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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
27.08.2015 1.573
 
Danke für den Kommi und die Abos!
Sorry, dass es heute erst weiter geht, aber ich war dem Ruf der Musik, der irischen Musik gefolgt und es war einfach mega genial!! :))
Viel Vergnügen!

91

Nachdenklich ging Samu zu seinem Wagen zurück, nachdem  er die Wohnung von Yes verlassen hatte. Am Wagen angekommen sah er zum Haus hoch. Unter dem Dach war Maries Wohnung. Irgendwie hätte er sie gerne mal gesehen ... Marie ... Das was Yes ihm lieber Weise erzählt hatte, arbeitete in ihm. Es erklärte, warum sie ihm so skeptisch gegenüber gewesen war als er ihr gesagt hatte,  dass er auf jeden Fall dableiben würde beziehungsweise, dass er auf jeden Fall nach Berlin wieder kommen würde. Sie war doch überrascht gewesen, als er tatsächlich wieder bei ihr aufgetaucht war ...
Dass sie einen triftigen Grund gehabt haben musste, um sich nur noch auf Affairen einzulassen, davon war er immer ausgegangen, schließlich hatte er auch seine Gründe dafür gehabt.  Aber sie hatte die Sehnsucht nach einer Beziehung in ihm wieder erblühen lassen.  Er dachte an London zurück. Samu war sich sicher, wenn sie nicht krank geworden wäre, wären sie inzwischen ein Paar, alles hatte sich danach angefühlt ...  Er stieg ein und er fuhr zurück nach Laboe.  
Nachdem er seinen Wagen geparkt hatte, ging Samu nochmal runter ans Meer.  Er zog Schuhe und Socken aus und ging durch das seichte Wasser. Er musste Marie zeigen, dass er es wirklich ernst mit ihr meinte. Wenn sie ihn zurückweisen würde auf Dauer, nein, das wollte er sich nicht vorstellen ...   Automatisch musste er an Riku denken und an Yes. Sie hatte erschreckend schlecht ausgesehen. Sie konnte ihm nichts vormachen. Die vergangenen Wochen hatte eindeutig Spuren hinterlassen oder sollte er Monate sagen? Er war überzeugt, dass sie Riku liebte aber Angst davor hatte, mit ihm, einen „Rockstar“ eine Beziehung einzugehen. Dabei war Riku  mit Sicherheit der Einzige der ihr nun guttun würde. Warum nur war er wieder zurück nach Helsinki geflogen? Okay, er hatte keinen Grund gehabt hier zubleiben, schließlich war Yes nicht krank. Und trotzdem, lieber wäre es ihm, wenn Riku da wäre und Yes weiter auffangen könnte ... Sein Blick ging raus auf das Meer, in der Ferne sah er einen Leuchtturm. Inzwischen war es dunkel geworden und er ging zurück in seine Pension. In seinem Zimmer hatte er eine kleine Kochnische und einen Kühlschrank und so machte er sich schnell selbst was zu essen.  Ihm war es lieber so, nur immer Essen gehen, das war dann auch nicht seines.
Am nächsten Tag verbrachte er damit, alles dafür vorzubereiten, dass er am Montagmorgen für Bochum alles parat hatte.  Die Jungs würden am frühen Morgen schon in Helsinki starten, am Vormittag dort eintreffen, dann wollte er auch schon vor Ort sein. Er rechnete damit, dass er wohl länger brauchen würde für die Strecke, als die vom Routenplaner angegebenen etwas über vier Stunden.  Er vermutete, das die Straßen voll wären, da nutzte ihm dann auch der flotte Wagen nichts.  Wäsche hatte er frisch gewaschen, hatte die Waschmaschine der Pension nutzen dürfen, soviel Klamotten hatte er dann doch nicht mit. Er hatte wirklich Glück mit seinen Vermietern, es war in nettes älteres Ehepaar, die zwar nicht wussten wer er war, aber es toll fanden, dass er für seine Freundin da war, während sie in der Reha war.  Nachdem er alles soweit gepackt und erledigt hatte, wollte er eigentlich noch joggen gehen, aber es regnete grad in Strömen. Das vorhergesagte schlechte Wetter war da ...  Nur gut, dass das Festival in einem Zelt war in Bochum, aber es sollte wohl auch wieder besser werden....
Da er wusste, dass ihre Eltern  und Yes am Nachmittag wieder bei Marie sein würde, ging Samu erst nach dem Abendessen hin. Er hatte es Marie angemerkt am Vortag, wenn zu viel Besuch gleichzeitig da war, war es doch anstrengender für sie, als sie zugeben wollte.
Leise klopfte er um neunzehn Uhr an Maries Tür. Direkt rief sie herein und als er eintrat, lächelte sie ihn leicht an. Sofort registrierte er, dass sie müde war. Er ging zu ihr rüber, sie saß schon auf dem Bett, beugte sich zu ihr runter und hauchte ihr einen Kuss auf ihre Wange: „Hei Kaunis, wie war dein Tag?“
Leicht lächelte sie. „Meine Eltern und mein Bruder waren da, wir waren Eis essen. Das hat gut getan, einfach was raus, auch wenn es so ätzendes Wetter war ...“
Leicht nickte Samu: „Stimmt, ich hatte eigentlich vorgehabt raus Sport machen, war leider keiner ... Ich glaub, ich muss mir hier mal ein Studio suchen, damit ich was machen kann, die Pension hat ja keinen Fitnessbereich ...“
Sie sah ihn fragend an: „Willst du noch länger bleiben? Ich dachte, du reist ab, nach dem Festival ...“
Er sah sie an: „Kaunis, ich hab dir doch gesagt, bis Mitte September kann ich bleiben, muss nur halt morgen nach Bochum und am Wochenende nach Rastatt.  Ich reise nur ab, wenn du mich nicht hier haben willst!“
Sie wandte ihren Blick von ihm ab, legte ihre schlaffe Hand auf ihren Schoß: „Ich brauch dein Mitleid nicht!  Was willst du noch von mir? Ich kann dir doch gar nichts bieten ...“
Leise seufzte Samu auf: „Du musst mir nichts bieten, Marie... Ich ...“
Sie fiel ihm ins Wort: „Schau mich doch an! Mein Arm will nicht, vom Bein ganz zu schweigen und hübsch bin ich auch nicht mehr ...“ Mit diesen Worten zog sie sich das Tuch vom Kopf, welches sie die meiste Zeit trug. Es war ein Anblick, der Samu immer noch schwer fiel, aber nichts mit seinen Gefühlen zu ihr zu tun hatte.  Marie begann zu weinen und er setzte sich zu ihr auf das Bett: „Hei, komm, weinen gilt nicht! Klar ist dass alles nicht so super zur Zeit, aber dein Arm ist schon wieder besser geworden ..., es brauch halt alles seine Zeit, du warst schwer krank! Hübsch bist du trotzdem noch und auch attraktiv! Du hast ein super schönes Gesicht, tolle Augen und auch eine wahnsinns Figur, aber vor allem bist du, du! Ich mag dich, so wie du bist, nein, ich liebe dich, so wie du bist ...“ Das letzte hatte er leise hinterher geschoben ....
Gerade hallte in Marie nach, was er gesagt hatte ... Samu würde  sie lieben, sie, der im Augenblick alles aus den Fingern glitt, er musste sich  täuschen ... Was fiel ihm ein, mit  ihren Gefühlen zu spielen und sie sah ihn vorwurfsvoll an: „Sag das nicht! Es tut so schon alles weh genug ... Es ist unwahrscheinlich lieb von dir, dass du die ganze Zeit da bist, aber mich aus Mitleid lieben ...“
Samu sah sie an: „Verdammt, das ist kein Mitleid! Ich habe dich gesucht vorher, hast du das vergessen? Hast du vergessen, was zwischen uns war? Das ist und war nie eine Affaire, nie! Du hast keine Ahnung, wie viel Angst ich um dich gehabt habe. Unglaublich, so habe ich noch nie vorher gefühlt, Marie! Als du da auf dem Spielfeld zusammen gebrochen bist, ich hatte einen unbeschreibliche Angst dich zu verlieren, verstehst du das nicht?  Ich bin hier, weil ich dich liebe, ich dir  Mut machen möchte, dich unterstützen möchte, damit du wieder so leben kannst, wie du es willst!“
Unsicher sah Marie ihn an, sie liebte ihn, da  musste sie nicht lange darüber nachdenken.  Das er jetzt immer noch da war, sollte dass nicht Beweis genug dafür sein, dass er die Wahrheit sagte? Leicht schluckte sie, Björn ... Er hatte sie fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, nachdem sie ihm von ihrer Diagnose erzählt hatte. Es waren keine stressbedingten Kopfschmerzen gewesen, so wie er immer gemeint hatte.. Sie hatte sich vorgenommen, nie wieder zu lieben, zu weh hatte das damals getan. Ihm hatte sie es zeigen wollen, dass sie stärker war als er! Sie hatte es geschafft gehabt, war nach Olympia gefahren ...
Samu registrierte, wie Marie in ihre Gedanken versunken war. Ihre feinen Gesichtszüge wirkten angespannt, bestimmt kam grad alles wieder hoch in ihr. Immer noch liefen ihr leicht die Tränen ...  Wie gerne würde er sie einfach nur im Arm halten, ihr sagen, dass alles wieder gut werden würde, aber er konnte es nicht.. Sie machte Fortschritte, aber nur kleine, sehr kleine.  Es würde ein harter, langer Weg für sie werden. Noch musste sie starke Medikamente nehmen und Samu war durchaus bewusst, dass Schäden bleiben könnten. Er hatte inzwischen sein Wissen in Sachen Hirntumor erweitert, aber er hatte nie in Betracht gezogen Marie fallen zu lassen. Er liebte sie und sie war für ihn noch immer die Frau, die er an seiner Seite haben wollte. Er war sich sicher, das könnte funktionieren, nur musste sie seine Gefühle zulassen.
Marie sah auf, sah ihn an: „Ich bin müde ...“
Er nickte: „Ist gut Kaunis, dann gehe ich jetzt ... Ich muss morgen auch früh raus! Ich melde mich bei dir, wenn ich da bin, ja?“ Sie nickte leicht und Samu sprach leise weiter: „Denk bitte darüber nach ...  Wir können das schaffen, schließe mich nicht aus ... Ich möchte immer noch mit dir zusammen sein!“ Samu beugte sich zu ihr rüber, küsste sie sanft auf die Wange, die leicht feucht war. „Schlaf gut Marie, bis übermorgen!“ Er stand auf und verließ das Zimmer. Marie schloss ihre Augen, hatte noch immer seinen Duft in der Nase und dann fing sie bitterlich an zu weinen. Sie liebte Samu ....

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