtender Professor, dem Bild des liebenden, tief traurigen Retter der Welt weichen musste, da Harry im Glauben, dass Severus Snape gestorben war, alles, aber auch wirklich alles, ausgepackt hatte, damit der Professor posthum noch zu Ehre gelangen konnte.
Und als man dann seine Leiche abholen wollte...
Nun ja, mehr tot als lebendig war er schon gewesen, aber er wurde gerettet.
Und obgleich ihm nun Ruhm und ehre golten, war er noch genau so fies und grausam wie vorher. Die einzige Änderung war, dass nun auch Slytherins dran glauben mussten, wenn er sie bei irgendeiner Blödheit erwischte.
Und da stand sie nun.
Die Tür zu seinem Büro war mit einem schmutzigen Messingschild auf dem sein Name stand, behangen.
Sie atmete einmal tief ein und klopfte.
Nach wenigen Sekunden hörte sie auch schon Snapes typisch kühles „Herein.“
* Zögerlich trat Hermine ein und entdeckte Snape hinter seinem Schreibtisch, in seiner üblichen schwarzen Robe – die aber einen schwarz-weißen Pelzbesatz bekommen hatte. Sie war geschockt. Sie hatte Snape zwar für die schülerquälende Fledermaus aus den Kerkern gehalten, die kein gutes Wort für irgendjemanden übrig hatte und die ganze Welt hasste, aber dass er eine Katze töten und ihr Fell an seinen Kragen nähen würde – denn der Schwanz war eindeutig der einer Katze – das hatte sie sogar von ihm nicht gedacht. „Professor“, stotterte sie und machte einen Schritt auf ihn zu, dann noch einen, von dem Anblick vollkommen aus dem Konzept gebracht. „Ich...“ Sie hielt mitten im Satz inne, als der Pelzbesatz seinen Kopf hob und sie für einen Moment aus grasgrünen Augen anstarrte, bevor er sein Kinn wieder auf Snapes Schulter bettete. *
Hermione konnte ihren Blick nicht von der Katze abwenden.
„Ich bin hier... um...“, sagte sie langsam, da sie vergessen hatte wieso sie überhaupt her gekommen war, und blinzelte verwirrt.
„Vergeuden sie nicht meine Zeit Miss Granger.“, sagte Snape genervt, weiterhin Aufsätze, offenbar von seinem Kollegen Slughorn, korrigierend ohne sie dabei anzusehen.
Das Kätzchen gähnte und sprang auf seinen Schoß.
Langsam begann er es mit seiner freien Hand zu streicheln.
Snape streichelt eine Katze, und das vor meinen Augen!, dachte sie.
Sie schüttelte kurz den Kopf und setzte sich auf den Stuhl der vor seinem Schreibtisch stand.
„Wie geht es ihnen?“, fragte sie vorsichtig und strich ihren Rock glatt.
„Es geht mir wunderbar. Die Welt strahlt in einem neuen Glanz und Blumen regnen vom Himmel herab.“, sagte Snape spitz und sah kurz zu ihr auf. „War das alles?“
„Nicht direkt, Sir. Ich frage mich ob...“, begann sie doch ihr Blick glitt wieder zu der Katze.
In dem großen Bürostuhl und mit der Katze auf dem Schoß sieht er aus wie ein Superbösewicht aus Filmen, dachte sie und erinnerte sich endlich wieder an die Frage, die sie ihm eigentlich hatte stellen wollen.
„Ich wollte mich bei Ihnen für das Studium der Tränke bewerben.“, sagte sie klar und deutlich und sah ihm, als er seinen Kopf hob um sie mit hochgezogener Augenbraue anzusehen, mit festem Blick in die Augen.
Er legte die Feder beiseite und hielt ihrem Blick ohne eine Regung stand.
„Mir kam zu Ohren, dass sie bereits von Professor Slughorn eine Offerte zum Studium bei ihm erhalten haben.“, sagte er nach einigen Sekunden Schweigens.
„Das ist korrekt,“ begann Hermione und schlug die Beine übereinander. „allerdings wollte ich sehen ob ich dieses Studium, ohne Professor Slughorn herabwürdigen zu wollen, nicht auch bei dem besten dieses Faches absolvieren kann.“
Snape schnaubte kurz und nahm die Feder wieder auf.
Hermiones Herz war kurz davor einen Aussetzer zu machen.
Bestimmt würde er sie gleich anschreien.
Gespannt wartete sie seine Antwort ab.
„Ich verstehe. Erwarten sie meine Antwort in einer Woche.“
Er verschränkte die Arme vor der Brust.
Überrascht atmete sie aus. War das jetzt gut?
Sie schaute wieder auf die Katze, die immer noch auf seinem Schoß saß, und sie mit ihren grasgrünen Augen durchdringend ansah.
Hatte sie sie die ganze Zeit beobachtet?
Das kleine schwarz gefleckte Fellbündel erhob sich und sprang auf den Schreibtisch, tapste schnurstracks auf Hermione zu.


