Volition

GeschichteThriller, Schmerz/Trost / P18 Slash
Akira Shiki
23.11.2014
12.01.2016
13
60180
8
Alle Kapitel
67 Reviews
Dieses Kapitel
15 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Die Story spielt nicht in dem PC-Spiel, falls es jemand von euch kennen sollte (falls nicht, es ist toll <3), ich habe mir nur ein paar Ideen davon geklaut, weil es doch wirklich sehr gelungen ist. Ich hoffe, die kleine Story gefällt euch trotzdem!
Das ist meine erste TNC-FF, ich bin nicht an die Charaktere gewöhnt und kann sie deshalb noch nicht so gut „spielen“. Ich merke, dass ich besonders Shiki nicht so gut draufhabe…, aber ich werd mal mein Bestes geben! Seid nicht so hart zu mir, bitte. >.<

► Alle aus Togainu no Chi verwendeten Personen, deren Informationen und Aussehen © rechtlich Kana Yamamoto & seinem Kunstwerk Togainu no Chi 咎狗の血 2005.
***************************************************************

{ Kapitel 1 }

Das eiskalte Wasser durchnässte sofort Akiras Kleidung. Es war ihm ein Rätsel, warum Shiki sie ihm nicht einfach auszog, aber andererseits er wollte auch auf keinen Fall von diesem Arschloch angefasst werden. Nicht, dass er im Endeffekt etwas dagegen tun könnte, doch seinen Willen würde er nicht verlieren und zu diesem Willen gehörte auch seine Sturheit. Ob er noch Selbstbewusstsein dazuzählen konnte, wusste Akira schon selbst nicht mehr.
„Du zitterst.“
Akira öffnete schlagartig die Augen und bemerkte es selbst. Er schlang seine Arme um seinen Oberkörper, zwang sich selbst mit dem Zittern aufzuhören, und sah dann auf, nur um Shikis teuflischem Lächeln zu begegnen. Der Schwertkämpfer ließ den Kübel fallen, in dem vorhin noch das Wasser geruht hatte. „Bis ich wiederkomme, hast du das aufgewischt.“ Er zeigte auf die Wasserlacke, die unter Akira weilte, danach wandte er sich um und nahm den Ledermantel von dem Stuhl neben dem Bett. Er zog ihn sich mit einfachen Bewegungen an, doch Akira fand sie elegant. Er wusste nicht, warum er so empfand, es war ihm ein Rätsel. Schon vor langer Zeit hatte er aufgehört, die Tage zu zählen, die er nun schon hier in dem Zimmer verbracht hatte. Er war sich auch schon lange nicht mehr sicher, ob er nun in Arbitros Anwesen war, oder ob das hier Shikis Haus war. Er konnte sich gut vorstellen, dass sich Il Re sogar von dem „Boss“ entfernte. Womöglich waren sie irgendwo in einem unbekannten Teil der Stadt?
Akira hörte, wie Shiki sein Schwert aus der Scheide zog, ein paar Momente Ruhe vorbeizogen, und er es dann wieder einsteckte. Akira selbst hatte noch nie mit einem Katana gekämpft, geschweige denn eines in der Hand gehabt. Er hatte Shikis Schwert noch nie berührt, er verspürte aber auch das Verlangen dazu nicht. Er spürte nur die Sehnsucht nach Freiheit und Frieden…
