Stinkwürmer

von Berenike
KurzgeschichteFreundschaft / P12
Holly Short Mulch Diggums
02.12.2014
02.12.2014
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Das ist das zweite Türchen zu Lunairys und meinem Weihnachtskalender und mein erster Beitrag dafür.
Seid bitte vom Titel nicht zu sehr irritiert, ich muss zugeben, dass mir nichts Besseres einfiel, aber trotzdem ist der Titel durchaus sinnvoll gewählt! XD
Ich will euch nicht weiter nerven, lest einfach!

Das 1. Türchen findet ihr hier: http://www.fanfiktion.de/s/547c1d6d00032a9be10ac3b/1/In-der-Weihnachtsbaeckerei-
Das nächste Türchen wird morgen wieder bei Lunairy erscheinen.

Viel Spaß beim Lesen!
LG Nike

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Stinkwürmer

Haven City
Ganz Haven erstrahlte in einem hellen Lichtermehr. Das tat Haven City, die Stadt der Unterirdischen, zwar eigentlich immer, aber heute rührte das Licht nicht von den großen Werbetafeln, sondern von den bunten LEDs an sämtlichen Weihnachtsbäumen. Im Laufe der Jahrhunderte hatten die Unterirdischen die Tradition des Weihnachtsfestes aus der Welt der Menschen übernommen und Geschäftsleute rieben sich die Hände, wenn sie Schokoweihnachtsmänner mit einer Ähnlichkeit zu Front verkauften.
Auch das Apartment der ZUP-Elfe Holy Short war Weihnachtlich geschmückt, obwohl sie nicht sonderlich viel von diesem Fest hielt.
„Sie könnten ruhig etwas freundlicher gucken, Holly“, brummte Mulch Diggums und kippte sich ein weiteres Glas Punsch in seinen riesigen Mund.
Holly verzog ihren Mund zu einem Schmollen und guckte noch unglücklicher drein. „Wir feiern das Fest der Liebe, an dem sich die Familien versammeln und wir beide sitzen hier allein herum, weil wir keine Familie haben.“
Mulch schob sich eine Handvoll gebrannte Mandeln zwischen die Zähne.
„Kannst du bitte mit dem Gejammer aufhören, Holly?“, bat Mulch. „Genieß doch einfach den freien Tag wie jeder andere auch.“
„Lieber wäre es mir, wenn ich jetzt eine Neutrino in der Hand hätte und an der Oberfläche ein paar entflohene Trolle fangen könnte“, gab Holly zurück.
„Stimmt, damit hättest du gleich zwei Stinkwürmer mit einer Klappe geschlagen.“
„Was für Stinkwürmer sollen das sein?“, fragte Holly und tat so, als wüsste sie nicht wovon er sprach.
„Als erstes könntest du an den Trollen deinen Frust ablassen, weil Foaly dich das erste mal an Weihnachten alleingelassen hat und du jetzt statt mit dem Ponymann zum Bowling zu gehen mit meiner Wenigkeit als deine Gesellschaft Vorlieb nehmen musst.“
„Seit er mit Cabbelin zusammen ist, hat er kaum mehr Zeit für mich. Ich meine, ich finde es natürlich schön, dass die beiden Glücklich miteinander sind, aber Foaly weiß doch, dass mir außer dem ZUP-Weihnachtsfest, bei dem sich Grub jedes mal bis zum Erbrechen betrinkt, und das Bowling danach nicht mehr viel zum Freuen bleibt.“
Mulch beachtete sie nicht und sprach weiter: „Und der zweite Stinkwurm ist Artemis.“
„Warum sollte Artemis ein Stinkwurm sein?“ fragte Holly verwundert.
„Weil Master Fowl oben in seinem reich geschmückten Fowl Manor sitzt und höchst wahrscheinlich gerade Hasenbraten isst und Champagner trinkt, anstatt hier unten die Einladung seiner besten und einzigen Freundin anzunehmen“, erklärte Mulch.
„Wie hätte er auch kommen können?“, fragte Holly unglücklich. „Bis er ein Visum bekommen hätte, wäre Weihnachten längst vorbei gewesen. Und er hat jetzt eine Familie, mit der er zusammen sein kann.“
„Erstens, habe ich Recht, was Artemis als Stinkwurm betrifft; Unser kleines Genie Artie hätte, wenn er gewollt hätte, einen Weg gefunden, wie er zu dir oder du zu ihm gekommen wärest. Und außerdem kann ich es nicht ertrage, dich so niedergeschlagen zu sehen, Holly.
„Ach was“, versuchte Holly es abzutun. „Ich habe zusehen dürfen, wie Grub Troubles Anzug direkt vor Lily Fronts Augen vollgekotzt hat und das sollte mir als Geschenk für dieses Jahr reichen.“
Holly stand von der Couch auf und stellte sich an das Fenster ihres Apartments, als würde sie die Lichtergirlanden draußen bewundern, doch tat sie dies nur, um Mulch nicht länger in die Augen sehen zu müssen.
Reiß dich verdammt noch mal zusammen, Holly! Das ist nicht das erste oder einzige Weihnachtsfest, das du alleine verbringen musstest. Und du hast Mulch. Nur weil Artemis diese dumme Einladung nicht angenommen hat, brauchst du dich nicht so aufzuführen.
„Ich verstehe natürlich, dass Artemis bei seinen Eltern und seinen Brüdern sein will. Und ich mag Weihnachten so wie so nicht.“ Holly wandte sich wieder zu Mulch um und lächelte ihn an. „Also, bringen wir diesen Abend hinter uns.“
„Willst du auch noch ein Glas Punsch?“, fragte Mulch und leerte seines zum geschätzten zehnten Mal.
Holly setzte sich zu ihm zurück auf die Couch, umarmte Mulch fest und drückte ihm einen Kuss auf seine bärtige Wange.
„Deine Gesellschaft ist allemal besser, als Foaly, der keinen Kegel trifft und stattdessen über seine Erfindungen faselt oder Artemis, der mir auch nur von Wissenschaft oder impressionistischer Kunst erzählt. Und du bist auf jeden Fall besser als Grub Kelp.“
„Welch eine Ehre. Und jetzt hol endlich die Pilzburger aus dem Ofen, ich will deine Kochkünste kennenlernen, Holly.“
Holly verschwand in der Kochecke und zog das Blech mit den leicht verbrannten Burgern aus dem Backofen. Während sie und Mulch aßen und noch mehr Punsch tranken, vibrierte das Walky Talky auf Hollys Nachttisch, ohne das es jemand im Apartment bemerkte.

Fowl Manor
Artemis Fowl der Zweite schob enttäuscht das Walkie Talkie zurück in seine Jackettasche, als nach einer Minute Klingeln keiner abnahm  und kehrte in das Wohnzimmer zurück, wo seine beiden kleinen Brüder ihre Geschenke vor dem Kaminfeuer auspackten. Artemis richtete seine Krawatte und trat mit einem etwas aufgesetzten Lächeln auf seine Eltern, Geschwistern und Leibwächter zu.
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