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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.07.2015 1.179
 
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85

Nachdem Riku und Yes gegangen waren, atmete Samu leicht durch, sah zu Maries Eltern, die ihm leicht zunickten und er betrat erneut die Intensivstation. Er zog sich die Schutzkleidung über und dann wurde er in das Zimmer von Marie gebracht.
Leicht musste er schlucken, als er sie da so liegen sah.  Sie war an noch mehr Geräte angeschlossen als in der Nacht, wurde beatmet  und  hatte einen dicken Verband um den Kopf. Seine Kaunis war extrem blass und  erhielt mehrere Infusionen gleichzeitig. Langsam ging er auf ihr Bett zu. Ihre Mutter hatte ihm erklärt, das man sie in ein künstliches Koma gelegt hätte. Dieses  war aber wohl nicht ganz so tief, was immer das auch heißen mochte ... Er würde es nachlesen, wenn er mal Zeit dazu hätte ...
Es sah so aus, als ob Marie friedlich schlafen würde. Sie war auch nicht mehr so angespannt wie in der letzten Nacht. Er nahm sich den Stuhl, der beim Bett stand und setzte sich ganz dicht an sie heran. Vorsichtig  nahm er ihre Hand, die kühl war, in seine und  umschloss sie zärtlich mit seinen Fingern.  Er beugte sich zu ihr runter, streifte sanft mit seinen Lippen ihre Wange: “Hei Kaunis, bin ich froh, dass du wieder da bist!  Deine Mum hat mir gesagt, das die OP wohl gut verlaufen ist, dass sie den Tumor rausbekommen haben.. Hörst du, du musst jetzt einfach nur noch wieder gesund werden, der kann dir nichts mehr tun ...“ Leicht schluckte er, wieder spürte Samu, wie ihm die Tränen ins Auge schossen, er fühlte sich so hilflos. Er konnte eine Frau vor miesen Typen beschützen mit seiner Größe, seiner Stärke, aber hier war er einfach machtlos ...  
In seiner Verzweiflung begann er leise vor sich hin zu summen, zum singen reichte grad seine Verfassung nicht. Er wich ihr in der nächsten Stunde nicht von der Seite. Immer mal wieder piepte einer der Monitore, was Samu zusammen schrecken lies aber anscheinend war alles okay, die Pflegekräfte beruhigten ihn zumindest jedes mal.  Irgendwann kamen dann Maries Eltern ins Zimmer und die Mutter setzte sich zu Samu dazu, sprach ihn leise und auch Englisch an: “Machen sie eine Pause! Wir bleiben jetzt die nächste Zeit bei Marie, aber wenn sie möchten, mir ist es zu viel, die Nacht bei ihr zu bleiben ...“
Sofort nickte Samu: “Ich bleibe in der Nacht bei Marie! Ich mache das wirklich gerne! Wann soll ich wieder kommen?“
Maries Mutter lächelte ihn an: “So um neun? Würde das gehen?“ Sofort nickte Samu, bis dahin waren es vier Stunden, vielleicht konnte er nochmal was schlafen ... Er stand auf, verließ das Zimmer, gefolgt von Maries Vater. Als Samu sich die Schutzkleidung auszog, sah  dieser ihn an: “Danke, dass sie für Marie da sind! Ich heiße übrigens Thomas!“
Maries Vater reicht ihm die Hand, die Samu nickend ergriff: “Samu!“ Er sah Thomas an: “Auch wenn es vielleicht komisch für euch ist, ich liebe Marie! Ich habe sie seit unserem Urlaub nicht vergessen und sie dann monatelang  gesucht, weil wir keine Namen und ähnliches ausgetauscht hatten. Ein Kumpel von uns schaut immer die Olympischen Spiele. Da haben wir, Riku und ich, dann Ihre Tochter und Yes entdeckt. Wir sind am nächsten Tag nach London geflogen und haben die Beiden getroffen und Marie und ich haben Zeit zusammen verbracht.“ Er zückte sein iPhone, machte die Bilder auf, die er von Marie gemacht hatte und zeigte sie ihrem Vater. Als der sie sich ansah, schlich sich sogar ein Lächeln ins Gesicht des Mannes. Samu sprach weiter: “Ihre Tochter ist etwas besonders für mich und ich möchte jetzt einfach für sie da sein ...“
Thomas nickte leicht: “Wir danken dir, dass du das für sie machst!  Du hast gesagt, ihr spielt in der einer Band, ich kenne sie aus dem Radio ... Wusste Marie, wer du bist?“
Leicht nickte Samu: “Im Urlaub nicht, aber sie hat mir in London erzählt, dass sie es wohl schon länger wusste, aber sie hat sich nie bei mir gemeldet, aber darüber haben wir gesprochen ...“
Maries Vater sah ihn an: “Das ist was zwischen dir und Marie, das geht uns nichts an ...“
Leicht lächelte Samu, Maries Vater wurde ihn immer sympathischer: “Ich möchte keine Missverständnisse ...“
“Habt ihr den jetzt keine Termine, dass du und dein Freund hier bleiben könnt?“
Samu nickte: „Am achtzehnten haben wir ein Konzert in Berlin, aber bis dahin steht nichts wichtiges an. Wir hätten ein paar freie Tage gehabt, aber das ist unwichtig! Bis zu dem Termin kann ich erst mal hier bleiben, wenn es okay ist ...“
Sofort nickte Thomas: “Natürlich, von uns aus liebend gerne! Wir sind froh, wenn sich noch jemand um Marie kümmert. Für Yes ist das zu viel, die hat das schon einmal durchgestanden, dass war nicht einfach für sie ...“
Samu nickte: “Ich weiß, davon hat sie uns gestern im Auto erzählt, das Leben ist einfach ungerecht! Ich fahre jetzt und rufe Yes an, geb ihr Bescheid, das alles unverändert ist, okay?“
Wieder nickte Maries Vater: “Danke, mach das! Es wird sie beruhigen und wir sehen uns dann nachher wieder?“
“Auf jeden Fall, ich bin um neun Uhr wieder hier, wie ich deiner Frau gesagt habe!“ Sie verabschiedeten sich und Samu verließ die Klinik. Draußen vor der Tür telefonierte er direkt mit Riku, ließ sich Yes geben und beruhigte sie ein wenig.  Anschließend fuhr er in die Pension. Er war wirklich müde, die ganze Situation war doch recht anstrengend für ihn. Riku hatte ihn noch ermahnt, dass er an Essen denken sollte, aber im Augenblick verspürte er überhaupt keinen Hunger. In seinem Zimmer ließ er sich, nachdem seine Jeans auf dem Boden gelandet war, ins Bett fallen. Er  war aber noch zu aufgewühlt um direkt einzuschlafen und googelte erst mal was er zum künstlichen Koma fand und las sich durch diverse Seiten. Die ganzen Fachbegriffe machten ihn dann aber doch schläfrig, schnell stellte er sich noch seinen Wecker und dämmert dann in einen traumlosen Schlaf.

Bevor Samu dann am Abend wieder in die Klinik fuhr, machte er einen Abstecher in die Innenstadt und da war es ihm zum Vorteil, das Kiel keine ganz unbekannte Stadt für ihn war. Er wusste, dass  es Fastfoodrestaurants gab und holte sich dort Fritten, Hamburger und Salat, dazu dann noch eine Coke. Es war zwar nicht das gesündeste Essen, aber es brachte zumindest was in den Magen.
Er löste Maries Eltern ab, die ihm mitteilten, das alles unverändert war, was Samu als gutes Zeichen wertete. Die Ärzte waren auch nochmal da gewesen und waren wohl auch soweit zufrieden mit Maries Zustand, was dann auch Samu ein wenig beruhigte. Nur eins konnten alle noch nicht sagen, ob es Komplikationen geben hatte bei der OP, insofern ob sie Lähmungen davon getragen hatte. Dieses konnte er festgestellt werden, wenn Marie wieder wach war, aber noch wollten die Ärzte sie im künstlichen Koma lassen, damit das Hirnödem, welches sich gebildet hatte, abnehmen konnte.

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https://i.instagram.com/p/yqE2BQDjfS/?taken-by=_kissnrun_
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