Dr. Tenmas Terror

von SolangeB
GeschichteThriller, Angst / P12 Slash
09.12.2014
09.12.2014
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09.12.2014 396
 
Der Atem stockte, die zu Fäusten geballten Hände zitterten.  Wie in Trance starrte er auf die Wand.

DR. TENMA. SEHEN SIE MICH; SEHEN SIE MICH. DAS MONSTER IN MIR IST SO GROSS GEWORDEN.

„Johan…“ Es war ein kaum zu vernehmendes Flüstern. Ein plötzlicher Schauer überkam ihn begleitet von einem dunklen Gefühl, nicht alleine zu sein.

Schritte

Dr. Tenmas Herz blieb stehen. Kalter Schweiß bildete sich auf seiner Stirn. Ich kann mich nicht bewegen. Er stand direkt hinter ihm.  Meine Waffe. Sein Puls raste. Er versuchte seine Waffe zu greifen. Zaghaft, wie aus einem langen Koma erwacht, das erste Mal die Glieder wieder bewegend. Bevor er die Waffe berühren konnte, legte sich eine Hand auf die seine. Er hielt in seiner Bewegung inne.

„Dr. Tenma.“ Er spürte den Atem des Mannes dicht an seinem Ohr, eine Gänsehaut überfuhr ihn. Dr. Tenma suchte seine Stimme, zu sprechen schien fast unmöglich.

„Johan“ Er drehte sich nicht um. Er konnte es nicht. Er fühlte sich gefangen, seine Hand umfasst. Nur wenige Zentimeter trennten sie voneinander.

Johann lachte leise. Mit einem Schritt schloss er die Distanz. Sein Körper presste sich gegen den des Arztes. Es durchfuhr Tenma wie ein elektrischer Schlag, das Blut in seinen Adern gefror. „Ich freue mich Sie wiederzusehen“ fast zärtlich flüsterte er in dessen Ohr.

Ihn überfiel eine plötzliche Panik. Eine Panik die tief aus seinem Innersten kam.

Das was ihn am meisten interessiert, ist der schiere Terror. Die Angst eines Menschen im Angesicht des Todes.

Tenma musste handeln. Er stemmte sich gegen Johann und versuchte trotz dessen Hand auf der seinen, nach seiner Waffe zu greifen.  Bevor er sich wegreißen konnte, spürte er, wie ein feuchtes Tuch gegen sein Gesicht gepresst wurde. Panisch atmete er in unkontrollierten Zügen. Die Augen weit aufgerissen. Er hatte das Gefühl zu ersticken. Er musste weg von hier. Seine Hand griff nach Johans, die unnachgiebig das in Äther getränkte Tuch in Position vor Mund und Nase hielt.

„pscht“ sprach Johan in beruhigendem Ton, fast wie ein Vater, der seinen aus einem Alptraum aufgeschreckten Sohn tröstet. Johans rechte Hand löste behutsam Tenmas Griff von der Waffe und schmiss sie auf den Boden. Tenma spürte wie ihn seine Kräfte verließen. Sein Herzschlag beruhigte sich, seine Wimpern flackerten auf, als er versuchte gegen die Ohnmacht anzukämpfen. Der Blick verschwamm. Langsam sackte er gegen Johans Brust.

Er hatte den Kampf verloren.