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Eine andere Welt

von HilLiz
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
07.12.2014
07.10.2017
25
58.371
4
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06.06.2015 2.908
 
Ein Schrei lies mich aufwachen. Benommen schaute ich mich in meinem Zimmer um, bis ich realisiert hatte, dass das Mio´s Schrei war. Schnell hüpfte ich aus dem Bett und stürmte in das Zimmer der Schwarzhaarigen.
Meine Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit und ich konnte ihre Gestalt wahrnehmen. Sie saß in ihrem Bett, die Beine angewinkelt.
„Alles okay“, fragte ich.
„Ja, alles okay. Hatte bloß einen Alptraum.“
Ich nickte.
„Gut, ich geh dann mal wieder in mei...“
„Nein...ähm bitte...bitte bleib hier“, unterbrach Mio mich und ich konnte sehen, dass sie leicht zitterte. Mir schien es so, als hätte ihr das viel Mut gekostet mich das zu fragen, denn ihre Stimme war gebrochen leise.

Ich schloss die Tür hinter mir und ging auf ihr Bett zu. Jetzt stand ich genau neben ihr, sie packte mich am Handgelenk und zog mich auf ihr Bett.
Überrascht schaute ich sie an, doch sie ignorierte meinen Blick und kuschelte sich nur noch mehr an mich.
Wir lagen auf dem Bett, ich hatte meinen rechten Arm hinter meinen Kopf gelegt und den anderen um Mio´s Hüfte geschlungen, während sie ihren Haarschopf auf meinen Brustkorb gebettet und ihre Hände um und auf meine Taille gelegt hatte.

Es waren keine 5 Minuten vergangen, da schlief sie auch schon fest. Ich hingegen konnte keine Auge zu bekommen, zu aufgeregt und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Beruhigend, vor allem um mich zu beruhigen, streichelte ich ihr schwarzes Haar. Ich schloss meine Augen, versuchte zu dösen und den Moment einfach zu genießen.

Da lag ich doch tatsächlich in Mio´s Bett mit ihr eng umschlungen. So richtig begreifen konnte ich das Ganze noch nicht, aber es machte mich unsagbar glücklich.

Ich lauschte ihrem gleichmäßigen Atem und sog den betörenden Duft ihres Parfüms ein. Ab und zu zuckten die Augenlider der Schwarzhaarigen leicht und ihr Griff um meine Hüfte wurde immer stärker. Sie war wie ein Schraubstock, der mich nie wieder los lassen würde. Aber mir soll es recht sein.

Mein Zeitgefühl hatte mich im Stich gelassen und so wusste ich auch nicht wie lange im mit Mio in ihrem Bett lag. Ihre Augenlider flatternden und sie schaute mich mit grauen Iriden an. Dann huschte plötzlich ein Fünkchen Angst in ihr Gesicht und in Nullkommanichts lag ich auf dem Boden. Ich rieb mir vor Schmerzen meinen Hinterkopf und sah, wie Mio über die Bettkante lugte.
„Sorry“, sagte sie.
„Schon okay“, nuschelte ich zurück.

Langsam setzte ich mich auf. Dass war bestimmt nicht gut für meinen Kopf.
„Ich bin das halt nicht gewöhnt, wenn ich aufwache, das neben mir jemand liegt.“
Ich winkte ab und stand endgültig auf. Sie kroch aus ihrem Bett und stellte sich vor mich.
„Nochmals, tut mir leid“, sagte die Schwarzhaarige und küsste mich auf meine Stirn.

Ein kribbeln durchzog meinen Bauch und ich konnte nicht anders. Ich schlang meine Arme um ihre Hüfte, zog sie an mich und küsste sie. Genauso leidenschaftlich wie wir uns vor 2 Tagen schon einmal geküsst hatten. Und zu meiner Verwunderung erwiderte sie den Kuss.
Die Zeit schien still zu stehen und alles rundherum war vergessen. Bis wir unseren Kuss lösten. Ihre  Hände kamen gefährlich meinem Gesicht nahe und ich dachte sie würde mich gleich schlagen. Doch sie legte diese auf meine Wangen und zog mich zu ihr, in einen weiteren Kuss. Wir sanken auf ihr Bett ohne unsere Lippen voneinander zu trennen.

