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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.08.2015 1.232
 
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88

Marie war wach, erkannte Samu und ihre Eltern und alle waren doch sehr froh darüber.  Samu hielt weiter ihre Hand, sein Blick immer weiter auf die Frau gerichtet, die sein Herz hatte schmelzen lassen. Es war eine ruhige Atmosphäre im Raum, alle wirkten doch sehr erleichtert. Samu spürte, wie sie den Druck in seiner Hand verstärkte und er beugte sich zu ihr runter. Leise flüsterte sie: “Ich habe Schmerzen!“ Er nickte und gab dieses direkt weiter. Der Arzt spritzte ihr ein Schmerzmittel in ihren zentralen Zugang. Sanft legte Samu seine Hand an Maries Wange und sie genoss die Wärme, die er ausstrahlte. Sie fühlte sich wie von einem ICE überrollt, ihr Kopf dröhnte. Ihre Erinnerungen kamen wieder und sie wusste, wo sie sich befand. Das Samu immer noch da war, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie wusste nicht wie lange ihre OP her war, aber dass er da war, tat ihr gut. Sie spürte sein warme Hand, wollte danach greifen, aber bekam den ihren  linken  Arm nicht angehoben. Panik machte sich in ihr breit und Tränen bahnten sich in ihre Augen. Der Arzt registrierte direkt was los war, beruhigte sie erst mal: „Marie, ganz ruhig... Probieren sie die andere Hand zubewegen!“  Samu sah mit angehaltenen Atem auf Marie. Er  spürte deutlich, wie sie seine Hand umschloss.  Er und ihre Eltern wurden aufgefordert kurz das Zimmer zu verlassen und Marie fühlte sich auf einmal komplett verlassen. Samu registrierte ihren ängstlichen Blick, beugte sich zu ihr runter, sagte leise zu ihr: “Ich bleibe da, keine Sorge ...“ Leicht nickte sie und verfolgte wie er den Raum verließ. Nu wandte sich der Arzt an sie: “Marie, wir machen gerade ein paar einfache Tests...“
Leise wisperte sie: “Ich kann meinen Arm nicht bewegen ...“
Er nickte leicht. “Ja, anscheinend sind Lähmungen durch die OP verursacht worden. Damit wir wissen, ob noch mehr geschädigt worden ist, muss ich sie untersuchen!“
Panisch sah sie ihn an: “Geht das weg?“
Der Arzt setze sich zu ihr, erklärte leise: “Wir konnten vorher ja nicht richtig miteinander reden ... Der Tumor war diesmal größer als beim letzten mal. Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass der schön deutlich länger Probleme gemacht hatte.“
Zögerlich  nickte sie: “Ja, ich hab schon seit ein paar Monaten Kopfschmerzen und nachher auch Schwindel und Augenprobleme gehabt .. Aber ich wollte unbedingt zur Olympiade ...“
Er nickte: “Ich kann sie verstehen, aber, gut war das nicht.  Die OP war aufwendiger als beim letzten mal und sie hatten auch erhöhten Hirndruck. Wir haben gehofft, dass es ohne Lähmungen ablaufen würde. Es  sieht aber leider so aus, als ob das  nicht gutgegangen ist. Ich untersuche sie jetzt, damit wir wissen, was los ist, okay?“
Leicht nickte Marie, es blieb ihr auch nicht wirklich anders übrig.  Immer wieder versuchte sie ihre Hand zu bewegen, aber ihre Finger bewegten sich keinen Millimeter von der Matratze hoch. Die Schwester deckte ihre Füße ab, und der Arzt teste ihre Reflexe. Und jetzt bestätigte sich das, was er vorher schon vermutet hatte. Ihr linker Fuß zeigte nur eine ganz schwache Reaktion, was darauf hinwies, das auch der Lähmungserscheinungen hatte. Marie wurde aufgefordert die Füße und Beine zu bewegen. Das rechte Bein konnte sie ohne Probleme bewegen, das linke zumindest etwas anziehen, aber sie hatte keine Kontrolle über ihren Fuß.  Jetzt war es endgültig um sie geschehen, sie fing bitterlich an zu weinen. Die Schwester holte ihre Eltern rein, damit sie sie trösten konnten. Während ihre Mutter versuchte Marie zu beruhigen, erklärte der Arzt die Situation und sie waren doch alle geschockt. Man kannte zwar die Risiken so einer Operation, aber natürlich hoffte man immer darauf, das genau so was nie eintreten würde. Marie war eine junge Frau die mitten im Leben stand und grad sah sie ihr Leben durch die Hände gleiten, nie wieder Sport, ihren Beruf konnte sie womöglich auch an den Nagel hängen und dann wartete vor der Tür Samu ... Er würde mit Garantie nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen, wenn er mitkriegen würde, dass sie gelähmt wäre, warum sollte er auch? Er war ein Rockstar und konnte sie die Frauen aussuchen, mit denen er zusammen sein wollte und da würde er mit Sicherheit nichts mit einer anfangen, die nicht mal fähig war, zu laufen ... Immer weiter liefen die Tränen über ihr Gesicht. Sie hörte nicht richtig zu, was der Arzt sagte. Es war alles viel zu viel für sie. Er war der Meinung, dass alles nur vorübergehend war und  man sie direkt wieder rehabilitieren wollte. Sie sollte direkt Krankengymnastik  bekommen, damit der Muskelabbau erst gar nicht einsetzten könnte. Alles lief an Marie  wie ein Film vorbei und da sie sich gar nicht mehr beruhigte, bekam sie nochmals ein Medikament gespritzt, was sie zur ruhe kommen ließ. Man  hatte die Sorge, dass sich ihr Zustand sonst verschlechtern würde.
Als sie wieder aufwachte, machte sie nur zögerlich die Augen auf. Wie ein Schlag traf sie ihre Erinnerung, sie war teilweise gelähmt .... Auf der einen Seite ihres Bettes, saßen ihre Eltern. Suchend sah sie sich um, entdeckte Samu aber nicht. Direkt schossen ihr wieder Tränen in die Augen und Maries Mutter beugte sich zu ihr rüber: “Nicht weinen Liebes!“
Leise wisperte sie Samus Namen. Sanft streichelte ihre Mutter über ihr Gesicht: “Samu kommt nachher wieder! Er ist nur ins Hotel schlafen gegangen. Er war die ganze letzte Nacht und die beiden Nächte davor auch hier.  Er muss dich sehr mögen, Kleines!“
Leicht wischte sich Marie über ihre Augen, schniefte: “Aber bestimmt jetzt nicht mehr, wenn er erfährt, das ich gelähmt bin ... Er wird nichts mehr mit mir zu tun haben wollen ...“
Ihr Vater setzte sich auf die andere Seite von Marie, nahm ihre gelähmte Hand in seine: “Das glaube ich nicht! Er weiß was los ist und hat mir gesagt, ich soll dir sagen, dass er auf jeden Fall nachher wieder kommt! Er war nur einfach sehr müde.  Dein Samu ist sehr nett und ich glaube nicht, dass er das nicht macht, was er sagt!“
Unsicher sah Marie ihren Vater an: “Was soll er mit einer Frau, die nicht mal richtig laufen kann ...“
Nun sprach ihre Mutter: „Kleines, du wirst wieder laufen können und auch deine Hand wieder bewegen können. Die Ärzte meinen, das gibt sich mit der Zeit wieder alles, mit der richtigen Therapie. Marie, du darfst dich jetzt nicht aufgeben, du musst kämpfen!“
Marie liefen immer weiter die Tränen über ihre Gesicht, zärtlich strich ihre Mutter diese immer weiter weg. Leise wimmerte Marie: “Er kann  alle möglichen Frauen haben, brauch mich nicht .. Er ist ein Rockstar!“
Maries Vater nickte: “Das wissen wir, er hat es uns erzählt! Ich denke, er liebt dich! Sonst verbringt man nicht die ganze Zeit im Krankenhaus. Er ist aus London her geflogen, ist dann mit dem Auto von München her gefahren, hat Yes mitgenommen. Auch sein Freund ist noch da. Ihr scheint den beiden sehr viel zu bedeuten!“
Ein zartes Lächeln machte sich auf ihren Lippen breit: “Riku ist noch bei Yes?“
Sofort nickte ihre Mutter: “Ja, die sitzen beide draußen! Soll ich sie rein holen?“
Leicht nickte Marie: “Aber nur Yes ...“ Sie konnte Riku nicht sehen, hatte Angst, dass er ihr sagen würde, das Samu doch weg wäre ...

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