Severus wollte schon aufspringen und die Katze, die er Frauen gegenüber nur als Prügel-Else kannte, von der Schülerin weg heben, doch als er sah, dass Hermione ihre Hand hob und seine Katze mit ihrem Köpfchen schnurrend dagegen stieß und sich streicheln ließ, sackte er wieder zurück und schaffte es gerade noch seine Verblüffung zu verbergen.
„Hat sie einen Namen?“, fragte das Mädchen lächelnd und kraulte die Katze hinter den Ohren.
„Katze.“, antwortete er.
Immer mussten Mädchen allem Namen geben. Er hätte am liebsten seine Augen genervt verdreht.
„Das ist doch kein Katzenname.“, sagte Hermione und kraulte lachend die Stubentigerin.
„Natürlich ist er das. Er beschreibt, was sie ist.“, sagte er trocken und beobachtete skeptisch das Schauspiel was sich ihm bot. Jede Frau die bis jetzt versucht hatte die Katze zu streicheln war nicht ohne mindestens einen Kratzer davon gekommen. Ob sie lieb tat um dem Mädchen nachher die volle Breitseite verpassen zu können? Komisches Vieh. Er sah auf zu Hermione Granger und ihm gefiel, wie sie lächelte, während sie seine Katze kraulte. „Was wäre denn ihrer Meinung nach ein Katzenname.“, hörte er sich, im Nachhinein betrachtet viel zu freundlich und samtig, sagen.
Hermione sah überrascht zu ihm auf und lächelte dann wieder, auf ihre eigene Art und Weise wunderschön.
Natürlich hat sie sich innerhalb Sekunden einen Namen ausgedacht, dachte er.
„Mrs. Sprinkles.“
Er schwieg einen Moment.
Was für ein bescheuerter Name, schoss ihm durch den Kopf.
„Ich denke der Name „Katze“ wird weiterhin seinen Dienst tun,“ begann er, doch die Katze fauchte ihn plötzlich an.
Hermione kicherte, Mrs. Sprinkles schmiegte sich wieder schnurrend an sie.
„Von mir aus.“, brummte er und nahm seine Feder wieder auf. „Gibt es sonst noch etwas Miss Granger?“, fragte er und begann wieder Zeilen in Aufsätzen durchzustreichen.
„Danke, das war alles Professor.“, sagte Hermione höflich, richtete sich auf und wuschelte Mrs. Sprinkles noch einmal liebevoll über den Kopf.
Als die Tür hinter Hermione zugefallen war tapste Mrs. Sprinkles zurück zu Severus und kletterte wieder auf seine Schulter.
„Ist das jetzt dein Ernst?“, fragte er und malte ein M unter den Aufsatz. „Jede Frau dieser und außerhalb dieser Schule vergrätzt du, und ausgerechnet die kleine Besserwisserin aus McGonagalls Löwenrudel magst du?“
Mrs. Sprinkles maunzte glockenhell in sein Ohr, rollte sich wieder um seinen Nacken und schloss schnurrend die Augen.
Er hatte wahrhaftig die bescheuertste Katze der Welt gerettet und bei sich aufgenommen.
Er streichelte, den nächsten Aufsatz korrigierend, ihr Köpfchen und versuchte das Bild von der lächelnden Schülerin aus seinem Kopf zu bekommen.

~*~*~*~*~

Eine Woche später bekam Hermione einen Brief von Snapes schwarzer, miesepetrig drein blickenden Eule.
Es war eine Zusage.
 
 
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