Adventskalender

GeschichteAllgemein / P12
Leon Vanessa
01.12.2014
12.07.2019
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Zufrieden setzt sich Vanessa in dem Bett auf. Leon hat das Mädchen wirklich so lange massiert, bis sie komplett eingeschlafen war. Das war mal wieder so typisch Leon, wenn die beiden allein sind. Natürlich ist auch klar, wenn das Team im Teufelstopf trainiert, Leon sie nicht schonen kann. Sie muss genau dasselbe schaffen und machen wie die anderen. Und selbst dafür liebt die Blondine ihn. Sie würde es selbst nicht wollen, dass Leon sie weicher behandelt als die anderen. Sie ist nicht nur die Freundin des Anführers, nein sie ist auch Vanessa, die Unerschrockene. Und beim Trainieren will sie lieber die Nummer 5 sein und beim Fernsehen zuhause möchte sie sich an ihn kuscheln und ab und knutschen. Nicht alle können diese Trennung, aber bei den beiden klappt es.
Vorsichtig steht das Mädchen auf und schleicht rüber zu ihrem Kleiderschrank. Hinter den schicken Kleidern hat sie die heutige Überraschung versteckt. Die drei Kartons holt sie hervor und stellt diese auf den Küchentisch. Schnell schneidet sie das letzte Päckchen ab und legt dieses neben den drei Päckchen. Da Leon genau wie sie Ferien hat, möchte das Mädchen ihn auf keinen Fall wecken.  Daher geht das Mädchen zu dem Sofa. Auf dessen Tisch ist das neue Puzzle ausgebreitet. An dieses setzt sich das Mädchen auch sofort. Gestern hat das Paar auch nach der tollen Badewanne für Vanessa auch noch etwas über eine Stunde gepuzzelt und dann hat Leon das Mädchen so schön massiert.
Schmunzelnd hört das Mädchen eine Stunde später wie Leon aufsteht und prompt mal wieder gegen den Mülleimer neben der Tür rennt, da er leise flucht. Ist ja erst das zwanzigste Mal. Innerlich fragt sich Vanessa, wie oft er das noch machen will, da dies fast jeden zweiten Tag passiert, außer ist kriegt im Bett eine Tasse Kaffee. Dann ist der wilde Kerl wach genug um den Mülleimer zu beachten. Den woanders hinzustellen hat auch keinen wirklichen Sinn, da der Slalomdrippler ihn bisher an jeder Stelle in dem Raum schlaftrunken mitgenommen hat.
Wie auch sonst jeden Morgen schlurft Leon in die Küche, wo er sich den üblichen Kaffee kocht und sich dann mit der Tasse auf die Suche nach Vanessa macht. Diese trifft er auch, wie erwartet hat, puzzelnd im Wohnzimmer. Leicht lächelnd das Mädchen ihm zu, eh es sich auf die Teile konzentriert. Sie wartet, bis ihr Freund die Tasse gelehrt hat und legt das Puzzle beiseite.
„Hey? Ist heute wirklich schon Weihnachten?“; fragt der Slalomdrippler aufgedreht.
Lachend nickt das Mädchen.
„Zum Zeit überbrücken liegt das heutige Geschenk in der Küche. Wir können schließlich nicht um halb elf bei Joachim auftauchen.“
Begeistert rennt der Junge in die Küche, wo er zwei Kartons mit Blankomemorykarten entdeckt. Den Schuhkarton öffnet er und erblickt doppelte Paarbilder.
„Ein Memory mit Bildern von uns.“, murmelt der Schwarzhaarige beeindruckt.
Er setzt sich neben Vanessa an den Tisch, die in der Zwischenzeit Kleber, Schere und ein Laminiergerät an den Tisch geholt hat.  

„Wie zum Teufel sind diese Fotos entstanden?“, fragt Leon und hält dasselbe Foto hoch, wo sich zwei jüngere Ausgaben der beiden in einem See küssen.
„Ranas Brille und Hadschi Ben Hadschi.“, lautet die einfache Antwort.
„Wie bist du auf die Idee gekommen?“
„Bei der Collage für das Puzzle hab ich die neueren Bilder genommen, aber ich wusste nicht, dass Hadschi so viele Fotos von uns hat, als wir jünger waren. Ich hatte bloß um eine Hand voll Bilder gebeten. Bekommen hab ich bei dem Besuch aber zwei ganze Schuhkartons voll. Ich durfte diese in Ruhe durchschauen und die einen hat er mir in digitaler Form gegeben. Bei den alten war es nicht so einfach möglich, da die Qualität der Fotos für ein Puzzle zu schlecht war. So ist die Idee mit dem Memory entstanden.“

Als am Abend die beiden zu seinem Vater gehen, ist das Memoryspiel mit 120 Paaren fertig und die beiden hatten einen sehr lustigen Nachmittag zwischen den ganzen Fotos.
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