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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.06.2015 1.419
 
Danke für den Kommi und den Favoriteneintrag!

Auch hier sind es die Revolverhelden schuld, dass es erst heute weiter geht! :)

Viel Vergnügen!

73                                                  

Marie sah auf ihre Uhr, es war kurz nach zwei, endlich waren sie mit der Besprechung fertig. Zurück im Olympischen Dorf, machte sie sich für ihr Date mit Samu fertig. Sie war wirklich froh, das Yes ihr keine Szene gemacht hatte, weil sie a.) bei Samu gewesen war und b.) Riku ihre Nummer gegeben hatte. Natürlich hatte sie was zu hören beklommen, warum sie direkt schon wieder  die Nacht bei Samu verbracht hatte, aber sie war nicht sauer gewesen deswegen, wohl eher verunsichert, weil sie mit Riku nur geschrieben hatte. Marie hatte Yes in den Arm genommen und sie gedrückt, ihr erklärt, dass es okay war, so  wie sie das machen würde! Sie hatte ihr gesagt, sie sollte ihrem Herzen folgen und den Weg gehen, wie sie es für richtig halten würde. Sie hatte ihr aber auch erklärt, dass sie sich so nach Samu gesehnt hatte, nachdem sie ihn gesehen hatte, sie hatte ihn treffen müssen, ihn spüren, fühlen müssen ...
Als sie dann noch Yes erzählt hatte, das die beiden Finnen nur wegen ihnen in London waren und nicht, weil sie ein Konzert hätten oder so, hatte Yes tatsächlich gelächelt und gemeint, das Riku ihr das auch geschrieben hatte, worüber sich Marie doch gefreut hatte, anscheinend hatte sich ihr kleiner ‚‘Verrat‘ an ihrer Freundin gelohnt und nun hatte sie zumindest wieder Kontakt mit Riku. Sie hoffte, dass Riku Yes zeigen könnte, dass sie wohl keine Rockstars waren, wie sie die ganze Zeit gedacht hatten, zumindest Samu hatte sich doch sehr ehrlich angehört ... Bei dem Gedanken an Samu, machte sich direkt schon wieder ein leichtes Kribbeln in ihr bemerkbar, eigentlich war es ein Dauerkribbeln in ihr, seitdem sie ihn im Stadion gesehen hatte.  Auf einmal zog ein stechender Schmerz durch ihren Kopf und sie musste sich am Waschbecken festhalten, alles drehte sich um sie herum. Marie  musste sich setzten, gut, dass das Bad so klein war, das direkt hinter ihr das Klo war. Sie vergrub ihr Gesicht in ihre Hände, atmetet mehrmals tief durch und dann wurde es langsam besser. Schnell holte sie aus ihrer Kulturtasche eine Tablette, nahm diese mit einem Schluck Wasser ein, anscheinend war der Stress und der Druck, der auf ihnen lastete doch etwas viel, aber Marie ließ sich davon nicht von ihrem Ziel abbringen, sie wollte Olympiasiegerin werden! Es dauerte noch zehn Minuten, dann war der Schmerz so gut wie weg und Marie packte die Tablettenpackung wieder ganz tief in ihre Kulturtasche, Yes sollte nicht sehen, dass sie wieder Medikamente nehmen würde. Sie würde es bringen und sagen, dass sie aufhören sollten, aber sie ließ sich nicht unterkriegen, nicht von der bescheuerten Erkrankung!  Schnell machte sie sich nochmal frisch, zog sich was sauberes über und machte sich dann auch den Weg zu ihrem Date. Yes war noch irgendwo im Dorf unterwegs und Marie hoffte, dass sie sich vielleicht auch mit Riku treffen würde an ihrem freien Nachmittag ...
Samu war direkt nach dem er die SMS von Marie erhalten los gefahren, zum ‚‘London Eye‘, an dem er sich mit ihr treffen wollte. Nun war er viel zu früh da und holte die Tickets ab, die er vorher online gebucht hatte. Mit viel Glück hatte er welche für den Tag bekommen, aber erst am späten Nachmittag und er hoffte, das Marie so lange bleiben konnte. Ungeduldig tigerte er den Platz rauf und runter und als er sie endlich in der Ferne erblickte, begann sein Herz zu rasen. Mit schnellen Schritten kam er ihr entgegen und war dann doch leicht entsetzt, sie sah sehr blass aus. Lächelnd zog er sie in seinen Arm, hauchte ihr zur Begrüßung einen Kuss die Lippen: “Hei, geht es dir nicht gut?“
Sofort schüttelte sie ihren Kopf: “Alles gut, bin nur ein wenig müde, bin letzte Nacht nicht so zum schlafen gekommen und dann früh raus haute!“
Schon bekam Samu ein schlechtes Gewissen: “Wärst doch besser direkt Heim gefahren!“
