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Eine andere Welt

von HilLiz
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
07.12.2014
07.10.2017
25
58.371
4
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07.12.2014 1.557
 
Ich drehte mich um und schaute in ein neugieriges Gesicht einer Braunhaarigen. Sie schien in meinem Alter zu sein 18 oder 19.
„Ich suche den Ausgang“, antwortete ich und bemerkte wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte.
„Ach, du bist die Neue“, sagte sie aufgeregt und freudig zu gleich.
Was wollte die denn von mir?! Neue?

Ich schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, ich will bloß wissen, wie man hier raus kommt.“
Nun fing sie an zu grinsen und meinte: „Ja, dass wollen alle Neulinge.“

Bitte was!? Neulinge? Was sollte, dass jetzt schon wieder?

„Sag mir doch einfach, wie ich hier raus finde. Ich will doch bloß nach Hause.“
„Ich weiß gar nicht was du hast. Du bist doch zu Hause.“
Sie breitete ihre Hände aus um mir ihren Satz zu verdeutlichen.

Ich verstand nur noch Bahnhof und dann wurde mir wieder schwindlig. Meine Kopfschmerzen, die ich so gut verdrängt hatte, machten sich auch wieder bemerkbar.

„Yui-Sempai, du weißt doch, dass wir Sie nicht noch mehr verwirren sollen, als Sie eh schon ist.“
Ein schwarzhaariges Mädchen tauchte hinter dieser Yui auf. Sie hatte ihre schwarzen Haare in 2 Zöpfe gebunden.

„Azu-nya, aber...“
„Kein aber, Yui-Sempai“, unterbrach sie die Braunhaarige und wandte sich zu mir.
„Du musst Ritsu Tainaka sein. Ich bin Azusa Nakano und, dass ist Yui Hirasawa.“
Sie zeigte auf das Mädchen neben ihr und fuhr fort: „Wir wurden beauftragt dich zu suchen. Komm Nodoka wartet schon auf dich.“

Die Schwarzhaarige deutete mir, ihr zu folgen und aus irgendeinen Grund, tat ich dass auch. Der Gedanke an den Ausgang war wie verflogen.

~~~


„Du fragst dich sicherlich wo du hier bist“, sagte Azusa zu mir, während wir gerade einen schmalen Gang entlang gingen. Ich nickte nur zur Bestätigung und schon fing sie an zu erzählen: „Du magst es zwar nicht glauben, aber wir befinden uns gerade unter Tokio.“
„Echt? Wahnsinn! Also eine Stadt unter einer Stadt?“
„Ganz genau“, sagte nun die Braunhaarige und lächelte.
Wenn dass hier unten genau so groß ist wie Tokio, na dann gute Nacht.

Wir blieben plötzlich stehen und ich wäre beinahe in Yui hinein gelaufen, doch meine guten Reflexe bewahrten mich .

Azusa klopfte an eine Tür und trat, dann ein. Yui und ich folgten ihr. Wir standen in einem Zimmer mit jeder menge Regalen in denen, bis zum Rand, Ordner standen. Ein Mädchen mit roter Brille saß hinter einem teure aussehenden Schreibtisch und blätterte in einem Hefter.
„Schön, ihr habt sie gefunden.“
Sie stand von ihrem Stuhl auf und kam auf uns zu.
„Ich bin Nodoka Manabe. Ich verwalte, dass alles hier“, sagte sie stolz und lächelte.

Und da fielen mir ihre spitzen Eckzähne auf. Wie aus Reflex fuhr ich mit meiner Zunge über diese Zähne und erschrak. Sie schienen meinen Gefühlsausbruch bemerkt zu haben, denn eine Hand legte sich sanft auf meine Schulter. Mein Kopf drehte sich zu der Quelle und ich sah in dass heitere Gesicht Yui´s.
„Dass ist ganz normal. Schau.“
Sie tippte mit ihrem Zeigefinger auf ihren rechten Eckzahn, der nicht gerade ungefährlich aussah.

„Wie ich sehe, hat dich noch keiner darüber auf geklärt“, sagte nun wieder Nodoka.
„Aber dass liegt nicht in meiner Hand. Entweder erzählen dir es Yui und Azusa oder du lässt es dir von deiner Lehrerin erklären.“

Ähm, ich glaub kaum, dass meine Lehrerin mir etwas darüber erzählen kann“, warf ich ein und blickte die Brillenträgerin an.
„Deine Alte vielleicht nicht, aber deine neue Lehrerin schon.“
„Neue Lehrerin?“
„Deine Welt, wie du sie kanntest, existiert nicht mehr. Dass hier unten ist deine neue Welt, dein neues zu Hause. Ab jetzt lebst du nur noch mit der Menschenwelt, aber nicht mehr in der Menschenwelt.“
„Aber was ist mit meinem Bruder und mit meiner Familie?“
„Die existieren nicht mehr.“

Mit, vor Schreck, geweiteten Augen, blickte ich die Schwarzhaarige an. Was hatte sie gesagt? Sie existieren nicht mehr?

„Nein, nein, Keine Angst. Sie sind schon noch da, aber halt in der Menschenwelt. Du magst dich vielleicht an sie erinnern, aber sie nicht mehr an dich. Deine Eltern leben so, als hätten sie niemals eine Tochter gehabt und dein Bruder hatte nie eine große Schwester“, sagte Yui.

„Dass heißt ja, dass man ihnen das Gedächtnis, über mich, geraubt hat.“
„So in der Art“, bestätigte mir Nodoka.

Ach du liebe Güte. Für mich brach gerade eine kleine, große Welt zusammen. Ein leben ohne meine Eltern, ohne meinen kleinen nervigen doch liebevollen Bruder, konnte ich mir gar nicht vorstellen. Beruhigend legte mir jemand seine Hand auf den Unterarm. Mein Kopf drehte sich nach Links.

„Dass schaffst du schon. Ich musste das auch durch“, sagte mir Azusa mit ruhiger Stimme.
„Und wenn man einen netten, witzigen Meister oder Meisterin hat, überwindet man die Trauer viel schneller.“
Sie schaute auf Yui, diese grinste nur und schien sich über das Kompliment zu freuen.
„Azu-nya“, rief sie und fiel der Schwarzhaarigen und den Hals. Darauf bekam sie gleich einen Tadel, als Antwort.

Während sie Beiden sich mehr oder weniger unterhielten, bat mich Nodoka mit zu ihrem Schreibtisch zukommen. Sie überreichte mir einen kleinen Stapel von Unterlagen, die mit einer Tackernadel zusammen gehalten wurden.
„Es wäre nett, wenn du diese ausfüllen würdest und sie so schnell wie möglich wieder zu mir bringst.“
Ich nickte und blätterte die Unterlagen durch.

„In laufe der Woche musst du dir den ein oder anderen Test unterziehen lassen.“
Ich schaute von dem Stapel auf und fragte: „Was denn für Test´s?“
„Test´s, die entscheiden in welche Klasse du eingestuft wirst. Jeder Gefährte muss solche Test´s durchführen. Größtenteils wird deine Sportlichkeit, deine Intelligenz und der Zustand deiner Gesundheit geprüft und getestet.“

Na Klasse! Dass konnte ja heiter werden. Sportlichkeit gut und schön, aber musste es ein Test für Intelligenz geben?

„Außerdem gibt es noch einen Test X. Der wird allerdings von deinem Meister oder deiner Meisterin ausgesucht und ist nicht vorgeschrieben. Dass heißt, sie darf dich in allen Bereichen, mag es auch noch so überirdisch sein, testen.“

Dass wurde ja immer besser. Ich seufzte. Doch dann fiel mir noch eine, für mich, wichtige Frage ein.
„Darf ich überhaupt noch in die Menschenwelt?“

Sie lächelte und sagte: „Jeder Zeit. Es ist kein Verstoß in die Menschenwelt zu gehen, aber es gibt gewisse Regeln an die man sich halten sollte.“
Nodoka wurde immer ernster zum Ende des Satzes hin.

„Dass war´s dann. Wenn du Fragen haben solltest, bezüglich der Unterlagen, dann komm zu mir. Ach ja, und hier.“
Sie rechte mir einen Schlüsselbund.
„Der silberne Schlüssel ist für deine Wohnung und der Blau für die Ausgangstür. Und jetzt macht, dass ihr hier raus kommt. Ich hab noch zu tun“, sagte sie und grinste.

Wir bedankten uns und gingen aus dem Raum. Die Tür fiel ins Schloss und sofort drehte ich mich zu Yui und Azusa, die ihre Hände miteinander verflochten hatten.

„So, jetzt habt ihr mir aber ganz schön viel zu erklären.“
„Schieß los“, sagte die Braunhaarige und lächelte mich an.
„Zuerst würde ich gern wissen, was es mit Gefährten, Meister/in und sonst so ein Zeug, auf sich hat.“

Wir setzten uns in Bewegung und Azusa öffnete den Mund: „Ein Gefährte ist; wenn ein Mensch von einem Vampir Gebissen wird. Ein Meister, oder in deinem Fall Meisterin; ist derjenige von dem man gebissen wurde. Genau wie du, bin ich ein Gefährte und meine Meisterin ist Yui-Sempai. Was nicht heißt, dass zwischen Meister und Gefährte eine engere Bindung entsteht. Er ist meistens nur dafür da, um den Meister zu beschützen und ihm Blut zugeben.“
„Soeas wie eine laufende Blutbank?“
„Ja.“

Mich schüttelte es bei dem Gedanken. Wie konnte man nur freiwillig Blut von jemanden anderen trinken, dass schmeckte doch eklig, oder?
„Und was ist, wenn ein Gefährte von seinem Meister das Blut trinkt“, fragte ich, als wir gerade auf den großen breiten Gang abbogen.

„Dass würde der Meister gar nicht erst zulassen, außer wenn Gefährte und Meister für einander Gefühle hegen“, dagte nun Yui und schaute die Schwarzhaarige an, mit der sie immer noch Händchen hielt.

Langsam überkam mich das Gefühl, dass die Beiden was miteinander Hatten. Ich weiß ja nicht, aber dich Zeichen waren eindeutig, oder. Nicht das0 mich dass stören würde.

„Und wenn dass passieren sollte, erst dann entsteht eine richtige feste Bindung zwischen Gefährte und Meister.“

Wir gingen wieder an dem Gang vorbei, wo die 2 bewaffneten Männer patrouillierten. Ich blieb stehen. Die Beiden gingen noch ein paar Schritte, bevor sie merkten, dass ich nicht mehr neben ihnen lief. Eilig kamen sie zu mir herüber und suchten die Quelle, weshalb ich stehen blieb.

„Mir ist der Gang schon vorhin aufgefallen. Was ist an dem so besonders? Ohne Grund würden die, denn doch nicht bewachen, oder“, fragte ich und zeigte auf den besagten Gang.

„Der Flur führt zu den Wohnungen der Reinblüter. Sie sind hoch angesehen unter den Vampiren und den Gefährten“, sagte Azusa mit ehrfürchtiger Stimme.

Bevor ich fragen konnte, was Reinblüter sind, meinte Yui: „Dass sind besondere Vampire. Sie tragen reines Blut in sich. Nicht so wie ich. Ich bin nur ein stinknormaler Vampir.“

Ich gab nur ein 'Aha' von mir und musste meine Aufmerksamkeit auf meinen Bauch lenken, der gerade ein Knurren von sich gab.

„Wie ich höre, hast du Hunger. Komm, wir zeigen dir, wo es was zu Essen gibt.“

Die Idee fand ich super und folgte Yui und Azusa, doch ein Blick zurück zu dem Gang bleib, meiner seit´s, nicht aus.
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