Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eine andere Welt

von HilLiz
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
07.12.2014
07.10.2017
25
58.371
4
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.04.2015 2.883
 
Hallöchen,

nach 5 Wochen der Abwesenheit bin ich wieder am Start und melde mich mit einem neuen Kapitel zurück. Ich lese mir ja immer fleißig eure Reviews durch und freue mich jedes mal über eure netten Worte.
Dankeschön! c:

Ich habe mir den Review von Zuko zu Herzen genommen und deshalb mal ein etwas längeres Kapitel hochgeladen.
Ich hoffe es gefällt euch und wir sehen uns bestimmt nächstes mal wieder c:

Bis dahin.

LG HilLiz


-------------------------------------------------------------



Gähnend schloss ich meine Wohnungstür hinter mir zu und lockerte die Krawatte. Ich war hundemüde. Der Tag war doch ganz schön anstrengend. Zu erst der Test, dann das Essen und die Sache mit Haruka.
Wie blöd ich mir vorkam. Wir hatten uns geküsst und, dann lass ich sie eiskalt stehen.

Ein Scheiß-Tag!

Frustrierend ging ich ins Bad und zog ein Kleidungsstück nach dem anderen aus. Ich stellte mich unter die große Dusche und drehte das Wasser auf.
Erst kaltes, dann immer wärmeres Wasser prasselte auf meinem zerschundenen Körper.
Ich zuckte zusammen, als mir dass heiße Wasser den Rücken runter lief. Die Schnitte, die ich durch die Spiegelscherben bekommen hatte, brannten höllisch.  
Durch die Glaswand, die die Dusche vom Rest des Bades abgrenzte, spiegelte sich mein Körper wieder. Die Bissspur konnte man deutlich erkennen und sachte strich meine linke Hand über diese.

Wie wohl Blut eines Vampirs schmeckte, anders als dass von einem Menschen oder eines Gefährten?
Ich erinnerte mich wieder an diesen betörenden Duft von Mio´s Blut. Es roch unfassbar gut.
Da fiel mir das Buch ein was mir Yamanaka-Sensei gegeben hatte. Ich hatte es noch nicht gelesen, geschweige aufgeschlagen. Ob da so was drin stand?

Heute würde ich jedenfalls nicht mehr darin stöbern, morgen vielleicht.

Ich stellte den Hahn zu und ging nur mit einem Handtuch, um meinem Körper gewickelt, aus dem Bad. Mein Weg führte zu dem Schrank, wo ich mir frische Sachen heraus kramte und auf´s Bett schmiss. Gerade wollte ich mein Handtuch zu Boden fallen lassen, als eine Stimme ertönte.
„Du hättest nicht lügen müssen.“

Och ne, die schon wieder! Ich war müde und hatte echt keinen Nerv mehr für sie übrig.

Mein Blick richtete sich auf Mio, die sich auf meine Couch setzte und so mit dem Rücken zu mir saß. Trotzdem wagte ich mich nicht, mich umzuziehen. Man weiß ja nie.

Also setzte ich mich auf´s Bett und hielt mein Handtuch fest.
„Was meinst du“, fragte ich.
„Die Frage, die der Prüfer gestellt hatte. Natürlich hättest du deine Familie gerettet, obwohl du wüsstest, dass sie nicht mehr wissen würden wer du bist.“
„Ich wollte keine falsche Antwort geben.“
„Die Frage hatte rein gar nicht´s mit der Prüfung zu tun“, sagte sie und urplötzlich saß sie neben mir.

Unfassbar, wie schnell sich Mio bewegen konnte. Dennoch glaubte ich nicht, dass sie nur hergekommen ist, um mit mir zu reden.

„Warum bist du hier“, fragte ich und blickte in ihre wunderschönen Augen.
„Ich hatte einen stressigen und anstrengenden Tag.“
„Genau wie ich“, sagte ich und grinste.

Wurde dass hier gerade ein Smalltalk?