Marie zog ihn an sich, atmete seinen Duft ein, der mehr als betörend war und wisperte leise: “Die Nacht war jede Art von Müdigkeit Wert, mein Süßer! Ich brauch jetzt einen Kaffee, dann wird das schon wieder!“
Er nickte: “Okay, dann machen wir das, mit dem Riesenrad fahren wir erst um halb sechs!“
Mit großen Augen sah sie ihn an: “Hast du schon Karten geholt?“
Er nickte lächelnd: “Ja Kaunis, das habe ich! Man muss die vorbestellen, sonst bekommt man keine mehr und wir haben wirklich Glück gehabt, eine halbe Stunde später gab es keine mehr! Ich hoffe, du hast so lange Zeit, bis wir fahren können!“
Ein Strahlen zog in Maries Gesicht, sie umarmte Samu und küsste ihn: “Danke mein Supermann!“
Leise grummelte er: “Ich bin keiner ...“
Sie lächelte an seinen Lippen: “Du bist mein persönlicher Supermann, Samu!“
Nun grinste er, zog sie noch etwas fester an sich: “Na, dann lass ich das mal grad so durch gehen ... Superfrau!“ Nun musste auch Marie leicht grinsen, nochmals küssten sie sich und dann lösten sie sich voneinander. Lächelnd sah Samu sie an: “Ich hab hier in der Nähe einen Starbucks gesehen, sollen wir da hin gehen?“ Marie nickte, Samu legte seinen Arm um ihre Schultern, genoss es direkt wieder, dass sie nur ein wenig kleiner war als er selbst und führte sie zum Kaffeeladen. Dort holte er für sie den gewünschten Kaffee, für sich auch einen und konnte den Schokomuffins nicht widerstehen, holte für sie beide einen. Lächelnd stellte er alles auf den Tisch, setzte sich halb schräg neben Marie und dann sah sie ihn an: “Erzähl mir von dir!“
Überrascht sah er sie an: “Was soll ich erzählen?“
Leicht strich sie ihm über den Arm: “Naja, was du machst, wie du lebst! Ich weiß nur, dass du ein perfekter Liebhaber bist, sehr lustig sein kannst, eine Wahnsinnsstimme hast, Gitarre spielst und eine Band hast, die mir ehrlich nichts gesagt hat, aber ihr habt ein paar schöne Songs dazwischen!“
Über Maries Kompliment freute sich Samu am meisten, dass ihr doch wohl ein paar Songs gefielen: “Danke Kaunis! Welche gefallen dir denn?“
Sie lächelte: “Angels On A Rampage, Welcome To My Life und Sweet Symphonie, die treffen mich ganz tief drinnen ...“
Er nahm ihre Hand, küsste leicht ihre Finger: „Danke, dass ist eine gute Wahl, die Songs bedeuten mir auch sehr viel!“ Dann begann Samu zu erzählen, wer er war, wo er aufgewachsen war, was er alles gemacht hatte und wie das mit der Band angefangen hatte. Marie hörte aufmerksam zu und das was Samu ihr erzählte, bestätigte ihr eigentlich nur das Bild, was sie von ihm hatte. Er war ein zielorientierter Mensch, genauso wie sie, schien von Grund auf ehrlich zu sein  und sie verliebte sich von Minute zu Minute immer mehr in Samu. Als er endete, war es nun an ihr,  zu erzählen, wie sie zum Beachvolleyball gekommen war, wo und wie sie lebte, nur eine Sache ließ sie unter den Tisch fallen, ihre Erkrankung. Samu fiel dieses direkt auf, fragte aber nicht nach, schließlich hatte er schon einmal mitbekommen, dass das für sie wohl ein rotes Tuch gewesen war und er hoffte darauf, dass sie ihm das irgendwann mal alles in Ruhe erzählen würde, wenn sie sich besser  kennen würden.  Aber wie Maries Augen strahlten, wenn sie von ihrem Sport erzählte, das sog er richtig in sich auf, sie war eine noch faszinierendere Person, als er bis dahin schon gemeint hatte. Die Zeit verging wie im Flug und die beiden machten sich gerade noch rechtzeitig auf den Weg zu Londons Wahrzeichen. Sie reihten sich in die Reihe der Wartenden ein und Marie war doch leicht aufgeregt.  Sie waren dann mit viele anderen Touristen in einer Kabine. Samu stellte sich neben sie und zückte schon vor Fahrtbeginn seine Kamera. Als erstes machte er ein Bild von Marie, er wollte endlich Fotos von ihr haben. Es dauerte eine Weile und dann setzte sich das Riesenrad langsam in Bewegung. Erst blieb es immer wieder stehen, bis in alle Kabinen neue Gäste waren und dann fuhr es durchgehend. Nachdem Samu seiner Fotosucht gefrönt hatte, stellte er sich dicht hinter Marie, seine Arme umschlossen sie und leise raunte er ihr ins Ohr: „Es ist wunderschön hier, mit dir zu sein!“

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