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Vendetta è dolce e rose sono rosse - Rache ist süß und Rosen sind rot

von Leni398
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonifazius Prosper Scipio Wespe
08.12.2014
28.01.2020
22
29.747
2
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Dieses Kapitel
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02.10.2016 1.305
 
Endlich hatten sie eine Spur.
Viktor fuhr zum Präsidium und er hoffte es würde die letzte Fahrt sein, bis er seinen Sohn endlich wieder in die Arme schließen konnte. Bis Prosper endlich wieder zuhause sein würde und sich sein Arbeitsalltag endlich wieder normalisieren würde.
Sie hatte „Ich liebe dich auch.“ gesagt. Viktor war im Innern völlig von der Rolle.
Die Frau seiner Träume liebte ihn.
„Mensch Viktor, konzentrier' dich auf deine Arbeit. Es geht um Prosper. Ida und du habt noch genug Zeit, wenn er wieder heil zuhause ist.“, sagte er grinsend und sich rügend zugleich.
Aber er war in dem Moment einfach glücklich.

Als Viktor mit dem Auto bei Scipio vorfuhr, sprang dieser sofort rein.
„Los Viktor, fahr zum Hafen! Sie haben Luna und den Mann vor ungefähr 5 Minuten in die Lagerhalle D gehen sehen. Das Einsatzkomando ist schon unterwegs und die einzigen die noch fehlen sind wir.“, sagte er und sah Viktor auffordernd an.
Viktor fummelte im Handschuhfach und drückte Scipio ein Blaulicht in die Hand.
„Auf geht’s Herr der Diebe.“ sagte er grinsend, „Holen wir Prosper nach Hause.

Mit Blaulicht auf dem Dach und einer lauten Sirene düsten sie durch die Stadt. Kurz vor dem Hafen stellte Viktor die Sirene ab.
„So Chef, jetzt wird’s ernst.“, sagte Scipio und kaute an seinem Daumennagel.
„Scip, wir holen Prosper nach Hause und werden Barbarossa schnappen. Wenn der meiner Familie noch einmal zu nahe kommt, kann der was erleben. Dieses wird das letzte Mal sein, dass der sein Unwesen treibt.“
Grimmig starrte Viktor auf die Lagerhallen, die neben dem Hafen wie mächtige Ungeheuer thronten.
Viktor sah zu Scipio rüber, der nervös auf die Hafenanlage vor ihnen starrte.
Das Thema Luna war eben doch noch nicht für ihn abgehakt.
„Bereit?“, fragte Viktor ihn.
Scipio nickte.
„Ja, bringen wir es hinter uns. Ich will meinen Bruder wieder haben.“, sagte er entschlossen und zusammen stiegen sie aus dem Auto aus.

Draußen wimmelte es von Polizisten, das Squat Team hatte sich schon positioniert und wartete auf den Befehl.
Viktor und Scipio gingen zum Teamleiter und ließen sich die aktuellen Geschehnisse berichten.
„Also, vor ungefähr 15 Minuten sind beide Zielpersonen in die Lagerhalle D gegangen. Bis jetzt hat uns niemand bemerkt und niemand ist herausgekommen. Alle Fluchtwege sind abgesperrt und der Überraschungseffekt sollte groß genug sein, dass wir das Gebäude komplett stürmen und evakuieren können.“ sagte der Leiter und deutete auf eine Aufnahme.
Auf dem Video waren deutlich zusehen, wie Luna und der Unbekannte in der Lagerhalle verschwanden.
„Danke Giordano.“, sagte Viktor und sah zu Scipio.
„Willst du mit reinkommen?“, fragte er ihn.
Scipio nickte: „Ich will es mit eigenen Augen sehen, sonst kann ich nicht damit abschließen.“
„Gut, dann gehen wir zum Gebäude D.“, Viktor wurde langsam wieder ernst und fragte sich, was sie wohl da drinnen vorfinden würden. Zweifel kamen ihm auf und vielleicht hätte er Ida nicht versprechen sollen, dass er Prosper zurückbringen würde.
'Was, wenn Prosper nicht da drin war und das alles nur eine Falle war? Was, wenn die Gängster, wie in den ganzen Büchern, die Wespe immer las, schlauer waren als die Polizisten?'
Angst überkam Viktor und der Teamleiter Giordano sah ihn von der Seite an.
„Getz, alles in Ordnung mit Ihnen?“, fragte er, doch Viktor winkte ab.
„Jaja, geht schon. Alles O.K.“
„Sicher, sie sehen nicht so gut aus, es handelt sich immerhin um ihren Sohn. Sollen wir nicht lieber jemand andern...“, doch Viktor unterbrach Giordano.
„Es ist alles in Ordnung, wir brauchen niemand anderen.“, sagte er bestimmt und für ihn war die Diskussion damit beendet.