„Ich brauche dein Blut, sonst würde der morgige Tag noch viel anstrengender für mich werden“, sagte sie.
Schaute sie etwa gerade beschämt auf ihre Hände? So kannte ich sie gar nicht.
„Ich dachte, Reinblüter sind starke Wesen“, meinte ich.
„Einmal abhängig, immer anhängig.“
„Meinst du etwa, dass mein Blut wie eine Droge für dich ist?“

Mio nickte und fing an mir es zu erklären: „Bevor ich dich gebissen habe, bin ich auch Jahre lang ohne Blut ausgekommen. Doch wenn ein Vampir einen Menschen beißt und so zum Meister wird, braucht er das Blut seines Gefährten. Er ist abhängig von diesem.“

„Ach so... doch, wenn Ihr Vampire wisst, dass ihr abhängig und schwächer dadurch werdet; warum sucht ihr euch dann überhaupt Gefährten?“
„Dagegen können wir nichts machen, dass liegt in unserer Natur.“

„Sag mal, wenn der Gefährte stirb, stirbt dann auch der Meister?“
Sie schaute mich ungläubig an. Mio war wahrscheinlich überrascht von dieser Frage, die ich ohne Zusammenhang gestellt hatte.
„Nein, aber anders herum schon. Wenn der Meister stirbt, stirbt auch der Gefährte, aber nur wenn er das Blut seines Meisters getrunken hat und somit eine feste Bindung eingegangen ist. Früher oder später zerbricht auch der Gefährte, der keine fester Bindung mit seinem Meister eingegangen ist. Die Qual wird für ihn übermächtig, dass es ihn nach und nach auffrisst. Warum ließt du dir nicht das Buch durch, dass was die Sawako gegeben hat. Da steht so was drin“, sagte Mio zu mir und rückte immer näher.

Mich wunderte es schon gar nicht mehr, dass sie davon wusste.

Ich neigte meinen Kopf leicht nach links und sagte: „Mach schon. Ich bin müde, ich will endlich schlafen.“
Sie zögerte nicht lange und sanft bohrten sich ihre Reißzähne in meinem Hals. Ein leises Stöhnen kam mir über die Lippen, nicht aus Schmerz, sondern aus Lust und Erregung. Erschrocken über mich selbst, biss ich mir auf die Unterlippe, um ein weiteres Stöhnen zu vermeiden.

Während sie von mir trank, sanken wir auf das Bett zurück. Ich legte meine Hände auf ihren Rücken und vergrub meine Finger in ihr schwarzes Kleid.

Mir war gar nicht bewusst, wie toll es sich anfühlte, wenn Mio mein Blut mal nicht mit Gewalt nahm. Sie war total sanft zu mir und ich entspannte mich sogar, als sie ihre Hand auf meine Wange legte. Ihr Daumen streichelte diese beruhigend und langsam fielen mir die Augen zu.

~~~


Als ich am nächsten Tag aufwachte, oder besser: mal wieder unsanft aus dem Schlaf gerissen wurde, bedeckte mich meine Bettdecke.

Ein Klopfen, dann eine dumpfe Stimme, die an meine Ohren drang.
„Ritsu, es ist Zeit. Der Unterricht geht gleich los.“
Dass war eindeutig Azusa. Ich musste grinsen.
„Ja, ich komme gleich“, rief ich.
„Beeile dich.“

Schnell zog ich meine Uniform an und versuchte meine Haare irgendwie zu bändigen. Mein Haarreif fand ich auch nicht, also beschloss ich mir einen kleinen Pferdeschwanz zu binden.
Ich trat aus der Wohnung und wäre beinahe in Azusa rein gerannt, hätte sie nicht einen Schritt beiseite gemacht.

Wir hetzten zu dem Eingang der Reinblüter. Dort erwarteten uns schon Mugi und Mio, die ein kleines Lächeln auf den Lippen hatte. Und diesmal verschwand es nicht, als sie mich ansah.
„Guten Morgen.“
„Guten Morgen. Ist Yui gar nicht bei euch“, fragte Mugi.
Ich blickte mich um. Hatte gar nicht mit bekommen, dass sie nicht mit uns mit gelaufen war.
„Nein, ihr geht es nicht so gut“, meinte Azusa.
„Hat wohl einen Kater, was“, sagte ich und musste mich zusammen reißen, um nicht laut zu lachen.

„Und da bist du nicht bei ihr“, fragte die Blondhaarige erneut,
„Yui-Sempai hat mich darum gebeten, sie bei Sawako-Sensei abzumelden.“
„Wir sollten langsam los“, meinte Mio.

Wir setzten uns in Bewegung und irgendwie fehlte jemand, außer Yui.
„So wie es aussieht, ist dein Gefährte auch nicht da“, sagte Azusa an Mugi gewandt.
„Er hat eine wichtige Besprechung. In letzter Zeit passieren komische Dinge“, sagte die Blondhaarige.
„Davon hab ich auch schon gehört“, kam es von der Gefährtin mit den zwei Zöpfen.

„Was denn für Dinge“, fragte ich in die Runde.
„In letzter Zeit verschwinden Gefährten. Einige findet man tot, andere sind wie vom Erdboden verschluckt“, meldete sich Mio zu Wort.

„Und jetzt trommelt man, seit langem mal wieder, die Spezial-Einheit zusammen.“
„Ach, und dein Gefährte ist in so einer Einheit?“
Ich wandte mich an Mugi, diese nickte.
„Ja, wie die Vampire, werden auch die Gefährten in Gruppen eingeteilt.“

„Du und ich sind ganz normalen Gefährten. Mugi´s hingegen ist Elite. Er gehört zur Spezial-Einheit, dort kommen nur die Besten hin. Und dann gibt es noch die meisterlosen Gefährten“, erklärte mir Azusa.

Wir traten ins Klassenzimmer ein.
„Meisterlose Gefährten?“
„Bei ihnen sind beide Elternteile Gefährten, somit hat das Kind von Geburt an keinen Meister, also meisterlos. Es wird erst zum Gefährten, wenn er einen Meister hat“, sagte eine Stimme hinter uns.

Wir drehten uns um und erblickten Sawako.
„Yamanaka-Sensei, Hirasawa kann heute nicht zum Unterricht erscheinen“, sagte Yui´s Gefährtin.
„Gut, da weiß ich Bescheid, aber jetzt solltest du schnell wieder zu ihr zurück gehen.“
Azusa nickte und eilte aus dem Klassenzimmer.

Während ich mich hinten im Raum einreihte, setzten sich Mio und Mugi auf ihre Plätze.
So begann ein normaler Unterricht, dachten wir zu mindestens.

