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Kiss 'n' run...

von alegna70
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa Samu Haber
06.12.2014
25.01.2022
453
570.175
45
Alle Kapitel
1.248 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
18.05.2021 1.172
 
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440

Den Sonntag verbrachten Yes und Riku in absoluter Zweisamkeit, gemütlich Zuhause, es war Tag, an dem es immer weiter regnete. Es gab viel zu bereden und zu planen und natürlich auch schon zu packen, schließlich ging es am ende der neuen Woche endgültig nach Helsinki für Yes.
Während sie dann am Montag ihre letzte Woche in den Schulen antrat, ihr Projekt war anschließend auch beendet, begann Riku, gemeinsam mit Samu, ihren Keller auszuräumen. Dort standen neben alten Möbeln, sogar noch Kisten, die sie dorthin verfrachtet hatte, als sie in die Wohnung gezogen ist. Eigentlich hätte man sie ungesehen wegwerfen können, schließlich hatte sie bis dahin nichts vermisst, was da drinnen sein könnte. Das brachte Riku dann aber doch nicht über sein Herz, auch wenn Yes ihm das so aufgetragen hatten. Stattdessen schleppten Samu und er diese Kisten hoch in die fünfte Etage, damit  Yes sie doch nochmal durchgucken konnte …
Die alten Regale und zerlegten Schränke aber, die brachten sie schon mal zur Deponie. Dafür mietete Riku sich extra einen Transporter und mit Hilfe des Navies fanden die beiden Finnen dann auch den Weg nach Kronshagen, zum Recyclinghof, um den Sperrmüll dort zu entsorgen. Auf dem Rückweg beschlossen sie spontan, einkaufen zu gehen und ihre Mädels am Abend mit einem Dinner zu überraschen. Sie entschieden sich dafür, eine Lachlasagne zu machen, dazu natürlich noch Salat und Samu bestand darauf, dass es als Dessert Mousse au Chocolat geben sollte. Da er auch das kochen übernehmen wollte, weil Riku mit Yes zum Kontrolltermin fahren wollte, war Riku nachgiebig in dem Punkt. Die Beiden kauften mal wieder sehr großzügig ein. Neben allen Zutaten, die sie für das Essen benötigten, landeten auch noch diverse exotische Früchte  und zwei erlesenen Weine in ihrem Einkaufswagen. Da Yes natürlich kein Alkohol trank, entschied sich Riku, auch noch diverse Säfte mitzunehmen und klassische Cocktailzusätze. Er hoffte darauf, dass sie endlich mal darauf anstoßen konnten, was sie denn nun bekommen würden, einen Jungen oder eine kleine Prinzessin. Er erklärte zwar immer, dass es ihm absolut egal wäre, welches Geschlecht ihr Kind haben würde, aber ganz still, im Geheimen, hoffte er auf einen kleinen Eishockey oder Fußballspieler. Seine Nichte war super süß, aber dem ganzen Puppenkram, dem konnte er absolut nichts abgewinnen …
Am Nachmittag holte er Yes von einer Schule in Holtenau ab und nach einem kleinen Zwischenstopp in einem Café, ging es zu ihrer Ärztin. Dort kam man ihnen und ihrem Bekanntheitsgrad entgegen, so dass sie sich nicht ins normale Wartezimmer setzten mussten, sondern in einem separaten Raum warten konnte. Riku war es wie immer egal, aber Yes war dankbar dafür. Yes musste zum wiegen, ihr wurde Blut abgenommen und auch der Blutdruck wurde gemessen. Der Anblick auf der Waage ließ sie innerlich aufschreien, auch wenn die Arzthelferin sie anstrahlte, das alles perfekt in Ordnung war. Natürlich war ihr bewusst, dass es richtig war, dass sie immer weiter zunahm, man sah es ihr ja auch an, aber einfach die nackten Fakten, die taten weh. Sie hoffte wirklich, dass sich nach der Geburt ihr Gewicht zügig wieder regulieren würde …
Riku sah Yes mal wieder an, dass sie mit sich und ihrem Gewicht haderte. Er beugte sich zu ihr rüber, hauchte ihr einen zarten Kuss auf die Lippen und wisperte: „Siehst du, das muss so sein Merenneito! Und dazu siehst du einfach super sexy aus! Ich liebe dich Süße!“
Ein leichtes Lächeln kehrte zurück in ihr Gesicht: „Danke Schatz! Ich hoffe einfach nur, dass ich das alles nicht mühsam wieder abnehmen muss hinterher … Ich hasse Diäten! Auf Ernährung achten, okay, aber richtig abnehmen ist einfach nur ätzend!“
Er legte seine Hand liebevoll auf ihren Bauch, sah sie an und sagte: „Du hast bis jetzt gerade mal acht Kilo zugenommen, dass ist wirklich nichts! Ich habe gelesen, dass das Würmchen jetzt auch schon zwischen eineinhalb und zwei Kilo wiegt, dass ist schon ein viertel von dem, was du zugenommen hast! Dazu das Fruchtwasser, die Plazenta, die vergrößerte Gebärmutter, da ist nicht wirklich viel übrig für überflüssiges Fett!“
Yes biss sich leicht auf die Lippe. Die Fakten kannte sie und trotzdem fühlte sich das alles ganz anders an. Riku sah sie voller Liebe an: „Und selbst wenn es so wäre, mir wäre es absolut egal und ich bin mir sicher, sobald du wieder mit deinem Sport richtig anfangen kannst, wäre es sehr schnell wieder normal, auch ohne große Diät!“
Leicht nickte Yes: „Darauf hoffe ich wirklich! Ich hatte noch nie Übergewicht, sobald die Trainingsphasen richtig begonnen haben und ich mich dementsprechend ernährt habe, war das alles immer in Lot ...“
Er nickte, hatte es im vergangen Jahr schließlich selbst gesehen bei ihr: „Eben und selbst da warst du nicht dick! Du bist super schlank! Deine Figur wird sich garantiert verändern, aber du bist dann ja auch Mutter geworden, dass ist vollkommen normal!“ Er zog sie in seinen Arm, küsste sie und hoffte darauf, dass sie es irgendwann auch so sehen würde ...
Sie mussten nicht lange warten, bis sie zur Ärztin konnten. Auch sie erklärte Yes nochmal, dass sich alles soweit gut entwickeln würde, ihre Werte seien absolut in der Norm. Während der Untersuchung blieb Riku, wie immer, im Sprechzimmer und wurde dann zum Ultraschall dazu gerufen. Yes lag auf der Liege und musste das erste mal feststellen, dass das nicht mehr wirklich bequem war. Die Ärztin schob ihr Shirt hoch und den Bund der Hose runter, verteilte das kühle Gel auf ihrer Haut, was sie leicht zusammenzucken und Riku grinsen ließ. Und dann kam wieder der große Moment, die beiden konnten ihr Kind sehen. Schlagartig hatte Riku wieder einen Kloß im Hals, als er den Herzschlag seines Würmchens hören konnte und eine Gänsehaut breitete sich auf seine Körper aus. Man sah deutlich, dass ihr Kind, zur letzten Untersuchung, gewachsen war, man konnte deutlich die  Silhouette ihres Babys erkennen; Arme, Beine, den Bauch und natürlich den Kopf. Es war so groß inzwischen, dass es schon gar nicht mehr komplett auf ein Foto zu bekommen war und hatte sich schon im Mutterleib so gedreht, dass der Kopf schon im Becken lag. Als es dann noch damit begann, an seinen Däumchen zu nuckeln und die Füße strampelten, war es um Yes und Riku vollkommen geschehen. Bei ihr kulltern Tränchen und auch Riku wischte sich einmal verschämt über die Augen. Es war ihr Kind, was da in Yes Bauch lebte, zu wissen, dass dieses kleine Wesen tatsächlich schon überlebensfähig war, wenn es jetzt zur Welt kommen würde, berührte Riku zu tiefst. Wieder lag ihr Kleines aber ungünstig, um zu erkennen, welches Geschlecht es hatte. Die Ärztin ärgerte es etwas mit dem Schallkopf, um es dazu zu bringen, sich ein wenig mehr zu bewegen, noch hatte ein wenig Platz dafür. Yes verspürte kleine Tritte gegen die Bauchdecke, die sie auf dem Bildschirm verfolgen konnten und dann veränderte es leicht die Position so, dass die Ärztin zufrieden nickte: „Danke Kleines! Mal schauen, ob du uns endlich dein Geheimnis verrätst ...“

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