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You're not perfect. You're awesome! [MMFF]

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kagami Taiga Kiyoshi Teppei Midorima Shintarō
29.11.2014
29.07.2017
50
97.385
11
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
06.04.2015 1.628
 
Samstag, 6. Dezember 2014


Milde überrascht über die Tatsache, dass am Samstag, somit am ersten Wochenende der ersten Woche in der neuen Schule, Stadt und Leben, die gesamte Truppe vor ihrer Haustür stand, liess sie eben diesen verrückten Haufen ein, indem sie einigen Abstand zwischen sich und die Eingangstür brachte. Izzy und Yin schritten zuerst hinein, etwas langsam, dennoch glitten sie elegant wie eh und je in das Haus, als würden die beiden schon Jahre hier ein- und ausgehen, so vertraut schienen sie mit der Umgebung zu sein. Das Schlusslicht bildeten Sky, Sash und Ken, die jeweils an einer individuellen Süssigkeit knabberten, kein Wort sprachen und nicht gerade mit Begeisterung um sich schmissen. Wahrscheinlich waren sie von Iz und Yin mitgeschleppt worden, hatten jedoch keine grosse Möglichkeit gehabt, sich zu wehren. Aber was konnte man gegen diese zwei denn schon gross ausrichten? Solch grossen Augen konnte man nicht nein sagen, so viel wusste sie.

„Hört ihr jetzt auf, einen solchen miesepetrigen Ausdruck zu Tage zu tragen?“, fragte die Weisshaarige aus Alaska erheitert, lächelte ihr strahlendes Lächeln. Izzy drehte sich im Gehen ebenfalls um, ihre braunen Haare fielen ihr sachte ins Gesicht und liessen trotzdem freie Sicht auf ihr hübsches Gesicht. Sprechen tat sie nicht, hätte auch keine Gelegenheit dazu gehabt, hätte sie sprechen können. Sasha gähnte hinter vorgehaltener Hand, Skylar stopfte sich ein Cookie in den Mund, während Ken sich lautstark darüber beschwerte, dass sie doch nichts für ihre ‚Fresse‘ könne, diese sei ihr genauso angeboren worden.
Amaya schmunzelte.

„Dürfte ich den Grund für euer unerfreuliches Erscheinen erfahren?“, sie legte die Hände an die Räder ihres Rollstuhls, beförderte sich durch die Kraft ihrer Arme in die Küche, hörte, wie die anderen ihr folgten. Ihr Tonfall hatte sich dezent verändert, sie klang belustigt, sarkastisch, genau, wie sie es sich gewohnt war. Doch die Horde verrückter Weiber achtete gar nicht auf diese Worte, hörte nur die Frage nach dem Grund heraus, setzte sich vor dem Antworten ungefragt an den Esstisch in der Küche.

„Wir wollten einige Minuten unsere Ruhe von unseren neuen Müttern“, liess Sash kurz verlauten, kaute auf einem Lolli herum, den sie sich vor wenigen Augenblicken ausgepackt hatte. Der Rest nickte ihr zu, Sky und Ken ebenfalls kauend, Yin und Iz sahen sich derweil aufmerksam in der Küche um. Anscheinend waren sie erstaunt, dass die Küche schon ein bisschen verziert, geschmückt und umgestaltet war. Sie waren offensichtlich noch nicht wirklich zum grossen Umräumen, Aufräumen und Umstellen gekommen, waren wohl noch zu sehr mit ihren neuen Verhältnissen beschäftigt gewesen.

„Ich denke, euch dreien muss ich nichts anbieten, oder?“, ihr Blick fiel zu Ken, Sky und Sash, die alle, wie eigentlich immer, wenn man sie antraf, mit dem Vernichten von diversen Süssigkeiten beschäftigt waren. Die Mädchen zeigten auf diesen Kommentar auch keine weitere Reaktion als einen ausgestreckten Mittelfinger seitens Kennys, eine rausgestreckte Zunge von der ebenfalls blauhaarigen Sasha, Skylar warf sich nur die langen weiss-blonden Haare über die Schulter. Dies war wohl ihre Art, auf Sarkasmus zu reagieren.

Nachdem Amaya sich erkundigt hatte, was Yin und Iz den gerne zu Trinken hätten, ihnen diesen Wunsch auch erfüllt und an den Tisch gebracht hatte, rollte sie sich ebenfalls zu dem Trüppchen, das gerade damit beschäftigt war, Mordpläne gegen ihre Pfleger zu schmieden. So schien es jedenfalls. Yin diskutierte nämlich doch recht aufgeregt für ihre Verhältnisse mit Sky, die ebenfalls weniger gelangweilt wirkte als sonst, Iz tippte eifrig auf ihrem Handy herum, Ken und Sash hielten sich zwar aus jeglicher Disputation heraus, dennoch sahen sie so aus, als ob sie auf einem Ameisenhaufen sitzen würden. Was war denn an diesem Tag passiert, dass plötzlich alle so erregt waren?

„Könnte jemand so nett sein und mich aufklären?“, warf die blauhaarige Amaya in die Runde, strich sich ihre kinnlangen Strähnen hinter die Ohren. Plötzlich ruhten alle Augen auf ihr und sie konnte den Grund dafür nicht einmal vermuten. Hatte sie vielleicht die falsche Wortwahl getroffen?

„Aufklären? Ist die Tatsache, dass wir überhaupt unfähige Clowns an unserer Seite haben, nicht genug Erklärung?“, meinte Skylar und knabberte an ihrem wohl dreihundertsten Cookie herum, „Danke, Eltringham-sama, dass Sie uns dieses Vergnügen bereitet haben.“

„Wenn ich durch diese Hölle muss, dann wenigstens nicht alleine“, zuckte der vermeintliche Junge mit den bunten Haaren nur mit den Schultern, ein weiteres Schokoladenstück verschwand in ihrem Mund. Der Rest seufzte über diesen Kommentar, konnte aber nicht mehr machen. Was konnte man auch schon gegen den Willen von Kenneth Ciel Eltringham machen? So ziemlich nichts, was im Strafgesetzbuch zugelassen würde.

„Nun, ich verstehe euer Problem nicht wirklich“, meinte Amaya nachdenklich, versuchte wirklich nachzuvollziehen, weshalb alle so angepisst aussahen. Immerhin war sie anfangs auch recht von Kyoshi genervt gewesen, doch sie hatte ihm schnell zu verstehen geben, dass er ihre Nerven lieber nicht überstrapazieren solle. Seither hatte er weniger geredet, sie zwar noch immer ein wenig überfürsorglich behandelt, aber er hatte sich etwas zurückgehalten. Und so wie sie ihre neugewonnenen Freundinnen kannte, hatten diese ihren zugestellten und eigens ausgesuchten Pflegern auch schon die Meinung gesagt. Vor allem Ken und Sash, doch diese zwei schienen am wenigsten ansprechbar zu sein.

„Akashi ist ein wenig – wie kann ich es freundlich ausdrücken? – herrisch. Und ich mag es nicht, herumkommandiert und wie Dreck behandelt zu werden“, machte Yin den Anfang, führte sich ihr Glas zu den Lippen und machte den Eindruck, als sei dies Erläuterung genug, mehr sei dazu nicht zu sagen. Und wenn sie, Amaya, ehrlich war, so war sie heilfroh, nicht den Rothaarigen abbekommen zu haben, da dieser ihr ehrlich gesagt ein wenig Furcht einflösste. Er sah stets so aus, als würde er jemanden umbringen wollen, wie er mit anderen umging war auch nicht als lieblich zu bezeichnen und so wie sich alle in ihrer Klasse vor ihm in die Hose machten, waren die schlechten Omen ja wohl genügend gesetzt. Dennoch fragte sie sich, weshalb Yin gerade ihn gewählt hatte? Jemand, der nett und höflich war, hätte besser zu ihr gepasst als ein derart mürrischer Zeitgenosse.

„Midorima ignoriert mich immer! Er antwortet mir nicht anständig und ist immer irgendwie schlecht gelaunt“, jammerte Iz sich anhand Gebärdensprache aus, die von Ken übersetzt wurde, die zwischendurch die Augen rollte. Anscheinend war Izzy leicht zu ärgern, indem man sie ignorierte, so war sie wohl ein sehr offener Mensch. Sie selbst hatte mit der Braunhaarigen noch nicht viel gesprochen – wie auch?

„Bakagami ist wie der Elefant im Porzellanladen; kein Taktgefühl, überhaupt kein Gefühl für Mädchen, ein totaler Schwachkopf“, erklärte Sky seufzend, tröstete sich selbst mit einem Stück Schokolade, das ihr von Sasha angeboten wurde.
Wenn sie so an den rothaarigen Trampel dachte, hatten Skys Worte sehr viel Wahres an sich. Natürlich hatten sie das, immerhin kannte die Engländerin ihn von ihnen am besten, wohnte auch mit ihm zusammen, da sollte sie schon ein gewisses Mass an Wahrheit über ihn haben. Es wäre wunderlich, wenn nicht.

„Der Trottel nennt mich Kätzchen“, nannte nun auch Sasha den Grund ihrer Abneigung gegenüber ihrem vermeintlichen Pfleger. Dies schien auch schon alles zu sein, was sie zu sagen hatte. Und beachtete man die Tatsache, dass man hier von Yan Sasha Theia sprach, war die Tatsache erstaunend, dass eben diese noch keinen Mord begangen hatte.
Dachte sie so an den Blauhaarigen zurück, sie hatte seinen Namen wirklich vergessen, so war sie doch wieder froh, Kyoshi an ihrer Seite zu haben. Er war zwar überfreundlich und unerträglich fürsorglich, doch wenigstens machte er nicht den Eindruck, vor Langeweile einzuschlafen. Wie sie es manchmal bei der Hälfte ihrer Freundinnen befürchtete, es könne passieren. Vielleicht war es Sash oder Ken schon einmal widerfahren, bei ihnen konnte man nie sicher sagen, ob sie nun Interesse an etwas hegten oder nicht.

„Ryou ist er selbst. Grund genug, ihn zu hassen“, überraschenderweise brachte die Bunthaarige zwischen ihrem stetigen Kauen noch einige Worte heraus. Das war wirklich eine Kunst, zwischen dem andauernden Essen überhaupt vernünftig reden zu können. Das konnte wahrscheinlich auch nur sie, Sasha und Skylar.
Amaya musste unweigerlich eine Augenbraue heben. So wie alle anderen an dem Tisch auch. Somit war sie sich sicher, dass sie sich nicht verhört hatte, dass Ken ihren Pfleger wirklich beim Vornamen genannt hatte. Diese schien die teils verstörten Blicke zu bemerken, schluckte ihre aktuelle Ladung Schokolade hinunter und zog sogar beide Augenbrauen hinauf, die, wie Amaya erst jetzt bemerkte, wahrscheinlich die naturelle Haarfarbe von ihr besass.

„Müsst jetzt gar nicht so belämmert in die Gegend starren. Ich halte nichts von Suffixen und Höflichkeitsfloskeln“, meinte sie erklärend, damit schien das Thema für sie beendet zu sein. Verständlich, sie sprach niemals mehr als nicht unbedingt nötig, vermied unsinnige Diskussionen. Man sollte sich schon geehrt fühlen, wenn sie überhaupt mit jemandem sprach, Antwort gab und nicht vollkommene Ignoranz ausstrahlte.

„Wenn ihr alle so ein Problem habt, wieso redet ihr dann nicht einfach mit ihnen?“, versuchte Amaya die allgemein angespannte Stille zwischen ihnen zu brechen und ein angebrachtes Problemlöseverhalten zu Tage zu tragen. Was aber nicht so einfach war, sie gedacht hatte.

„Sehe ich so aus, als ob ich gerne reden würde?“, kam es wie im Chor aus Sashas und Kenneths Mund. Als hätten sie es miteinander abgesprochen. Sie tickten wirklich synchron.

„Nun ja, eigentlich nicht. Aber gibt es nichts Positives an euren Pflegern?“, wieder nur verständnislose Blicke, hochgezogene Augenbrauen, spöttisches Schnauben.
Bei aller Liebe, irgendwie musste es doch möglich sein, diesen sturen Haufen zufrieden zu stellen?

°-°-°-°-°

Okay, jetzt wird meine nicht vorhandene Kreativität ja nahezu lächerlich. Aber irgendwas muss ich ja schreiben, sonst verrostet meine Schreiberei vollkommen.
Ich hoffe, dieses Kapitel ist nicht ganz für die Tonne, immerhin gebe ich mir hier grösse Mühe, mir etwas Sinnvolles aus den Fingern zu ziehen, was im Übrigen gar nicht so einfach ist, wenn man eine derartige Blockade auf sich sitzen hat. Scheiss Angelegenheit, sage ich nur.

Bis denne,
Eure Kenneth C. E.
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