Adventsgeschichten

KurzgeschichteFantasy, Freundschaft / P12
30.11.2014
07.12.2014
2
1550
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hallo!
Dies ist meine erste, freie Weihnachtsgeschichte. Eigentlich sollte dies ein Adventskalender werden, aber ich habe erst drei Geschichten, also lade ich diese zu jedem Advent hoch. Sind also vier One Shots zu meinem Engels - Universum.






Bald! Bald war es so weit! Bald war Weihnachten! Der kleine Luzifer freute sich schon auf diesen Tag. Dann konnte er endlich seinen Eltern und seinem großen Bruder sein selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk geben. Dies hatte der kleine zusammen mit Tante Ali im Kindergarten gemacht. Er freute sich schon so auf die Reaktionen seiner Familie, wenn sie sahen, wie gut er schon war. Er hatte sich so viel Mühe gegeben! Sogar seinen Namen hatte er darunter geschrieben! Er war so stolz! Mommy, Daddy und Gaib werden sicher sehr stolz auf ihn sein, dass er das schon konnte. Dabei war er erst drei!

Der Dreijährige spielte zusammen mit seinem besten Freund Michael in seinem Zimmer. Der ältere Junge war mit seinen Eltern zu Besuch zum 4. Advent und die beiden Kinder waren sofort in Luzifer´s Zimmer gegangen. Der Kleinere zeigte dem Anderen gerade das selbstgemachte Geschenk. Es war eine selbstgebastelte Karte.

„Das habe ich für Mommy, Daddy und Gaib gemacht! Ist das nicht toll?“, fragte Luzifer fröhlich.
Er klappte die Karte auf und im Innerem war eine Kinderzeichnung von einer vierköpfigen Familie. Für das Alter des Jungen war diese schon sehr gut, aber das wussten die beiden Kinder nicht.

„Sie werden sich sicher freuen!“, sagte der Sechsjährige.

Luzifer nickte mit einem breitem Grinsen und verstaute die Karte wieder in seinem kleinen Schreibtisch, der mit ihm mit wuchs.

Kurz darauf war Weihnachten. Die Eltern wurden früh von ihrem jüngsten Sproß geweckt, in dem er auf ihrem Bett rumsprang, ihnen die Decken hinunterzog und auf seinen Daddy sprang. Yukihito murrte noch recht verschlafen und rieb sich die Augen. Der kleine Junge wurde von seiner Mommy auf den Schoß genommen und sie setzte sich mit ihm auf den Bettrand.

„Luzifer, wieso gehst du nicht deinen Bruder wecken und lässt uns, uns umziehen? Erst gibt es Frühstück und dann gucken wir, ob der Weihnachtsmann die Geschenke gebracht hat.“, sagte Ariel.

„Können wir nicht gleich wegen der Geschenke gucken?“, sagte Luzifer und sah sie mit großen Augen an.

„Nein, Kind!“, sagte sie sanft, aber streng. „Erst Frühstück, sonst nimmt der Weihnachtsmann die Geschenke wieder mit.“

Die großen, blauen Augen sahen sie erschrocken an.

„Er soll die Geschenke nicht mitnehmen! Dann bekommt ihr ja meins nicht!“, rief der Kleine und presste sich die Hände auf den Mund, da er sich versprochen hatte. Das sollten sie doch noch nicht wissen. Es war doch seine Überraschung.

„Jetzt lauf und weck deinen Bruder!“, sagte Ariel und der Junge lief los.

„Yukihito, Schatz! Aufstehen! Du hast gehört, was Luzifer gesagt hat.“

Ihr Mann grummelte und stand dann endlich auf, zog seine Frau in seine Arme und küsste sie.

Luzifer rannte in Gabriels Zimmer und sprang aufs Bett.

„Aufstehen, Gaib! Es ist Weihnachten!“, rief das Kleinkind.

Sein großer Bruder öffnete murrend die Augen und sah seinen kleinen, grinsenden Bruder an. Dann sah er auf seine Uhr und stöhnte.

„Luzifer, es ist noch nicht mal 10.“, murrte Gaib.

„Mommy sagt, du sollst aufstehen.“, sagte das aufgedrehte Kleinkind und zerrte an seinem Arm.

Gabriel setzte sich auf und sah, wie sein kleiner Bruder auf dem Boden stand und ihn aufgeregt ansah.

„Ich komme ja schon, kleiner Frechdachs!“, grinste Gabriel.

„Ich bin nicht klein!“, rief Luzifer.

„Du bist aber kleiner als ich.“, sagte Gabriel grinsend, nahm ihn auf den Schoß und kitzelte ihn durch. Luzifer lachte laut.

Als sie nach dem Frühstück die Wohnstube betraten staunten die Kinder nicht schlecht. Das ganze Zimmer war mit Girlanden, fliegenden Weihnachtssternen, Wichteln, Weihnachtssocken, die gefüllt waren mit Süßigkeiten und Weihnachtsblumen geschmückt. Dann war da noch der Weihnachtsbaum, der mit allerlei Kugeln, Süßigkeiten und einem weißen Stern an der Spitze geschmückt war. Unter dem Baum stapelten sich die Geschenke und Luzifer erspähte seine Karte. Er lief zum Baum, nahm die Karte und gab sie seiner Familie.

„Danke, Luzifer!“, hörte der Kleine als sie die Karte aufgeklappt hatten.
Es war ein freudiges Weihnachten.
Review schreiben