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You're not perfect. You're awesome! [MMFF]

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kagami Taiga Kiyoshi Teppei Midorima Shintarō
29.11.2014
29.07.2017
50
97.385
11
Alle Kapitel
46 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.02.2015 1.525
 
Mittwoch, 3. Dezember 2014


Bäm.
Und mit einem erneuten Türöffnen und –schliessen war sie mit den restlichen Mädchen alleine in diesem lächerlich grossen Saal, der wohl eine Art Aula darstellte – und trotzdem mehr einer Turnhalle glich. Sasha hatte ihre Wahl schnell getroffen, genau wie es auch Ken getan hatte und war schneller als gedacht aus der Doppeltür verschwunden. Die Blauhaarige war genervt gewesen, so viel hatte sie mitbekommen. Nur wusste sie nicht genau, weshalb die Brillenträgerin ausgesehen hatte, als würde sie in Erwägung ziehen, alles  und jeden auf diesem Gelände umzubringen. Vielleicht würde sie sich bei Sash bei Zeiten nach dem Grund erkundigen. Wenn sie es denn nicht vergessen würde.

Sie sah sich weiterhin im Raum um, betrachtete die teuer aussehende Bühne, die die gesamte Nordwand einnahm, das schwarze Parkett, auf dem sie stand, die Mikrophone und Mischpulte, die sie von ihrem Standpunkt aus noch sehen konnte. Wahrscheinlich befanden sich noch mehr technische Wunderwerke hinter der Bühne, die von dem ebenfalls schwarzen Vorhang verdeckt wurden. Alles in allem schien dieser Saal sauteuer und von Kenneth höchstpersönlich designet worden zu sein. Weshalb sonst würden schwarze Vorhänge, Böden, Bühnen, Teppiche und Schuluniformen in einer normalen Schule vorzufinden sein? Aber das schien wohl genau der Punkt zu sein. Kenneth war nicht normal, die Schule gehörte ihr, ergo, es wäre ein Widerspruch gewesen, wäre die Schule normal.
Sky verkniff es sich, zu lachen, grinste jedoch kurz und knapp.

Sie widmete sich den Personen, die sich mit ihr im Raum befanden. Die zur Wahl stehenden Pfleger, die vollkommen überflüssig waren, wenn man nach ihrer Meinung verlangt hätte, standen noch immer in Reih und Glied, wenn auch nicht mehr so verspannt. Vermutlich lag es daran, dass Sash und Ken nicht mehr anwesend waren. Die beiden waren an sich erschienen schon wie Amokläufer, doch zusammen liessen sie einen Raum mit blosser Anwesenheit einfrieren. Sie störte das wenig, machte die kühle Art der beiden ihr nichts aus. Es gefiel ihr sogar ein Stück, so hatte man wenigstens seine Ruhe.

Die übrig gebliebenen vier Stück schienen ebenfalls ihre Analysen und Berechnungen über sie zu machen. Die jungen Männer musterten die Mädchen, schienen sie abzuchecken.
Es waren alles recht grosse Männer, sie kam sich dadurch noch kleiner vor. Wo war Ken, wenn man sein Ego durch die Grösse etwas pushen wollte, wenn man sie brauchte?

Skylar besah sich auch die drei anderen Anwesenden. Der eine schien wohl ein Lehrer zu sein, so wie er sich bis eben noch ausgelassen mit Ken unterhalten hatte. Und so, wie er mit ihr geredet hatte, machte es den Eindruck, dass er sie schon länger kannte. Sie selbst würde es etwas unhöflich finden, wenn man so mit ihr sprach. Nicht, dass sie nicht auch unhöflich sein konnte, wenn es die Situation verlangte. Aber von ihrer Brieffreundin hatte sie etwas mehr erwartet. Wut, Frech-/Keckheit, vielleicht sogar ein wenig Ausgefallenheit. Aber, hey. Jedem das seine.

Die zwei älter aussehenden, und doch recht jung wirkenden Mädchen standen sich unterhaltend und miteinander kichernd neben dem grossgewachsenen Mann, deuteten immer wieder auf die Jungen und kicherten lauter. Sky zog keine Vorurteile, mochte es auch nicht, wenn andere in ihrer direkten Umgebung es taten. Sie war sehr tolerant und wünschte sich manchmal mehr Verständnis zu aller Art Menschen auf der Welt. Sie war vielleicht kein Hippie, der für Frieden kämpfte, nein, überhaupt nicht. Aber Toleranz war ihr schon wichtig. Doch nun musste sie innerlich den Kopf schütteln. Wie konnte man nur so offensichtlich über anwesende Personen sprechen und dann auch noch derart laut quitschen, was ja nun wirklich als Schrei nach Aufmerksamkeit galt.
Anscheinend wollte die Mädchen, von denen die eine einen Vorbau hatte, dass sie sich unweigerlich fragen musste, ob das Implantate waren, mit dem nervigen Gekicher erreichen, dass sich ein rothaariger Junge mit schwarzen Spitzen in den Haaren zu ihnen wendeten, hofften wahrscheinlich auf irgendeine Regung. Die jedoch ausblieb. Der Junge schien entweder derart dämlich zu sein, um die überdeutlichen Signale nicht zu bemerken, oder er zeigte ganz offen sein Desinteresse für die beiden. Sky konnte sich nicht entscheiden, welches nun die bessere, die plausiblere Option war, sie konnte den Rothaarigen nicht einschätzen.

Ihr Blick streifte noch einen grünhaarigen Brillenträger, einen weiteren Rothaarigen, der wohl gerade einen Plan zur Erreichung der Weltherrschaft schmiedete und einen treudoof dreinblickenden Braunhaarigen. Alle drei fand sie auf ihre ganz eigene Weise farblos. Anders konnte sie es nicht ausdrücken. Da halfen selbst ihre ausgefallenen Haarfarben nicht weiter. Der Grünhaarige war schwer einzuschätzen, natürlich mochte sie das nicht. Der Rothaarige wirkte furchterregend. Sie wusste nicht wieso, hatte vor fast nichts Angst. Doch dieser junge Mann hatte was von einem Psychopathen. Und der Braunhaarige, ja, der wirkte auf sie zwar loyal, was ihn sympathisch machte, doch gleichermassen naiv und das mochte sie wiederum nicht besonders. Sie war eine recht strikte Person, so würde sie keine naive Person am Rockzipfel hängen brauchen.

Durch ein Hüsteln wurde sie ihn ihren Gedanken unterbrochen. War sie so weit weggewesen?
Sie drehte den Kopf minimal in Richtung des Geräusches, erblickte an dieser Stelle Yin. Sie lächelte sie freundlich wie immer an und hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Die Weisshaarige erinnerte Sky an ein kleines Kind, das unbedingt eine Süssigkeit oder einen Welpen wollte, daher das ganze Geschütz an Niedlichkeit und Hundeblicken auffuhr. Sky durchfuhr ein schlechtes Gefühl.
Zu ihrem Missfallen nickte Yin, noch immer lächelnd, zu den jungen Männern. Ohne Worte verstand Skylar-Blue, was die Weisshaarige damit bezwecken wollte. Sie bemerkte, dass nach Sasha die unausgesprochene Abmachung ausgelöst wurde, dass sie der Ohrfeige nach ihre künftigen Pfleger aussuchen würden. Und sie war zu ihrem eigenen Leidwesen die nächste. Sie überlegte sich, abzulehnen, wo sie doch eigentlich überhaupt keinen Pfleger benötigte, auch nie nach einem verlangt hatte. Doch was hätte sie sagen sollen, etwas in dieser Richtung ‚Entschuldigt, ich kann mich noch nicht entscheiden, ich habe sie noch nicht eingeschätzt‘? Ganz sicher nicht.

Sie wandte sich wieder den Jungen zu, warf dabei ihr langes, blondweisses Haar zurück, strich sich den Pony etwas aus den Augen. Sie würde sich von Ken vielleicht mal einige Haarspangen ausleihen.
Die beiden Mädchen, die noch immer dicht bei dem Lehrer standen, sich nun auch mit ihm unterhielten, kicherten erneut. Laut, eindringlich, vollkommen überflüssig. Sky hätte laut und genervt geseufzt, nur damit die beiden endlich Ruhe gaben. Doch sie unterband es sich, so war sie doch nicht so unhöflich und ignorierte die quitschenden Geräusche weitestgehend. Doch sie kam nicht umhin zu bemerken, dass die beiden eindeutig dem rothaarigen, gelangweilt und nervös zugleich wirkendem Jungen imponieren wollten. Langsam und schleichend begann sich Sky zu fragen, über was die beiden so viel zu schnattern hatten. Ob sie wohl sauer würden, wenn sie sich den Rothaarigen als Pfleger aussuchen würde. Vielleicht würden die beiden dann zickig werden, sie hassen und ignorieren. Schon allein bei der Vorstellung hätte sie gelacht, wenn sie nicht sie selbst wäre.

Sie drehte den Kopf wieder zu Yin, die noch immer lächelte, und nickte ihr kaum merklich zu. Worte wären überdrüssig gewesen. Sie schritt zu den Jungen, blieb in angemessenem Abstand vor ihnen stehen und besah sie sich, als müsste sie ernsthaft überlegen, wen sie aussuchen würde, obwohl sie ihre Entscheidung längst getroffen hatte. Nach einigem oskarverdächtigem Kopfschieflegen und überlegenden Lauten, durchriss sie die allgemeine Stille: „Wie heisst du?“
Kurz und knapp. Wie es ihr gefiel. Die Frage wurde an den Rothaarigen gerichtet, der nicht so aussah, als würde er die Welt und alle ihre Bewohner zerstören wollen. Der Junge mit den schwarzen Spitzen in den Haaren schaute zu ihr herab, sah aus, als ob er noch darüber nachdenken müsse, ob er sich dazu herablassen sollte, zu antworten. Anscheinend wollte er ihr den Gefallen tun und antwortete mit tiefer Stimme: „Kagami Taiga.“

Taiga? Tiger? Skylar befand den Namen als annehmbar, wiederholte ihn testend. Er ging ihr leicht über die Lippen, hörte sich aus ihrem Mund nicht schlecht an. Der Name gefiel ihr. Er passte zu seinem Besitzer. Er wirkte ebenso störrisch und angriffslustig wie ein Tiger, seine Haare passten ebenfalls recht gut. Ausserdem mochte sie Tiere. Er schien ihr die richtige Wahl zu sein. Sie würde wahrscheinlich Zeit brauchen, um sich an ihren neuen Begleiter zu gewöhnen, so hatte sie seit einiger Zeit keine Kontaktmöglichkeiten zum männlichen Geschlecht gehabt, doch vielleicht war seine Anwesenheit ja ganz angenehm. Und wenn nicht, konnte sie noch immer zu Kenneth gehen und sie darum bitten, ihr einen anderen Pfleger zuweisen zu lassen. Wofür sonst sollte man einen Schulleiter zum Freund haben?

„Gratulation. Du darfst dich nun dem Genuss hingeben, meinen Pfleger zu spielen“, liess Skylar kurz verlauten, der Sarkasmus triefte aus ihrer Stimme, tropfte auf den Boden und hinterliess eine ansehnliche Pfütze.

Der Tiger zuckte nur verärgert mit einer Augenbraue. Anscheinend war er in keiner engen Beziehung mit Sarkasmus. Da hatte er ja eine tolle Zeit mit Skylar vor sich.

°-°-°-°-°


Hui, ich denke, ich komme in meinen ursprünglichen Schreibfluss zurück.
Es ist ein Uhr morgens, ich habe Ferien, war vorhin im Kino.
Ich bin enorm motiviert, kreativ und müde. Daher gönne ich mir nach getaner Arbeit eine Mütze Schlaf. Vielleicht auch einen ganzen Skianzug.
Ich wünsche euch weiterhin schöne Tage,
Eure Kenneth C. E.
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