~~~


Der Unterricht war im vollem Gange, als plötzlich die Tür auf ging und ein Mann mit zotteligen blonden Haarschopf den Raum betrat. Ohne ein Blick auf uns zuwerfen ging er zu Sawako und flüsterte ihr etwas ins Ohr, danach verschwand er wieder.

Sie schien kurz zu überlegen und wandte sich dann an uns.
„Wegen einem Ereignisses wird der Unterricht für heute, als beendet erklärt. Bitte passt auf euch auf, denn so wie es scheint, stimmt es was man sich erzählt.
Sawako schlug ihr Buch zu und wartete bis alle das Klassenzimmer verließen.
Mio und ich warteten an der Tür auf Mugi, die sich noch mit ihrer Lehrerin unterhielt.

Nach einigen Minuten kam sie auf uns zu und es sah so aus, als wäre sie etwas blasser im Gesicht geworden.
„Lasst und schnell in den Krankentrakt gehen“, meinte Mugi und stürzte an uns vorbei.

Was war denn plötzlich in sie gefahren?

Viel Zeit zum überlegen hatte ich nicht, denn Mio folgte der Blondhaarigen und ich lief ihr hinterher.
„Was ist denn“, fragte ich, als ich die Beiden eingeholt hatte.
Wir bogen auf dem großen Gang ab auf dem Hochbetrieb herrschte. Überall standen schwerbewaffnete Gefährten und überwachten jede noch so kleine Bewegung.

Was zum Henker ist denn hier los!

„Wir sollten zu Azusa gehen und schauen wie es Yui geht“, sagte Mugi.
Mio und die Blonde liefen voraus, während ich hinterher lief. Für mich war das Ganze hier ein großes Rätsel.
„Ist was mit ihr passiert“, fragte ich und bekam diesmal eine Antwort.
„Ich weiß nicht genau was mit ihr passiert ist. Sawako meinte bloß, dass wir schleunigst in den Krankentrakt zu Azusa gehen sollten.“
„Ich hatte heute früh schon so ein komisches Gefühl“, meldete sich nun Mio zu Wort.

An der Rezeption des Krankentraktes angekommen, wurde uns mit geteilt, dass Yui gerade operiert wurde. Eine Schwester führte uns zu den Räumlichkeiten und sagte, dass wir vor dem OP warten sollten.

