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7 - Flying Doctors - Erschütterungen

von mops1980
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dr. Chris Randall Dr. Tom Callaghan OC (Own Character)
03.12.2014
01.01.2015
24
15.877
1
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03.12.2014 862
 
Einen Tag darauf wurde Kelly aus dem Krankenhaus entlassen. Bevor es für sie zurück nach Coopers Crossing ging, sah sie noch einmal bei Tom vorbei. Als sie über den Flur ging, kam Sarah Callaghan ihr entgegen. Sie kam aus Toms Zimmer.
„Hallo Sarah!“, begrüßte sie Toms Mutter.
„Hallo Kelly! Tom hat mir gerade erzählt, dass du gestern bei ihm warst. Ich bin ja so froh, dass ich dir jetzt nichts mehr vormachen muss. Kannst du mir verzeihen?“, meinte Sarah etwas niedergeschlagen. Sie hatte sich nie wohlgefühlt, Kelly zu belügen.
„Ach Sarah, du hast eben das getan, was jede Mutter für ihren Sohn tun würde. Es ist okay!“, entgegnete Kelly und nahm Sarah in den Arm.
Nachdem die beiden Frauen sich verabschiedet hatten, betrat Kelly Toms Zimmer. Tom starrte nachdenklich an die Wand gegenüber seinem Bett.
„Hey!“, begrüßte sie ihn.
„Hey!“, sagte auch Tom, als er seinen Kopf langsam zu ihr drehte.
„Ich wollte nicht nach Coopers Crossing zurück, ohne mich zu verabschieden.“
„Das ist lieb von dir. Nachdem, was ich dir angetan habe, ist es ein Wunder, dass du überhaupt noch mit mir sprichst.“
„Wie geht’s jetzt weiter?“, fragte Kelly. Sie war total verunsichert.
Tom sah sie an. „Ich weiß es nicht. Die Zeit in Afrika hat nicht gerade zur Verbesserung meiner seelischen Verfassung beigetragen.“, erklärte er.
„Das kann ich mir denken.“ Am liebsten hätte sie ihn gefragt, warum er dann dort hin gegangen war, verkniff sich die Frage aber. „Ich würde dir gerne helfen.“, erklärte sie stattdessen.
„Nimm es mir bitte nicht übel, aber ich will dich damit nicht belasten. Ich brauche noch eine Weile, um wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen.“
„Wenn du meinst.“, entgegnete Kelly enttäuscht. Tom hatte sich doch weit von ihr entfernt. Vielleicht schon zu weit?
Sie musste wahrscheinlich einfach abwarten und konnte nur hoffen, dass Tom irgendwann auf sie zukam.
„Okay, ich muss jetzt los, sonst verpasse ich den Flieger. Melde dich mal, ja?“ Kelly reichte ihm die Hand.
„Das werde ich.“ Tom nahm ihre Hand und sah ihr in die Augen. Irgendwas in seinen Augen machte Kelly Hoffnung. Nur zögerlich ließ sie seine Hand los. Scheinbar war doch noch eine Verbindung zwischen ihnen vorhanden.

Nachdem Kelly sein Zimmer verlassen hatte, dachte Tom weiter nach.
Wenn er wirklich nach Coopers Crossing zurückkehrte, dann musste er mit Tanya Burns sprechen. Kelly hatte ihm am Tag zuvor erzählt, dass sie in Coopers Crossing geblieben war und beim RFDS arbeitete.
Inzwischen war er schon so weit, dass er sich damit abgefunden hatte, jetzt plötzlich eine Schwester zu haben. Vielleicht konnten sie irgendwann ein geschwisterliches Verhältnis zueinander aufbauen. Aber dazu musste er jetzt auf sie zugehen. Er hatte sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als er ihr vorgeworfen hatte, nur auf Geld aus zu sein.
Und dann war da ja auch Kelly. Er hatte ihr wirklich sehr weh getan und konnte froh sein, dass sie überhaupt zu ihm gekommen war und mit ihm gesprochen hatte.

Den ganzen Flug über hatte Kelly überlegt, ob sie jemandem von Tom erzählen sollte. Sie beschloss, dass sie erst mal nur Chris davon erzählen wollte. Die Gelegenheit bot sich ihr schneller, als sie dachte.
Als die Cessna aus Broken Hill in Coopers Crossing landete, sah Kelly, dass die Nomad auch gerade gelandet sein musste. Sie nahm ihre Tasche und ging zum Flugzeug, wo Tanya, Chris und Sam gerade die Ausrüstung ins Auto packten. Die drei waren ganz vertieft in ihre Arbeit und hatten Kelly noch gar nicht bemerkt.
„Hey ihr fleißigen Bienchen, gibt es hier eine Mitfahrgelegenheit?“, fragte Kelly.
„Kelly, du bist schon zurück?“, fragte Tanya erstaunt.
„Ja, meine Werte waren okay, also hat Dr. Gates mich entlassen. Ich soll mich noch ein paar Tage schonen, aber dann müsst ihr mich wieder bei der Arbeit ertragen.“, erklärte Kelly mit einem Grinsen. „Und jetzt hoffe ich, dass mich jemand mitnehmen kann.“
„Na klar, steig ein.“, meinte Chris. „Du fährst mit zur Zentrale und von dort nehme ich dich mit nach Hause.“

„Magst du noch kurz auf einen Tee reinkommen?“, fragte Kelly, als Chris sie zu Hause absetzen wollte. „Ich muss unbedingt mit jemandem reden.“
„Das klingt ja geheimnisvoll. Aber klar, ich komme mit rein.“, antwortete Chris.
Sie setzten sich auf die vordere Veranda und als beide eine dampfende Tasse Tee in der Hand hielten, sah Chris Kelly fragend an.
„Und, worüber möchtest du mit mir sprechen?“
„Ich habe Tom getroffen.“, sagte Kelly leise und nahm einen Schluck aus ihrer Tasse.
„Wie bitte? Wo hast du ihn getroffen?“
„Im Krankenhaus, er ist als Patient da…“, begann Kelly über die zwei Begegnungen mit Tom zu sprechen.
„Chris, er hat sich verändert. Er ist nicht mehr der alte und ich fürchte, er wird sich überhaupt nicht mehr melden.“, meinte Kelly abschließend.
„Nun, er hat aber auch ganz schön was einstecken müssen in letzter Zeit. Das war oder ist wohl seine Art, damit klar zu kommen.“, meinte Chris. „Wie fühlst du dich dabei?“
„Ganz ehrlich? Ich bin total verunsichert. Auf der einen Seite bin ich froh, ihn gesehen zu haben. Aber auf der anderen Seite bin ich nach wie vor wütend auf ihn.“
„Was auch allzu verständlich ist.“ Chris nahm Kellys Hand und drückte sie aufmunternd.
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