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7 - Flying Doctors - Erschütterungen

von mops1980
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Chris Randall Dr. Tom Callaghan OC (Own Character)
03.12.2014
01.01.2015
24
15.877
1
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03.12.2014 571
 
Seit der Hochzeit waren einige Tage vergangen. Tom und Kelly hatten sich seitdem nicht mehr gesehen. Jetzt stand aber eine mehrtägige Kliniktour an, wo sie sich zwangsläufig begegnen mussten.
Den ersten Tag mit einem großen Ansturm hatten sie erfolgreich hinter sich gebracht. Tom hatte sich früh auf sein Zimmer zurück gezogen, während Kelly noch einen kleinen Spaziergang gemacht hatte. Von diesem kam sie gerade zurück, als sie aus Toms Zimmer Geräusche hörte.
Sie blieb vor der Tür stehen, um sich zu vergewissern, dass sie wirklich was gehört hatte. Tatsächlich, da war was. Rief er etwa nach jemandem? Kelly entschied, die Tür zu öffnen und nach Tom zu sehen. Es zerriss ihr fast das Herz, als sie sah, wie Tom im Schlaf um sich schlug und immer wieder den Namen Bill rief. Moment mal, Bill? Kelly ahnte, um welchen Bill es ging.
Sie ging zum Bett und versuchte, Tom zu wecken. Er war schweißgebadet.
„Tom, wach auf. Du träumst!“, rief sie und rüttelte an seiner Schulter, um ihn wach zu bekommen. Er schreckte hoch.
„Was, wie…?“ Für einen Moment war er völlig orientierungslos.
„Du hast geträumt.“, erklärte Kelly nochmal. „Das muss ja ein schlimmer Alptraum gewesen sein.“, meinte sie weiter.
„Hm“, meinte Tom nur und blickte ins Leere.
„Willst du drüber reden?“, fragte Kelly sanft. Sie hatte sich auf die Bettkante gesetzt.
„Nein, so schlimm war es nicht.“, ging Tom plötzlich in Abwehrhaltung.
„Bist du sicher?“, fragte Kelly.
„Ja bin ich. Geh jetzt schlafen, wir haben morgen einen anstrengenden Tag.“, sagte Tom bestimmt.
Enttäuscht stand Kelly auf und wollte gehen. Er tat es schon wieder. Wieder stieß er sie zurück, aber diesmal ließ sie es nicht zu. Sie dreht sich wieder zu Tom um. Sie wollte ihm helfen. Vielleicht konnten sie sich so wieder annähern.
„Es ging in dem Traum um Bill Hennessy, nicht wahr?“, fragte sie und setzte sich wieder auf die Bettkante.
„Ach Quatsch!“, meinte Tom abwehrend. Er hatte sich aufgesetzt und die Arme vor seiner Brust verschränkt.
„Tom, bitte! Du hast seinen Namen gerufen und dann soll es nicht um ihn gegangen sein? Das kannst du mir nicht weiß machen!“
Tom merkte, dass Kelly nicht locker lassen würde. Und hatte er sich nicht geschworen, sich nicht mehr zurück zu ziehen, wenn ihn etwas bedrückte?
„Du machst dir immer noch Vorwürfe, oder?“, hakte Kelly weiter nach. Tom seufzte.
„Ja, mache ich. Obwohl ich weiß, dass ich nicht schuld bin an seinem Tod. Um ehrlich zu sein, hab ich in letzter Zeit häufiger solche Träume gehabt.“
Kelly nickte. Sie hatte sich sowas schon gedacht.
„Hast du eigentlich seit der Beerdigung mal wieder mit Doug und Diana gesprochen?“, fragte Kelly ihn. In ihrem Kopf reifte gerade eine Idee heran.
„Nein, habe ich nicht.“, antwortete der Arzt.
„Dann wird es höchste Zeit.“, meinte Kelly nur.
„Was hast du vor?“, fragte Tom, der merkte, dass Kelly irgendwas im Schilde führte.
„Ich habe nächstes Wochenende frei und du auch, soweit ich weiß. Wir fahren zusammen nach Corinda Bella. Es wird Zeit, dass du dein Patenkind besuchst.“
„Nein, das kann ich nicht!“, protestierte Tom sofort.
„Du musst!“, sagte Kelly hartnäckig. „Ansonsten wirst du niemals damit abschließen können und immer wieder Alpträume haben.“
Tom sah sie an. Sie hatte ja Recht und eigentlich hatte sein Psychiater genau das empfohlen, um sein Seelenleben wieder in Ordnung zu bringen.
„Okay, du hast mich überzeugt.“, sagte Tom schließlich. Kelly legte ihre Hand auf seine Schulter und drückte sie ermunternd.
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