Mongolisch für #Bibandre

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P18
OC (Own Character)
28.11.2014
28.11.2014
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Der Unglaubliche Andre Moghimi hat es endlich geschafft, ein Date mit seiner angebeteten Bibi zu ergattern. || Mein Beitrag zu der Verlosung zum #Bibinimmandre-Stream

Viel Spaß! ...und hi, Andre.
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>Mongolisch. Mag Bibi überhaupt Mongolisch? Gott, wie kann man nur so nervös sein.<
Mit den Füßen wippend sitzt Andre Moghimi alleine an einem Zweiertisch seines Liebilgsrestaurants - ein Mongole - und wartet auf seine Angebetete. Um das Date hatte er Bibi auf einem Community-Treffen in Köln gebeten. Als Antwort bekam er nur ein "Mal sehen, lass dich überraschen.".
Andre hasst Überraschungen und dementsprechend unruhig - und teilweise auch genervt vom Warten - sitzt er nun da und begutachtet seine Umgebung. Am Tisch gegenüber sitzen eine recht korpulente Frau, zusammen mit ihren beiden kleinen Töchtern. Nebenan macht sich ein Renterehepaar gierig über die vollgepackte Teller her.
Nervös blickt Andre auf den Tisch vor sich. Eine hübsche Blume, Servierten, Besteck und... Essstäbchen. Er hatte zwar schon häufiger hier gegessen, auch mit den Stäbchen, jedoch hatte er noch nie vorher diese eine FanFiction gelesen. Jetzt schon. Jetzt kennt er sie.
Doch ist dieses Gefühl, dass in Andre erwacht wirklich Verstörtheit? Ist er wirklich angewidert von dem Gedanken?
Er nimmt eines der Stäbchen in die Hand und begutachtet es.

Wie lange er so auf seinem Stuhl sitzt und darüber nachdenkt, was man mit einer Bibi-Essstäbchen-Kombination alles anstellen kann, man weiß es nicht. Aber plötzlich vernimmt er ein Räuspern neben sich. Ein weibliches Räuspern.
"Jetzt bestellst du mich hier her, um mich nicht zu beachten? Sind diese Stäbchen so interessant?".
Andre zuckt zusammen und muss schlucken.
>Ja, diese Stäbchen sind wirklich interessant. Wenn du nur wüsstest.< denkt er.
Immer noch etwas ertappt blickt er zu Bibi hoch, muss sich kurz fangen und steht dann auf um sie zur Begrüßung zu umarmen. Etwas zögernd erwidert sie diese Umarmung, löst sich jedoch schnell wieder. Andres Meinung nach ZU schnell.
"Nun, warum sollte ich jetzt eigentlich her kommen?" fragt sie, nachdem sie sich gesetzt hat.
"Darf man eine hübsche Dame nicht einfach so zum Essen einladen?"
"Hmpf."
Es folgt eine Schweigepause.

"Buffet oder Karte?" fragt Andre, um das unangenehme Schweigen zu brechen.
Bibi überfliegt die Karte, entscheidet sich dann allerdings doch für das Buffet.
Als der Kellner fragt, bestellt sie ein Glas Wasser, woraufhin sie einen empörten Blick von Andre erntet. Er bestellt eine Flasche Champagner und zwei Gläser.
Bibi verdreht die Augen, begleitet Andre dann aber doch zum Buffet, wo sie sich dann sofort in die Salat-Abteilung stürzt.
Andre beobachtet sie.
"Ist was?". Sie schaut verwirrt zu ihm hoch.
Er schüttelt nur den Kopf - wahrscheinlich, um seine nicht ganz jugendfreien Gedanken zu vertreiben - und wendet sich nun selbst auch dem Buffet zu.
Nach kurzer Zeit sitzen sie wieder zusammen am Tisch und beginnen zu Essen.
Zu Andres Enttäuschung widmet sich Bibi jedoch nicht den Stäbchen, sondern isst ihre Vorspeise mit dem gewöhnlichen europäischen Besteck.
>Nunja, das wird sich im Laufe des Abends noch ändern.< denkt sich Andre verschmitzt und schenkt ihr von dem Champagner nach.

Als sie sich nach dem Holen des Hauptganges wieder am Tisch treffen, wird Andre beim Anblick von Bibis Teller leicht stutzig: Ein kleines bisschen Reis, noch weniger Nudeln und zwei Shrimps. Sein eigener Teller droht überzuquellen.
Wieder greift Bibi zu dem normalen Besteck.
"Kannst du nicht mit Stäbchen essen?" fragt er und bemerkt noch, bevor er es komplett ausgesprochen hat, dass es fieser klingt als es gemeint ist.
"Du doch selber nicht." gibt sie schnippig zurück.
"Doch, klar."
"Und wieso tust du's dann nicht?"
Darauf weiß Andre keine Antwort.
Dennoch greift sie nach den Stäbchen, nimmt sie professionell in die Hand und beginnt zu essen.
Bei dem Anblick regt sich etwas in Andre, was er jedoch zu verdrängen versucht.
>Jetzt noch nicht.< denkt er, beobachtet sie jedoch weiterhin genau.

Während des Hauptganges - besser gesagt Andres Hauptganges, da Bibi nach wenigen Minuten aufgegessen hat - gießt er ihr zwei Mal an Champagner nach.
>Ganz schön gierig, die Kleine. Gut so.<

"Und, Lust auf Nachtisch?" frag er, als er aufgegessen hat.
"Nein danke, für mich nicht." antwortet sie, während sie mit leicht genervten Blick ihre Stäbchen begutachtet. Für Andre ist es bei dem Anblick nicht einfach, gefasst zu bleiben.
"Es... ehm... es gibt auch Obst."
"Aha."
Trotzdem steht er auf, geht zum Nachtischbuffet und bereitet einen Obstteller zu. Der Abend kann schließlich nicht jetzt schon enden.

Als er wieder zurückkommt muss Bibi, zu Andres Erfreuen, beim Anblick des Tellers doch grinsen. Er stellt den Teller in die Mitte des Tisches und schaut sie auffordernd an. Sie nimmt einen Streifen Melone und beißt ab. Andre kann seinen Blick kaum abwenden, dennoch schafft er es. Aber nur, um ihr Glas erneut zu füllen.

Draußen wird es langsam dunkel und mit der Zeit leert sich das Restaurant - genauso, wie die Champagnerfalsche.


"Willst du noch auf ein Glas Wein mit zu mir kommen?" fragt Andre, nicht ganz ohne Hintergedanken.
"Ich... muss nach Hause."
"Komm schon, nur ein Glas."
"Ein Glas?"
"Nur ein Glas."
"Wirklich nur e... ein...?"
"Ehrenwort."
"G... gut." lallt sie, ohne zu bemerken, dass sich Andre an den noch verpackten Essstäbchen bedient und sie in seiner Jackentasche verschwinden lässt.