Die Tür schloss sich, doch es wurde kein Schlüssel umgedreht, um sie zu verschließen. Erst als Shikis gemütliche Schritte nicht mehr zu hören waren, half sich Akira an der Wand auf die Beine. Das durchnässte Top und die nassen Hosen machten es ihm doch schwer, zu stehen. Er zog beides aus und ging in das Badezimmer, das an diesem kleinen Schlafzimmer mit einer Tür verbunden war. Es war einfach nur weiß; die Decke war weiß gestrichen, die Fliesen an Boden und Wänden waren weiß, das Waschbecken war weiß und die Duschbadewanne mit dem Duschvorhang glänzte weiß. Der Spiegel und die Brause schimmerten silbern, aber sie stachen nicht wirklich hervor.
Schnell ging Akira an dem Spiegel vorbei und kniete sich zu der Badewanne runter. Er drückte seine Kleidung darin aus, seine Unterhose war Gott sei Dank noch trocken. Noch vor einer Stunde hatte er versucht, wegzulaufen. Shiki verschloss die Tür nicht, und Akira hatte nach vielen Stunden beschlossen, einfach abzuhauen, gleich als die Dämmerung angebrochen war. Er hatte es entlang eines Korridors geschafft, der gepflegt und neu aussah im Gegensatz zu diesem Schlafraum hier. Aber seine Beine hatten ihn nicht weit getragen. Er war unterernährt und durstig, seine Muskeln schwach. Und zu seinem größten Pech war ihm Shiki gleich am Ende des Korridors entgegen gekommen. In dem Moment hatte er sich wie ein Idiot gefühlt. Er war einfach an der Wand zusammengebrochen, hatte es doch sowieso keinen Sinn gehabt, an Shiki vorbeilaufen zu wollen. Erstens war Shiki schneller, und zweitens war er, Akira, schwach. Er hätte es nicht geschafft—und sein Leben war ihm doch etwas wert.
Die Strafe war einfach gewesen: Prügel. Jetzt noch, nach einer Stunde, fühlte Akira die schmerzvollen Stiche in der Brust und in der Magengegend, wenn er atmete. Seine Wange schmerzte, wenn er versuchte, zu sprechen.
Akira sah hinunter zu seinen Händen, diese zitterten schon wieder. Er hatte sich vor Shiki zum Affen gemacht. Dieser Typ behandelte ihn wie einen unfähigen Hund, der nicht einmal mehr bellen konnte. Aber er war kein Haustier und bestimmt nicht unfähig!
„…“ Akiras Augen wurden wieder sanfter. Ein Seufzer passierte seine Lippen und er legte die Kleidungsstücke auf den Rand der Wanne. Dann stand er auf. Warum genau hatte Shiki ihm noch einmal das Wasser über den Kopf geschüttet? Er war sich nicht sicher, aber vielleicht hatte zu viel Blut an ihm geklebt. Es klebten schon viele Tropfen an der Bettdecke, Shiki wollte sicher keines noch an der Wand oder am Boden haben.
Was für ein Wichser.
Akira verließ das Badezimmer und setzte sich auf das Bett. Er legte wieder seine Arme um sich selbst. Ihm wurde mit einem Mal eiskalt, draußen herrschte ja aber auch Oktober und seine Haare waren klatschnass. Bei dem Gedanken, halbnackt draußen rumzulaufen, wurde ihm schnell noch kälter.

