24 Tage - Adventskalender der Liebe

von 1nfinity
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Bonifazius Mosca Prosper Riccio Scipio Wespe
01.12.2014
21.02.2015
19
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Sabrina
Ich ging wieder durch die Straßen von Venedig. Seit zwei Wochen war ich schon hier. Der Winter war eingekehrt und es wurde auch schon langsam kälter. Aber nur langsam. In Venedig waren die Tage eigentlich immer nur sehr heiß, doch schon seit einer Woche, waren die kalten Tage losgegangen, die den Winter ankündigten. Es weihnachtete schon richtig. In den Läden waren nur noch Weihnachtsdekorationen und Plätzchen, Lebkuchen und was weiß ich noch alles zu sehen. Doch ich holte mir diese Leckerein heute nicht denn, ich hatte schon gut zu Abend gegessen.
Ich merkte langsam, wie es zu dämmern anfing. Ein starker Wind kam auf einmal und mir wurde verdammt nochmal kalt. Eine Gänsehaut breitete sich an meinem ganzen Körper aus und ich wäre jetzt am liebsten in einem warmen Haus vor einem Kamin gesessen und hätte mich aufgewärmt. Doch leider gab es das für uns Diebe nicht denn, wir mussten immer auf der Hut sein. Besonders ich als neue Diebin in Venedig denn, Venedig war nicht nur die Stadt des Mondes und der Liebe, sondern auch, wie ich immer sagte die Stadt des Stehlens, hört sich verrückt an, doch man konnte es nicht anders sagen.
Auf einmal wurde ich von hinten angerempelt. Ich drehte mich wütend um, doch es war bereits zu spät. Ein kleiner Junge, mit langen blonden Haaren, hatte mir mein Portmonie gestohlen, das ich gerade vor einer Stunde einem Mann geklaut hatte.
,,HEY BLEIB STEHEN DU ARSCH!", schrie ich und rannte im Vollgas dem kleinen Blondhaarigen hinterher.
Ich hatte ihn eingeholt und schubste ihn zu Boden.
,,Her damit sonst setzts was!", spie ich aus.
Der Kleine gab mir das Portmonai und dann gab ich ihm noch eine Ohrfeige.
,,Beim nächsten Mal kommst du mir nicht mehr so blöd und klaust MIR einer Superdupermeisterdiebin das Geld KAPIERT?!", schrie ich so laut ich konnte.
,,Ja", quiekte er nur und ich ließ ihn laufen.
Und wie er lief. Ich zählte die Geldscheine nach. Noch alles da. Super, der kleine Penner hat doch nichts geklaut.
,,Das wird dir noch Leid tun!", hörte ich ihn von weitem schreien.
,,Ja ja is klar", sagte ich leise zu mir selbst.
Ich ging wieder zurück doch ich war keine zwei Schritte gegangen, schon wurde ich von hinten gepackt, umgedreht und fest an die Hauswand gedrückt.
,,Ey man Alter was soll das verpiss dich von mir!", schrie ich meinen Gegenüber an und versuchte ihn von mir wegzuschubsen, aber erfolglos.
,,Der Herr der Diebe findet es nicht sehr angemessen das man seine Freunde bestiehlt", sagte der Junge, glaube ich mal, mir gegenüber.
,,Herr der Diebe? Man ey is das kindisch, hältst dich wohl für nen Oberschlauberger was?"
,,Ich bin der größte Dieb in ganz Venedig."
Ich musste lachen.
,,Das auch noch, ich glaub ich spinn", lachte ich.
,,Mit mir sollte man sich besser mal nicht anlegen."
Ich hob eine Augenbraue. Erst jetzt, fing ich an, ihn genauer zu betrachten. Der "Herr der Diebe" trug eine schwarze Vogelmaske und einen schwarzen langen Mantel und ein Umhang, wehte dahinter im Wind.
,,Frech bist du auch noch junge Lady und das in der Weihnachtszeit?"
,,Ja und ich kann sein wie ich will, mich gibts nur einmal."
Dann ließ er mich endlich los. Ich blickte in seine dunklen Augen. Lockige Haare die ein wenig im Wind zerzausten wurden. Irgenwie sah das...
,,Fang mich doch wenn du deine Kohle wieder willst!", rief ich und rannte los auf das nächste Dach und war in innerhalb von Sekunden oben.
Keine Sekunde später, hatte mich der Herr der Diebe auch schon eingeholt. Ich lief weiter, machte einen riesigen Sprung und landete auf dem nächsten Dach, ich lief und dann, sprang ich nochmal ab und schon war ich auf dem nächsten Hausdach gelandet. Auf einmal stolperte ich. Ich wusste nicht über was, doch ich flog auf den Boden und prallte noch mit dem Kopf auf. Alles wurde verschwommen. Ich sah zurück.
Der Herr der Diebe, ging in einem lässigen Gang auf etwas, das auf dem Boden lag, zu. Er hob das "Etwas" auf und jetzt konnte ich auch sehen, das es ein Taschenmesser war. Verdammt! Warum fiel mir das nicht früher auf und ich dachte dieses Klirren ist was anderes?
Er kam immer näher. Langsam wurde alles noch verschwommener und ich konnte die Augen kaum offen halten.
,,Du bist so eine Schönheit und eine solche Schönheit lasse ich doch nicht einfach gehen?"
,,Lass mich in Ruhe!", brachte ich gerade noch hervor. Ich wollte schreien doch es ging nicht.
Der Herr der Diebe stand jetzt neben mir und blickte zu mir runter. Bestimmt lag ich da jetzt wie so ein Häufchen Elend, das kurz vorm Verrecken ist.
,,Lass mich", brachte ich nur noch leise hervor.
,,Du bist schwach, ich bring dich zu mir meine Liebe", sagte er und während er das sagte nahm er mir das Portmonie weg und dann konnte ich schon nichts mehr sehen.
,,Lass mich", war das letzte was ich noch hervor brachte.
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Im nächsten Kapitel...

Sabrina wird von Scipio gerettet und erfriert nicht in der Nacht. Bei ihm angekommen will sie wieder fliehen. Doch wird ihr der Fluchtversuch gelingen oder wird es einfach nur ein Abendspaziergang? Und wird sie den anderen vertrauen? Werden sie beste Freunde?
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