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Vendetta è dolce e rose sono rosse - Rache ist süß und Rosen sind rot

von Leni398
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonifazius Prosper Scipio Wespe
08.12.2014
28.01.2020
22
29.747
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Dieses Kapitel
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02.07.2018 2.082
 
Wie Scipio gesagt hatte, saß er die nächsten Tage ununterbrochen am Computer und ließ Barbarossas Fahndungsfoto mit den Videos jeder Überwachungskamera in der Stadt abgleichen. Der Rechner lief auf Hochtouren und der eh schon stickige Raum, wurde durch die Wärme draußen unerträglich heiß.
Jeden Tag ging er schweißgebadet nach Hause.
Und jeden Tag, an dem er ohne Ergebnis das Büro verließ, ließen seine Hoffnung, Barbarossa zu finden und zu verhaften, schwinden.
Aber Scipio ließ sich nichts anmerken. Vor allem vor Prosper behielt er seine Maske auf und versuchte ihm sein Versprechen zu erfüllen, Barbarossa hinter Gitter zu bringen.
Verdammt nochmal, das wollte er ja auch.
Viktor ließ jeden Bahnhof, jeden Hafen, alle Straßen und den Flughafen rund um die Uhr streng überwachen, damit Barbarossa nicht aus der Stadt hinaus kommen konnte.
Dennoch war der Rotbart, wie die Stecknadel im Heuhaufen, unter all den Einwohnern und Touristen kaum zu finden.
Viktors Hundertschaft war komplett auf die Suche nach Ernesto Barbarossa konzentriert und jeder der Polizisten und Polizistinnen schlief in diesen Zeiten wenig.
Für Scipio war es eine Erleichterung, als die Polizeizeichner ein Phantombild von Barbarossa erstellt hatten. Der Mann war im öffentlichen Leben unsichtbar und existierte laut Internet nicht.
Scip ließ jetzt ein Gesichtserkennungsprogramm über die Überwachungsvideos laufen, so konnte er wenigstens den Computer stehen lassen und draußen aktiv mithelfen. Das lange sitzen und die Nachtschichten, die er ständig einlegte hatten ihn blass werden lassen. Seine Augenringe waren tief, doch sein Wille Barbarossa endlich hinter Gittern zu sehen war stärker als seine Müdigkeit.
Viktor seufzte.
„Wenn das alles vorbei ist werde ich mit der Familie erstmal richtig schön Urlaub machen und es wird ein Fest gefeiert.“
„Bei dem ganzen Stress ist ein bisschen Spaß genau das Richtige Chef!“, sagte Scipio grinsend. Das war wirklich genau das Richtige. Gute Musik, Freunde und Alkohol. Nichts wollte er lieber, als das Ende der Verfolgungsjagd.

In der Casa Spavento saß Bo beim Frühstück und unterhielt Ida mit Witzen, die sich vor Lachen nicht mehr einkriegte.  
Das Telefon klingelte.
Ida nahm immer noch lachend das Telefon von der Gabel.
„Spavento hier.“, sagte sie in den Hörer.
Bo bekam nicht mit, was auf der anderen Seite gesagt wurde, aber er sah deutlich, wie Ida lächelt und sich Tränen in ihren Augen bildeten.
„Danke für Ihren Anruf. Das ist eine wunderbare Nachricht.“, sagte Ida glücklich und legte auf.
Bo schaute sie fragend an und legte sein Besteck beiseite.
„Ida warum weinst du?“
„Ich muss dir was schönes erzählen Bo, aber du darfst es noch keinem sagen.“, sagte seine Adoptivmutter und wischt sich lächelnd über die Augen.
Bo nickte und Ida fuhr fort: „Ich bin schwanger. Du wirst ein großer Bruder.“
Bo strahlte sie an und sprang von seinem Stuhl auf um Ida an sich zu drücken.
„Viktor weiß es noch nicht oder? Ich werde es ihm nicht sagen. Das wird so toll. Ich werde ein großer Bruder.“, freute sich Bo, Ida noch fest umarmend.

