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You're not perfect. You're awesome! [MMFF]

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kagami Taiga Kiyoshi Teppei Midorima Shintarō
29.11.2014
29.07.2017
50
97.385
11
Alle Kapitel
46 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.05.2015 1.513
 
Samstag, 6. Dezember 2014 (?)


Etwas Gutes, Positives an Midorima? Gab es nicht zu finden.

Nun, das wäre vielleicht etwas harsch, vorschnell ausgedrückt, so viel musste er sich eingestehen. Midorima Shintarou war vielleicht sehr langweilig, ignorierte Izzy den ganzen Tag, ausser er wollte irgendetwas, und verbesserte und korrigierte ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Zudem hatte der Grünhaarige diesen komischen Tick mit seinen täglichen Glücksbringern, weshalb die beiden jeden Morgen einen Umweg zur Schule nehmen mussten und beinah dauerhaft zu spät kamen. Ihm persönlich wäre es recht egal gewesen, aber er wollte Ken nicht zu viel Ärger bereiten, da sie sich immerhin dann um die Beschwerden der Lehrer kümmern musste. Und eine Schule zu leiten und eben diese gleichzeitig noch zu besuchen war sicherlich schwer genug. Aber sie konnte es anscheinend alles unter einen Hut kriegen. Es wäre überraschend, könnte sie es nicht.

Seine Gedanken wanderten erneut zu dem grünhaarigen, immerzu mürrisch aufgelegten, ignoranten, überheblich wirkenden, besserwisserischen, verklemmten, nichts checkenden Typen, der sich selbst als seinen Pfleger bezeichnete, obwohl dieser ganz offensichtlich nicht viel mit ihm zu schaffen haben wollte. Was ihn etwas beleidigte und weshalb er froh war, einen Bruchteil eines Tages mit seinen neu errungenen Freundinnen verbringen zu können, ohne den Grünhaarigen an seiner Seite. Und wie er hörte, hatte nicht nur er einen nervenauftreibenden Pfleger. Er war mit Skylar in der Klasse, somit wusste er, wie schwerfällig dieser Kagami sein konnte, doch die anderen befanden sich jeweils in anderen Klassen – weshalb er sich glücklich schätzen konnte, überhaupt mit jemandem dieselbe Klasse besuchen zu können –, daher war er wirklich sehr neugierig zu hören, was die anderen an ihren Babysittern auszusetzen hatten.

„An Kagami gibt es nichts, was man als gut bezeichnen könnte“, meinte Skylar nur stur, warf sich ihr langes, blondweisses Haar über die Schulter zurück und schnappte sich ihren mittlerweile letzten Cookie.

„An Ryou ist das einzig Gute, was sich finden lässt, seine Schüchternheit. Somit fällt es mir leichter, ihn einzuschüchtern, in Verlegenheit zu bringen und zu verscheuchen“, während dieser Worte huschte ein kaum bemerkbares, sehr spöttisches Grinsen über Kenneths Gesicht, eine orangene Strähne fiel ihr dabei ins Gesicht, wurde aber nicht zurückgestrichen.

„Aomine ist nicht gerade der Inbegriff der Lieblichkeit“, damit schien Sasha ihren Beitrag geleistet zu haben, stibitzte von Kenneth ein Stück Schokolade, nahm einen Schluck ihres Kaffees.

„Kommt schon, Ken hat wenigstens schon etwas Positives an Sakurai-kun gefunden! Dann könnt ihr das doch auch“, versuchte die blauhaarige Amaya erneut einen Friedensstiftungsversuch, dabei sah sie Yin bittend an. Die Weisshaarige aus Alaska war sonst immer diejenige, die Negatives ins gute Licht rückte, Streitigkeiten ausbügelte und immer fromm und fröhlich war. So viel hatte er schon über sie erfahren können, auch wenn sie beide noch keine wirkliche Konversation geführt hatten. Wie auch?

„Nun, Akashi ist sehr gut erzogen“, gestand Yin sich ein, sah auffordernd in die Runde. Izzy sah, wie Kenneth und Sasha schnaubten, Sky seufzte, Amaya überlegte. Anscheinend hatte niemand wirklich Lust daran, etwas Positives entgegen ihrer Pfleger zu äussern. Dann musste er eben ran.
Er holte sein Handy aus seiner Hosentasche – heute trug er eine enganliegende Jeggins, die ihm immer gelegen kam, um sein Handy darin zu verstauen – und fing wie ein Verrückter an, auf eben diesem doch recht praktischen Gerät herum zu tippen. Er konnte die Blicke der anderen förmlich aufgreifen, hörte jedoch mit der Tipperei nicht auf, auch wenn er gerne etwas gegen diese unhöflichen Blicke gesagt – getippt, gestikuliert – hätte.

„Midorima ist vielleicht stur, ignorant, abergläubisch und im Allgemeinen nicht sehr erträglich, aber er trägt mir immer die Schultasche“, leierte die computerisierte Stimme seiner mobilen Telefonzelle herunter, alles in einer monotonen, weiblich klingenden Stimme. Die anderen sahen ihn verständnislos an. Schnell tippte er noch hinterher: „Auch wenn es nicht viel ist, etwas Positives hat es schon.“

Und es stimmte.
Man konnte vieles an Midorima Shintarou aussetzen, doch er war ein sehr wohlerzogener junger Mann, Gentleman in Person, mit einer kühlen Gleichgültigkeit zuvorkommend und liess es nicht zu, dass ein Mädchen – in diesem Falle ein als Mädchen verkleideter Junge – ihre Tasche alleine tragen musste. Und ehrlich gesagt fand er das ziemlich süss. Midorima war ihm dadurch nicht sofort sympathischer geworden, dazu hätte dieser wohl einen Welpen aus einem brennenden Haus retten müssen, doch Izzy schätzte diese Kleinigkeit, dieses kleine Stück Aufmerksamkeit, das ihm jeden Tag gewährt wurde.

„Nicht viel? Aomine hat mich gestern förmlich aus dem Bett geschmissen, als ich nicht aufstehen wollte. Kein geborener Gentleman“, meinte Sash gleichgültig und eine Spur verachtend und strich sich ihren Pony mit der auffälligen blonden Strähne aus dem Gesicht, die anderen nickten zustimmend zu. Er wusste, dass sie keine Scherze machte. Nach Kenneth zu urteilen war auch Sasha eine Person, die nicht wirklich zu Scherzen aufgelegt waren, wohl nicht einmal wussten, wie man Humor buchstabierte.

„Deshalb hatte der Arme heute ein blaues Auge, als ich ihn im Supermarkt gesehen habe?“, wollte Amaya wissen. Sasha zuckte nicht sehr begeistert mit den Schultern, Kenneth zog eine Augenbraue hoch, Skylar nickte anerkennend, Yin warf der Blauhaarigen einen vorwurfsvollen Blick zu. Izzy hätte gelacht, hätte er die Fähigkeit dazu noch. Daher grinste er einfach nur dümmlich vor sich her. Diese Geste der Belustigung genügte ihm.

„Ach, das ist wohl nichts gegen Sakurai-kun, der heute vollkommen verängstigt und blass in Richtung Stadt gerannt ist“, meinte Yin, klang dabei nicht wirklich fröhlich. Izzys Blick glitt, wie die der anderen ebenfalls, zu Kenneth hinüber, die nur gleichgültig auf einem Kaugummi herumkaute, da ihr wohl die Schokolade ausgegangen war. Dies schien ihr Plan B zu sein. Notiert.

„Ich musste ihn doch irgendwie loswerden. Wahrscheinlich sitzt er jetzt im Zug hierher zurück, meine Schokolade in der Hand und überlegt sich weitere Entschuldigungen, die ich sowieso nicht hören will“, einen so langen Satz hatte er noch nie von seinem Gastgeber gehört, daher war er auch ein wenig überrascht. Amüsiert und belustigt, aber überrascht. Die anderen schienen jedoch nur amüsiert. Sasha liess sogar kurz verlauten, wie nervig sie diesen Sakurai doch fand. Was er auch vollkommen nachvollziehen konnte. Er hatte keine Vorurteile, schätzte Menschen nicht gern schon nach ein paar Tagen ein, wollte jedem die Chance geben, ihm ein richtiges Bild von sich zu geben. Doch dieser braunhaarige Junge schien keinerlei Selbstbewusstsein zu besitzen, tat ihm deswegen auch ein wenig leid.

Eigentlich redeten sie den halben Tag, sassen recht lange in der Küche und unterhielten sich, zogen über ihre individuellen neuen Mütter her, beschwerten sich. Auch wenn Ken, Sash und Sky sich eher weniger an der Konversation beteiligten, nur ab und an etwas einwarfen, sonst nur Stillschweigen bewahrten. Es war recht interessant, den anderen zuzuhören, was sie persönlich störte, was sie an den anderen stören würde.

Und wahrscheinlich hätten sie das noch länger weiter gemacht, wenn nicht mit einem Schlag alle ihre Aufpasser auf einmal in die Küche gestürzt kamen und alle in verschiedene Richtungen zogen. So kam es einem jedenfalls vor, so schnell wie dieser Überfall vorgefallen war.

Natürlich war das etwas dramatischer ausgedrückt.
Eigentlich stürmten nur alle gleichzeitig in die Küche, angeführt von diesem Blauhaarigen – Aomine so und so –, der Sasha nicht gerade nett und freundlich dazu aufgefordert hatte, mitzukommen, danach dieser unheimliche Typ – Akashi? –, der Yin gefasst, freundlich lächelnd und doch keinen Widerspruch zulassend zu sich beordert hatte, dann Kyoshi, der sich gewundert hatte, weshalb sich alle in der Küche seiner zu Pflegenden aufhielten, gefolgt von Sakurai, der kein Wort herausbrachte, sich nicht einmal entschuldigen konnte, sich nur neben Ken gestellt hatte, bis sie genervt genug von ihm gewesen war, dass sie sich von alleine aus dem Staub gemacht hatte, natürlich noch Kagami, der sich lautstark fluchend mit Skylar verständigte, kannte wohl keine andere Umgehensweise mit dem Mädchen, und zum Schluss… Midorima.

Ausser Atem, die Brille zurecht rückend, wütend, überreagierend.
Er packte Izzy am Handgelenk, zog ihm mit sich hinaus, in Richtung des Hauses, indem sie beide vorübergehend und zwangsläufig wohnen mussten, sprach kein Wort. Und selbst wenn Izzy hätte sprechen können, so hätte er wohl auch kein Wort heraus gebracht. Er war das erste Mal in seinem Leben wirklich sprachlos – wortwörtlich – und hätte auch keine Ahnung gehabt, was genau er hätte sagen können. So war er beinah wieder froh, nicht sprechen zu können, so nahm es ihm das peinliche Rumgestottere ab.

Doch was ihn wirklich erstaunte, ihm das Bedürfnis, Midorima mittels Morsezeichen zu beschimpfen, vollkommen abflauen liess, waren die einfachen und doch so überraschenden Worte, die der Grünhaarige mit leicht geröteten Wangen – ob vor Scham oder Wut, wer wusste das schon? – und verärgert klingender Stimme von sich gab, während er ihn mit sich zog.

„Mach das nie wieder. Ich habe mir Sorgen gemacht.“

°-°-°-°-°

Huch, das 24. Kapitel, und doch ist noch so nichts passiert, es ist langweilig? Ich weiss. Ich bin wirklich nicht gut, Spannendes zu schreiben...
Nun, ehm, hallo!
Hoffentlich langweilt euch die Geschichte noch nicht, aber ich habe so viele Prüfungen, ich habe kaum Zeit zu duschen!
Ausserdem kämpfe ich gerade mit meinem Schreibstil. Er gefällt mir nicht mehr. Sowieso in dieser Story nicht. Andere Geschichten von mir sind besser, denke ich...

Aber, ja, ein schönes Wochenende wünsche ich euch, meine Lieben!

Eure Kenneth C. E.
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