Mann in schwarz

GeschichteAllgemein / P12
Felix Brummer / Kummer
02.12.2014
03.12.2014
3
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02.12.2014 659
 
Erstmal Hallöle! Das wird wahrscheinlich ein OneShot aber ich hab noch keine Ahnung haha. Ich hab meine alte Geschichte gelöscht, weil sie mir einfach nicht gefallen hat. Blah. Egal :D Viel Spaß beim Lesen!

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Ich trat aus dem Haus und zog meinen Mantel noch ein Stück weiter zu. Ich überprüfte mein Aussehen, indem ich kurz an mir heruntersah -schwarze Doc. Martens, darin steckte eine schwarze Hose, so eine Jeggins, unter meinem schwarzen, bis zu den Oberschenkeln reichenden Mantel, trug ich einen einfachen schwarzen Pullover. Der schwarze Nagellack blätterte langsam ab, doch es störte mich nicht. Meine langen, dunkelbraunen Haare hatte ich streng als Dutt zusammengesteckt- leise und hauchdünn rieselten einzelne Schneeflocken vom Himmel, bis sie auf den grauen, kalten Beton trafen und zerflossen. Ein wunderschönes Schauspiel der Natur. Es hatte mich schon als kleines Kind fasziniert. Ich holte meine Kopfhörer aus der Manteltasche, steckte sie an mein Handy und machte Musik an. Am liebsten hörte ich Metal. Manchmal aber auch Deutschrap, z.b. Casper (ich würde den Typen wahrscheinlich nie auf der Straße erkennen, da es mich kein bisschen juckt, wie er aussieht. Seine Stimme und seine Texte aber, habe ich in meinen Bann gezogen)
Ich lief durch das kalte, graue und vorallem unfreundliche Chemnitz. Im Winter war diese Stadt noch tausendmal schlimmer, als im Sommer. Ich hasste sie. Blieb dennoch hier wohnen, keine Ahnung warum, doch irgendwie hielt es mich hier. War es das kleine und doch große? Dieses nicht bekannte? Die Heimat? Ich wusste es nie.
Als ich am Roten Turm angekommen war, kramte ich in meiner Tasche nach einer Zigarette und meinem Feuerzeug. Ich zündete mir eine Kippe an und blieb einfach stehen. Ich blickte ins Nichts. Mir waren die alten Leute egal, die vorbei gingen und komisch gucken, die Kälte war mir egal und der Schnee. In diesem Moment war mir einfach alles egal. Ich genoss es sogar irgendwie. Bis mich ein Schultertippen zurück in die Realität holte. Genervt drehte ich mich um, zog mir dabei die Kopfhörer aus den Ohren und sagte laut, ja sogar etwas zu laut,:"Was?!" Der Mann vor mir zuckte ein wenig zusammen und sah verängstig aus. Ich blickte ihn genervt an und hob eine Augenbraue. Er lächelte dann jedoch verschmitzt, räusperte sich und meinte:"Ähm. Ich wollt dich bloß fragen, ob du Feuer hast?" Ich kramte in meiner Tasche, bis ich mein Feuerzeug herausholte und ihm entgegen hielt. Er nahm es dankend an und während er versuchte, seine Kippe anzubrennen, [ich komm grad nicht aufs passende Wort sorry] betrachtete ich ihn genauer. Er war ungefähr Mitte 20, hatte kurzes, verstubbeltes blondes Haar, einen genauso langen, schwarzen Mantel wie ich, eine schwarze Hose und weiße, jedoch ziemlich dreckige und "heruntergelatschte" Schuhe an. Er war zwar, wie jeder Chemnitzer, doch irgendwas hatte er. Hübsch war er, dass konnte man ihm lassen. Er hielt mir längst mein Feuerzeug wieder entgegen, doch ich nahm es nicht. Ich war überwältigt. Er war so geheimnisvoll und ich wusste nicht was es war, doch er hatte irgendwas, was mich stocken ließ und mich zugleich auch faszinierte. Er drückte mir, schon fast verärgert, das Feuerzeug in die Hand. Seine Hände waren so kalt wie der Winter. Fast sogar schon kälter. Seine Augen leuchteten blau. Aber irgendwie auch schwarz. Sie wirkten glücklich. Dennoch auch sehr leer. Bevor ich ihn nach seinem Namen fragen konnte, war er verschwunden. Was blieb, war die Kälte seiner Hände, in meinem Körper und die Schuhabtrücke am Boden, die jedoch bald verblaßten. Es schneite es inzwischen viel größere und viel mehr Schneeflocken. Jetzt verwandelten sie sich nicht mehr zu Wasser, sondern blieben kalt liegen. Inzwischen war es auch dunkel geworden, ich musste mehr als 2 Stunden stehen geblieben sein. Und bevor ich ging, sagte mir eine Stimme in meinem Kopf:"Es war der Mann in schwarz."
Seitdem hatte ich ihn nie wieder gesehen.
Und noch immer, spüre ich die Kälte seiner Hände, in meinem Körper.
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