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Vendetta è dolce e rose sono rosse - Rache ist süß und Rosen sind rot

von Leni398
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonifazius Prosper Scipio Wespe
08.12.2014
28.01.2020
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29.747
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01.08.2017 1.152
 
„Och komm schon Wespe, setzt die Augenbinde auf.“
„Nein, Prop. Ich will erst wissen, wohin du mit mir willst und warum du so ein Geheimnis darum
machst.“, sagte Wespe entrüstet und sah Prosper prüfend in seine braunen Augen.
„Ok. Es ist eine Überraschung, von der ich glaube, nein von der ich weiß, dass du sie mögen wirst.
Wespe. Vertraust du mir nicht?“, sagte Prosper und zwinkerte ihr zu.
Wespe senkte den Kopf um zu verbergen, dass sie errötete.
„Also gut. Aber wehe du erschreckst mich.“, sagte sie schließlich und hob warnend den Finger.
Grinsend verband Prosper ihr die Augen.
„Wie könnte ich nur. Mein Leben ist mir lieb. Glaub mir, ich erschrecke dich schon nicht.“
Unter der Augenbinde war es stockdunkel und Prosper testete genaustens, dass Wespe nichts sah.
Prosper nahm ihre Hand in seine und führte sie aus dem Garten hinaus.
Seine Hand war warm und etwas rau und Wespe spürte ein angenehmes Kribbeln auf ihrer Haut als
sich ihre Hände berührten.
Eine ganze Weile gingen sie schweigend nebeneinander.
Nach links.
Nach rechts.
Gerade aus.
Manchmal hielten sie an um an einer Ampel zu warten oder um über einen Zebrastreifen zugehen.
Während Wespe komplett blind war, merkte sie, wie sehr sie Prosper doch vertraute, dass er sie
durch die Stadt führen konnte, während sie nichts sah.
„Warte kurz hier.“, sagte Prosper und verschwand.
Wespe hielt an.
Ein Schloss knirschte und eine Tür knarrte.
Prospers Schritte entfernten sich von ihr.
Es verstrich gefühlt eine halbe Ewigkeit, bis Wespe Prosper wiederkommen hörte.
„So wir können.“, sagte er und sie konnte sein zufriedenes Grinsen aus seiner Stimme heraus hören.
Wieder durchfuhr Wespe das Kribbeln, als Prosper ihre Hand ergriff und sie mit sich zog.
Die beiden gingen in ein Gebäude rein und ein bekannter, leicht muffeliger Geruch schlug Wespe
entgegen.
Sie versuchte sich zu erinnern woher sie diesen Geruch kannte, es wollte ihr jedoch nicht in den
Sinn kommen.
„So wir sind da. Achtung Stufen.“, sagte Prosper und führte Wespe ein kurze Treppe hinauf.
„Stell dich hier hin.“, sagte Prosper, sichtlich nervös und stellte sich hinter sie.
Wespe konnte seinen Atem in ihrem Nacken spüren, während er ihr die Augenbinde abnahm.
Wespe hielt die Augen noch geschlossen und Prosper lachte leicht.
„Los mach die Augen auf.“, sagte er lächelnd und Wespe öffnete sie.
Der Anblick, der sich ihr bot, ließ ihr Tränen in die Augen steigen. Mit offenem Mund stand sie im
Zuschauerraum des STELLA und schaute auf die hell erleuchtete Bühne.
Jede einzelne Glühbirne der riesigen Leuchtbuchstaben auf der Bühne funktionierte.
Das alte Kino erstrahlte in einem prächtigen Glanz
Die Vorhänge aus dem schweren roten Samt waren geflickt worden und auch die Emporen, so wie
der restliche Zuschauerraum erlebten noch einmal ihre schönste Zeit.
„Prop, es ist wunderschön.“, sagte Wespe glücklich, als sie ihre Stimme endlich wiedergefunden
hatte.
„Hast du das alles für mich gemacht?“, fragte sie ihn ungläubig und Prosper nickte breit lächelnd
und mit sich selbst zufrieden.
„Ich hab die letzten zwei Wochen hier dran gearbeitet und alles repariert und geputzt. Ich dachte, so
kann ich dich endlich wieder zum Lächeln bringen und anscheinend hab ich das geschafft“, sagte er
und blickte in Wespes braune Augen, die immer noch vor Tränen glänzten.
„Komm mit!“, sagte Wespe plötzlich und zog ihn an der Hand mit sich. Sie liefen auf die Bühne zu und die Stufen zur Kinoleinwand hinauf.
Völlig überwältigt, sah Wespe sich alles genau an.
Glücklich lächelte sie ihn an und umarmte Prosper.
Erst überrascht, doch dann zufrieden drückte der Junge sie an sich und schloss die Augen.
Genau so hatte er sich ihre Reaktion ausgemalt. Und in Echt war sie sogar noch besser.
„Sowas hat noch nie jemand für mich getan.“, sagte Wespe und löste sich von Prosper.
„Danke.“, Wespe sah ihm tief in die Augen.
Prosper schluckte und nahm all seinen Mut zusammen.
„Du Wespe ich muss dir was sagen.“, sagte er leise und wand seinen Blick ab.
Wespe schaute zu ihm herauf.
„Ich war ein totaler Idiot, dass ich auf Luna hereingefallen bin und nicht gecheckt hab, was für eine
miese Person sie ist. Es tut mir leid, dass ich dich so behandelt hab.“, Prosper brach ab und schloss
die Augen.
„Ist okay Prop.“, sagte Wespe nach ein paar Sekunden.
„Ich hab mich auch teilweise ziemlich unfair dir gegenüber verhalten und ich brauchte den
Abstand.“, sagte sie und wich seinem erstaunten Blick aus.
„Als ich im Kerker eingesperrt war und verletzt da lag. Bevor ich ohnmächtig geworden bin, hab
ich an meine Freunde und Familie gedacht. An Bo, an Ida und Viktor, an Skip.
Als letztes hab ich an dich gedacht.“, fuhr er fort und schaute Wespe fest in die Augen an.
„Wespe ich liebe dich und wie lange ich es schon tue, ist mir erst in dem Moment klar geworden,
als ich glaubte, ich würde dich nie wiedersehen.“, Prosper drehte sich um, als Wespe nicht
antwortete.
Er wollte nicht, dass sie die Träne sah, die ihm die Wange herunter lief, als sie seinem Blick
auswich. Heimlich wischte er sie weg.
„Weißt du, mir würde es reichen, wenn ich dich wieder als beste Freundin hätte. Einfach weil ich
dich um mich hätte. Aber ohne dich kann ich einfach nicht.“, sagte er und drehte sich nochmal zu
Wespe um.
Das Mädchen, schaute ihn völlig entgeistert an und brachte kein Wort heraus.
Prosper wollte schon endgültig gehen, als sie doch etwas sagte.
„Ich liebe dich auch.“, sagte Wespe leise und Tränen bahnten sich ihren Weg über ihre Wangen.
„Ich wusste nie wie ich es dir sagen soll. Ich bin seit drei Jahren in dich verliebt und hatte nie den
Mut es dir zusagen. Ich dachte du nimmst mich überhaupt nicht wahr und als du dann mit Luna
zusammengekommen bist...“, brachte Wespe unter Tränen hervor, doch weiter kam sie nicht.
Prosper war schon nach den ersten vier Worten auf sie zugegangen, hatte seine Hände auf ihre Taille
gelegt und sie sanft an sich gezogen.
Mit einem gefühlvollen und intensiven Kuss brachte er sie zum schweigen.
Völlig überwältigt erwiderte Wespe den Kuss und schlang ihre Hände um seinen Nacken um ihn
noch näher an sich ran zu ziehen.
Als sich die beiden lösten, grinste Prosper Wespe an.
„Davon träume ich seit dem Krankenhaus jede Nacht.“, sagte er und strich ihr mit dem Daumen die
Tränen von der Wange.
„Du hast ja keine Ahnung, wie lange ich darauf schon hoffe.“, sagte sie und küsste ihn liebevoll.
„Willst du direkt allen sagen, dass wir endlich zusammen sind?“, fragte Prosper und zog seine
Freundin an sich.
„Hmm, also ich finde, wir sollten es noch für uns behalten und die Zeit genießen, wo keine nervigen
Fragen kommen.“, sagte Wespe und atmet an Prospers Brust seinen Duft ein.
„Gefällt mir.“, sagte Prosper und küsste Wespes Scheitel.
Nach einer Weile verließen sie das Kino und das Paar ging Hand in Hand am Canal Grande
entlang.
Für den Weg nach Hause ließen sie sich besonders viel Zeit.
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