Die Flucht vor der Wahrheit

von Feera
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
30.11.2014
30.11.2014
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Hier kommt jetzt mein Beitrag zu dem LOTS Wettbewerb und hier ist auch der Link zum Wettbewerb.
http://forum.fanfiktion.de/t/28509/1
Ich habe mal versucht etwas anderes zu schreiben und habe mal einen besonderen Stil ausprobiert, ich hoffe es gefällt euch. Viel Spaß beim Lesen.



Ein Schritt vor den anderen.
Immer schneller.
Bloß nicht anhalten.
Das wäre ihr Tod.

Schon seit Tagen liefen sie durch diese nicht enden wollende Steppe.
Weit und breit.
Kein Leben in Sicht.
Sie waren alleine.
Nur mit ihren Gegner.
Und die waren nah.
Sehr nah.

Sie wurden gejagt.
Seit Tagen.
Seit Wochen.
Auf der Flucht.
Keine Rast.
Kein Ende in Sicht.


War das die Geschichte ihres Unterganges?
Ihres Versagens?
Sollte der Sucher versagen?
Sollte er nicht in der Lage sein jene zu beschützen dir er liebte?
Seine einzig wahre Liebe Kahlen?

Das durfte nicht sein.
Das konnte nicht sein.
Sie mussten entkommen.
Schneller laufen.

Der Hüter hatte eine neue Chance erhalten zurückzukehren.
Das durfte nicht sein.
Das konnte nicht sein.
Nicht noch einmal.
Die Welt der Lebenden war dem Untergang geweiht.

Doch noch gab es sie: Hoffnung.
Solange Richard am Leben war und lief.
Immer weiter.
Nicht anhielt.

Und seine drei Gefährten, auch sie mussten um ihr Leben laufen.
Neben ihm.
Immer schneller.
Denn hinter ihnen war ihr Untergang.
Ihr Tod.

Hinter ihren waren die Frauen in Rot.
Bereit die Frau, die sie einst gefangen gehalten haben um sie zu schützen, umzubringen.

Es waren zu viele und es wurden mehr.
Immer mehr.
Immer mehr nahmen die Verfolgung auf.

Die Schwestern des Lichtes  waren gnadenlos.
Sie hatten eine neue Prophezeiung erhalten und waren gleich losgelaufen.

Niemand konnte sie aufhalten.
Sie wollten das Werk der Schöpferin verrichten.
Um jeden Preis.
Wie sie es schon immer getan haben.
Und immer tun werden.

Aber noch nie wollten sie eine Konfessor umbringen.
Schon gar nicht die Mutter Konfessor.
Was eine Prophezeiung so alles anrichten konnte….

Die Prophezeiung war vor zwei Wochen aufgetaucht.
Seitdem war Kahlan auf der Flucht.
Und die anderen mit ihr.

Wie konnten die Schwestern des Lichtes nur denken, dass Kahlan den Sucher töten könnte?
Nur weil es schon einmal passiert war?

Aber da war es nicht Kahlan gewesen, sondern Niccis Wille.
Es war nicht ihre Schuld gewesen und die Schulgefühle übermannten sie auch heute noch, obwohl es schon ein Jahr her war.

Kahlan dachte kurz an den wohl schrecklichsten Moment in ihrem Leben zurück und wäre fast von einem Dakra getroffen worden, hätte Richard sie nicht in der letzten Sekunde zur Seite geschubst.

Kahlan kam schnell wieder auf die Füße und gerade als sie wieder loslaufen wollte merkte sie, dass sich ihr Kleid in irgendwas verfangen hatte.

Als sie genauer hin sah, merkte sie, dass es ein Skelett war und sie wollte nur noch so schnell wie möglich von hier weg.
Auch Richard blickte nur auf den von Skeletten übersäten Boden und mit jeden Schritt, den er machte um Kahlan zu helfen knackte es unter seinen Füßen, wenn er die Knochen durchbrach.
Es waren nicht nur Tierknochen, sondern größtenteils von Menschen.

Hier musste mal eine große Schlacht stattgefunden haben, denn noch immer ragten Pfeile aus den Skeletten.
Kahlan riss an ihrem Kleid um möglichst schnell loszukommen und Cara kam ihr zur Hilfe.
Sie trat einmal kräftig gegen den Schädel und Kahlans Kleid kam los.
Jetzt war Kahlan zwar frei, aber ihre Verfolger waren nun direkt hinter ihnen.

Richard, der Kahlan nun auch erreicht hatte, stelle sich nun schützend vor sie und auch Cara machte sich bereit Kahlan vor den Dakras zu beschützen, wie sie es schon einmal getan hatte.
Damals an dem schrecklichsten Tag ihres Lebens.
Aber sie musste sich auf das hier und jetzt konzentrieren, denn nur das zählte.

Die Schwestern des Lichtes stellten sich in einer gerade Linie auf, bereit zum Angriff.
„Wir müssen weg von hier, wir haben keine Chance“, sagte Zedd und wollte sich gerade wieder in Bewegung setzen, als die Prälatin vortritt und einfach nur Kahlan mustert.
Diese sucht Schutz hinter Richard, doch fing langsam an selber an die neue Prophezeiung zu glauben.

„Die Mutter Konfessor wird dem Hüter eine erneute Bedrohung der Welt der Lebenden ermöglichen.
Sie wird den Sucher in den Abgrund stürzen“

Bis jetzt waren alle Prophezeiungen eingetroffen und sie fürchtete, dass es diese Mal auch so sein könnte, denn die Schöpferin irrte sich niemals.

Aber andererseits wie sollte das möglich sein?
Sie konnte Richard niemals wehtun, nicht noch einmal.

Als Kahlan noch ganz in Gedanken war trat Zedd vor:
„Wenn ihr Kahlan töten wollt müsst ihr sie erstmal sehen können.“
Mit diesen Worten machte er sie alle vier unsichtbar und die Schwestern des Lichtes warfen sofort ihre Dakra auf die Stelle, an der die Gefährten eben noch gestanden hatten, verfehlten sie aber.

„Haltet ein! Wir dürfen den Sucher nicht töten.“, sagte die Prälatin, denn sie wusste, dass wenn dem Hüter eine erneute Wiederkehr gelingen sollte war Richard der einzige der ihn aufhalten konnte.

„Aber die Mutter Konfessor darf nicht am Lebe bleiben, sonst besteht die Gefahr, dass Richard dann versagen könnte. Wenn wir Kahlan töten und Richard ausversehen auch treffen sollten, wäre das zwar tragisch, aber  nicht so schlimm als wenn der Hüter zurückkehren sollte.“, sagte eine Schwester des Lichtes und allen war klar, dass sie recht hatte, obwohl es gegen ihre Natur sprach Unschuldige zu töten, erstrecht den Sucher.
Aber sie hatten keine Wahl.

„Tötet sie um jeden Preis.“, gab die Prälatin den kurzen Befehl und schon war die von Skeletten übersäte Landschaft von dem Surren der Dakras erfüllt.

Zedd musste sie wieder sichtbar machen, damit Cara die Dakras wirkungsvoll zurückschicken konnte.
Auch Richard tat sein bestes die Dakras mit seinem Schwert abzuwehren.
Als die Prälatin einsah, dass es keinen Sinn hatte trat sie vor und sprach die Worte, vor denen Richard sich am meisten fürchtete:
„Richard was ist, wenn die Prophezeiung sich bewahrheitet?
Was ist, wenn die Frau, die du liebst dem Hüter helfen wird zurückzukommen?
Richard, könntest du Kahlan töten, wenn du müsstest?“

„Ich glaube nicht an Prophezeiungen.“, war Richards einzige Antwort, doch er wusste, dass er sie irgendwann mit dem Gedanken auseinander setzen müsste, aber bis dahin würde er sich in seiner Welt verstecken, wo Kahlan keinem etwas tun konnte und er würde fliehen.
Fliehen vor den Schwestern des Lichtes und der Wahrheit.
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