Azusa saß auch schon auf einem Stuhl und sah sehr blass aus. Wir setzten uns neben sie auf die Holzstühle.
„Weißt du denn schon was über Yui´s jetzigen Zustand?“
„Nein, ich bin genauso Ahnungslos wie ihr.“

Ich packte sie an den Schultern und drückte sie an mich.
„Hey, dass wird schon wieder. Ich kenne zwar Yui noch nicht so lange, aber so aufgeweckt wie sie ist, bringt sie nichts so schnell etwas um.“
Sie schniefte, nickte aber.

Gemeinsam warteten wir, bis nach gefühlten 30 Stunden endlich die Tür auf ging und der Doktor zu uns trat. Wir schauten ihn erwartungsvoll an. Er zog sich die weißen Handschuhe aus und seine Mundschutz nach unten.
„Keine Sorge, Miss Hirasawa geht es gut, doch zurzeit darf keiner zu ihr.

Erleichtert, dennoch enttäuscht sah Azusa aus. Dies entging dem Mann nicht und bat uns mit ihm mitzukommen.

Wir betraten einen kleinen Raum, der mit einer Glaswand von dem Zimmer getrennt war, in dem Yui lag. Um ihr wuselten noch einige Schwestern, die aufzuräumen schienen. Die Braunhaarige selbst war an unzähligen Geräten angeschlossen.

„Yui hatte viele Schnittwunden, einige weniger andere so tief, dass wir nähen mussten. Sie hat viel Blut verloren und zwei ihrer Rippen sind gebrochen. Außerdem hat sie starke Prellungen, als hätte jemand auf sie eingeschlagen, was bestimmt auch der Fall war“, erklärte der Doktor, während er auf ein Klemmbrett blickte und ab und zu umblättern musste.

Ich ballte meine Hände zu Fäusten und presste meine Zähne aufeinander, dass sie leicht knirschten. Egal wer das war, der Mistkerl wird dafür büßen müssen.

„Wann wird sie aufwachen“, fragte Azusa, die so nah wie möglich an der Glaswand stand und den Blick nicht von ihrer Verlobten abwandte.
„Vielleicht 1-2 Stunden, so genau können wir dass nicht sagen. Aber wenn du willst, kannst du gerne hier bleiben und warten bis sie aufwacht.

Jedenfalls würde ich bei Azusa bleiben und mit ihr warten, dass dachte ich , doch keine Sekunde später wurde ich aus dem Raum gezogen.
„Hey, was soll das“, fragte ich Mio, die mich hinter sich her zog.
„Ich will, dass du sofort die restlichen Test´s machst, damit du in das Training einsteigen kannst.“

Sie zerrte mich dorthin, wo ich meinen aller ersten Test bestritten hatte, nur ein paar Türen weiter in ein Büro. Ohne anzuklopfen, stürmte sie in das Zimmer auf einen alten grau-bärtigen Mann zu, der an einem Schreibtisch saß.

„Oh, Fräulein Akiyama. Was kann ich für Sie tun?“
„Ich möchte, dass meine Gefährtin die Test´s absolviert, damit sie in das Gefährtentraining einsteigen kann.“
„Tut mir Leid, aber ich kann so eine Bitte nicht einrichten.“
„Es werden Gefährten verschleppt und getötet, mittlerweile sogar Vampire angegriffen. Was wäre, wenn ihre Tochter die nächste ist. Können Sie sich so was zumuten!“