Eine Etage höher lagen Prosper und Wespe aneinander gekuschelt im Bett und schliefen noch.
Wespe schlug langsam die Augen auf und sah Prosper noch schlafend neben sich liegen. Er hatte einen Arme um ihr Hüfte gelegt und sie an sich gezogen.
Wespe küsste ihn auf die Wange. So allmählich kamen auch die Lebensgeister in Prosper wieder und er öffnete verschlafen die Augen.
„Guten Morgen“, nuschelte er und grinste verschlafend.
Er lehnte sich zu Wespe rüber und küsste sie lang und innig.
Wespe erwiderte den Kuss und vergaß dabei fast ihre Sorge, die ihr aber sofort wieder einfiel.
„Meinst du Bo, Ida und Viktor haben etwas mitbekommen?“, fragte sie Prosper mitten im Kuss.
Prosper sah sie enttäuscht, dass es vorbei war an.
„Wie sollen sie denn etwas mitbekommen haben? Wir sind doch gestern Nacht erst wieder gekommen und sind direkt in mein Zimmer gegangen.“
„Keine Ahnung, ich möchte es halt noch etwas genießen, dass niemand etwas von uns weiß“, sagte Wespe verlegen.
Prosper lächelt und sah ihr in die Augen.
„Wespe, mach dir keine Sorgen. Selbst wenn sie etwas rausfinden sollten, was soll schon passieren?!“, er küsste Wespe, die in den Kuss hinein lächelte.
Noch nie war sie so glücklich gewesen. Nur der Einzug bei Ida war damit vergleichbar gewesen, aber selbst das kam nicht an ihr Glückskribbeln in ihrem Bauch heran.
Prosper löste sich von ihr und stand auf um duschen zu gehen.
Eine neue Boxershort in der Hand küsste er Wespe noch einmal und verschwand dann im Bad gegenüber.
Wespe kuschelte sich in Prospers Bettdecke und sog seinen Duft ein. Mit geschlossenen Augen dachte sie an gestern Abend, wo Prosper ihr endlich gesagt hatte, was er für sie fühlte.
Das Leben konnte in diesem Augenblick nicht schöner sein. Es waren Sommerferien und sie war endlich mit ihrer großen Liebe zusammen.
Doch etwas fehlte noch, und das war die Festnahme von Barbarossa. Er musste einfach gefasst werden. Sonst würden sie nie Ruhe vor ihm haben. Prosper machte dies besonders zu schaffen, das wusste Wespe und deshalb war es umso wichtiger, dass das alles ein Ende hatte.
Plötzlich wurde ihr die Decke weggezogen und sie war wieder im Hier und Jetzt angekommen.
„Los aufstehen du Faulpelz.“, sagte Prosper gespielt böse und begann Wespe durch zu kitzeln. Wespe wehrte sich und schaffte es den nur in Boxershorts bekleideten Prosper aufs Bett zu ziehen.
Er lag jetzt auf ihr und grinste sie an. Außer Atem schaute Wespe mit großen Augen zurück.
Prosper küsste Wespe, dass es ihr den Atem raubte. Sie ließ sich komplett auf ihn ein und knabberte beim Küssen an seiner Unterlippe, was ihn wild machte. Mit seiner Zunge bat er um Einlass, den Wespe ihm gewährte. Er küsste sie weiter, ließ von ihr ab und begann ihren Hals zu küssen. Wespe stöhnt leicht auf und seine Erregung stieß an ihren Oberschenkel.
Prosper glitt mit seiner Hand unter ihr T-Shirt, fuhr ihren Rücken hoch und dreht sich ruckartig auf den Rücken, sodass Wespe nun auf ihm lag. Er wollte ihr das T-Shirt über den Kopf ziehen, doch Wespe brach ab.
„Prosper, können wir uns Zeit lassen? Es wäre mein Erstes Mal.“, bat sie ihn. Er schaute sie ein bisschen enttäuscht an, aber nickte verständnisvoll. Für ihn wäre es nicht das Erste Mal. Mit Luna hatte er viel Sex gehabt und so oft es ging.
Er verstand Wespe aber und war auch ein bisschen froh drum, dass sie nicht so wie Luna war und ihn direkt ran ließ.
Prosper stand auf und ging zu seinem Kleiderschrank. Er hatte gesehen, dass Wespe auf seine Boxershorts gestarrt hatte, wo sich eine deutliche Beule abzeichnete. Er grinste und suchte sich seine Klamotten heraus, zog sich an und setzte sich dann an seinen Schreibtisch, wo er seinen Computer hochfuhr.
Wespe stand jetzt auch auf und verließ Prospers Zimmer, nachdem sie ihn noch einmal küsste.

Später saßen die beiden in der Küche beim Frühstück und versuchten sich nichts anmerken zulassen, was nicht wirklich funktionierte, aber Ida ließ es unkommentiert und schrieb weiter an dem Einkaufszettel für Bo.
Es war später Nachmittag, als Viktor und Scipio die Casa Spavento betraten.
Wespe lag in Bikini im Garten, Prosper und Bo spielten Fußball und Ida laß in der Hängematte ein Buch.
Prosper starrte Wespe nahezu ununterbrochen an und Wespe genoss es ziemlich, dass sie ihn so verrückt machen konnte.

Viktor ging zu Ida und gab ihr einen Kuss.
Er sah gestresster aus als in den letzten Tagen, aber auch Zufriedenheit schwang mit.
„Kommt mal her, wir haben heute einiges erreicht.“, rief Scipio durch den Garten und Prosper wand seinen Blick von Wespe ab, die ihm verschmitzt zuzwinkerte. Bo sammelte den Ball ein und lief zu Scipio, der mit ihm wie immer abklatschte.
„Eigentlich dürfen wir euch das gar nicht erzählen, aber wir wissen, wo sich Barbarossa aufhält und wir werden morgen früh sein Versteck hochnehmen. Es sind mehrere Wachen um sein Haus postiert und er hat keine Chance sich wegzubewegen.“, berichtete Viktor, zufrieden mit sich selbst und endlich mal gute Nachrichten zu haben.
„Ich muss morgen mit dabei sein.“, sagte Propser wild entschlossen seinem Vater und seinem besten Freund zu helfen.
Doch Viktor machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
„Du bleibst hier bei deiner Mutter und ich werde da nicht drüber diskutieren. Hast du mich verstanden Prosper?“
Das war keine Frage. Das war ein Befehl. Noch nie hatte Prosper Viktor so ernst erlebt, aber in diesem Augenblick, nahm der Junge das gar nicht wahr. Er wollte verdammt nochmal dabei sein, wenn sein Erzfeind verhaftet werden würde und da konnte sich niemand in seinen Weg stellen.
Wespe legte Propser eine Hand auf seine Schulter und spürte seine Anspannung. Sie würde später nochmal mit ihm reden.
Prosper ging wütend und ohne sich nochmal umzudrehen in Haus. In seinem Kopf dachte er schon über einen Plan nach um die Festnahme nicht zu verpassen. Er wusste nur noch nicht, ob er Wespe und seine Freunde darin einweihen würde.

Viktors Telefon klingelte um 4 Uhr morgens.
Grunzend ging er dran und legte schnell wieder auf, um sich anzuziehen.
Leise schlich er aus dem Schlafzimmer hinaus und stieg unten auf dem Hof in sein Dienstwagen.
Was Viktor nicht wusste war, dass Prosper seit 12 Uhr im Kofferraum des Kombis lag und darauf wartete, dass Viktor losfuhr.
Prosper hatte niemandem von seinem Vorhaben erzählt und das war vielleicht auch gut so. Wespe hätte sich nur Sorgen gemacht und wie Scipio versucht es ihm auszureden. Bo, Ricio und Mosca hätten nur mitkommen wollen und das wäre aus Platzgründen nicht gegangen.
Der Motor des Autos brummte und Viktor lenkte ihn auf den Parkplatz der Venediger Polizeiwache.
Viktor stieg aus, und ging ins Gebäude hinein, wo Scipio mit dem Rest des Teams schon wartete. Sophia und Giodarno aus vom letztem Mal waren auch beide wieder dabei und man sah Scipio an, dass es ihn besonders freute, dass seine hübsche Kollegin wieder dabei war.
Der Plan wurde noch einmal kurz durchgesprochen und dann stieg das Einsatzteam auch schon in ihre Fahrzeuge um auszurücken. Scipio fuhr bei Viktor mit. Die ganze Fahrt über redeten sei vor Anspannung kein Wort.
Als Viktor das Auto anhielt und leise den Motor ausstellte, sah er schon, wie sich das Squat-Team und die anderen Kollegen auf ihre Posten begaben. Viktor stieg aus und stellte sich vor die Eingangstür des Landhauses welches Barbarossa vereinnahmt hatte.
„Alles wie geplant. Wenn etwas passiert, dann sind wir ausgebildet mit dieser Situation umzugehen.“, flüsterte Viktor und seine Leute nickten.
Prosper hatte sich unterdessen aus dem Auto geschlichen und stand nun geduckt hinter den Polizisten, um sie so gut es ging nicht zu überragen. Fast wäre sein Plan aufgegangen, doch Viktor hatte ihn entdeckt.
„Was hast du hier verloren?“, zischte der Polizist wutschnaubend und packte Prosper grob am Arm. Prosper war zwar großgewachsen, aber Viktor war noch ein Stück größer als er und es war für ihn eine Kleinigkeit seinen Sohn mit sich zu schleifen.
„Ich will mit darein. Ich will es mit meinen eigenen Augen sehen, wie Barbarossa abgeführt wird und in den Knast wandert.“, sagte Prosper etwas zu laut und Viktor sah ihn warnend an, damit er leise sein sollte.
„Ich kann dich nicht mehr nach hause bringen, aber ich werde dich nicht mit rein nehmen.“, sagte Viktor immer noch wütend.
„Du bleibst hier bei Giodarno und rührst dich nicht von der Stelle. Gott weiß was ich tue, wenn du den Einsatz gefährdest.“
Viktor ging wieder zurück auf seine Position und ließ Prosper bei Giodarno stehen.
Prosper sah nur, wie Viktor seine Finger hob und von drei rückwärts runterzählte. Dann ging alles ganz schnell und die Polizisten waren im Haus.
Im Haus war es dunkel und Scipio leuchtete mit seiner Taschenlampe und gezückter Pistole alles ab und sicherte mit seinen Kollegen die Räume.
Von Stockwer zu Stockwerk durchforsteten sie alles und suchten nach Barbarossa.
Ein Schuss ertönte und hinter Scipio sackte ein Mitglied des Squat-Teams zusammen.
Scipio drehte sich sofort um und erkannte Barbarossa, der mit gezückter Waffe vor ihm stand und lachte.
„Es ist noch nicht vorbei!“, schrie er und schoss auf Viktor, den er zum Glück verfehlte.
Im Nu waren zehn Waffen auf den Rotbart gerichtet und immer noch geisteskrank lachend ließ er seine Waffe fallen und sich festnehmen.
Mit dem Squat-Team im Nacken führten Viktor und Scipio Ernesto Barbarossa in Handschellen aus dem Haus und verfrachteten ihn in ein Gefangenentransporter, wo er direkt eingeschlossen und von zwei schwerbewaffneten Polizisten bewacht wurde.
Viktor kam auf Prosper zu und nahm ihn in den Arm.
Zu groß war die Erleichterung um noch groß sauer auf den Teenager zu sein.
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