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7 - Flying Doctors - Erschütterungen

von mops1980
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Chris Randall Dr. Tom Callaghan OC (Own Character)
03.12.2014
01.01.2015
24
15.877
1
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03.12.2014 742
 
Tanya Burns hasste sich schon jetzt für das, was sie tun musste. Sie musste endlich mit Tom Callaghan sprechen, wenn sie wissen wollte, wie es in ihrem Leben weiterging. Da ihr Geld langsam zur Neige ging, war ihr Aufenthalt in Coopers Crossing begrenzt.
Es war eine Woche nach Bills Beerdigung, als Tanya an Toms Tür klopfte. Sie hatte natürlich gehört, dass es Tom nicht gut ging. Gerade deshalb hasste sie sich umso mehr. Abrupt wurde die Tür aufgerissen.
„Miss Burns?“, fragte Tom überrascht.
„Hallo Dr. Callaghan. Ich muss dringend mit ihnen sprechen.“ Tanya war sichtlich nervös.
„Ich will aber mit niemandem sprechen!“, erklärte Tom barsch.
„Es ist aber sehr wichtig.“
Tom wollte die Tür schon wieder zuschlagen, aber Tanya hielt ihren Fuß dazwischen.
„Nehmen sie ihren Fuß da weg!“, sagte Tom gereizt.
„Wenn sie mich rein lassen, tue ich das. Ich muss unbedingt mit ihnen sprechen, aber nicht hier draußen. Bitte!“ Tanya sah ihn eindringlich an.
„Na gut.“ Tom gab nach und ließ Tanya eintreten. Sie hatte eine Dokumentenmappe bei sich.
„Was ich ihnen zu sagen habe, wird sie vermutlich schockieren.“, begann Tanya.
„Glauben sie mir, im Moment bin ich nicht so leicht zu schocken.“, sagte Tom zynisch und spielte damit auf Bills Tod an.
„Vor ein paar Wochen starb meine Mutter. Als ich ihren Nachlass sortierte, bin ich auf diese Dokumente gestoßen. Daraus geht hervor, dass Arthur Callaghan, ihr Vater, auch mein Vater ist. Wir sind Halbgeschwister.“ So, jetzt war es raus. Irgendwie war Tanya jetzt erleichtert.
Tom sah sie fassungslos an. „Was sagen sie da?“
„Wir sind Geschwister. Glauben sie mir, es ist mir nicht leicht gefallen, sie gerade jetzt damit zu konfrontieren. Aber mein Aufenthalt hier neigt sich dem Ende zu und…“
„Was bezwecken sie damit? Wollen sie Geld? Ist es das, was sie wollen? Mein Vater ist bereits vor Jahren gestorben. Es gibt nichts zu erben.“, wurde Tanya von ihm unterbrochen. Seine erste Fassungslosigkeit war Zorn gewichen.
„Ich will kein Geld.“, erklärte Tanya ruhig. „Es geht mir einzig und allein darum, dass sie mein einzig noch lebender Verwandter sind.“
„Ich glaube ihnen kein Wort! Verlassen sie auf der Stelle mein Haus!“, fuhr Tom sie an.
Tanya zeigte auf die Dokumentenmappe. „Ich lasse ihnen diese hier. Dann können sie sich die Dokumente in aller Ruhe ansehen. Und wenn ihnen dann danach ist, melden sie sich bei mir.“, sagte Tanya ruhig und verließ das Haus.
Tom starrte auf die Tür, durch die Tanya verschwunden war und dann auf die Dokumente in seiner Hand. Er ging ins Wohnzimmer, wo er sich einen Whiskey ins Glas goss und diesen in einem Zug runter kippte.
Dann begann er, in den Dokumenten zu lesen. Scheinbar hatte Arthur Callaghan Sarah betrogen, einige Jahre nachdem Tom geboren war. Aus den Unterlagen ging hervor, dass Arthur Callaghan die Vaterschaft anerkannt hatte und sogar regelmäßig Unterhalt gezahlt hatte, bis Tanya volljährig war.
Tom war enttäuscht. Das hatte sein Vater getan? Wie hatte er das nur all die Jahre verheimlichen können? Tom dachte an seine Mutter. Wie sollte er ihr das nur erklären?

Am anderen Ende der Stadt lag Kelly bereits in ihrem Bett. Sie war am nächsten Tag zusammen mit Tom für eine mehrere Tage dauernde Kliniktour eingeteilt.
Schon seit Tagen hatte sie ihn nur bei der Arbeit gesehen. Sie strich mit einer Hand über die leere Matratze neben ihr. Seit sie und Tom ein Paar waren, war sie nachts kaum noch allein gewesen. Es sei denn, einer von Beiden war für eine längere Kliniktour eingeteilt. Dann war der jeweils andere viele hundert Meilen weit weg gewesen. Aber jetzt wusste Kelly, dass Tom nur am anderen Ende der Stadt war.
‚Vielleicht komme ich während der Kliniktour irgendwie an ihn ran. Ich muss ihm doch irgendwie helfen können.‘, dachte sie verzweifelt. Über diese Gedanken fiel sie schließlich in einen unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen kam Kelly völlig übermüdet am Flugplatz an. Sie war mehr als überrascht, als anstatt Tom Geoff dort auftauchte.
„Wo ist Tom?“, fragte Kelly ihn.
„Er rief mich gestern Abend spät an und fragte, ob ich kurzfristig übernehmen könnte.“, erklärte Geoff schulterzuckend.
„Hat er gesagt warum?“, fragte Kelly weiter.
„Nein, er sagte nur, er hätte was dringendes zu erledigen.“, antwortete Geoff.
Kelly hatte ein merkwürdiges Gefühl. Am liebsten wäre sie jetzt in Coopers Crossing geblieben, aber das war jetzt natürlich zu kurzfristig.
Während der ganzen nächsten Tage blieb das merkwürdige Gefühl und eine innere Unruhe befiel sie. Sie konnte sich kaum auf ihre Arbeit konzentrieren.
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