Zusammen mit Scipio und zwei weiteren Kollegen machten sie sich auf dem Weg zur Lagerhalle.
Das Squat Team verteilte sich noch mehr um das Gebäude und hinter den Polizisten liefe eine 5 Mann starke Truppe.
Der Teamleiter funkte an: „Getz, können wir loslegen?“
„Zugriff!“, sagte Viktor in sein Funkgerät und einer der Polizisten trat die Tür ein.
Sich gegenseitig sichernd, lief der Trupp aus Polizisten, mit Viktor und Scipio durch das Gebäude. Eine weitere Tür wurde eingetreten und eine riesige Lagerhalle erstreckte sich in vor ihnen in ihrer ganzen Größe.
Scipio deutete auf die weiteren zwei Türen, die aus der Halle hinaus in unbekannte Bereiche führten.
Die Gruppe teilte sich auf und Viktor lief mit Scipio und den zwei weiteren Polizisten auf die Größere Tür zu.
Die per Code gesicherte Tür lies sich öffnen, als Viktor mit seiner Waffe auf des Schloss ziehlte und somit den Mechanismus zerschoss.
Das „Peng“ der Waffe zerschnitt die Luft.
Die Gruppe rückte immer weiter in das Gebäude vor und kam schließlich zu einem altertümlichen Bergwerkaufzug.
Unten angekommen, schaltete Scipio einen großen, bulligen, Glatzkopf mit einem gezielten Schlag gegen die Schläfe aus und legte ihm Handschellen an.
Einer der Polizisten blieb bei dem Glatzkopf und die restlichen drei liefen den durch Fackeln beleuchteten Gang weiter.
Wenige Minuten verstrichen, als Viktor vor einer massiven Holztür stehenblieb.
Mit einem Dietrich öffnete Scipio die Tür und riss sie auf.
Die Polizistin, die noch bei ihnen war, ging voraus und sicherte den Raum. Hinter ihr schob sich Viktor vorbei und das Licht der Fackeln beleuchtete einen Jungen, der bewusstlos auf dem Boden lag.
Viktor stürzte zu ihm und drehte den Jungen auf den Rücken.
„Prop!“, rief er aus und nahm seinen Oberkörper hoch.
Der Kopf des Jungen war blutverschmiert und eine große Platzwunde ließ sich in dem wenigen Licht ausmachen.
Prosper öffnete einen Spalt breit seine Augen.
„Viktor. Endlich hast du mich gefunden.“, sagte er lächelnd und wurde sofort wieder ohnmächtig.
„Posper, bleib bei mir ja, alles wird wieder gut. Hilfe ist unterwegs.“, rief Viktor seinem Sohn zu und hielt seinen Oberkörper im Arm.
Drückte ihn an sich.
Scipio kniete neben ihm und sprach in sein Funkgerät.
„Wir haben einen Verletzten. Schickt die Sanitäter runter in den Keller. Schnell, er ist bewusstlos!“
„Sophia, geh ihnen bitte entgegen. Beeil dich.“, rief er seiner blonden Kollegin zu.
Sophia nickte und rannte den Flur entlang.
Einige Minuten später, Viktor und Scip kam es wie eine Ewigkeit vor, kam sie wieder mit den Sanitätern im Schlepptau.
Die Gruppe rannte auf sie zu und beförderten Prosper so schnell wie möglich auf eine fahrbare Trage.
Den Rückweg rannte Viktor neben der Trage her und ließ Prospers Schulter nicht los.

Scipio stand im Raum, wo sie Prosper gefunden hatte und Sophia legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Er wird es schaffen.“, sagte sie zu ihm und lächelte ihm aufmunternd zu und ging dann Richtung Ausgang.
Ihre blonden Haare glänzten wie Gold im Licht der Fackeln und Scipio sah ihr lange hinterher, bevor er Sophia nach lief.

In der Lagerhalle angekommen, wurden auf der anderen Seite Luna und der Unbekannte in Handschellen abgeführt.
Scipio würdigte ihr keines Blickes und ging zusammen mit Sophia raus zum Krankenwagen, wo Prosper an einem Beatmungsgerät angeschlossen wurde.
Viktor würde mit ins Krankenhaus fahren.
„Ich komme nach!“, rief Scipio seinem Chef noch zu, bevor sich die Türen schlossen und der Krankenwagen mit Sirenengeheul in Richtung Stadt abdüste.

Scipio ging zu Viktors Wagen und war froh, dass er wusste, dass Viktor die Zweitschlüssel in einem fach unter der Motorhaube versteckte.

Auf dem Weg zum Krankenhaus fielen ihm Ida, Wespe und Bo ein.
Mitten auf der Straße legte er eine Vollbremsung hin und drehte um.
Zur Casa Spavento raste er und fuhr so schnell auf die Auffahrt, dass er schon die zweite Vollbremsung an diesem Tag hinlegen musste.
Scipio sprang aus dem Auto und rannte zur Küchentür, die zum Glück auf war.

Völlig außer Atem und mit einem Grinsen auf dem Gesicht platzte er in die Küche rein und sah Ida, Wespe und Bo beim Frühstück.
Die drei schauten ihn völlig entgeistert an.
Scipio grinste noch breiter, wurde aber wieder etwas ernster, als er realisierte, dass Prosper im Krankenhaus liegt.
"Wir haben Prosper gefunden. Viktor ist mit ihm im Krankenhaus."
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