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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
15.06.2022
467
586.616
48
Alle Kapitel
1.284 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
22.06.2021 1.373
 
Und da bin ich wieder :)

Die paar Tage in Berlin waren so schön, aber viel zu kurz …
Aber, nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub und der nächste kommt schneller als erhofft, schon übernächste Woche ....
Aber bis dahin hab ich vor fleißig zu schreiben und Euch mit neuen Kapiteln in allen Stories zu versorgen. Leider hat mich letzte Nacht die Technik in Stich gelassen, aber jetzt funktioniert unser WLAN wieder :)

Danke für Eure Reviews und die Favoriteneinträge!

Viel Vergnügen!


442

Das Essen, war absolut lecker und obwohl Yes die Torte gegessen hatte, hatte sie immer noch Hunger und hatte es sich schmecken lassen, sehr zum Gefallen von Riku. Beim Dessert dann hielt er es nicht mehr länger aus und musste erzählen, dass sie ein Mädchen bekommen würden. Natürlich freuten sich Marie und Samu für die beiden mit, auch wenn Samu es natürlich nicht lassen konnte und Riku damit aufzog, dass er nun nur noch ins Ballett dürfte, anstatt zum Eishockey. Die Stimmung war richtig gut und es wurde doch später, als sie eigentlich geplant hatten.
Die Woche verflog dann gefühlt für Yes. Morgens hieß es immer noch in der Schule und den Kitas ihren Job erledigen, Nachmittags war dann Packen und Wohnungsauflösung angesagt. Da es bei ihr immer ungemütlicher wurde, waren sie die Abende immer drüben bei Marie und Samu und gerade Marie war darüber wirklich froh. Der Gedanke, dass sie ihre Freundin in wenigen Tagen nicht mehr in ihrer Nähe hatte, machte ihr schon zu schaffen. Yes war immer ihr erster Anlaufpunkt gewesen, wenn irgendetwas passiert war, oder sie nicht zurecht gekommen war. Zu wissen, dass sie ab dem Wochenende nicht mehr da sein würde, löste richtige Angst in ihr aus. Sie freute sich natürlich für Yes, dass sie zu Riku zog um mit ihm ihr Leben zu verbringen, für sie aber war es eine kleine Katastrophe, vor der sie lange die Augen verschlossen hatte. Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, aber Samu bekam es mit, dass sich ihre Stimmung in der Woche veränderte, dass Marie immer leiser wurde …
Donnerstagsnacht, nachdem Yes und Riku gegangen waren, sah Samu sie an und fragte leise: „Ist alles okay mit dir Kaunis? Du wirkst, als ob dich irgendwas beschäftigt … Und du scheinst auch keinen Spaß zu haben …“
Leicht schüttelte Marie den Kopf, wollte nicht zugeben, was wirklich in ihr los war: „Nein, ist alles gut ….“ Dass sie in den Moment mit den Tränen kämpfte, versuchte sie zu überspielen.
Aber auch das bekam Samu mit. Er legte liebevoll seinen Arm um sie und sagte leise: „Du bist traurig, dass Yes nach Helsinki geht?“
Sofort schüttelte sie ihre Kopf, konnte aber nicht verhindern, dass ihr doch eine Träne aus dem Auge lief und sich den Weg über ihre Wange bahnte, die sie dort abwischte mit ihrer Hand.  Da war Samu klar, dass er recht hatte und zog sie richtig in seinen Arm, legte auch noch den zweiten um sie und Marie vergrub ihr Gesicht an seiner Brust. In dem Augenblick löste sich alles in ihr und sie begann richtig an zu weinen. Sanft hauchte er ihr einen Kuss auf das Haar, hielt sie fest und murmelte leise: „Warum sagst du nichts Kaunis … Ich merk doch, das was nicht stimmt ...“
Leise schniefte sie: „Es ist doch schön, dass sie zu Riku zieht … Die beiden werden Eltern, das muss so sein ...“
Leicht nickte er: „Dass ist richtig, ich finde es auch schön! Es ist die richtige Entscheidung. Aber ihr seid seit Jahren immer zusammen unterwegs ...“
Wieder schniefte Marie: „Wir haben immer alles zusammen gemacht … Sie ist meine Teampartnerin und beste Freundin … Wenn sie jetzt weg ist … Ich hab hier doch sonst niemanden … Ich bin dann komplett alleine hier … Meine Familie ist in Hannover … Sie war immer schnell da, wenn ich Probleme hatte … Was ist, wenn irgendwas passiert ...“
So langsam ahnte Samu, welche Panik da wirklich in seiner Freundin tobte: „Das stimmt, du konntest immer zu ihr oder wenn was war, ist sie rüber gekommen ...“
