Der Schlüssel zu seinem Herzen

von jenny413
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P18
Damian / Der Verdammte OC (Own Character)
25.11.2014
11.09.2017
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25.11.2014 698
 
Hallo
liebe Drachentöter, Drachenkämpfer, Paladine, Skelette, Geister, Goblins, Zauberer, Soldaten des Schwarzen Ringes und alle anderen Wesen, die sich in diese Welt verirrt haben...

Herzlich willkommen zu meiner Divinity 2: Ego Draconis Geschichte!
Zuerst möchte ich sagen, dass es trotz dem etwas romantisch klingenden Titel KEINE Romanze ist. Und alle Barden, die jetzt enttäuscht umdrehen, einmal stehengeblieben! Vielleicht ist ja trotzdem etwas für euch dabei!
Da es sich nicht um einen Hauptakteur aus den Spielen handelt und auch kein solcher durch meinen Protagonisten ersetzt wird, ist ein Vorwissen über die Spiele nicht notwendig. Natürlich werde ich immer wieder Personen und Begebenheiten aufgreifen, die Fan auffallen werden, aber es geht auch ohne.

Also wünsche ich euch viel Spaß mit meinem Waldläufer Navid... (der im Prolog noch nicht auftaucht O_o)!
Natürlich würde ich mich über Reviews freuen und bin immer offen für Kritik oder Lob...! ;)
Na dann! Auf auf!

**~~++~~**

Prolog: Gegen den Wind


Wenn der Wind flüstert, schweigt die Welt.

Das Herz des Lebens horcht, was er wohl zu erzählen hat. Ob er tobt oder wispert, als Orkan oder Hauch. Ob er in blinder Wut, Berge in die Knie zwingt, sanft das Gras beugt, durch Weiden peitscht oder Wolken verweht. Greifen kann man ihn nicht, denn er rinnt durch die Finger, als könne er durch alles hindurchfahren.

Ist er zu bändigen? Wie kann man auch nur etwas begreifen, das von so roher Gewalt und so tiefgründiger Zärtlichkeit gleichzeitig erfüllt ist? Die Bestandteile so klein, dass man sie nicht mit dem bloßen Auge erfassen kann, ehe sie schon geflohen und durch andere, ihnen identischen ersetzt wurden. Ein Spiel und eine Jagd zugleich. Spaß und vollkommender Ernst. Ohne Form, Rast oder Ziel. Zeitlos und nicht an Regeln gebunden. Eine Naturgewalt, die sich jeden Moment neu erfindet, Geschichte schreibt, nimmer endend fortbesteht und ohne jegliche Reue niederwalzt, was sich in ihren Weg stellt, ausweicht oder darauf zuhält. Sie verleibt sich ein, was existiert und spuckt aus, was bereits existiert hat.

Doch was steckt dahinter? Dieses perfekte Zusammenspiel von Geist und Bewegung, wie sie nicht existieren dürfte. Ergibt diese ungezügelte Freiheit einen Sinn oder ist sie Sinn an sich, ohne etwas anderes zu beachten?

Und was ist, wenn ein Gedanke die treibende Kraft ist? Wenn diese Willkür einmal einen Anfang hatte, eine Dauer und ein Ende? Kann man sie begreifen? Können Worte einen Sturm bändigen, können Worte Wellen kräuseln, können Worte eine Welt verändern?

Der Wind unterscheidet wohl zwischen Freund und Feind. Dem einen streicht er sanft über die Wange und den anderen zerschmettert er an den Ufern des Meeres, doch wer ist der eine und wer der andere? Und ist der Sturm immer da, wo der Freund seine Hilfe braucht, wo ein Seemann sein Heim zu finden sucht oder wo ein Vogel in den Himmel steigt, eine verstorbene Seele begleitend, die zum Ursprung des Lebens zurückzukehren berufen ist?

Und einen magischen Augenblick steht man im Auge des Sturms, schließt die Lider und weiß, dass man nirgendwohin kann. Der Blick dieser Naturgewalt lastet auf einem und man spürt das Gewicht der Welt auf den eigenen Schultern. Und dann hebt man ab. Wird mitgezogen und von jeglichem Gewicht erlöst. Es gibt keine Last mehr und keine Ketten, nichts was einen hält. Man schraubt sie hinauf, immer höher und höher und viel zu spät realisiert man die Furcht, dieses kalte Gefühl, welches sich im Rücken ausbreitet, die Glieder beben lässt und erst dann das Gehirn erreicht. Doch dann ist es zu spät. Man kann jetzt nicht mehr zurück und die Ketten, die man hat abwerfen wollen, fehlen plötzlich, um einen an den Boden der Tatsachen zu binden und man fragt sich unweigerlich: „Habe ich richtig gehandelt?"

Und man hört das Universum und die Sterne und sie alle kennen die Antwort nicht und man atmet ein und erkennt den Geruch der Blumen und des Meeres und man teilt plötzlich das Schicksal einer Macht, der man sich so klein gegenüber fühlt, so zerbrechlich, wie Rauch, der birst und das Sonnenlicht hineinlässt.

Und wenn die Welt endlich schweigt, dann brüllt der Wind umso lauter!


**~~++~~**


So... ich hoffe es hat euch gefallen!
Lasst es mich wissen, wenn es so war... oder auch nicht ;)
Auf bald!

(:jenny
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