Er schien eine Zeit lang nachzudenken, bevor er weiter sprach: „Ich werde sehen was sich einrichten lässt. Vielleicht bekommt sie für morgen einen Ter...“
„Jetzt, sofort“, sagte Mio mit so viel Macht in der Stimme, dass mir ein eiskalter Schauer über den Rücken lief.
„Wie sie wünschen“, meinte der Mann und bestellte jemanden in sein Büro.

~~~


In meiner Uniform stand ich in einer großen Turnhalle. Wiedermal war außer Mio und mir, diese grimmig schauende Frau anwesend und ein kleiner muskulöser Mann. Dieser kam auf mich zu und aus irgendeinen Grund hatte ich das Gefühl, dass es noch ein anstrengender Tag werden würde.
Er streckte mir ein paar Turnschuhe entgegen
„Anziehen und aufwärmen. 3 Runden sollten genügen“, sagte er und trat zu den beiden Frauen.

Nach den 3 Runden, sollte ich 10 Liegestützen und gleich darauf einen Sprint, quer durch die Halle, hinlegen. Natürlich auf Zeit, ohne ging im Sport wahrscheinlich gar nichts. Zum Glück hatte ich, als ich noch in der Menschenwelt gelebt hatte, täglich Sport betrieben, so waren die Sprints eine Leichtigkeit für mich.

Als ich die 1 Runde geschafft hatte, wurde mir zugerufen, dass ich das ganze Prozedere noch einmal machen sollte.
Erneut ging ich in den Liegestütz und nachdem ich den zehnten fertig hatte, rannte ich was das Zeug hielt.

„Nochmal“, drang es an mein Ohr.

So ging dass die nächste viertel Stunde zu. Langsam merkte ich schon wie mir die Puste ging und von den ganzen Liegestützen, taten mir meine Oberarme weh.
„Als nächstes sind Klimmzüge dran“, sagte der Mann und führte mich zu einer Stange, die quer aus der Wand ragte.
„So viele wie Sie schaffen. Die Zeit läuft. Eine Minute ab jetzt!“
Er drückte auf die Stoppuhr, sofort packte ich die Metallstange und gab mein Bestes, so viele Klimmzüge wie möglich zu schaffen.

Zwei Stunden und mehrere Übungen später saß ich auf dem Boden und wischte mir mit dem Arm die Schweißperlen von der Stirn. Eine Wasserflasche huschte in meinen Augenwinkel und ich schaute auf.
Mio stand vor mir und hielt mir die Flasche hin.

Vor zwei Tagen hätte sie mich fast umgebracht und seit gestern ist sie so "nett" zu mir. Konnte wirklich ein Gespräch mit Mugi so eine Veränderung bewirken?

„Danke“, sagte ich, nahm mir die Flasche und öffnete sie sogleich. Ich stürzte mir die kalte Flüssigkeit meine Kehle hinunter und musste kurz aufstoßen.
„Du machst dich wirklich gut“, lobte die Schwarzhaarige mich und fuhr fort: „Doch die letzte Prüfung in Sport wird nochmal eine Herausforderung. Spitz deine Ohren.“

Der Prüfer kam auf uns zu und zitierte mich mit ihm mit zukommen. Er brachte mich in einen leeren Raum.
„Stellen Sie sich dort hin.“
Der Mann zeigte auf einen Punkt in der Mitte des Raumes.

Auf dem weißen Punkt blieb ich stehen und sah noch wie er die Tür schloss. Dann ging plötzlich das Licht aus und ich stand im Dunkeln.
Wenn das ein Spaß sein sollte, war der nicht lustig.

Ein zischendes Geräusch drang an meine Ohren und im nächsten Moment kauerte ich auf dem Boden.
„Fuck“, stöhnte ich schmerzvoll auf und hielt mir meine Magengrube.
Irgendetwas hartes hatte mich dort getroffen und mir wurde kotzübel. Erneut ertönte dieses Geräusch und wieder traf mich etwas, diesmal am Hinterkopf.
Au, dass tat verdammt weh!
Ich rieb mir die brennende Stelle und langsam verstand ich, was Mio mit Spitz deine Ohren meinte.

Ich richtete mich auf und "spitze" die Ohren. Lange Zeit war es still, dann ertönte wieder das Zischen. Gekonnt wich ich nach links aus und hörte nur ein dumpfes Geräusch, als würde etwas auf einer wand abprallen.

Keine Ahnung wie lange ich in diesem Raum verbracht hatte, doch ich setzte mich mit der Situation "blind zu sein" auseinander.
Ich hatte mich schon an die Dunkelheit gewöhnt, als langsam das Licht wieder aufflammte. Die Tür öffnete sich und der Mann winkte mich heraus.
„Der Sporttest ist hiermit beendet. Sie können somit zum nächsten Test schreiten“, sagte er und verließ mit der grimmig schauenden Frau die Halle.

Jetzt standen nur noch Mio und ich in dieser und schauten uns an.
„Komm, wir müssen zum nächsten Test.“
„Och, nö...“
„Es sind bloß noch zwei Test´s, die wirst du auch noch schaffen“, sagte sie und zog mich aus der Halle.

Noch zwei Test´s, der Gesundheitsscheck und der Test x und dann war ich endlich fertig.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast