Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
17.07.2015 1.109
 
Danke für den Kommi und die Favoriteneinträge!
Weiter geht's ...

82

In der Pension angekommen, Riku hatte recht behalten, sie war nicht weit weg von der Uniklinik, an einem Park, checkte Samu ein. Fragend sah er zu Riku: “Hast du auch ein Zimmer hier?“
Sofort verneinte er: “Nein, ich penne bei Yes auf der Couch ...“
Samu nickte leicht: “Hört sich gut an, dann kannst du wenigstens für sie da sein ...“
Leise seufzte Riku auf: “Wenn sie das nur zulassen würde ...“
Samu nahm seinen Schlüssel entgegen, nahm seine Tasche und sein Rucksack und sie gingen in den ersten Stock, in dem sich sein Zimmer befand. Im Zimmer lies er seine Sachen unachtsam fallen, und schmiss sich der Länge nach auf das Bett, was leicht unter ihm nachgab. Riku setzte sich zu ihm dazu. Samu sah seinen Freund an: “Immerhin darfst du bei ihr wohnen und vor allem, ist sie gesund ...“
Riku sah auf, registrierte, dass Samus Stimme am wegbrechen war. Sein Freund war absolut am Ende, selten hatte er Samu so gesehen und nickte leicht: “Du hast recht, sie ist gesund, ihr geht es soweit gut, außer, dass sie total besorgt um Marie ist und ich darf sogar in ihrer Nähe sein. Es ist aber hart, wie gerne würde ich sie trösten, für sie da sein, aber sie lässt es einfach nicht zu ...“
Bitter lachte Samu auf: “Ich verstehe dich ja, aber Marie kämpft grad um ihr Leben ..., dass ist doch alles nicht fair ...“
Riku schüttelte leicht seine  Kopf: “Welche Krankheit ist schon fair ... Sie scheint es aber doch geahnt zu haben., sonst hätte sie dass doch nicht so überspielt, oder?“
Samu schloss seine  Augen: “Ich denke ja, aber ich kann sie verstehen ... Da hat sie das ganze hinter sich gebracht, hat es geschafft, sich in die Weltspitze zurück zu kämpfen, steht kurz vor der Erfüllung ihres großen Traumes und dann spürt sie, das was nicht in Ordnung ist ...“
Riku sah ihn an: “Hat sie dir von ihrem Tumor erzählt?“
Sofort schüttelte Samu den Kopf: “Nein, kein Wort, ich fand das komisch, schließlich steht es sogar im Netz, aber jetzt kann ich mir vorstellen warum ... Sie hatte auch in der Nacht, in der wir zusammen waren diese Schwindelattacken ... Oh man, wenn ich das gewusst hätte, ich hätte doch nicht mit ihr geschlafen ...“
Nachdenklich schaute Riku zu seinen Freund: “Du hast es aber nicht gewusst und sie scheint es doch so gewollt zuhaben, mach dir deswegen keine Vorwürfe! Hast du ihr gesagt, dass du sie liebst?“
Leise seufzte Samu auf: „Letzte Nacht ... viel zu spät ... Ich hoffe, sie hat es wahrgenommen ... Sie hat kaum reagiert, nur zweimal, aber sie hat mich erkannt!“
“Dann hat sie es auch gehört, ganz bestimmt! So, du legst dich jetzt was hin und nachher fahren wir wieder zusammen rüber ...“, Riku erhob sich von dem Bett.
Samu stand auch auf, zog sich seine Jeans aus: “Ich versuche mal mein Glück ... Ich glaube aber kaum, dass ich schlafen kann... Fährst du in die Klinik?“
Leicht schüttelte Riku den Kopf: “Nein, ich gehe eine Runde ans Wasser. Ich glaube,  ich muss nachdenken ...“ Er verließ das Zimmer und dann das Haus.  Langsam ging er die Straße hinunter, die  an die Kieler Förde führte, durch einen kleinen Wald, den “Düsternbrook“ der so düster gar nicht aussah. Am Ende der Straße angekommen, stellte er fest, dass er die Ecke durchaus von früher her kannte, an seiner linken Seite war ein großes Hotel, in dem sie schon übernachtet hatten. Er überquerte die Straße und entschied sich Richtung Innenstadt zu laufen. Langsam schlenderte er am Ufer der Kieler Förde vorbei, kam an wunderschönen Yachten vorbei und gelangte auf die Kiellinie. Da es dort immer voller wurde, beschloss er umzukehren, ging zurück und dann Richtung Marinehafen, in dem ein Großsegler, die “Gorch Fock“ lag. Ihn faszinierten schon immer diese Großsegler und er machte Fotos davon. Der Spaziergang tat ihm gut, sein Kopf wurde wieder freier.  Er sehnte sich danach, Yes im Arm zu halten, ihr zu zeigen, wie sehr er sie liebte, natürlich sehnte er sich auch nach ihrer absoluten Nähe, dass hatte er ja zuletzt in der Nacht zu spüren bekommen. Das er sich selber befriedigen musste, weil die Sehnsucht nach einer Frau zu stark war, war doch nur äußerst selten vorgekommen. Ihm war klar, dass das jetzt gerade ganz hinten an stand, aber er wollte zumindest für sie da sein, stark für sie sein, ihr Halt geben. Sie mit ihrer Sorge um ihre Freundin nicht alleine lassen ...  Er setzte sich auf eine Bank  und ließ seine Gedanken raus auf das Wasser gleiten, beobachtete den regen Schiffsverkehr, der auf der Förde war.  Nach insgesamt zwei Stunden kehrte er zu der kleinen Pension zurück, nur gut, dass er ein wirklich guten Orientierungssinn hatte, er fand sofort den richtigen Weg und setzte sich in den kleinen Garten, der dabei war. Sein Blick ging hoch, suchte das Zimmer, von dem er vermutete dass es Samus war und sah, das die Vorhänge noch geschlossen waren, anscheinend schlief Samu tatsächlich etwas ...

Samu wurde wach, musste sich kurz orientieren, wo er war und was los war und schlagartig wurde er wach, griff nach seinem Handy, schaute auf die Uhr. Er hatte tatsächlich drei Stunden geschlafen, aber keine Nachricht von Yes erhalten, anscheinend war Marie immer noch im OP,  die angesetzten  sechs Stunden für die OP waren ja auch noch nicht rum ... Er stand auf, schickte Riku eine Nachricht, dass er wach war und gleich wieder in die Klinik wollte.  Gerade, als er ins Bad gehen wollte, klopfte es an seiner Tür. Schnell ließ er Riku rein und verschwand, um richtig fit zu werden, unter der Dusche. Keine zehn Minuten später war er auch schon fertig, zog sich ein frisches T-Shirt und seinen Jeans an, machte schnell Styling für die Haare und war auch schon abfahrtbereit. Riku musste doch leicht grinsen, wenn Samu wollte, konnte er echt schnell.  Auf den Weg in die Klinik hielt Riku dann bei einem Bäcker an und Samu sah ihn fragend an: “Hast du Hunger?“
Er schüttelte leicht den Kopf: “Eigentlich nicht, aber ich denke, was essen wäre nicht verkehrt und der macht Coffee to go, also ...“
Samu nickte ergeben, so unrecht hatte er nicht, auch wenn er selber keinen Hunger, besser gesagt, keinen Appetit verspürte. Sie holten sich einen Kaffee, dazu noch belegte Brötchen, die sie dann auch direkt aßen, bevor es anschließend auf dem direkten Weg in die Klinik zurück ging und in Samu machte sich wieder seine Nervosität breit ...

**
https://i.instagram.com/p/yIktdiDjTr/?taken-by=_kissnrun_
https://i.instagram.com/p/yIlK7aDjUd/?taken-by=_kissnrun_
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast