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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.07.2015 1.589
 
Danke für Eure Kommis und die Favoriteneinträge!

Es sind Ferien, yeah!! Ab jetzt bin ich im Ferienmodus, das heißt, ich versuche pro Woche mind. ein Kapi hochzuladen.  Ab morgen bin ich nun auch direkt gen Norden unterwegs, Netbook und Stick sind aufgeladen und warten auf ihren Einsatz, aber ich weiß nicht, wie das mit dem Netz auf Fehmarn ist. Ich hoffe, ich komme zum schreiben und zum posten.

Nun aber viel Vergnügen, wir lesen uns, eure alegna :)

86

Die Nacht verlief ruhig. Samu hielt die ganze Zeit über Maries Hand. Irgendwann war er auch eingenickt, die Müdigkeit hatte ihn übermannt gehabt. Als er wieder wach geworden war, lag eine Decke über seinen Beinen. Eine ältere Krankenschwester hatte sie ihm über gelegt, wie sich später raus gestellt hatte. Sie versorgte ihn auch mit Kaffee und munterte ihn immer wieder mal auf, wenn er grad mal am verzweifeln war. Er war froh, als sich die Nacht dem Ende zuneigte und langsam die Dämmerung einsetzte.  Der Himmel verfärbte sich langsam lila, dann kamen pinke Flecken dazu und ganz langsam wurde der ganze Himmel in einen wunderschönen Rosa eingetaucht und irgendwie löste das einen Knoten in ihn.
Seine Hoffnung auf eine Zukunft mit Marie wuchs wieder und auf einmal purzelten Wörter in ihm, leise begann er zu summen. Er zückte sein iPhone, begann leise die Zeilen dort rein zusingen, die sich in seinen Kopf gemeißelt hatten. In der einen Hand hielt er sein Handy, in der anderen Maries Hand.

I’ll give you a reason to live in the moment
I swear you will find peace again
There’ll be a new season
A brighter one babe
And you’ll be stronger than the pain...*



Die ältere Nachtschwester kam herein, wollte ein letztes mal in ihrer Schicht nach Marie schauen.  Samu registrierte sie erst, als er fertig war, erklärte sich sofort: “Das Handy ist im Flugmodus ...“
Lächelnd nickte sie: “Davon bin ich ausgegangen!  Das hört sich sehr schön an, was sie gerade rein gesungen haben, sehr hoffnungsvoll!“
Er nickte leicht: “Danke! Ja, das soll es auch, Mut machen!“
Sie nickte leicht: “Sie schaffen das zusammen! Sie wird sie brauchen hinterher! Beim ersten mal kämpft man, lässt sich nicht unterkriegen, will die Krankheit besiegen. Wenn der Tumor wieder kommt, dann merkt man, das man machtlos ist ... Ich kenne Marie noch vom letzten mal. Sie hatte gekämpft, aber es wird ihr diesmal schwerer fallen, sie wird jemanden brauchen, der ihr Mut macht, auch wenn es kein einfacher Weg für sie beide werden wird!“
Samu steckte sein Handy weg: “Wir waren erst auf den Weg, ein Wir zu werden ...“
“Sie lieben sie?“
Sofort nickte Samu, wunderte sich grad über sich selber, dass er so mit der Schwester sprach: “Ja, das tue ich!“
Die Schwester kontrollierte die Elektroden auf Maries Brustkorb: “Dann lassen sie es Marie spüren und das heißt nicht, dass es immer der einfachste Weg ist! Manchmal muss Liebe hart sein und fordern!“
Samu nickte leicht, obwohl er grad den Sinn dahinter nicht erkannte oder er hatte es einfach falsch verstanden? Er  wollte aber auch nicht nachfragen. Die Schwester verabschiedete sich und Samus Blick wandte sich wieder Marie zu.  Er würde um sie kämpfen!
Nachdem Schichtwechsel wurde Samu raus gebeten, damit sich die Pflegekräfte um sie kümmern konnten.  Da die Cafeteria schon auf hatte, ging er dorthin. Er  holte sich einen Kaffee und auch ein Brötchen und gönnte sich richtig dick Nutella darauf, pures Seelenbalsam, das musste sein. Bevor er wieder hoch ging, zog er sich noch eine Tafel Schokolade aus dem Automaten, irgendwie brauchte er die in dem Moment.  
Kurz danach kamen dann auch schon Maries Eltern, um nach ihrer Tochter zusehen. Sie hatten auf den Weg schon einen Arzt gesprochen und erzählten Samu, das man planen würde, Marie aus dem Koma zu holen. Es war abhängig vom Kontroll-MRT, was am Vormittag laufen sollte.  Bevor Samu ins Hotel fuhr, küsste er noch sanft Maries Stirn, verabschiedet sich von ihren Eltern. Er hatte vor am Nachmittag wieder zu kommen.
Draußen atmete Samu erst mal die frische, noch kühle Sommerluft ein  Er fuhr in seine Pension und schickte erst mal Riku eine Nachricht für Yes, das es Marie unverändert ging und was ihm ihre Eltern gesagt hatten.. Er zog seine Klamotten aus und ging schlafen.  Obwohl Samu wirklich fertig war, konnte er nicht direkt einschlafen, seine Gedanken drehten sich immer weiter um Marie. Die Worte der Krankenschwester kamen ihm wieder in den Sinn. Er ging mal davon aus, dass sie ihm sagen wollte, dass Marie wohl nicht direkt wieder richtig gesund war. So sehr er es sich wünschte, er war aber realistisch genug, damit zu rechnen das Folgen  bleiben konnten bei ihr. Er hoffte inständig das es keine zu großen waren. Das sie hinterher viel Zeit brauchen würde, um wieder fit zu werden, dass war eh klar für ihn, zu groß waren ihre Probleme vorher gewesen. Er machte sich leise Musik an und schlief endlich ein.  Sein Schlaf war unruhig, die Bilder der vergangenen Tage verfolgten ihn und so fühlte er sich dann auch nicht wirklich erholt, als sein Wecker wieder ging.  Schnell checkte er sein Handy, aber er hatte nur eine Nachricht von Riku, dass sie inzwischen auch wieder in der Klinik waren.  Ein Lächeln schlich sich in Samus Gesicht, zumindest waren Yes und Riku immer gemeinsam unterwegs. Dies hielt er für ein gutes Zeichen. Irgendwie war alles sehr kompliziert derzeit, einfach war einfach anders ...
Um die letzte Müdigkeit aus seinem Körper zu vertreiben, gönnte er sich eine ausgiebige Dusche, aber auch die vertrieb die Augenringe nicht.  Zu seiner Verwunderung hatte er sogar mal richtig Hunger.  Viel hatte er ja die vergangenen Tage nicht gegessen und er googelte, wo es es eine anständige Pizzeria gab. Er landete beim Vapiano an der Hörnbrücke, da wusste er zumindest, was er bekommen würde. Gut getarnt wurde er auch nicht erkannt oder zumindest nicht angesprochen. Hier und da registrierte er schon Blicke, aber die Mädels waren sich wohl nicht sicher, ob er es wirklich war. Das war echt sein Vorteil. Keiner rechnete damit, dass er und Riku in der Stadt waren, schließlich hatten sie erst in ein paar Tagen ihren Gig in Berlin. Während er seine Pasta aß, erhielt er eine SMS von Riku. In der stand, dass das MRT gut aussehen würde und die Ärzte noch am Abend beginnen wollten, Marie aus dem künstlichen Tiefschlaf zu holen.  Erleichtert atmete Samu auf. Ein Licht am Horizont war zu sehen.  Er aß sein Essen auf und hatte es dann sehr eilig in die Klinik zukommen.  Im Wartebereich der Intensivstation saß dann auch Riku und Samu setzte sich zu ihm. Riku sah ihn besorgt an: “Alles klar bei dir?“
Leise seufzte Samu auf: “Es geht so.“
Riku nickte: “Das sieht man! Wann hast du das letzte mal was gegessen?“
Leicht lächelte Samu: “Eben grad, war im Vapiano!“
Zufrieden nickte Riku: “Hört sich schon mal gut an, nun muss ich nur noch Yes dazu bringen, mehr zu essen!“
Samu sah zu Riku: “Ihr geht es nicht gut, oder?“
Sofort nickte Riku: “Ja, es nimmt sie ziemlich mit ...“
Leicht nickte Samu: “Pass gut auf sie auf!“
Ein Lächeln legte sich auf Rikus Lippen: “Darauf kannst du dich verlassen, wenn es sein muss werde ich zum Muttertier!“  Samu musste lachen, was für ein Vergleich ... Das sagte Riku immer über seine Schwester, wenn sie sich mal wieder zu viele Sorgen um seine kleine Nichte machte, oder wenn sie auf Tour gingen. Dann bekam er jedes mal eine Litanei zu hören, was er machen sollte unterwegs. Riku grinste auch  und dann hieß es mal wieder warten, bis die anderen raus kamen.  Die Zwischenzeit nutzen Samu und Riku, um ein Zeitmanagement aufzustellen, mit dem Gig in Berlin.  Riku würde später,  wenn er wieder bei Yes wäre, mit den Jungs Kontakt aufnehmen und sie auf den neusten Stand bringen, was sie planten.  Eine halbe Stunde später kamen dann Yes und Maries Mutter raus.  Riku hatte nicht übertrieben, Yes sah vollkommen fertig aus. Direkt zog Riku sie auch in seinen Arm und sie lehnte sich an ihn an, was Samu Lächeln ließ. Die zwei waren anscheinend auf einem guten Weg, sich wieder näher zu kommen.  Maries Mutter lächelte Samu an: “Hallo Samu! Schon gehört?“
Sofort nickte er: “Ja, Riku hat mir Bescheid geben!  Ist sie schon wach?“
Leicht schüttelte sie ihren Kopf: “Nein, so schnell geht das nicht! Sie haben damit begonnen die Mittel zu reduzieren und hoffen, dass sie morgen Früh wach wird!“
Verstehend nickte Samu: “Okay, dann bleibe ich wieder heute Nacht! Nicht das keiner da ist, wenn sie wach wird!“
Ein Lächeln legte sich in das Gesicht von Maries Mutter: “Wirklich? Ist dir  das nicht zu viel?“
Er schüttelte den Kopf: “Das schaffe ich schon! Wenn wir auf Tour sind, bekommen wir auch wenig Schlaf oder zu unmöglichen Zeiten ...“
Riku sah ihn an: “Das ist was ganz anderes!“
Samu musste doch leicht grinsen, das Muttertier kam schon zum Vorschein ... Er nickte: “Klar, aber auch wenig Schlaf...“ Riku, der Yes noch immer im Arm hielt nickte und erklärte dann, dass sie Heim gehen würde, was Samu für absolut notwendig hielt. Yes sah aus, als ob sie sich dringend hinlegen müsste. Die beiden verabschiedeten sich, Samu versprach Yes, sich zu melden, wenn was war und dann ging er mit Maries Mutter rein zu Marie.

* S. Haber

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