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Der Grund

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Lucy Heartfilia Natsu Dragneel
07.12.2014
13.12.2014
6
8.613
9
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
07.12.2014 1.706
 
Kapitel 3: Die Furcht und das Ungewisse

Heyjo, Clockmaker mal wieder. Zuerst einmal muss ich mich wirklich bei euch bedanken. Ein Autor (selbst wenn es nur ein kleiner Hobbyschreiberling ist) schreibt Geschichten um andere Menschen (und auch sich selbst) glücklich zu machen. Diese vier Favo-Einträge, die ich hier sehe und auch die lieben Menschen, die mir die Reviews geschrieben haben, zeigen mir, dass ich diesem Ideal schon ziemlich nahe gekommen bin und das macht auch mich wirklich happy. Ich hoffe ihr habt genauso viel Spaß am Lesen dieses Kapitels wie ich am Schreiben^^.

Im Morgengrauen spazierte Natsu pfeifend mit Happy an seiner Seite in die Gilde. Schon früh am Tag herrschte hier ein reges Treiben. Der blaue Kater machte sich sobald sie den Raum betreten hatten auf den Weg zu Wendy und Charle. Der Dragon Slayer selbst blickte sich um, doch die gesuchte Person war nicht aufzufinden. Daher marschierte er zur Theke und positionierte sich vor Mira. Diese blickte lächelnd zu ihm. " Mira, hast du zufällig Luce gesehen? Ist sie noch nicht von ihrem Auftrag zurück? Eigentlich hätte sie doch schon gestern wieder ankommen müssen." Schlagartig verzerrte sich die Mine der Weißhaarigen zu einer traurigen Grimasse. Der Dragon Slayer zog scharf die Luft ein. So hatte er die sonst fröhliche Mira erst einmal gesehen:  Nach Lisannas anscheinend-Tod. "Mira, was ist passiert?" Seine Stimme klang rau. Einen Moment lang musterte sie ihn noch fast schon prüfend , dann meinte sie mit zittriger Stimme:"Am besten du siehst es dir selbst an." Tränen rollten über die Wangen der Weißhaarigen. Natsu ahnte Böses. Erst jetzt vielen ihm die mitleidigem Blicke auf, die jeder in der Gilde ihm zuwarf. Was zur...? Der junge Mann folgte der Barfrau auf die Krankenstation. Natsu nahm Lucys Geruch war, aber er war irgendwie... falsch. Etwas ekelhaft Süßes mischte sich unter Lucys eigenen Pfirsich -Honig Geruch. Dann zog Mira einen der Vorhänge zurück und dem Dragon Slayer offenbarte sich schreckliches. Nein ,nein ,nein ,nein ,nein! Das konnte nicht wahr sein. Wie? warum? Aber...? NEIN! Natsus Kopf war kurz vorm Zerspringen. Lucy war blass, ihre wunderschönen Rehaugen geschlossen, ihre Brust hob und senkte sich nicht. Und durch den Torso der Blondine zog sich eine klaffende Wunde. Sie sah so friedlich aus, fast als würde sie gleich aufstehen und ihn munter anlächeln. Aber nein, diese Lucy würde  nie wieder munter lächeln. Seine Beine gaben unter ihm nach und er sank auf dem kalten Fliesenboden zusammen. Der Rosahaarige starrte auf seine Hände. Sie zitterten. Alles vor seinen Augen verschwamm. Mira neben ihm rief irgendetwas, doch es interessierte ihm nicht. Was ihn interessierte war diese eine Sache, die er gerade noch so zusammenbekam: Warum musste seine Luce sterben?

