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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
21.07.2015 1.496
 
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83

Fest hielt Maries Vater Yes in den Armen. Sie drückte ihn zurück. Als sie sich von ihm löste, hatte sie wieder Tränen in den Augen. Thomas schob sie zu einem Stuhl und setzte sich dann selbst zwischen Yes und seine Frau.
"Dieser Mann scheint ja ganz nett zu sein, oder?", fragte Elke irgendwann in die Stille.
"Samu? Ja ..."
"Und er scheint Marie auch wirklich zu lieben."
"Es ist viel passiert seit den Malediven ... aber ich denke schon", leicht nickte Yes, "Sonst wäre er nicht mit hierher gekommen ... Oder nach London ..."
"Und meine Tochter, liebt sie ihn auch?", Thomas sah zu Yes.
"Ich denke schon, auch wenn sie es nicht so ganz zugibt."
Er nickte und es kehrte wieder Stille ein. Nach ein paar Stunden kamen Samu und Riku wieder.
"Na, geschlafen?"
Samu nickte: "Erstaunlicherweise ja."
"Du warst bestimmt bloß erschöpft."
"Willst du dich nicht auch lieber nochmal hinlegen?"
Energisch schüttelte Yes den Kopf: "Nein! Ich kann sowieso nicht schlafen."
Riku musterte sie besorgt, sagte aber nichts dazu.
Stunde um Stunde verging. Irgendwann öffnete sich dann die Tür zum OP und einige Ärzte kamen heraus. Einer steuerte auf sie zu. Sofort standen alle auf.
"Die OP ist soweit gut verlaufen. Sie braucht jetzt viel Ruhe. Ich denke, in einigen Minuten können sie zu ihr. Aber bitte nicht alle auf einmal."
Sie nickten und Maries Vater bedankte sich. Der Arzt ging und sie bildeten einen kleinen Kreis.
"Ihr geht zuerst", Yes sah Maries Eltern an.
Alle nickten. Gemeinsam machte man sich auf zu Maries Zimmer. Sie warteten noch einige Minuten, dann betraten die Eltern in entsprechender Schutzkleidung den Raum. Yes ließ sich auf einem Stuhl fallen und fuhr sich übers Gesicht.
"Yes ...", Samu sprach sie an, "Wenn du bei Marie warst, geh nach Hause ..."
Sie sah zu ihm auf: "Willst du mich los werden?"
"Nein! Aber es nützt Marie nichts, wenn ihre beste Freundin hier zusammenklappt und sorry ... aber du siehst echt nicht gut aus. Ein wenig mehr Farbe täte dir mehr als gut."
Yes zog ihre Beine an und legte ihre Stirn auf ihre Knie. Leicht zitterte sie. Riku wechselte einen Blick mit Samu und setzte sich dann neben Yes. Vorsichtig strich er über ihren Rücken und merkte dabei, wie ihr Körper leicht bebte.
"Yes?", flüsterte er.
Leise schluchzte sie in ihre Hände.
"Hey, komm mal her."
Sie hob ihren Kopf und drehte sich zu ihm. Riku nahm sie in seine Arme und strich über ihr Haar.Hemmungslos weinte sie gegen seine Schulter. Samu beobachtete die Beiden. Er hatte doch nicht gewollt, dass sie wegen ihm weinte. Er holte tief Luft und trat zu ihr, hockte sich vor sie hin.
"Yessica, hör mal, ich wollte dir nicht weh tun oder so", vorsichtig griff er nach ihrer Hand, "Ich habe mir nur Sorgen gemacht und ... Riku macht sich auch welche."
Schniefend drehte Yes ihren Kopf zu ihm, zitternd holte sie Luft.
"Ich weiß ... Ich ... Ich habe das auch nicht so verstanden ... E-Es ist nur ..."
"Was ist?", fragend sah Samu sie an.
"A-Als Marie ... damals krank war ... da ..."
Bevor sie erklären konnte, was sie zum Weinen gebracht hatte, kamen Maries Eltern wieder aus dem Raum. Die drei sahen zu ihnen. Natürlich bemerkten die beiden Yes' Tränen und Thomas zog sie nochmal in eine Umarmung. Auch Elke drückte sie, dann ging Yes in das Krankenzimmer. Samu und Riku warteten in der Zeit draußen. Maries Eltern setzten sich, während die beiden Jungs an einer Wand lehnten. Als Yes dann rauskam, ging sie kurz zu Maries Eltern und dann zu den Jungs.
"Ich gehe jetzt nach Hause ... Ich hab mich bereits von Elke und Thomas verabschiedet."
Samu nickte: "Richtige Entscheidung."
"Samu, wenn hier irgendetwas passiert, dann ..."
"Dann rufe ich dich an, versprochen. Oder Riku ... Du gehst doch mit ihr, oder?"
Riku nickte und sah dann zu Yes: "Also natürlich nur wenn ich darf."
Leicht nickte sie und die beiden verabschiedeten sich. Schnell holten sie auf dem Mietwagen noch ihre Koffer. Auf dem Heimweg redeten die beiden nicht viel, unangenehm war sie Stille aber trotzdem nicht. Bei Yes zu Hause angekommen, griff Riku vorsichtig an ihre Hüfte und schob sie zur Couch. Ohne Wiederworte ließ sie sich auf dieser sinken. Dann betrat er die offene Küche. Zum ersten Mal hatte er Zeit sich etwas umzusehen. Der kurze Blick am Abend zuvor hatte ihm ja schon gut gefallen. Alles wirkte einladend und warm. Die Küche war in einem warmen Braunton gehalten und von der blauen Couch hatte er innerlich ja sowieso schon geschwärmt. Er öffnete eine Schranktür nach der anderen, bis er Tassen fand. Wahllos griff er nach zwei Stück und suchte dann Teebeutel.
"Yes, hast du Tee da?", rief er über seine Schulter hinweg.
"Ja ... Guck mal neben der Kaffeemaschine."
Riku sah sich um und fand den Tee tatsächlich. Dabei fiel ihm aber auch der Kakao ins Auge. Schnell machte er ihr lieber einen heißen Kakao und sich gleich auch einen. Beim Eingießen des heißen Wassers fiel ihm der Spruch auf der Tasse auf.

I'm 99.9% sure I'm a Disney Princess

Kurz musste er grinsen. Mit den zwei fertigen Tassen lief er dann zu Yes. Er setzte sich neben sie und reichte ihr eine.
"Hier Prinzessin."
Verwirrt sah sie ihn an, als sie dann aber bemerkte, welche Tasse er ihr gab, musste sie grinsen.
"Danke."
"Nichts zu danken. Magst du Disney?", er lehnte sich zurück und nippte an dem heißen Getränk.
Yes nickte leicht: "Ja ... Die Tasse habe ich mal von Marie bekommen."
"Was ist deine Lieblingsdisneyfigur?"
"Oh Gott", leicht lachte sie, "Du kannst Fragen stellen... Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, es gibt so viele... Aber ja, ich habe ein Disneyfaible... Und du hast ein Faible für Meerjungfrauen, oder?"
Aus dem Augenwinkel sah sie ihn an. Sie saß im Schneidersitz auf der Couch und umklammerte ihre Tasse. Dass es eigentlich über 30 Grad waren interessierte beide nicht.
"Nun eigentlich ... nur für eine", er sah Yes eindeutig an.
Sie verstand, was er meinte und sah schnell in eine andere Ecke. Ihre Wangen wurden leicht rot.
"Also nichts mit Arielle?"
"Nein, nichts mit Arielle", leicht lachte er, "Die hat die falsche Haarfarbe."
"Stimmt, geht eher in Maries Richtung", traurig lächelte Yes, meinte dann aber, "Scheinst dich ja mit Disney auszukennen."
"Ich gucke ab und zu mit meiner Kleinen ... Also meine Kleine, das ist die ..."
Sie unterbrach ihn: "Die Tochter von deiner Schwester."
Er schmunzelte: "Stimmt."
Sie stellte ihre Tasse auf den Tisch und lehnte sich zurück. Riku saß seitlich auf der Couch und betrachtete sie. Dann ließ er seinen Blick durch den Raum schweifen.
"Du hast übrigens eine sehr schöne Wohnung."
"Danke ... Wie wohnst du denn so?"
"Ich? Ich habe auch eine Wohnung ... allerdings im Dachgeschoss..."
"Wohnst du in Helsinki?"
"Ja, mitten in der Stadt. Warst du schon mal da?"
"Ja ... zweimal ... und ein paar Mal sind wir dort zwischen gelandet ... Meine Verwandten wohnen weiter im Norden bei Kemijärvi."
"In der Nähe von Rovaniemi?"
"Naja ... nicht ganz. Aber man kann nach Rovaniemi fliegen und dann mit dem Zug nach Kemijärvi fahren."
Sie sah ihn an. Fragend legte Riku seinen Kopf leicht schief.
"Fliegst du oft zu ihnen?"
Sie schüttelte den Kopf: "Nein, abgesehen vom Geld und von der Zeit ... Meine Flugangst ist einfach zu groß. Ich versuche mir zwar einzureden, dass ich die Strecke kenne, aber ... ohne meine Tropfen würde es gar nicht gehen und mit ... naja."
"Oh man ... Ich glaube, damit könnte ich meinen Job an den Nagel hängen."
Daraufhin war Yes still und Riku ärgerte sich innerlich, dass er damit angefangen hatte. Irgendwann räusperte sie sich leicht.
"Wie ... oft musst du denn fliegen? Und wohin?"
"Fast alle Termine sind in Deutschland ... Einige noch in der Schweiz, Österreich, Luxemburg ... Aber die meisten sind hier... Und naja... wenn du dir vorstellst, dass man wegen jedem 10 Minuten Interview hierher fliegt."
Hart schluckte Yes: "Geht gar nicht. Ich bete immer, dass wir zu Turnieren mit dem Bus fahren."
"Leider hat es dieses Mal ja nicht geklappt."
Sie sah ihn wieder an: "Aber die gesamte deutsche Mannschaft fährt mit der MS Deutschland zurück. Ich hätte mir einen Flug gespart."

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