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Vendetta è dolce e rose sono rosse - Rache ist süß und Rosen sind rot

von Leni398
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonifazius Prosper Scipio Wespe
08.12.2014
28.01.2020
22
29.747
2
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31.07.2017 698
 
Kapitel 19

Wespe saß in ihrem Zimmer und schaute gelangweilt aus dem Fenster.
Seit Wochen war in den Ermittlungen nichts neues herausgekommen und Barbarossa war wie vom Erdboden verschluckt. Fast hatte das Mädchen die Hoffnung schon aufgegeben.
Auch Prosper, der ihr Halt gegeben hatte, einfach indem sie wusste, dass er da war, war seit, nachdem er wieder gesund war, kaum noch zuhause.
Die Sommerferien hatten bereits angefangen und Prosper stand morgens früh auf, verschwand und kam erst spät in der Nacht wieder.
Wespe hatte ihn gefragt, wohin er immer verschwand, bekam jedoch nie eine Antwort.
Nur ein Zwinkern, bei dem sie jedes Mal weiche Knie bekam. In ihrem Bauch tanzten tausende Schmetterlinge wenn sie ihn sah und es war kaum auszuhalten.
Wespe wand sich vom Fenster ab und ging runter in die Küche.
Ida saß dort am Küchentisch vor dem Laptop und arbeitete.
Wespe setze sich ihr gegenüber und schaute Ida lange an.
Irgendwann bemerkte Ida ihren Blick und blickte auf.
„Was ist los Wespe?“, fragte sie.
„Weiß nicht, mir ist langweilig. Alle meine Freunde sind beschäftigt mit irgendwas und ich hab diesen Sommer nichts zu tun.“, sagte das Mädchen und musterte ihre Hände, die sie auf den Tisch gelegt hatte.
Ida sagte nichts dazu, sondern schaute wieder auf ihren Laptop.
Eine Weile saß Wespe noch so auf der Küchenbank, ihrer Adoptivmutter gegenüber, bis sie allen Mut zusammen nahm.
„Du Ida?“, fragte sie.
Ida nickte und schaute hoch.
„Woher weiß man, dass jemand, in den man verliebt ist, genauso empfindet?“, fuhr Wespe fort.
Idas Augen weiteten sich und ein Lächeln erschien auf ihren Lippen.
„Wespe das kommt ganz von allein. Man merkt es in der Art und Weise, wie ein Mensch dich behandelt, ob er versucht dir zu gefallen und ob er vielleicht etwas besonderes für dich macht. Irgendwann merkt man es, aber wenn du es unbedingt wissen willst, dann frag Prosper doch.“, sagte Ida liebevoll.
Wespe wurde rot.
„Woher weißt du dass es Prosper ist?“, fragte sie ertappt und Ida lachte leise.
„Ach Wespe, ich wusste es schon die ganze Zeit. Seitdem du so eifersüchtig auf Luna warst.“, antwortete Ida und griff verständnisvoll nach Wespes Hand.
„Ida, ich bin seit Wochen so unsicher, ob er vielleicht doch was für mich empfindet. Ich meine jetzt wo er erkannt hat, wer Luna wirklich ist.“, sagte Wespe traurig und stand auf.
„Danke Ida.“, sagte sie in der Tür und verschwand in den Garten, wo sie sich mit einem Buch in die Hängematte legte.
„Gerne mein Schatz.“, sagte Ida leise, als Wespe schon längst draußen war.
Sie muss es unbedingt Prosper sagen, sonst geht sie noch daran zu Grunde, dachte Ida und versuchte sich so gut es ging wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

Gerade als Ida den Artikel, an dem sie die ganzen Zeit gearbeitet hatte, abschicken wollte, fiel die Haustür laut krachend ins Schloss und Prosper kam in die Küche.
Ida sah ihn von oben bis unten an und zog eine Augenbraue hoch.
Prosper, der seine staubigen Klamotten auszuklopfen begann, stand mit dreckigen Schuhen in der Küche.
Ida räusperte sich laut und Prosper schaute auf.
„Oh, ich mach das mal lieber draußen.“, sagte er und brachte eine entschuldigende Miene zu Stande, bevor er auf der Terasse seine Klamotten auszog und sie in den Wind zum auslüften hängte.
Nur in Boxershorts bekleidet lief er die Treppe hoch um sich unter der Dusche den Dreck vom Körper zu schrubben.
Als er wieder runter kam, begrüßte ihn der Staubsauger, den Ida ihm mitten in den Weg gestellt hatte.
„Prosper Spavento-Getz, ich hab heute den ganzen Tag das Haus geputzt. Wenn du den morgigen Tag noch erleben willst, dann saugst du jetzt verdammt nochmal den Dreck, den du hier hinterlassen hast auf.“, sagte Ida säuerlich und verschwand im Wohnzimmer.
Kurz darauf hörte sie das Geräusch des Staubsaugers und lächelte zufrieden.
Eine Mutter zu sein hatte sie sich schon immer gewünscht und die drei Kinder gaben ihr dieses Gefühl.

Als Prosper ins Wohnzimmer kam, gab er Ida einen entschuldigenden Kuss auf die Wange.
„Entschuldige Ida.“, sagte er reuevoll und Ida lachte.
„Du Ida? Weißt du wo Wespe ist?“, fragte Prosper.
„Ich muss ihr was zeigen.“, fuhr er mit einem verschmitzten Grinsen fort.
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