Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Inexhaustible Horrors Of The Maze

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16
Minho Newt OC (Own Character) Thomas
07.12.2014
01.06.2015
57
60.561
28
Alle Kapitel
151 Reviews
Dieses Kapitel
13 Reviews
 
 
07.12.2014 1.227
 
Hallo, ihr Lieben!
Das ist meine erste Maze Runner Fanfiction, und deswegen bin ich auf jeden Fall offen für konstruktive Kritik. Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen, deswegen könnte es sein, dass sich manche Begriffe auf Englisch in meine Geschichte einschleichen. Stört euch einfach nicht daran und weist mich auch gerne darauf hin. :D
Die Geschichte wird sich zeitlich vermutlich von vor den Ereignissen in "The Maze Runner" bis nach den Ereignissen von "The Death Cure" ziehen. Über Reviews würde ich mich wirklich sehr freuen, die motivieren nämlich ungemein zum Weiterschreiben.
So, und jetzt genug gelabert, viel Spaß mit dem ersten Kapitel. :D

________________________________________________

Kapitel 1

Day one, greenie. Rise and shine.

James Dashner


Ihr neues Leben begann im Dunkeln, genauer gesagt, in vollkommener Schwärze. Sie spürte eine Wand in ihrem Rücken, die sich anfühlte wie ein Gitter, ein kaltes, metallenes Gitter, das sich unangenehm in ihren Rücken drückte, und sie hatte das Gefühl, in einem Aufzug zu sitzen, der rasend schnell aufstieg. Schneller, panischer Atem erfüllte die Dunkelheit, und da war nicht nur ihr eigener. Irgendetwas sagte ihr, dass da im Dunkeln noch mindestens zwanzig, dreißig Leute atmeten. Es roch nach Angst und kaltem Schweiß, und sie musste ein Würgen unterdrücken. Ihr Herz schlug rasend gegen ihren Brustkorb und ihr eigenes Blut rauschte in ihren Ohren.

Mit einem Ruck kam das, in was auch immer sie sich befanden, zum Stehen und sie wurde schmerzhaft an das Gitter gedrückt. Ein lautes Zischen erfüllte die Luft und gleißend weißes Licht zwang sie dazu, ihre Augen zuzupressen. Es dauerte einige Minuten, bis sie blinzelnd endlich wieder etwas sehen konnte und sich zum ersten Mal umsehen konnte. Sie schien sich in einer Art Käfig zu befinden, der in irgendeinem dunklen Schacht hing, während sich über ihr zwei große, metallene Türflügel geöffnet hatte und den Blick auf einen gleißend blauen Himmel freigaben.

Und sie war nicht allein. Ungefähr dreißig andere Jungen, vielleicht fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, waren mit ihr in dem Käfig, wie sie mit dem Rücken an die metallenen Gitterwände gepresst, und wie sie mit weit aufgerissenen Augen und schnell atmend. Minutenlang starrten sie sich nur an, dann war sie erste, die etwas sagte. „Was zur Hölle…?!“ Es war irgendwie seltsam, ihre eigene Stimme zu hören, weil sie beinahe das Gefühl hatte, sie noch nie gehört zu haben, und erst jetzt wurde ihr klar, dass sie sich an nichts erinnerte.

An nichts. Rein gar nichts. Nicht wie sie hierhergekommen war, nicht was sie hier machte, wo sie vorher gewesen war, wer sie war, wie sie überhaupt hieß. Verdammt, was war ihr Name? „Wo, verdammt noch mal, sind wir?“, sagte ein blonder, schlaksiger Junge um die sechzehn. Ein chinesisch aussehender Junge mit beeindruckend muskulösen Armen etwa im gleichen Alter antwortete ihm. „Sieht irgendwer von uns so aus, als wüsste er das?“, fragte er ironisch.

„Vielleicht sollte wir hier raus klettern.“, schlug ein dunkelhäutiger, breitschultriger Junge vor, der älter aussah als die anderen. „Uns umsehen.“ Leises zustimmendes Gemurmel begleitet von Nicken erfüllte den Raum, doch keiner machte Anstalten, den Vorschlag des Jungen in die Tat umzusetzen. Sie seufzte tief und stieß sich mit den Händen von der Wand ab. „Okay, ich mach’s.“ Sie wusste nicht einmal, woher ihr plötzlicher Mut kam. Einer der Jungen hob die Augenbrauen. „Das Mädchen?“

Sie funkelte ihn in einem plötzlichen Anflug von Wut an. „Zuerst mal, ich bin zwar ein Mädchen, aber nicht DAS Mädchen, und selbst wenn ich DAS Mädchen wäre, dann muss diese Verachtung dabei wirklich nicht sein, verstanden?“ Ein paar der Jungen pfiffen durch die Zähne, und irgendwer murmelte: „Sie ist tough.“ Sie würdigte keinen von ihnen eines Blickes. Vielleicht war sie in dem Leben, an das sie sich aus irgendeinem Grund nicht erinnern konnte, wirklich tough gewesen, aber jetzt war es wohl am ehesten Selbstschutz. Ihre riesige, monströse Erinnerungslücke machte ihr furchtbare Angst, aber die wollte sie um keinen Preis nach außen dringen lassen.

