Der Kampf der Hexe

GeschichteFamilie, Horror / P16
Ben Eduard Gretel Hänsel OC (Own Character)
29.11.2014
21.11.2018
16
35474
3
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Hey ihr da draußen! Hier ist der erste Prolog meiner Geschichte! Bitte weist mich immer auf Rechtschreibfehler und komische Zusammenhänge hin, danke!

Disclaimer: Ich besitze keinerlei Rechte an diesem Film / dieser Serie und verdiene kein Geld damit!

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"Mutter! Nein! Nein! Ich will nicht!", schrie das Mädchen mit dem Namen Irena. "Lass mich! Bitte!", flehte sie ihre Mutter an, sie los zu lassen. "Iss das, Kind!", brüllte die Mutter mit ihrer fürchterlichen Stimme dem kleinen Mädchen ins Gesicht und hielt ihr ein menschliches Herz vor den Mund. Es war noch blutüberströmt und warm, da es gerade erst aus dem Brustkorb des Vaters des Mädchens gerissen wurde. "Mutter! Bitte!", flehte das Mädchen mit zitternder Stimme. Ihre Mutter war nicht mehr ihre Mutter, wie Irena langsam mitbekam. Ihr Gesicht war verwest und hatte keine normale Farbe mehr. Ihre Augen leuchteten grün und ihre Zähne waren verschimmelt und unvollständig. Ihre Stimme war nicht ihre Stimme. Sie war krächzend und heiser, nicht wie Irena es kannte
An dem Pfahl in ihrem Haus angebunden, hatte sie mit ansehen müssen, wie das Monster vor ihr erst ihren Vater tötete und ihm dann auch noch das Herz aus dem Leib geschnitten hat. Sie schrie  so laut, dass ihr schon bald der Hals weh tat.
Was war ihre Mutter nur? Was war mit ihr geschehen? Erst gestern noch hatten sie zusammen ihren 11. Geburtstag gefeiert und hatten als glückliche Familie zusammen Spaß gehabt. Doch nun war ihre Mutter nichts weiter mehr als ein Ungeheuer, welches ohne zu zögern ihren geliebten Vater ermordete.
Mit dem blutigen Herz nun, stand das schreckliche Ungeheuer vor ihr und hielt es ihr vor ihren Mund. "ISS! ISS ENDLICH!", brüllte sie wütend und voller Hass.
"Lass mich! Geh weg von mir", versuchte Irena dem Monster klar zu machen.
Plötzlich verspürte sie, nachdem sie weiter geschrien hatte, sie solle sie loslassen, einen komischen Druck in ihrem Kiefer. Der Druck entwickelte sich langsam zu Schmerz und sie spürte, wie sich ihr Mund öffnete. Sie schaffte es einfach nicht mehr, dagegen anzukommen. Die Hexe hielt ihre Hand ausgestreckt gerichtet auf Irenas Mund, während sie die Hand immer weiter öffnete.
Widerwillig musste sie es mit sich geschehen lassen. Als ihr Mund schließlich komplett geöffnet war, kam das Monster auch schon auf sie zu und legte ihr das Herz in ihre Mundhöhle. Es füllte ihren Mund voll aus und ihr kam der Brechreiz. Schon übergab sie sich und schmeckte nun den Geschmack von blutigen Fleisch und Erbrochenem auf ihrer Zunge. Langsam lief es ihr aus der Mundhöhle und sie fing an zu weinen. Es war einfach der schlimmste Tag ihres Lebens. Was hatte sie nur getan, dass ihr so etwas passierte, fragte sie sich.
Doch plötzlich spürte sie, wie der aufsteigende Druck wiederkam, dennoch diesmal umgekehrt. Die Hand des Monsters schloss sich nun wieder und ihr Kiefer begann sich wieder langsam zu schließen und sie konnte nichts dagegen tun. Sie war einfach nur komplett hilflos und wollte nicht mehr.
Ihr Kiefer hatte sich nun geschlossen und das Herz ihres Vaters in ihrem Mund war einfach unerträglich. Doch es war noch nicht vorbei. Das Monster hatte weiterhin ihren Arm ausgestreckt und Irena spürte, wie das Herz ihr die Kehle hinunterrutschte. Durch irgendeine Kraft bewegte sie das Herz in ihr fort. Sie konnte einfach nichts dagegen tun und war am Ende. Das konnte für sie kein gutes Ende nehmen, dachte sie sich, als sie merkte, wie das Herz in ihrem Magen angelangt war.
Auf einmal fing das Ungeheuer an zu sprechen, aber nicht in ihrer gewohnten Sprache..Es waren Worte wie: "animo" und "non bene", die sie noch nie gehört hatte. Als das Ungeheuer nach 1 Minute mit ihrer fremden Rede geendet hat, begann auf auf einmal etwas in ihr aufzubrodeln und es fühlte sich an, als würden alle Schmerzen und Qualen auf einmal verschwinden. Was konnte das nur sein, was auf einmal alles erträglich machte?, fragte sich Irena. Langsam, aber immer mehr kamen in ihr Glücks-Gefühle und Freude auf, nicht mehr nur Schmerz und Trauer.
Anscheinend machten sich diese Gefühle auch nach außen hin sichtbar, denn die Hexe fragte sie plötzlich: "Spürst du es, mein Kind?"
Irena gab keine Antwort. Sie wollte ihr nicht die Genugtuung verschaffen, sie zu erfreuen. Denn das Monster schien beglückt darüber, wie sie sich verhielt.
Immer mehr und immer mehr brodelte es in ihr und wenige Zeit später war all die Trauer verschwunden.
Doch das Gesicht der Hexe war auf einmal zu einem ganz anderen geworden. Die Freude in ihrem Inneren schien erloschen, denn sie sah auf einmal angsterfüllt aus. "Das kann nicht sein...", brachte sie nur heraus.
Irena wusste einfach nicht was sie damit meinte. Doch dann sah sie es.
Ein Leuchten ging von ihrem Bauchraum aus, welches sie bis jetzt noch nicht bemerkt hatte. Es schien rot und voller Energie.
"Das... Das ist unmöglich...", stotterte die Hexe weiter.
Auf einmal spürte Irena, wie die Freude in ihr immer mehr wurde, und umso stärker wurde das Leuchten. Es wurde immer greller.
Diese Freude und das gute Gefühl in ihr wandelte sich langsam in Macht rum, die Irena stärker werden ließ. Was war nur los mit ihr? Es fühlte sich so gut an... Dieses Gefühl ist unbeschreiblich gut, dachte sie sich.
Dann merkte Irena, wie sie immer und immer stärker wurde. Innerhalb von einer Minute war sie gewachsen - in Stärke wie auch in Größe. Sie konnte es fühlen.
Das Monster wirkte nun immer verstörter. Etwas musste bei ihrem Plan schief gelaufen sein, dachte sich Irena.
Das Strahlen aus ihrem Bauch war nun erschreckend hell. Doch sie kümmerte das nicht allzu sehr, denn das Gefühl was es ihr bereitete, war verdammt gut. Obwohl sie erst 11 war, fühlte sie sich stärker als alles, was sie kannte. Die umgewandelte Macht in ihr war einfach ein tolles Gefühl, welches sie am liebsten nie wieder ablegen wollte.
Durch die Macht kam auch der Mut in ihr hoch und sie wollte nicht mehr in dieser Lage sein, gefesselt an einen Pfahl.
Sie bewegte ihre Arme weiter von dem Pfahl weg, um sich von den Fesseln zu befreien. Und tatsächlich, binnen weniger Sekunden hatte sie die dicken Seile einfach durchbrochen, als wären sie aus Papier. Sie fühlte sich wie die stärkste Person der Erde.
Das Monster war während dem Befreiungsversuch einige Schritte zurückgewichen und Irena war nun seelisch in der Lage, sich ihr gegenüber zu stellen. Doch als sie auf das Ungeheuer zu lief, wich dieses immer weiter nach hinten aus. Dann erblickte Irena ihren toten Vater, der blutverschmiert auf dem Boden der Hütte lag. In ihr kamen auf einmal Gefühle auf, die sie noch nie vorher verspürt hatte.

War das Rache...?, fragte sie sich.

Ja, das musste es sein. Und es fühlte sich gut an, Rache zu wollen. Damit würde sie wieder für Gerechtigkeit sorgen und ihren armen Vater rächen. Sie wusste nun was zutun war - woher konnte sie auch nicht sagen.
Schon lief sie mit schnellen Schritten auf das Ungeheuer zu und streckte ihre Hand aus, genau wie es die Hexe vorhin getan hatte. "Geh weg von mir!", schrie das Ungeheuer, doch Irena dachte gar nicht daran, aufzuhören. Sie wusste, was sie tun musste, um die Macht in ihr zu benutzen, doch woher dieser Instinkt kam, konnte sie immer noch nicht ausmachen.
Mittlerweile war das Leuchten in ihrem Bauch rosafarben geworden und sie fühlte sich so gut, wie noch nie zuvor.
Dann spürte sie, wie da etwas war, dass gegen dieses Gefühl in ihr "drückte". Sie erkannte die Situation und wusste, dass das Ungeheuer ihr etwas antun wollte, da sie mit ihrem ausgestreckten  Arm, der auf sie gerichtete war, sehr angestrengt aussah. Doch mehr als ein Drücken in ihr, bekam sie nicht zu spüren. Die Hexe wirkte immer verzweifelter und wusste anscheinend nicht, was sie machen sollte, im Gegensatz zu Irena. Sie richtete ihren Arm und ihre flache, ausgestreckte Hand auf den Hals des Monsters und begann langsam ihre Hand zu einer Faust zu ballen. Zwar wusste sie nicht, woher sie wusste wie es geht, aber es fühlte sich richtig an.
Das Ungeheuer griff sich an ihre Kehle, die sich immer weiter zusammenzog. Immer mehr und mehr. Die Hexe konnte nichts tun. Sie schrie fürchterlich laut bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Größe  ihres Halses es nicht mehr zuließ.
Nach 13 weiteren Sekunden, war von dem Hals der Hexe nicht mehr als ein dünner Faden aus Gewebe übrig.

Der Kopf der Hexe hing nur noch am seidenen Faden, im wahrsten Sinne des Wortes.

Dann fiel er mit einem dumpfen Knall auf den Boden und aus dem Faden aus dem Körper der Hexe tropften kleine Blutstropfen heraus. Der Körper fiel gleich nach dem Kopf auf den Boden auf.

Das Leuchten in ihrem Bauch war erloschen, als ihr Kopf heruntergefallen war.

Irena betrachtete ihr Werk, aber anstatt sich schlecht zu fühlen, ging es ihr immer noch prächtig. Sie hatte nun ihren Vater gerecht und es war ein schönes Gefühl, dies zu wissen. Dann schritt sie, ohne jede Skrupel oder Furcht, über den kopflosen Körper des Monsters hinweg und schritt zur Tür hinaus. Sie wusste, in 1 Meile Entfernung, gab es ein Dorf mit dem Namen "Reichsheim".

Dort würde sie als nächstes hingehen und allen ihre Macht demonstrieren.
Sie schritt, bekleidet wie sie war hinaus in die Nacht und lief den einsamen Waldweg, der von ihrem Haus aus weg führte entlang in die Dunkelheit.
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