Als er die Augen panisch aufschlug liefen ihm kalte Tränen die Wangen hinunter. Beruhig dich, Natsu. Das war keine Realität gewesen... Doch was wäre wenn es so gewesen wäre? So gern er diesen schrecklichen Gedanken aussperren wollte, es funktionierte nicht. Auch er wusste das es Dinge gab gegen die selbst er nicht gewinnen konnte. Das war ihm besonders deutlich seit dem Drachenangriff bewusst. Ohne Atlas Flame hätte er Zukunfts-Rouge nie besiegen können. Und dann hätte er sein Versprechen an die Zukunfts- Lucy vielleicht nicht halten können. Der Dragon Slayer wusste, dass nichts sicher war. Er würde sich nie verzeihen, falls etwas passierte und Lucy noch immer nichts über seine Gefühle wusste. Wann verdammt war er bloß so gefühlsduselig geworden? Aber er hatte Angst. Sein Geständnis könnte ihre ganze Beziehung zerstören, oder? Wenn Lucy in Gefahr war konnte er nicht mehr klar denken. Doch wenn die Blondine in seiner Nähe war wurde er stärker den je. Er hatte Angst das zu verlieren. Das besondere Band, welches sie beide verband. "Furcht ist nicht 'das Böse' .Sie ist notwendig, um die eigenen Schwächen erkennen zu können. Wer seine Schwäche kennt, kann stärker werden und menschlich bleiben." Das hatte Gildarts auf Tenrou Jima zu ihm gesagt. Und Natsu wusste eines: Lucy war sowohl seine größte Stärke als auch seine größte Schwäche. Das konnte er einfach nicht verlieren. Aber er musste etwas ändern. Der Dragon Slayer brauchte einfach einen Rat und er wusste schon genau von wem er einen bekommen würde.
Ein Geräusch im Hintergrund erregte seine Aufmerksamkeit. Was zur....? Schlagartig wurde ihm bewusst das sich außer der schlafenden Lucy auch noch andere Leute in der Wohnung befanden und die Erste war gerade dabei aufzuwachen. Oh verdammt, wenn Erza ihn jetzt erwischte, würde ihn die Wucht des Schlages wohl bis nach Hargeon ( oder vielleicht sogar Krokus?) katapultieren. So schnell, aber auch so sanft er konnte krabbelte er von Lucys Bett auf die Fensterbank. Die Hand der Blondine hatte sich jedoch im Schlaf fest in sein Hemd gekrallt. Langsam löste er jeden Finger einzeln aus der Umklammerung, öffnete das Fenster und verschwand aus der Wohnung.

Es war kurz vor Sonnenaufgang und seine Füße steuerten ihn fast automatisch zu der halb zerfallenen Hütte. Mit einem Fußtritt stieß er die morsche Tür auf. " Giiillldddaaarrttsss, lass uns angeln geeehhheenn!" rief er in den dunklen Raum hinein. Zur Begrüßung bekam der Dragon Slayer ein herzhaftes Halt die Klappe. Dies hielt ihn aber nicht davon ab den alten Magier so lange zu piesacken bis er schließlich nachgab. Den Schlägen und Tritten des Halbschlaf- Gildarts konnte man einfach viel leichter ausweichen. Der Kater von dem Saufcontest mit Cana gestern trug auch seine Sache bei. Nun, nachdem Gildarts sich endlich aus dem Bett gerollt hatte, liefen die beiden schweigend nebeneinander. Der alte Mann hatte zwei Angeln in seiner Bruchbude liegen und so mussten die beiden nicht zuerst noch bei Natsu vorbeischauen sondern konnten sich gleich zum See aufmachen. "Warum hast du mich so früh hier rausgebracht? Sonst bist du doch auch nicht so erpicht darauf früh aufzustehen." "Nur so," meinte der angesprochene wenig überzeugend. "Aha. Na wenn's nichts ist kann ich mich ja wieder pennen legen, oder?" Mit diesen Worten und einem langen Gähnen drehte er sich um und setzte zum Umkehren an. Der Rosahaarige hielt den Magier am Arm fest und nuschelte etwas. "Ich hab nichts verstanden, Natsu. Du musst schon deutlicher reden."" Ich sagte, dass ich wissen will, wie man jemandem sagt, dass man ihn liebt! Verdammt noch mal!" Gildarts blickte ihm ernst in die Augen." Du meinst Lucy, stimmt's?"  Das brachte Natsu zum Staunen. Wie konnte er das wissen? Gildarts war wohl auch ein Meister im Mienenlesen, denn er antwortete: "Ach, komm schon, Natsu. Selbst meine Augen sind noch gut genug um Liebe zu erkennen, wenn ich sie sehe. So wie bei wahrscheinlich jedem anderen in der Gilde auch." "Also so offensichtlich ist das ja nun auch wieder nicht..." Er selbst wusste es ja auch erst seit kurzem. Der zweifelnde Blick des alten Magiers sagte da aber etwas anderes. " Zur Hölle! Wenn du doch so ein tolles Gespür hast, kannst du mir ja auch verraten, wie ich es ihr sagen soll, du besserwisserischer alter Mann!" "Hmm, naja, mit Worten wäre ja ganz gut," meinte Gildarts und kicherte. Das war zu viel für den angespannten Dragon Slayer. Eine Beule auf Gildarts Kopf später und am See angekommen, lehnte sich der stärkste Magier Fairy Tails gegen einen Baum. Natsu setzte sich ihm gegenüber hin. " Komm schon,  Gildarts! Du warst doch schon einmal verheiratet, da müsstest du doch auch schon einmal jemandem deine liebe gestanden haben. Sag es mir! Bitte!", quängelte der Rosahaarige. "Sowas kann man nicht einfach lernen, Natsu. Der Person die du liebst das auch zu sagen, ist etwa so wie ein Kampf. Du kannst dich darauf vorbereiten, trainieren, jeden deiner Schritte genauestens berechnen und am Ende kann in der Praxis etwas komplett anderes passieren. Ein riesengroßes Chaos, verstehst du?" Natsu nickte zögernd. Ja, so langsam lichtete sich der Wald. Aber eine Sache blieb noch offen:" Was passiert wenn ich damit einen Fehler mache? Was ist wenn das unsere ganze Freundschaft zerstört?" Gildarts seufzte." Das hab ich doch gerade gesagt. Du weißt nicht was am Ende dabei rauskommt, du weißt nicht was die Zukunft bringt. Es wird  eure Beziehung zueinander verändern, ja. Ob zum Guten oder Schlechten, das ist das Ungewisse." Er hielt kurz inne und schaute dem Rosahaarigen dann direkt in die Augen." Du hast wirklich lange darüber nachgedacht, stimmt's? Das ist gut, es zeigt das du es ernst meinst. Aber lass dich von diesen Grübeleien nicht zerfressen, Natsu . Du handelst doch sonst auch immer auf Teufel komm raus. Warum denkst du bei dieser Sache so lange nach?" Natsu starrte seinen gegenüber einen Augenblick an. Man, Gildarts war echt gut darin Leute dazu zu bewegen, dass ihnen ein Licht aufging. Warum dachte er nur so lange darüber nach, " obwohl ich schon weiß was ich tun muss. Ich muss es einfach versuchen! Danke, Gildarts." Und schneller als der alte Magier gucken konnte war der Dragon Slayer mit wehendem Schal verschwunden.
" Der Junge ist aber auch blind, wenn er nicht sieht, dass Lucy genau denselben Blick hat wie er selbst." Der Magier hielt inne. Sein Blick schien in weite Ferne gerichtet, in vergangene Tage. "Hoffentlich machst du nicht denselben Fehler wie ich... Ach Cornelia, wie viele Jahre ist es jetzt schon her? Und ich hab' mich noch immer nicht getraut dein Grab zu besuchen. Was bin ich nur für ein  Feigling." Er lachte leise. Ein bitteres Lachen." Trotzdem er hat es gut getroffen und vor allem ist er reifer geworden... Ich bin stolz auf dich, Natsu." Die letzten Worte flüsterte er dem Wind zu. Dann lehnte er sich zurück und schloss die Augen. Doch die Idylle hielt nur so lange bis der Magier eine wichtige Tatsache bemerkte. " Der junge hat mich doch wirklich versetzt, nachdem er mich hier raus gezerrt hat!", brüllte Gildarts in den Wald hinein. Naja wenigstens hatte Natsu die Angeln da gelassen...



Ach ja, Männerspräche sind doch ein echtes Mysterium ^^. So, das war's dann auch schon für heute. Das nächste Kapitel wird zwar kürzer, aber dafür romantischer! Wir lesen uns :D.
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