„Also, ich klettere raus.“, sagte sie und suchte bereits mit den Augen nach einem möglichen Aufstieg, als sie die tiefe Stimme dieses chinesischen Jungen hörte. „Ich komme mit.“ „Ich brauche keinen Aufpasser.“, erwiderte sie scharf, ohne sich umzudrehen. „Wer sagt, dass ich den Aufpasser spielen werde? Ich bin bloß neugierig.“ Sie meinte, den Hauch eines Grinsens in seiner Stimme zu hören. Ein leises Seufzen entrang sich ihrer Kehle und sie antwortete nicht, sondern griff einfach mit einer Hand so hoch wie möglich an das Gitter und zog sich hoch.  

Es war einfach, nach oben zu kommen, zwei, drei weitere Handgriffe, und dann war sie oben. Oben. Der Junge zog sich nur ein winziges Stück hinter ihr hoch und sah sich genau wie sie um. Was sie sahen, ließ sie beide beinahe synchron den Atem anhalten. Sie standen auf einer Lichtung, ein perfektes Quadrat, mit grünen Rasenflächen und Waldstücken, doch das Schockierende waren die meterhohen, efeubedeckten Betonwände, die die gesamte Lichtung umschlossen, und die an exakt der Mitte jeder Seite von einem Tor durchbrochen wurden, die genauso hoch waren wie die Mauern selbst.

„Scheiße, was ist das?“, flüsterte sie kaum wahrnehmbar. Der Junge grinste nicht. „Das ist eine sehr gute Frage.“ Sie drehte sich zu ihm und sah ihn an, die Angst in ihrem Blick nicht länger zu übersehen. „Bitte sag mir, dass du dich auch an nichts erinnerst.“ Er lachte trocken und freudlos auf. „Überhaupt nichts. Nicht einmal meinen Namen.“ Sie biss sich auf die Unterlippe. „Ich habe…“ Sie unterbrach sich, als mit einem Mal ein Name durch ihren Kopf schoss, klar und scharf umrissen. Sie sog tief die Luft ein. Der Junge runzelte die Stirn. „Was ist los?“

Sie sah ihn an, der Hauch eines Lächelns auf den Lippen. „Valentina. Ich heiße Valentina.“ Für einen Moment zeichnete sich Überraschung auf seinem Gesicht ab, dann grinste er schief und streckte die Hand aus. „Freut mich, Valentina. Ich würde mich ja auch gerne vorstellen, aber…“ Er stockte, und dann wurde sein Grinsen breiter, echter. „Minho. Mein Name ist Minho.“ Valentina lächelte ebenfalls kurz und nahm seine Hand. „Sehr erfreut.“ Seine Hand war warm und rau und ihre verschwand fast darin, und ihr wurde erst dadurch bewusst, dass sie klein war. Sie musste zu Minho hochsehen, und er war vielleicht um die ein Meter fünfundachtzig groß, also würde sie sich selber vielleicht auf eins fünfundsechzig schätzen. Klein. Irgendwie hätte sie das nicht erwartet.

Ihr Blick wanderte wieder zu den Mauern mit den Toren darin, die die gesamte Lichtung umgaben, und sie wusste irgendwie, dass Minho es ihr gleichtat. „Wo zum Teufel sind wir hier gelandet?“, fragte sie mehr zu sich selbst als zu ihm, und er antwortete ihr auch nicht. Stattdessen standen sie nur da und starrten die Wände an, bis einer der Jungen aus dem seltsamen Käfig rief: „Was ist da oben los? Alles okay?“

Sie drehte sich um und antwortete nach unten: „Na ja, ich würde es nicht okay nennen.“ Nach und nach kamen die anderen Jungen aus dem Käfig geklettert, zuerst der Dunkelhäutige, dann die anderen. Ihre Blicke wanderten ähnlich wie Valentinas und Minhos sofort zu den Mauern, und auf ihren Gesichtern zeichneten sich offensichtlich ähnliche Gedanken ab. Wo waren sie hier gelandet? Wer hatte sie hierhin gebracht? Wozu? Was war dort draußen hinter diesen Mauern? Und warum konnten sie sich an nichts erinnern? Ihr Kopf schien vor lauter Fragen schier überzulaufen, aber sie hatte auf keine davon eine Antwort.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast