Advent, Advent eine Weihnachtliebe beginnt

von Togare
GeschichteRomanze, Familie / P12
29.11.2014
30.12.2014
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Auf der Brücke war nichts los, so beschloss Captain Kathryn Janeway etwas früher ihren Dienst zu beenden. Sie schaute zu ihrem ersten Offizier hinüber und übergab ihm das Kommando, am liebsten hätte sie ihn gefragt, ob er mitkommen würde um einen Drink mit ihr zu nehmen. Aber seit einem Monat sagte er das gemeinsame Abendessen ab, Kathryn wusste auch wieso. Es ging das Gerücht herum, das er sich mit Seven of Nine traf und dem wollte sie nicht im Wege stehen. Er verdiente es glücklich zu sein, auch wenn es bedeutete dass sie nun wirklich ganz alleine war. So ging sie alleine in ihr Quartier und bestellte sich einen Kaffee, danach setzte sie sich an ihren Schreibtisch und aktivierte ihren Computer, um ihren privaten Logbuch Eintrag zu machen. Als sie das Datum sah bemerkte Kathryn das heute der erste Advent war und so beschloss sie sich einen Adventkranz zu replizieren. Der Kranz bestand aus Tannenzweigen, drei roten Kerzen, einer rosa Kerze, roten Miniäpfel und Orangenscheiben die mit Zimtstangen und Nelken, zu einem Päckchen gebunden waren. Kathryn stellte den Kranz auf ihren Couchtisch, um den angenehmen Tannenduft in sich auf zunehmen. Dann  zündete sie die erste Kerze an. Als sie in die Flamme schaute, kamen Erinnerungen in ihr auf.

Der erste Schnee fiel, im Haus roch es nach frischgebackenen Keksen. Ihre Mutter schmückte das Haus mit altem Familienschmuck, dann zündete sie das Feuer im Kamin an. Die zwölf Jährige Phoebe saß am Esszimmertisch und bastelte Papiersterne so wie Fensterbilder. Kathryn saß auf der Couch in einer wunderschönen Decke eingewickelt, die ihre Mutter gestrickt hatte. Sie las in einem alten Buch und  trank dabei einen heißen Kakao. Immer wieder schaute sie abwechselnd zu ihrer Mutter und zu Phoebe hinüber, beide wirkten glücklich, obwohl ihr Vater noch nicht bei ihnen war. Auf einmal ging die Türe auf, ein kalter Windstoß erfüllte das Wohnzimmer. Dann hörte sie eine tiefe Stimme die laut rief.

„Wo sind meine liebsten Frauen im ganzen Quadranten?“

Phoebe sprang von ihrem Platz auf und lief sofort in den Flur, dort warf sie sich in die Arme eines Mannes um sich ganz fest an ihn zu drücken. Zusammen kamen die beiden, wieder ins warme Zimmer, der Mann schnupperte, ein Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht.

„Mhm hier riecht es nach Weihnachten!“
„Das ist auch beabsichtigt mein Schatz.“     

Ihre Mutter ging auf den Mann zu, um ihm einen Kuss auf seine Lippen zu geben.

„Es ist schön dass Sie hier sind Captain.“
„Das finde ich auch Professor. Sechs Monate sind lang genug gewesen.“

Dann meldete sich seine 14 jährige Tochter und er nahm sofort eine Habachthaltung ein.

„Captain, als Sternenflottenoffizier müssen Sie dort sein wo man Sie braucht.“
„Commander Goldvögelchen, Sie haben vollkommen recht. Bekomme ich einen dicken Kuss von dir?“
„Immer doch Daddy.“

Kathryn stand auf um ihrem Vater eine feste Umarmung und einen dicken Kuss auf die Wange zu geben, zusammen setzten sie sich auf die Couch, sie sprachen über seine letzte Mission. Edward war immer wieder erstaunt, wie seine älteste Tochter Probleme in Hand umdrehen löste.
Nach dem Essen setzten sich alle vier auf den Boden gemeinsam zündeten sie die erste Kerze auf dem Adventskranz an. Jeder durfte einen Wunsch sagen, der sich erfüllen soll.

„So Goldvögelchen jetzt bist du an der Reihe.“
„Ich wünsche mir einen Mann der genauso ist wie Du.“
„Dieser Wunsch wird bestimmt erfüllt werden. Aber ich hoffe das es noch eine Weile dauert, bis ich dich verliere, mein Goldvögelchen.“
„Das verspreche ich dir Daddy.“

Dann stimmte Edward das erste Weihnachtlied an, alle sangen mit.

(Joy to the World auf Deutsch)

Freude der Welt! Der Herr ist gekommen;
lass die Welt ihren König empfangen.
Lass’ jedes Herz ihm Raum bereiten,
und Himmel und Natur singen,
und Himmel und Natur singen
und Himmel, und Himmel und Natur singen.

Freude der Welt, Der Retter regiert;
lass’ die Menschheit ihre Lieder gebrauchen,
während Felder und Fluten, Felsen, Hübel und Ebenen
die klingende Freude,
die klingende Freude
die klingende Freude

Freude der Welt,
allen Jungen und Mädchen,
Freude allen Leuten, überall, wo Du sie siehst,
Freude für dich und mich

Er regiert die Welt mit Wahrhaftigkeit und Gnade
und lässt die Völker die Herrlichkeit seiner Gerechtigkeit erfahren
und Wunder seiner Liebe
und Wunder seiner Liebe
und Wunder und Wunder seiner Liebe.

Freude der Welt! Der Herr ist gekommen;
lass die Welt ihren König empfangen.
Lass’ jedes Herz ihm Raum bereiten,
und Himmel und Natur singen,
und Himmel und Natur singen
und Himmel, und Himmel und Natur singen.

Freude der Welt,
allen Jungen und Mädchen,
Freude allen Leuten, überall, wo Du sie siehst,
Freude für dich und mich

Freude allen Leuten, überall, wo Du sie siehst,
Freude für dich und mich.  



Captain Janeway stand auf, und blies die Kerze auf dem Adventskranz aus, danach stellte sie sich ans Panoramafenster und flüsterte zu den Sternen.
„Daddy, ich hoffe noch immer, das mein Wunsch in Erfüllung geht. Es gibt aber ein Problem, der Mann den ich Liebe, liebt jemanden anderes.“
Danach ging sie in ihr Badezimmer, sie und genehmigte sich ein schönes langes Bad in ihrer Wanne.

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Chakotay schaute seinem Captain nach als sie von der Brücke ging. Als sie ihm das Kommando übergab sah er in ihren Augen eine ihm unbekannte Traurigkeit. Er fragte sich ob sie von seiner Beziehung zu Seven wusste,  am liebsten wäre er ihr sofort gefolgt um ihr alles zu erklären. Ja er und Seven hatte eine Beziehung aber die war rein Freundschaftlich, er half Seven damit sie eine Beziehung eingehen konnte. Er wusste dass es nur einen Mann für sie gab und für ihn gab es nur eine Frau, diese ging gerade in ihr Quartier. Er hatte noch eine Stunde Dienst und so beschäftigte er sich mit dem Bericht von Tom Paris.
Nachdem er nun endlich in seinem Quartier war, sagte er das gemeinsame Abendessen mit Seven ab, da fiel ihm auf das heute der erste Advent war. Sein Volk feierte nie dieses Fest, aber seit nun fast sieben Jahren feierte er immer mit Kathryn. Er ging zu seinem Replikator und orderte einen Adventkranz, dieser bestand aus goldenen Tannenzapfen und er hatte vier blaue Kerzen. Diesen stellte er auf den Esstisch und zündete die erste Kerze an. Als er in die Flamme schaute erinnerte er sich an seine Kindheit.

Er saß in der Küche seiner Mutter um ihr von den Sternenflottenoffizieren zu erzählen die er kennen gelernt hatte. Seine Schwester Sekaya spielte in einer Ecke der Küche mit einer Puppe und hörte aufmerksam zu.

„Stell Dir vor, die feiern ein Fest das Weihnachten heißt.“
„Jedes Volk feiert seine eigenen Feste.“
„Aber die fangen schon vier Wochen vorher an zu feiern. Sie nennen das Advent und jede Woche zünden sie eine Kerze an.“
„Das ist ein schöner Brauch.“
„Ja und viele wünschen sich etwas dabei.“
„Was würdest Du, Dir wünschen?“
„Das Vater mir erlauben würde der Sternenflotte beizutreten und das ich eine wunderbare Frau kennen lerne.“
„Das sind gute Wünsche, Chakotay. Halte Dich daran fest und eines Tages werden sie in Erfüllung gehen.“
„Das hoffe ich Mutter.“


Chakotay stand auf und blies die Kerze auf dem Adventskranz aus, danach stellte er sich ans Panoramafenster und flüsterte zu den Sternen.
„Mutter, ich hoffe noch immer, dass mein Wunsch in Erfüllung geht.  Aber es gibt ein Problem, die Frau die ich Liebe, ist zu stur.“
Danach ging er aufs Holodeck und bereitete eine wunderschöne Überraschung für Kathryn vor.