Sofort nickte Marie: „Ohne sie wäre ich doch gar nicht zurecht gekommen, beides mal … Sie hat mir immer geholfen … Ich hab Angst ….2“  Mit den Worten brach es endgültig aus ihr raus und sie fing richtig an zu weinen.  In Samus Hirn fing es an zu arbeiten und begriff, dass sie Angst hatte, wegen ihrer Tumorerkrankung. Yes hatte ihr immer die Sicherheit geben, dass sie nicht alleine war. Nun würde diese Sicherheit wegfallen …
Er veränderte seine Sitzposition, zog Marie noch fester an sich ran und war mal wieder überrascht, wie unsicher sie doch noch war. Er hatte das Gefühl gehabt, dass sie ihre alte Selbstsicherheit fast schon wieder gefunden gehabt hatte, aber er hatte sich offenbar getäuscht ..
Leise sprach er zu ihr: „Du bist doch wirklich wieder absolut selbstständig … Du hast von keinem von uns mehr Hilfe gebraucht ...“
Leise nuschelte sie: „Dass ist es nicht ...Was ist, wenn es mir doch nochmals schlechter geht … Wenn das wiederkommt … Ich hab hier niemanden … Yes ist meine Familie hier … Ich hab Angst, dass was passiert und niemand da ist ...“
Samu versuchte sich in sie hineinzuversetzen, sprach beruhigend auf sie ein: „Aber sie war doch auch letztes Jahr viel unterwegs, zu den Turnieren … Da warst du auch hier alleine und es hat super geklappt ...“
Marie schniefte: „Das war auch nicht gut … Ich hab nachts wachgelegen und gehofft, das alles gut geht … Und sie ist ja auch immer recht schnell zurück gewesen ...“
Ganz langsam kam in Samu der Verdacht auf, das Marie ihm offenbar immer nur vorgespielt hatte, dass es ihr gut gegangen war. Er hatte vieles einfach darauf geschoben gehabt, dass sie enttäuscht gewesen war, weil sie ihren Sport nicht mehr machen konnte. Dass da solche Ängste in ihr getobt hatten, das überraschte ihn vollkommen. Zärtlich streichelte er ihr über die Wangen, hob ganz sanft ihr Gesicht an, damit sie ihn anschauen musste. Er sah ihre absolute Unsicherheit, die er schon lange nicht mehr in ihren Augen gesehen hatte und wisperte: „Warum sagst du nichts? Du musst doch das alles nicht mit dir alleine ausmachen! Ich wäre doch wann immer möglich, zu dir gekommen ...“
Sie senkte ihren Blick, wisperte: „Du hast doch selbst genug mit dir zu tun gehabt! Die Show, das Album … Es ging ja auch immer irgendwie … Aber jetzt kommt sie nicht wieder ….“
Er wusste, sie hatte recht, er war beschäftigt gewesen. Aber er war sich auch sicher, irgendwie hätte er für sie da sein können ….
„Kaunis … Das stimmt, aber ich hätte es irgendwie hinbekommen … Oh man, dass tut mir jetzt so leid … Ich tu alles für dich, wirklich, aber ich muss es wissen …“
Sie zuckte leicht mit den Schultern: „Es hat funktioniert …“
Sanft küsste er sie, wisperte: „Funktionieren ist nicht immer gut ...Und jetzt hast du Angst, dass du nicht zurecht kommst?“
Leise wisperte sie: „Das mit mir was passiert … Wenn der Tumor wieder kommt ...Die Lähmungen, oder Kopfschmerzen …“
Das waren Ängste, die er absolut nachvollziehen konnte und er begriff erst in dem Moment, wie wichtig Yes wirklich für Marie immer gewesen war. Eigentlich hatte er auch am Wochenende nach Hause fliegen wollen, auf seinem Schreibstich stapelte sich die Arbeit und Termine hatte er auch, aber, Marie war ihm in dem Punkt gerade wichtiger: „Süße, ich bleibe erst mal ...Dann bist du nicht alleine … Wann immer ich kann, komm ich zu dir, versprochen und wenn irgendwas sein sollte, sagst du mir sofort Bescheid! Und deine Eltern sind auch schnell hier, oder deine Geschwister. Dass sind zwei Stunden Fahrt, dass ist alles machbar! Du bist nicht alleine!“
Sie wischte sich über die Augen, wisperte: „Du hast Termine nächste Woche, du kannst hier nicht bleiben ...“
„Doch! Die wichtigen sind am Wochenende, The Voice, aber bis dahin bleibe ich! Und dann sprechen wir mit deinen Eltern, wenn du es willst! Deine Mum kommt bestimmt, oder einer deiner Leute! Die lassen dich nicht hängen! Weißt du was, wir können doch morgen, nachdem wir Yes am Flughafen verabschiedet haben, noch zu dir nach Hause fahren und damit du mit ihnen reden kannst ...“
„Ich weiß nicht, die haben schon so viel gemacht ...“
Samu sah sie eindringlich an: „Ich weiß, aber ich bin mir sicher, dass sie dich nicht hängen lassen, wenn du Angst hast! Das kriegen wir hin!“

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