Bis ich wiederkomme, hast du das aufgewischt.

Verdammt. Akira runzelte verärgert die Stirn. Er sah aus dem Augenwinkel heraus zu der Wasserlache, die neben dem Kübel lag und womöglich dem Holzboden schaden würde, wenn man sie ließe. Aber es war nicht sein Problem! Shiki hatte ihm das Wasser übergeschüttet, dann konnte er es auch selbst wieder aufwischen.
Stur legte Akira sich auf das Bett und zog die Decke über seinen Körper. Er schloss die Augen und atmete tief durch. Shiki würde jetzt erst am Morgen wiederkommen. Akira wollte ihm nicht wieder in die Arme laufen. Ja: wenn er ausbrach, dann mit einem Plan. Er würde schon einen guten Plan schmieden und so lange Shikis Vertrauen gewinnen, bis der Arsch ihm nicht mehr zutraute, wegzulaufen.

Oder war das Shikis Plan? War es Shikis Ziel, Akira zu trainieren wie ein Hund? Ihn zu brechen? Er sagte es nie klar und deutlich, was er mit den ganzen Folterungen und der Gefangenschaft bezwecken wollte. Wieso er ihn am Leben ließ.
Akira öffnete langsam seine Augen. Sein Körper reagierte auf Shikis Berührungen, als hätte er einen gebrochenen Willen. Sein Körper arbeitete gegen seine Seele, die sich nach Freiheit sehnte und nicht aufgeben wollte. Immer, wenn Shiki ihn anfasste und ihn sich einfach nahm… wurde sein Körper fügig und ließ nach, wollte nicht mehr kämpfen. Aber wie sollte er es je schaffen, ohne die Unterstützung seines Körpers zu fliehen? Wie lange würde dieser den brutalen Sex und die Folterungen noch aushalten? Wie lange konnte seine Seele den Widerstand aufrechterhalten?
Zugegeben, Akira wusste, dass er einen starken Willen hatte. Er war praktisch zum Widerstandleisten erzogen worden, besonders während der Zeit, wo er eine militärische Ausbildung bekommen hatte. Und nun beugte sich sein Körper einem Typen in Ledergewand; Akira fühlte sich wie eine Hure, auch wenn er wusste, dass er keine war.
Er rollte sich auf seinen Rücken und sah hinauf zu der Decke, die nicht mehr weiß sondern eher gräulich aussah. Akira fragte sich, ob man sich um dieses Zimmer je gekümmert hatte. Es war echt heruntergekommen und bestand aus nichts außer einem Bett, einem Nachttisch, einem zerbrechlichen Tisch, einem Stuhl und alten, leeren Regalen—aber es war ein Dach über dem Kopf und es bot hin und wieder Wärme. Draußen regnete und stürmte es oft, seitdem der Winter angebrochen war. Und wie als hätte Gott es gehört, klatschten auch schon ein paar Regentropfen gegen die Scheibe neben dem Bett. Akira schloss seine Augen. Wie es Rin und Motomi-san wohl ging? War Keisuke immer noch daran, brutal zu morden? Oder hatte ihn das Line schon—?
Nein. Akira wollte nicht daran denken. Er rollte sich auf die Seite und vergrub das Gesicht in der harten Matratze, hörte dem leisen Regen draußen zu. Er wollte den alten Keisuke zurück, den netten und unschuldigen Keisuke, seinen einzigen Freund. Doch er selbst hatte Schuld daran, dass sich dieser Freund nun so verändert hatte. Akira hatte seine Schuld schon akzeptiert. Bevor er an Igura teilgenommen hatte, war ihm sein Leben nichts wert gewesen und jetzt fand er es wertvoll. Er war sich nicht sicher, ob es an Keisuke oder an Shiki, wenn nicht an beiden lag. Es lag aber auf jeden Fall an dem allem, was ihm schon passiert war. Sein Leben war nicht toll oder abenteuerlich, es war ein Horrorfilm.

Akira schloss die Augen wieder. Menschlichkeitsverlust gehörte zum Töten, und Töten war Igura. Shiki sah immer noch so aus, als hätte er beides, seine Menschlichkeit und seinen Verstand. Aber wenn man erst einmal seine Folterungen durchlebte, wurde einem schnell klar, dass er seine Menschlichkeit ebenfalls eingebüßt hatte. Emotionen ließ er nicht zu, er ergötzte sich an dem Leid anderer. Er hielt Akira immer vor, dass er masochistisch veranlagt sei, dass er Schmerzen mochte, doch woher wollte er das denn wissen? Es war nicht Akiras Schuld, dass sein Penis sogar auf brutale Streicheleinheiten hart wurde. Es war auch nicht seine Schuld, wenn er im Endeffekt kam. Shiki bezweckte irgendetwas und Akira wollte endlich wissen, was.
Müdigkeit überkam den jungen Kämpfer langsam. Die Prügel hatte ihm doch etwas an Kraft geraubt. Sein Magen tat weh, aber nicht wegen den Schlägen und Tritten von vorhin, sondern weil sein Körper ihm sagen wollte, dass er lieber das Wasser wegwischen sollte, ansonsten würde es unschöne Konsequenzen geben. Es war ein Gefühl, das mit dem gleichzusetzten war, wenn man einfach die Hausaufgaben liegenließ und stattdessen etwas anderes tat. Aber war dieses Gefühl auch mit Angst verbunden? Akira hatte keine Angst vor Shiki, sein Körper fürchtete die Strafe.
Akira versuchte, sich zu beruhigen. Er atmete tief ein und wieder aus; versuchte, alle Gedanken zu vergraben. Er wollte ruhen, und zu seiner Überraschung fiel er sogar bald in einen traumlosen Schlaf.







Als Akira aus seinem Schlaf erwachte, fühlte er sich so schwer wie ein Stein. Es kam ihm so vor, als würde jeder einzelne Muskeln schmerzen, doch inzwischen hatte er sich daran schon gewöhnt. Das hörte sich zwar traurig an und das wusste er auch, aber für ihn war das Tagesordnung und das menschliche Wesen wäre nicht anpassungsfähig, könnte es sich nicht an gewisse Dinge gewöhnen.
Akira rollte sich auf den Rücken und setzte sich auf. Er machte keine Anstalten, sich zu strecken, es würde nur wehtun und seinen Muskeln mehr schaden als bringen. Es war dunkel und kalt. Draußen regnete es so stark gegen die Scheiben, dass man glaube könnte, jemand schlug Steine dagegen. Manchmal fragte sich Akira, wie viel diese Fenster wohl noch aushalten würden, bis sie einmal einbrachen…
Ein Blitz erhellte das Zimmer für den Bruchteil einer Sekunde. Akiras Herz blieb stehen und er sah zur Seite, doch da war niemand. Seine Augen hatte ihm doch ernsthaft den Streich gespielt, dass Shiki da auf dem Stuhl neben ihm saß… Gut, dass das nicht so war.
Akira beruhigte sich wieder und ballte eine Faust. Er hatte keine Angst, wieso also erschrak er vor einem Hirngespinst? Das war völliger Unsinn.
Ein Seufzen erfüllte den Raum. Akira hatte sich vielleicht an die Schmerzen gewöhnt—mehr oder weniger—, aber die Stille machte ihm noch immer zu schaffen. Er mochte Stille, doch seit er in Toshima war, hatte immer Rin für Entertainment gesorgt. Er hatte immer jemanden gehabt, mit dem er reden konnte, oder wenigstens jemand, der ihn stundenlang zugeplappert hatte. Er gab ja zu, dass er nicht viel sprach, aber das hieß noch lange nicht, dass er es nicht genoss, von anderen Leuten etwas zu hören. Vielleicht vermisste er die Nähe von anderen Menschen wirklich mehr, als er dachte…

Klick. Klack. Klick. Klack.

Akiras Gedanken lösten sich in Luft auf. Seine Finger gruben sich in die Decke und seine Augen starrten in die Dunkelheit. Er machte keinen Mucks, stoppte sogar seine Atmung, um sicherzugehen, dass er richtig gehört hatte.

…Klack. Klick. Klack.

Shikis Gang, Shikis Schritte. Gemütlich, nicht zu langsam und nicht zu schnell. Nicht zu laut und doch hörbar.
Akira sah aus dem Fenster mit einer so schnellen Bewegung des Kopfes, dass er sich beinahe den Hals hätte verreißen können. Er sah nur Regen und Dunkelheit. Wieso war Shiki jetzt schon zurück? Seine Augen wichen von der Glasscheibe zum Boden neben dem zweiten Fenster, wo das Wasser vorhin noch gelegen hatte. Der Kübel sah etwas unheimlich aus mit den vielen Schatten in seiner runden Form. Ein großer dunkler Fleck war auf dem Holzboden zu sehen. Es war nicht wirklich Parkettboden, aber das Holz sah doch echt stabil aus. War der Boden jetzt hinüber?

Klick. Klack.

Stille. Shiki musste vor der Tür stehen, aber wieso öffnete er sie nicht? Jede weitere Sekunde, die verging, kam Akira wie eine Ewigkeit vor. Er knirschte mit den Zähnen und versuchte seinen lauten, wilden Herzschlag zu ignorieren. Er konnte sein Herz nicht beruhigen, das wusste er. Wenn Shiki seinen Puls fühlen würde, würde er sich schon wieder zum Affen machen. Warum verstand sein Körper nicht, dass er keine Angst vor Shiki hatte und nicht zu haben brauchte? Shiki war ein Mensch wie jeder anderer, nur etwas stärker, das war alles.
Trotzdem ließ sein Herzschlag nicht nach, als der Türknopf gedreht wurde und die Tür aufschwang. Akira wandte seinen Kopf ab, würdigte Shiki nicht eines Blickes, und sah dem Regen zu. Er vernahm für mehrere Momente nichts, dann wurde die Tür brutal zugeschlagen. Akira zuckte unmerklich zusammen. Hatte Shiki den Fleck auf dem Boden bemerkt?
Das Geräusch von Kleidung ertönte, als Shiki seinen Mantel auszog. Er trat auf das Bett zu und hängte die Lederbekleidung auf die Lehne des Stuhls. Danach hörte man, wie etwas auf die Sitzfläche gelegt wurde und Akira nahm an, dass es die Scheide mit dem Schwert war.
Es passierte wieder nichts, es war nur still. Akira spürte aber einen kalten Blick in seinem Rücken, und als er es am wenigsten erwartete, bohrten sich mit Leder bekleidete Finger in seinen Oberarm. Er presste die Augen aufeinander und unterdrückte einen kleinen Schrei, als er durch die Schmerzen wieder daran erinnert wurde, wie viele blaue Flecken er an den Armen schon hatte.
Shiki zog seinen Gefangenen vom Bett auf die Beine und wandte ihn um. Akira erhaschte nur einen kurzen Blick auf Shikis rötliche Augen, ehe er eine harte Ohrfeige erfuhr. Sein Kopf flog zur rechten Seite und er holte tief Luft, um eventuelle Tränen zu bekämpfen. Es waren keine leichten Ohrfeigen, die der König austrug, das musste man ihm lassen.
„Es missfällt dir anscheinend immer noch, meine Befehle zu befolgen.“
Akira zog zwar an seinem Arm, aber Shikis Griff verstärkte sich nur. Seine freie Hand schnappte sich ein Bündel von Akiras Haaren und zwang ihn, aufzuschauen. Akira kniff ein Auge zu, als er an den Haaren gezogen wurde, starrte dem König aber angstfrei in seine roten Iriden. Er wollte Selbstbewusstsein zeigen; zeigen, dass alles, was Shiki ihm antat, keine Wirkung hatte.
Leider schien es den Schwarzhaarigen nicht zu interessieren. Er sah beinah verächtlich auf seinem Opfer herunter. „Du magst Wasser nicht besonders, was? Vielleicht hatte der blonde Idiot recht, als er dich als Katze bezeichnete. Aber keine Angst, ich lehre dich schon. Du wirst Wasser lieben lernen.“
Akira konnte damit nicht viel anfangen, aber Shiki sprach immer in solchen Rätseln. Das einzige, was sein Verstand aus diesen Worten formen konnte, war eine böse Vorahnung, dass die Strafe mit Wasser zu tun haben könnte. Doch wie sollte das gehen? Was hatte dieser Kerl jetzt schon wieder vor?

Shiki zog an Akiras Arm und ignorierte dessen Befreiungsversuche, als er ihn in das Badezimmer zerrte. Dort war es noch kälter als im Schlafzimmer, was Akira eine Gänsehaut bescherte, die Shiki aber Gott sei Dank nicht zu bemerken schien. Akiras Körper spannte sich vollständig an und er biss sich auf die Zunge. Er wusste, dass der König ein Sadist war und seine Beute schreien und winseln hören wollte, doch Akira würde ihm das nicht geben. Leider gab er ihm damit schon einen großen Spielraum, aber er wollte wenigstens so weit seine Würde behalten. Wenn er einmal Shiki um etwas anbetteln würde, würde er sich für immer hassen und verachten.
Shiki zog seinen Gefangenen zu der Badewanne und warf ihn dann dagegen. Ein ersticktes Geräusch entfloh Akiras Hals, als sein Kopf den Rand der Wanne traf. Shiki nahm seine trockene Kleidung von dem Rand und warf sie gleichgültig auf den Boden, bevor er die Brause anmachte und an den zwei Knöpfen herumdrehte. Dabei behielt er Akira nicht im Auge, er schien sich sicher, dass der Kleinere nicht aufstehen, geschweige denn weglaufen würde.
Akira fühlte sich in dem Moment idiotisch, dass er nicht wenigstens seine Kleider anhatte. Er hasste es, halbnackt Shikis Augen ausgeliefert zu sein, und noch mehr ganz nackt. Leider hatte er das Gefühl, dass es jetzt gleich egal sein würde.
Nur wenige Minuten später wurde Akira wieder auf seine Beine gezogen, aber unerwartet wurde er hochgehoben und dann fallen gelassen. Er schloss die Augen und hätte fast geschrien, hätte das heiße Badewasser diesen Überraschungsschrei nicht sofort erstickt. Schon wieder krachte sein Kopf gegen das Keramik und dieser tat langsam schon richtig weh. Akira hoffte, dass er keine Kopfschmerzen bekommen würde … obwohl das jetzt wohl sein geringstes Problem war.
Eine starke Hand ergriff seinen Hals und zog ihn heraus. Akira hustete etwas und schnappte gleich nach Luft. Allerdings drückte Shiki diese gleich wieder aus seinem Hals, als er den Grauhaarigen würgte. Akira verengte die Augen und versuchte, mit dem wenigen Sauerstoff klarzukommen, den er jetzt gerade bekam. Sein Herz wurde schneller und langsam bereitete es ihm schmerzvolle Schläge gegen die Brust. Seine Sicht verschwamm etwas und sein Kopf errötete, als der Druck sich weiter auf seine Hauptschlagadern ausübte und seinen Kehlkopf gegen die gegenüberliegende innere Wand seines Halses drückte. Ein kleines, hohes Keuchen passierte seine Lippen.
„Jetzt ist noch nicht die Zeit, um zu winseln.“
Shikis Stimme hörte sich weit weg an, obwohl er wohl direkt neben der Wanne stand. Das bekannte Geräusch von einer Brause, die aus ihrer Halterung gezogen wurde, ertönte und Akira ahnte noch Schlimmeres. Letztendlich ließ Shiki ihn los und er bekam sofort einen Hustenanfall, in dem er nach so viel Luft wie möglich schnappen wollte. Doch leider wurde er gleich danach bei den Haaren gepackt und sein Kopf zur Seite gedreht.
„Ich sagte doch, jetzt ist noch nicht die Zeit, um zu winseln.“
Sein Gesicht traf auf verdammt heißes Wasser, das gegen seine Haut peitschte und sie ungesund rot färbte. Akira kniff die Augen zusammen und verschloss seine Lippen, doch der konnte wegen dem herunterprasselndem Wasser nicht durch die Nase atmen und war gezwungen nach kurzer Zeit wieder seinen Mund zu öffnen. Diese Chance nutzte Shiki aus und riss Akiras Kopf in den Nacken. Wasser füllte Akiras Mund und das meiste gelang in seinen Hals. Dies löste einen Reiz aus, der ihn das Wasser schlucken ließ. Er konnte nicht alles schlucken, vieles rannte aus seinen Mundwinkeln und tropfte hinunter in das Wasser, das die Wanne füllte und in dem er saß.
Das grausame Gefühl, dass Badewasser seinen Magen füllte, breitete sich in Akira aus. Es verursachte Übelkeit und er wollte sich auf der Stelle übergeben, aber er konnte es nicht. Sein Tastsinn wich, er hörte nur noch das laute Wasser der Brause und langsam schmerzte es, wie die heißen Strahlen ihn im Gesicht trafen. Seine Lungen suchten verzweifelt nach Sauerstoff, doch sie wurden bitter enttäuscht.
Akira fühlte sich langsam der Ohnmacht nahe. Er hatte die letzten Tage kaum gegessen, vielleicht eine halbe Flasche Wasser am Tag bekommen. Sein Körper war zu schwach, um sich zu wehren, jeder Muskel schmerzte und nun wurde ihm auch noch das Atmen genommen.

Hör auf… ich kann nicht mehr… hör auf, verdammt!

Und plötzlich hörte es auf. Akiras Haare wurden losgelassen und er legte den Kopf nach vorne, um sofort in einen Hustenanfall zu verfallen. Er klammerte sich an dem Rand der Badewanne fest und begünstigte seine Lungen mit so viel Luft, wie ihm im Moment möglich war. Als sich auch sein Herzschlag etwas beruhigt hatte, saß er nur noch keuchend im Wasser. Er wollte die Augen nicht öffnen. Wollte Shikis teuflisches Lächeln und grausamen hungrigen Blick nicht sehen…
Die Brause wurde zurück in ihre Halterung gesteckt. Shiki griff nach Akiras Arm und zog ihn aus der Wanne. Er stolperte am Boden und drohte, umzukippen, doch der König presste ihn face-first gegen die Fliesenwand. Akira verstand noch nicht so ganz, was gerade mit ihm passierte. Sein Verstand war etwas benebelt, er fühlte sich wie auf der Schwelle zur Bewusstlosigkeit. Und wenn er ehrlich war, wünschte er es sich, das Bewusstsein zu verlieren. Er wollte nicht spüren, was Shiki jetzt mit ihm vorhatte… Er wollte in einen tiefen Schlaf sinken oder die Strafe durch eine einfache und harte Tracht Prügel ersetzen, denn die hörte sich so viel schöner an.
Die Erlösung kam nicht. Shiki lehnte sich zu ihm vor und wisperte ihm ins Ohr. „Ausziehen.“
Ausziehen? Akira bemerkte, dass er noch seine—nun doch nasse—Unterhose trug. Er öffnete seine Augen und starrte in eine weiße Fliese. Dann schüttelte er schwach den Kopf. Er wollte sich so einer Demütigung nicht hingeben.
Shiki ballte eine Faust und rammte sie Akira in die Rippen. Der Kleinere kratzte mit den Fingernägeln an den Fliesen, schluckte aber das schmerzerfüllte Stöhnen runter.
„Zieh dich aus“, wiederholte der König.
Akira wollte nachgeben. Er wusste, dass Gehorsam ihm die ganzen Schmerzen nehmen würde. Es würde ihm ein besseres Leben schenken, aber sein Wille kämpfte dagegen an. Er wollte nicht als Hund enden, er wollte nicht eines Tages Sitz vor Shiki machen. Er wollte sich nicht noch mehr demütigen lassen…
Und trotzdem fand Akira sich selbst, wie er sich die Unterwäsche auszog. Er starrte nur die Fliesen an, spürte er doch sowieso Shikis Augen im Rücken.
„Braver Junge.“

