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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.08.2015 1.102
 
Danke für den Kommi und die Favoriteneinträge!
Gerade wieder Zuhause und doch schon wieder fast weg, der Ruf der Finnen halt zu mir :)
Es geht dann nächste Woche weiter!
Viel Vergnügen!

87

Samu saß mit Maries Eltern bei ihr im Zimmer und sie unterhielten sich leise. Immer mal wieder musste er doch schmunzeln. Maries Mutter wollte doch so einiges von ihm wissen. Warum er in einer Band spielen würde, wie er zur Musik gekommen war und natürlich, wie er und Marie sich kennengelernt hatten. Dass er sie direkt am Flughafen schon heiß gefunden hatte, dass sagte er lieber nicht, sondern  das ihm und Riku Yes blauen Haare aufgefallen waren. Da hatte sie lächeln müssen und gemeint, dass sie das gut verstehen könnte, Yes wäre in dem Fall doch sehr speziell ...
Gerade als Maries Eltern aufbrechen wollte, kam noch mal ein Arzt in das Zimmer. Samu erhob sich, wollte raus gehen, aber Thomas zeigte ihm an, dass er ruhig bleiben könnte. Der Arzt erklärte nochmals wie sie die Nacht über das Narkosemittel, welches Marie im künstlichen Koma hielt, reduzieren wollten und war zuversichtlich, dass sie am nächsten Morgen dann wach war. Samu verstand nicht alles was gesagt wurde und so übersetzte Thomas ihm alles, wofür er sehr dankbar war.  Thomas gab auch dem Arzt Bescheid, das Samu wieder die Nacht bei Marie bleiben würde, was der Arzt für sehr gut hielt. Kurz darauf fuhren dann wirklich Maries Eltern in ihr Hotel. Sie wollten früh morgens wiederkommen, wenn man schätzte, das Marie wohl erwachen würde.  
Samu nahm seinen Platz bei Marie ein. Sanft streichelte er ihr über die Wange, sagt leise zu ihr: “Hei Kaunis! Ich bleibe bei dir!“ Da Samu gelesen hatte, das Menschen, die im künstlichen Koma lagen, teilweise  mitbekamen was um sie herum passierte, wenn sie nicht im absoluten Tiefschlaf lagen, so wie Marie, hatte er sich ein Buch mitgenommen. Marie hatte ihm mal gesagt, dass sie seine Stimme mochte und aus Spaß gemeint, er dürfte ihr ruhig ein Telefonbuch vorlesen ... Es war kein Telefonbuch, eher eine Biografie über die Beatles, die er sich rausgesucht hatte. Er wusste das sie die Beatles mochte und so begann er mit vorlesen. So würde ihm die Nacht auch nicht lang werden. Regelmäßig sahen die Ärzte nach Marie. Sie wurde noch intensiver überwacht, als in den vergangenen Stunden. Samu hatte sich das „Aufwachen“ doch deutlich einfacher vorgestellt ...
Die Medikamente, die Marie im Schlaf hielten wurden in regelmäßigen Abständen reduziert und nach einer Weile, vielleicht vier Stunden, hatte Samu das Gefühl, dass sie anders atmete, unruhiger. Dieses stellten dann auch die Ärzte fest und der erste kritische Teil der Aufwachphase stand an, die Extubierung. Er wurde vor die Tür geschickt und er war doch sehr nervös, ob es gut gehen würde, wenn man sie von der Beatmung weg holte.  Auf einmal hörte er leises heiseres Husten und kurz darauf durfte er dann auch schon wieder zu ihr. Zwar schlief Marie noch immer, aber sie atmete selbstständig. Samu war wirklich erleichtert darüber. Die Schwester, die Marie in der Nacht betreute, erklärte ihm, das alles gut gegangen war, was ihn lächeln ließ. Er setzte sich wieder zu Marie hin, beugte sich leicht zu ihr und hauchte ihr einen Kuss auf ihre Wange. Leise sagt er zu ihr: “Kaunis, dass hast du super hinbekommen! Den Rest schaffst du auch noch!“ Er nahm sich wieder sein Buch und begann weiter zu lesen. Die Schwester, die noch im Raum war, sie musste ab nun bei Marie bleiben,  hörte dann auch Samu zu. Zwischen drinnen unterhielten sie sich über das was er vorgelesen hatte. Die Bio war richtig gut geschrieben. Es war gut recherchiert und gab auch immer mal was zum schmunzeln.  Nachdem zwei weitere Male die Medikamente reduziert wurden, merkte man, dass Marie wacher wurde. Ihr Puls und auch ihr Blutdruck veränderte sich. Das große Licht wurde ausgeschaltete, damit sie nicht direkt geblendet werden würde, wenn sie dann die Augen aufmachen würde. Auch stellte man leise Musik an. Yes hatte dafür extra schon CDs von Marie  mitgebracht gehabt. Das „Aufwachen“ sollte in einer möglichst angenehmen Atmosphäre stattfinden.
Samu spürte, dass er immer nervöser wurde. Er hatte Angst um Marie, hoffte das alles ohne Probleme ablaufen würde und dass sie ihn hinterher noch erkennen würde. Er hatte gelesen, dass es vorkam, das Patienten anschließend Halluzinationen hatten oder  gar Wahrnehmungsprobleme, ihre Familien und Freunde nicht erkannten ...
Um halb sechs waren dann auch ihre Eltern wieder da. Samu wollte wollte seinen Platz ihrer Mutter überlassen sie war aber der Meinung, dass er neben ihr sitzen bleiben sollte und so hielt er weiter ihre Hand in seiner.
Auf einmal hatte er das Gefühl, dass sie ihre Hand bewegte. Sofort beugte er sich zu ihr runter, sagte leise zu ihr: “Hei Kaunis, ich habe dich gespürt! Es ist hoffentlich okay für dich, wenn ich deine Hand halte!“  So komisch es ihm am Anfang vorgekommen war, mit ihr zu reden, so „normal“ war es inzwischen für ihn. Aufmerksam beobachteten alle, ob Marie auf seine Worte reagieren würde. Sie tat es! Ganz schwach reagierte sie, ihr Puls beschleunigte sich leicht und Samu hatte wieder das Gefühl, als ob er einen leichten Druck wahr nahm. Dieses teilte er sofort mit einem Lächeln im Gesicht mit und die Schwester benachrichtigte den Arzt. Der war auch schnell bei ihnen, machte einen  Test mit Marie und sie reagierte wirklich auf Reize, aber wohl nicht so, wie sie reagieren sollte, an beiden Füßen gleichmäßig ...
Wichtig war aber das Reflexe da waren!  Der Arzt blieb nun auch bei ihnen, hielt sich aber im Hintergrund, wie die Schwester auch.  Sanft streichelte Samu immer weiter mit seinen Fingern über Maries Handrücken und er hatte das Gefühl, als ob sie ihn festhalten wollte. Irgendwann flackerten ihre Augenlider leicht. Sie versuchte zu sprechen, bekam aber im ersten Augenblick keinen Ton heraus, was sie wohl verunsicherte. Sofort war der Arzt bei ihr, beruhigte sie und erklärte leise, mit wenigen Worten, was los war.  Dann sprach leise ihre Mutter zu ihr und man spürte, dass sich Marie entspannte. Sie erzählte ihr, wer alles bei ihr war. Als sie Samus Namen sagte, gingen ihre Augen hin und her und sie versuchte wieder was zu sagen. Maries Mutter nickte Samu zu, er veränderte seine Sitzposition, so dass Marie ihn richtig sehen konnte und leise sagte er: “Hei Kaunis, ich bin hier!“ Sanft streichelte er ihr über ihre Wange Marie versuchte zu lächeln und leise flüsterte sie seinen Namen, was ein absolutes Glücksgefühl in Samu auslöste! Sie erkannte ihn!

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https://i.instagram.com/p/y8ARKqjjet/?taken-by=_kissnrun_
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