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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.09.2015 1.192
 
Danke für den Kommi und die Favoriteneinträge!
Viel Vergnügen!

 93

Während Samu und Riku die Fans zum Kochen brachten, hing Marie immer weiter ihren Gedanken nach. Es war ein doofer Tag gewesen. Obwohl sie sich wirklich angestrengt hatte, hatte es wieder nicht geklappt mit dem Versuch zu laufen. Sie müsste Gehstützen benutzen können, aber da spielte ihr Arm ihr einen Streich ... Warum musste auch direkt gleich beides betroffen sein? Arm oder Bein, wäre das nicht genug gewesen? Warum war dieser scheiß Tumor überhaupt wiedergekommen? Reichte es nicht, dass er ihr einmal alles kaputt gemacht hatte? Das einzig Gute an allem war, sie hätte vielleicht Samu sonst nie getroffen ...
Samu...
Sofort schossen ihr wieder die Tränen in die Augen ...
Sollte sie ihm wirklich glauben, dass er sie liebte? Hätte er ihr das in London gesagt, sie hätte wohl nie daran gezweifelt ... Wie verrückt war es gewesen, dass er nach London geflogen war um sie dort zu sehen? Es musste verdammt viel Geld gekostet haben, schließlich waren die Olympischen Spiele gerade in der Stadt ...
Olympia ...
Aus war der Traum ..
Sie war sich sicher, ihre Karriere konnte sie endgültig an den Nagel hängen ...
Mit einem Bein, was ihr nicht gehorchte und einem Arm, der einfach nur an ihr hing, der zu nichts mehr zu gebrauchen war ...
Das sie wieder ein  leichtes Kribbeln in den Fingern hatte, ignorierte sie bei ihrem Gedankengang, auch dass man ihr gesagt hatte, dass es zu neunzig Prozent Hoffnung auf vollkommene Genesung gab ...
Was wollte Samu mit einer Frau, wie ihr? Er musste sich einfach täuschen! Er konnte alle haben, gesunde, schöne Frauen, die ihn im Augenblick  wohl alle anhimmelten ...
Wieder liefen ihr die Tränen übers Gesicht und sie kämpfte einen inneren Kampf mit sich. Dann griff sie aber doch nach ihrem Tablet und begann zu surfen. Sie hatte noch nie gesehen, wie Samu auf der Bühne stand, hatte sich nur die offizielle Homepage angesehen und halt Bilder, von denen es reichlich im Netz gab. Sie machte You Tube auf, gab seinen Bandnamen ein und dann klickte sie sich durch unendlich viele Videos. Sie war doch überrascht, wie viele  es gab und wie viele Konzerte er in Deutschland bereits gespielt hatte. Sie merkte schnell das die Bühne sein Leben war. Wie er da stand, über sein ganzes Gesicht strahlte, wenn die Fans seine Songs sangen, sofort kribbelte es leicht in ihr. Wieder kamen ihr seine Worte in den Kopf

... Ich liebe dich, so wie du bist ..

Warum sollte ein so toller Mann sie lieben? Bevor sie krank geworden war, ja, aber nun? Sie kam aber nicht los von den Videos, sah sich immer weiter Auftritte an und landete bei seinem Sturz von der Bühne in München, was sie doch leicht erschrak, hatte sie doch den Eindruck, dass es ihm vollkommen egal gewesen wäre, dabei musste das weh getan haben. Sie klickte sich immer weiter durch die Videos, verlor sich dabei in seinen Gesang, liebte wie er sich auf der Bühne bewegte und fragte sich immer wieder, was er an ihr fand ...
Irgendwann schlief sie darüber ein und wurde durch das Klingeln ihres Telefons wieder geweckt. Automatisch ging sie dran und meldete sich verschlafen, ohne vorher zu schauen, wer sie anrief: „Ja?“
Leises lachen war zuhören: „Hier auch ja ...“ Samus Stimme ging ihr direkt durch und durch. Marie sah auf die Uhr, es war grad mal kurz nach halb elf. Samu musste grad von der Bühne gekommen sein. Leise sagte sie: „Ich hab geschlafen ...“
Direkt kam von ihm: „Oh, ich wollte dich nicht wecken Kaunis! Ich wollte dir nur eine gute Nacht wünschen. Dann schlaf schnell weiter!“
Leise sagte sie: „Ist nicht schlimm! Ich muss eh nochmal ins Bad, hab meine Zähne noch nicht geputzt, bin beim Surfen eingeschlafen ...“
„Dann ist gut! Was hast du dir denn angesehen?“
Kurz überlegte sie, erzählte es ihm dann aber doch: „Ich hab mir Videos von deiner Band angesehen ...“
Sofort sagte er: „Du musst mal mitkommen!“
Leise lachte sie auf: „Wie denn, im Rollstuhl?“
„Wenn es sein muss, dann natürlich auch im Rollstuhl, damit habe ich und auch die Jungs kein Problem, Kaunis! Aber ich weiß, dass du das schaffst! Du wirst nicht auf Dauer im Rollstuhl sitzen!“, sagte er doch sehr bestimmt.  
Marie konnte seinen Optimismus nicht teilen ...
Leise seufzte sie: „Dein Wort in Gottes Ohr!“
Leise seufzte Samu auf, sie so deprimiert zu hören, das tat ihm weh: „Süße, bitte, du musst an dich glauben!“
„Das ist leichter gesagt als getan, Samu ...“, er hörte, dass sie kurz davor war, dass sie weinen würde. Am liebsten hätte er sie nun in seinen Arm gezogen, aber dafür war er leider viel zu weit weg von ihr. Er versuchte sie mit Worten zu trösten: „Du bist eine starke Persönlichkeit Kaunis! Du hast es schon einmal geschafft! Von alleine schafft man es nicht in das Halbfinale bei den Olympischen Spielen! Ich helfe dir!“
Leise kam es: „Danke, aber das war was ganz anders ... Da hatte ich keine Schäden von der OP und ich war jünger...“
„Du bist erst 28, du hast das ganze verdammte Leben noch vor dir! Du schaffst das, willst du dich von so einer beschissenen Krankheit bestimmen lassen?“, Samu war leicht verzweifelt. Er sprach weiter: „Marie, bitte, ich weiß dass du stark bist! Ich helfe dir! Ich möchte für dich da sein, bitte, lass es doch zu ...“, flehte er schon fast leise. „Ich komme morgen direkt vorbei, sobald ich zurück in Kiel bin, okay?“
Leises Schniefen war zu hören: „Flieg Heim Samu, du musst deine Zeit nicht mit mir vergeuden ...“
„Kaunis, begreife doch endlich, ich liebe dich! Ich  möchte dir helfen und ich fliege dann Heim, wenn ich muss und keinen Tag vorher!“, Samu  wusste bald nicht mehr, was er ihr noch sagen sollte.
Wieder hörte er ihr ihr Schluchzen: „D-Danke ... Samu ...“
Leise versuchte er sie zu beruhigen: „Marie, versuch zu schlafen! Wir reden morgen, okay? Du bist doch vollkommen müde ....“
Leise kam von ihr: „Ja, Samu ..., ich freue mich auf dich ...“
Ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Das ist schön, schlafe gut Kaunis, träume was süßes!“ Auch sie sagte ihm gute Nacht und dann legte sie auf.  Samu steckte sein Handy in seine Hosentasche und ging zu den Jungs zurück. Direkt registrierte Riku, dass er nachdenklich aussah und kam zu ihm rüber: „Hast du mit Marie telefoniert? Gibt es Probleme?“
Er nickte leicht: „Ja, dass sie sich anscheinend aufgegeben hat ...“
Er sah ihn an: „Schitt... Da hast du aber ordentlich was zu tun, morgen!“
Samu nickte leicht: „Wohl nicht nur morgen ... Oh man, wenn sie wenigstens mir glauben würde ...“
Riku nickte. „Das schaffst du! Oh man, irgendwie ist einfach anders ...“ Samu nickte, holte sich seine Sachen und verschwand in die Dusche.  
Im Hotel gönnte er sich später noch ein Glas Wein, bevor er hoch in sein Zimmer ging. Er wollte doch rechtzeitig weg, zurück nach Kiel. Als er im Bett lag, dachte er sehnsuchtsvoll an Marie, an ihre schönen gemeinsamen Stunden und schwor sich, dass diese wiederkommen würden, er würde dafür alles geben ...

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