Mio konnte sich nicht mehr herausreden, denn das konnte man nicht mehr, als Ausrutscher bezeichnen. Das war gewollt, entweder aus purer Lust oder, weil sie mich wirklich mochte. Doch daran dachte ich gerade nicht.

Wir rollten uns herum, so das sie jetzt auf meinem Bauch saß und mich angrinste. Noch etwas außer Atem schaute ich Mio an. Sie trug wieder das schwarze T-Shirt, was sie anscheinend immer an hatte wenn sie schlief.
„Gewonnen“, sagte sie triumphierend.
„Bei was?“
„Ich bin stärker, als du“, meinte sie und schien auf die Situation anzuspielen, dass ich unter ihr lag.
„Da frag ich mich, warum du dann einen Gefährten brauchst, wenn du doch so stark bist“, brachte ich unter meinem Lachen hervor.

Ich hoffte Mio würde das nicht falsch verstehen, schließlich wusste ich ja warum Vampire sich Gefährten anschafften.

Sie beugte sich zu mir herunter und flüsterte mir ins Ohr: „Um das zu tun.“
Schon bohrten sich ihre Reißzähne in meinen Hals. Schlagartig verkrampfte sich mein Körper; einerseits, weil es so überraschend war, anderseits, weil ein stechender Schmerz durch mich hindurch jagte.
Ich packte sie an ihren Schultern und versuchte sie mit all meiner Kraft von mir zudrücken.
„M..Mio“, wisperte ich.
Und die Schwarzhaarige schien mein Hilferuf verstanden zu haben, denn sie löste sich augenblicklich von mir. Entschuldigend schaute sie mich mit ihren grauen Augen an und strich behutsam über die Bisswunde.
„Dein Körper scheint das noch nicht zu verkraften. Du bist halt noch nicht 100-prozentig fit. Hätte ich wissen müssen, tut mir leid.“

Auf einmal fühlte ich mich so müde und ich musste mich anstrengen die Augen offen zuhalten. Doch am Ende siegte die Schwerkraft und meine Augenlider versperrten mir meine Sicht.

~~~


Ich stand im 2. Stockwerk der Wohnung an der Treppe und lauschte dem Gespräch, dass sich zwischen Mio und Mugi abspielte. Immer bedacht im Schatten zu bleiben, wer weiß was passieren würde, wenn die Beiden bemerken würden, dass ich sie belauschte.

„Wie lange willst du es eigentlich noch hinauszögern?“
Das war eindeutig Mugi´s Stimme.
„Du weißt dass das nicht funktioniert. Warum nervst du mich noch immer damit?“
„Weil, wenn es um die Gefühle geht, ehrlich zu sich selbst und zu anderen sein sollte.“
„Du hast doch keine Ahnung. Deine Familie, dein Clan, ist riesig. Da stört es niemanden, dass du mit einer Frau zusammen bist, aber ich bin di...“
„Ja, ich weiß. Du bist die einzige deines Clans...bla...bla“, unterbrach die Blonde Mio und setzte fort: „ Dennoch gibt es Wege indem du deinen Clan wieder aufbauen und deinen Gefühlen folgen kannst. Man, wir sind im 21. Jahrhundert!“
Kurz herrschte Stille und ich hörte Schritte.
„Du solltest Ritsu nicht länger auf dem Holzweg gehen lassen, es wird Zeit das sie diesen verlässt.“
Mit diesem Satz fiel die Wohnungstür ins Schloss und erneut brach Stille aus.
Fassungslos hielt ich mich am Treppengeländer fest. Sie hatten doch tatsächlich mich damit gemeint. Hieß das...nein das konnte nicht sein. Aber anderseits war das Gespräch ziemlich eindeutig. Oh bitte, lass das wahr sein!

Ich atmete tief ein und ging dann die Treppe hinunter. Mio hatte sich derweil schon auf die Couch gesetzt und schien in Gedanken zu sein. Wer würde das nicht, nach so einem Gespräch. Ich nahm all meinen Mut zusammen und meinte zu der Schwarzhaarigen: „Mio...ähm...wir sollten reden.“
Sie nickte.
„Nachdem was du mitgehört hast, ist dass wohl nötig.“

Also hatte sie es doch mitbekommen.

Ich ging um die Couch herum und setzt mich neben sie. Die Schwarzhaarige wollte gerade etwas sagen, doch ich ließ sie gar nicht erst soweit kommen.
„Mio!“
Sie zuckte leicht zusammen und schaute mir dann in die Augen. Ich zitterte so sehr und dachte, dass mir meine Stimme versagen würde, aber es musste endlich raus. Jetzt gab es kein zurück mehr.

„Mio, ich lieb dich!“

Jetzt war es raus. Ich fühlte mich einerseits total erleichtert und andererseits einfach nur angespannt. Mir wurde kotzübel, wenn ich nur daran dachte, das sie meine Gefühle nicht erwidern würde. Aber dann fiel mir wieder das Gespräch ein und meine Gedanken lösten sich in Luft auf.
Noch immer sprach Mio kein Wort, schaute mich einfach nur an und schien mit sich selbst zu kämpfen. Dann plötzlich ein Schluchzer und Tränen rollten ihre Wangen herunter. Aus Freude oder Verzweiflung? Ich wusste es nicht.

Langsam hob ich meine Hand, wischte ihre Tränen weg und, dann begann sie zu sprechen. Zwar undeutlich und weinerlich, dennoch sprach ihr Gesicht für sich.
„Ja. Ja, ich dich auch, aber...“
Ich unterbrach ihren Protest mit einem Kuss auf denn sie sich auch einließ. Ich wahr gerade so überglücklich. Mein Gott, danach habe ich mich so lange gesehnt.
Ich musste mich später unbedingt noch bei Mugi bedanken.

Ihre Hände vergruben sich in meine Haare und wollten gar nicht mehr loslassen, als wir unseren Kuss beendeten.
„Ich hab dich schon so lange beobachtet. Du hast mich in deinen Bann gezogen, da kanntest du mich noch gar nicht. Ich hatte meinen Verstand einfach ausgeschaltet und plötzlich stand ich in deiner Küche, hab dich mit in unsere Welt gebracht. Zuerst bereute ich es, deshalb war ich so kalt und distanziert zu dir. Doch immer wieder überrannten mich meine Gefühle und irgendwann konnte ich ihnen nicht widerstehen, obwohl ich mich immer dagegen gewährt hatte. Ich will bei dir sein. Für immer an deiner Seite sein, dich nie mehr loslassen, dich niemals gehen lassen. Zuerst empfand ich dich, als interessant, dann mochte ich dich und jetzt liebe ich dich, mehr als alles andere“, sprudelte es nur so aus ihr heraus.

Sprachlos sah ich sie an. Stirn an Stirn lagen wir mittlerweile auf der Couch und ich konnte es immer noch nicht fassen was ich gerade gehörte hatte. Von ihr gehört hatte!

Mio sah gerade aus wie eine Tomate, so rot war sie im Gesicht und ich musste mir ein Lachen verkneifen.
„Hab ich was falsches gesagt“, fragte sie schüchtern.
Ich schüttelte nur den Kopf und war erstaunt, dass ich wiedereinmal eine komplett andere Seite von ihr sah. Im Grunde kannten wir uns überhaupt nicht, dennoch gestanden wir uns die Liebe zueinander. Die Natur ist schon manchmal verrückt.
„Heißt das...das wir jetzt zusammen sind?“
„Du hast mich ja noch nicht gefragt“, sagte die Schwarzhaarige und schob mich von ihr herunter.

War sie jetzt eingeschnappt, oder warum entfernte sie sich von mir?

„Mio?“
Keine Reaktion. Das sie dabei grinste, konnte ich nicht sehen, da sie mit dem Rücken zu mir gewandt war.
„Hey, warte doch mal.“
Nun stand ich auch auf, doch immer noch kam keine Regung von ihr. Kurz vor der Treppe, fing ich sie ab, in dem ich meine Hände um ihre Hüfte schlang und sie an mich presste. Sie drehte sich in meiner Umarmung um und schaute erwartungsvoll auf mich.
„Mio, magst du vielleicht mit mir zusammen sein, meine Freundin sein?“
Jetzt errötete ich sogar und wandte meinen Blick von ihr ab. Doch das hielt nicht lange an, denn sie nahm mein Gesicht zwischen ihre Hände. Automatisch schaute ich wieder in ihre Augen.
„Ja, du Dummkopf“, sagte sie und lächelte.

Das Dummkopf nicht ernst gemeint war, war mir klar, dennoch tat ich so, als hätte ich es, als Beleidigung empfunden. Sofort verschränkte ich meine Hände vor der Brust und drehte mich um. Ich spürte ihren Atem an meinem linken Ohr und eine Gänsehaut über zog meinen Körper.
„Was wünschen sie denn, Miss Tainaka. Soll ich mich bei ihnen entschuldigen oder sogar vor ihnen auf die Knie gehen“, säuselte sie.
Ich musste zugeben, ihre Stimmlage war schon irgendwie sexy.
„Wenn du mich so fragst...“
Blitzschnell wirbelte ich herum, packte sie und drehte mich mit ihr.
„...dann lass uns den Tag zusammen verbringen. Nur wir Beide.“
Ich setzte sie wieder auf dem Boden ab. Mio schmunzelte mich an.
„Ich hab da vielleicht eine Idee.“
„Und welche?“
„Lass dich überraschen. Ach ja, und es wäre angebracht wenn du andere Sache anziehen würdest, aber nicht gerade deine Gefährtenuniform“, meinte sie.
Ich nickte.

~~~


Wir blieben vor einer Tür stehen. Mio nahm ihren Schlüsselbund aus der Hosentasche und steckte einen blauen Schlüssel ins Schloss. Sie öffnete die Tür und wir liefen eine Treppe hoch, nachdem sie wieder zugeschlossen hatte. Erneut öffnete sie eine Tür und wir standen plötzlich in einem...Wohnzimmer.

Was zur Hölle!?

Die Sonne strahlte durch die Fenster und erhellte somit das Zimmer. Endlich! Nach fast 2 Monaten wieder mal Tageslicht.
Ich ging zum Fenster und schaute hinaus. Tatsächlich, wir waren wirklich in der Menschenwelt und irgendwo in Tokio gestrandet. Auf den Straßen herrschte Hochbetrieb und der Lärm drang an meine Ohren.
Ich freute mich gerade wie ein kleines Kind.

„Willst du für immer aus dem Fenster schauen oder doch lieber mit auf die Straßen kommen?“
Ich eilte zu Mio, die schon Anstalten machte, da Zimmer zu verlassen. Kaum aus dem Raum getreten, sprach uns ein Mann von der Seite an.
Man hatte der mich erschreckt!

„Fräulein Akiyama, schön Sie wieder zusehen.“
Er lächelte und machte allgemein einen sympathischen Eindruck, da hatte ich noch nicht seine Waffen gesehen, die er bei sich trug.
„Ich wollte einen kleinen Ausflug machen und dabei frische Luft schnappen“, meinte die Schwarzhaarige.
„Dann kommen Sie wieder wohlerhalten zurück. Wäre Schade, wenn die schöne Mio nicht mehr zurück finden würde.“

Boar, ich kotz gleich! Was ist das den für einer. Ab jetzt war er mir jedenfalls nicht mehr sympathisch. Flirtete der gerade wirklich mit Mio, meiner Mio?!

„Ich kann Sie natürlich auch begleiten“, sagte der Typ.
„Das wird nicht nötig sein. Ich habe schon jemanden.“
Sie nickte zu mir herüber. Ich lächelte triumphierend und der Kerl schaute dumm aus der Wäsche, als ich mit Mio die Wohnung verließ.

Wie kamen aus einem Mehrfamilienhaus heraus. Mir kam der Ort so vertraut vor und, dann viel es mir ein. Hier in der Nähe war die Schule in die ich gegangen war, bevor ich gebissen wurde.
„Und wo möchtest du hingehen“, fragte mich Mio.
„Ich hab da so eine Idee“, antwortete ich und lief los. Sie folgte mir.

Wir schlängelten uns durch die Massen, liefen über die ein oder andere Kreuzung und blieben vor einem Gebäude stehen.
„Eine Schule?“
Mio schaute mich an.
„Was wollen wir hier?“
„Meine alten Klassenkameraden treffen.“
Ich wollte durch das Schultor gehen, aber die Schwarzhaarige hielt mich auf.
„Sie kennen dich doch nicht mehr. Außerdem, dürfen wir nicht einfach so auf ein Schulgelände gehen. Wir sind hier nicht angestellt und Schüler sind wir erst recht nicht.“
Enttäuscht und frustriert schaute ich auf den Boden.
„Du hast recht“, murmelte ich und hob wieder meinen Kopf.
Da ertönte die Schulglocke und die Schüler strömten aus der Schule. Einige liefen durch das Schultor an uns vorbei.
„Ich kann dir sagen, die Lehrerin wird von mal zu mal schlimmer“, sagte Eine zu ihrer Freundin, die daraufhin zustimmend nickte.

„Wollen wir nicht langsam weiter gehen?“
Mio stupste mich leicht an der Schulter an.
„Mhm...ja.“
„Was hältst du davon, wenn wir in den Park gehen“, fragte mich die Schwarzhaarige.
„Klingt gut.“
Ich versuchte ein Lächeln zustande zu bekommen und lief neben meiner Freundin her.

Meine Freundin. Klingt zu schön um wahr zu sein. Das hätte ich mir niemals träumen lassen, dass Mio meine Freundin ist.

Verträumt schaute ich in der Gegend herum und bemerkte gar nicht, dass Mio abbog. Erst, als ich mich umdrehte und ich die Schwarzhaarige nirgends sah, wurde mir bewusst dass sie gar nicht mehr bei mir war.
„Shit, wo ist sie denn hin“, murmelte ich und sah mich weiter um.
Bis ich eine Frau mit hellblauen Tank Top und Jeans entdeckte, die sich auch suchend umschaute. Zielstrebig ging ich auf die Person und und schlang von hinten meine Arme um ihre Hüfte. Sie blickte über ihre Schulter direkt in meine Augen.
„Ich dachte, ich hätte dich schon verloren“, sagte sie.
„Nimm meine Hand, da verlieren wir uns nicht.“
Ich streckte ihr meine rechte Hand hin, die sie auch entgegennahm. Händchenhaltend gingen wir in den Park.
Der Sommer lag über Japan. Perfektes Wetter zum Spazieren gehen, vor allem für Verliebte. Wir gingen etwas abseits des Weges, einfach um für uns alleine zu sein, denn es waren ziemlich viele Leute unterwegs.
Bei einem abgeschiedenen Platz ließen wir uns in das weiche Gras nieder. Man konnte uns kaum sehen, da einige Bäume und Büsche die Sicht auf uns versperrten. Ich verschränkte meine Arme hinter dem Kopf und schloss meine Augen. Die letzte Nacht konnte ich ja kaum schlafen, deshalb versuchte ich das jetzt ein Wenig nachzuholen. Ich hoffte Mio würde dafür Verständnis haben und es schien so, denn sie sagte nichts, als ich langsam in einem gleichmäßigen Atmen verfiel und somit ins Traumland abdriftete.

~~~


Als ich meine Augen wieder aufschlug, brach über uns schon die Abenddämmerung zusammen. Mio hatte sich an mich gekuschelt und ich dachte sie würde schlafen, doch ihr Kopf drehte sich plötzlich zu mir.
„Du bist wach“, sagte sie freudig und lächelte mich an.
„Ja...jetzt hab ich doch tatsächlich den ganzen Nachmittag verpennt.“
„Ist doch nicht schlimm“, meinte Mio und setzte sich auf.
„Solange ich bei dir sein kann, ist mir das egal.“
Ein Lächeln zierte mein Gesicht.
„Dennoch sollten wir uns langsam auf den Heimweg machen.“
„Na dann, los.“
Ich stand auf und bot ihr meine Hand an, die sie dankend annahm. Wir schlenderten wieder zu dem Mehrfamilienhaus und gingen in die Wohnung im Erdgeschoss. Dieser Schleimbolzen von Typ war immer noch da, doch er hatte gerade mit etwas anderem zu tun, weshalb wir einfach an ihm vorbeiging und Mio die Tür aufschloss, die uns geradewegs unter Tokio verfrachten würde.


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Hallöchen,

lang ist´s her und jetzt ist das 12 Kapitel endlich da. Ich entschuldige mich dafür, dass es so lange gedauert hat, aber das Schreiben ist halt immer noch mein Hobby und, dass steht nun mal hinter meiner Ausbildung, die mir sehr wichtig ist, schließlich ist es meine Zukunft. Nur mal so, als kleine Anmerkung, warum ich nicht immer regelmäßig Kapitel hochladen kann c:

Auch, wenn das Kapitel etwas kurz ist, passiert darin sehr viel. Vielleicht sogar zuviel wie mir lieb ist, aber die Geschichte soll ja nicht ewig auf einer stelle tanzen.

Bis dahin

HilLiz
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