Braver Junge. Genau das wollte Akira nicht sein, doch er musste an seinen Körper denken. Er konnte unmöglich fliehen, wenn Shiki ihn jetzt halb bewusstlos schlug und dann auch noch für seine Lustspielchen verwendete. Akira fürchtete, dass sein Körper das nicht standhalten würde.
Es war sowieso zu spät. Shiki nahm ihn bei der linken Hüfte, brachte ihn in Stellung und öffnete dann seine eigene Hose. Zwei Finger legten sich auf Akiras Unterlippe, warteten aber nicht auf Einlass sondern zwangen sich selbst in den Mund des Igura-Teilnehmers. Sie sammelten einiges an Speichel und zogen sich dann wieder zurück. Akira schluckte den unangenehmen Geschmack der Lederhandschuhe herunter.
Shiki verteilte den Speichel auf seiner eigenen Eichel und entlang des Schaftes, bevor er Akiras Pobacken auseinanderzog und ohne Vorwarnung in ihn eindrang. Er zögerte keine Sekunde, ganz in sein „Haustier“ einzudringen und verschwendete ebenfalls keine Zeit, als er gleich mit starken Stößen anfing, Akiras stärkste innere Muskeln gewaltsam zu öffnen.
Akira hatte keine Kraft, um zu schreien. Nur ersticktes, von Schmerzen geprägtes Stöhnen verließ seinen Mund. Er hatte seinen Tastsinn noch nicht ganz wiedererlangt, doch der Schmerz in ihm übertrumpfte sowieso alles. Ungewollt zitterte sein Körper. Es fühlte sich an, als würden die Muskeln, die Shiki weit aufzwang, zerreißen. Grausames Stechen zog sich bis hinauf zu seinem Unterbauch und regte die Übelkeit an. Akira war sich nicht sicher, ob er sich übergeben oder ob er schreien wollte. Er hatte keine Kraft für eins von beiden, womöglich würde er nach seiner Bestrafung hier auf den Fliesen schlafen. Seine Beine drohten nämlich, ihn nicht länger halten zu können, doch die fremden Hände sicherten ihn zuverlässig an den Hüften.
Shiki lehnte sich vor zu Akiras Ohr. Der Jüngere konnte deutlich den Atem des anderen spüren und fand es widerlich. Er wollte das nicht.
Plötzlich verließ Shikis Hand seine rechte Hüfte und griff herum, um Akiras Glied zu packen. Sie umschloss den Teil, wo sich Eichel und Schaft trafen, mit festem Griff.
Shiki sah zu, wie Akiras halb geöffnete Augen zuckten. Er unterdrückte Tränen, wollte seine Augen offen halten. Er wollte nicht nachgeben.
„Winsle.“
Nach diesem einen Wort drückte die Hand sein Glied noch fester und die Stöße in ihm wurden härter und schmerzvoller. Akiras ersticktes Keuchen wurde kurz von einem leisen Schrei unterbrochen. Er ballte seine Hände zu Fäusten und wollte die Vergewaltigung standhalten, aber Shikis Hand fing an, mit dem Daumen über seine Eichel zu reiben. Eine Welle aus Schmerz und Lust überkam ihn, er konnte sich nicht entscheiden, was überwog, aber im Endeffekt wollte er nicht wegen Shiki ejakulieren. Egal, wie oft es passierte, wie oft es noch passieren würde… Er wollte nicht mit dem Gewissen leben, dass er sich der Lust hingab. Deshalb versuchte er sich auf die Schmerzen zu konzentrieren. Er starrte auf die weiße Farbe der Fliese vor sich und tat alles, um das Vergnügen, das er empfand, auszublenden.

„Du weißt gar nicht, was für ein nuttiges Gesicht du gerade machst“, hauchte Shiki ihm grinsend ins Ohr. Die Reibung an Akiras empfindlichen Lustpunkt verstärkte sich, und ließ sein Glied vollständig erregt werden. Akira konnte nichts gegen ein Stöhnen tun, und er hasste sich dafür. Er wollte protestieren; wollte Shiki sagen, dass er die Klappe halten sollte, doch dafür hatte er just keine Kraft mehr. Und ob es nun die Wahrheit oder doch nur Hänselei gewesen war, Akira drehte mit letzter Willenskraft den Kopf zur Seite, um Shiki den Blick auf sein Gesicht zu nehmen. Doch den König schien das nur zu amüsieren, auch, wenn das immer noch nicht alles war. Die richtige Strafe kam erst, als Akira kurz vor seinem Orgasmus stand, für den er sich in diesem Moment verachtete. Er wollte keinen Orgasmus haben, wenn Shiki mit ihm schlief, das machte die Erniedrigung noch größer.
Die Stöße hielten inne und Shikis Griff verstärkte sich schmerzvoll. Akira verstand nicht… wieso hörte Shiki auf, wenn er selbst doch womöglich kurz vor seinem Limit war?

„Wenn du kommen willst, musst du mich darum bitten“, sagte Shiki, als ob er Akiras Gedanken gelesen hätte. Er sollte also betteln? Um einen Orgasmus?
Akira wollte Nein sagen, doch seine Stimme spielte nicht mit. Schlussendlich schüttelte er nur schwach den Kopf.
„Also möchtest du, dass wir in dieser Position verharren?“, fragte der Schwarzhaarige ihn gelangweilt und drückte noch einmal fest um das fremde Glied in seiner Hand. Akira schnappte mit erstickter Stimme nach Luft und fühlte, wie mehr Lust seinen Körper füllte. Er versuchte dagegen anzukämpfen, doch sie übernahm seine Sinne. „I… ich….“ Das Wort verließ nur sehr leise und mit Mühe Akiras Mund.
„Nun?“
„I…ich…will…“ Er konnte einfach nicht sprechen, doch das sollte im Endeffekt kein Problem darstellen. Shiki nahm diese zwei Wörter als Gewinn an und fing wieder an, harte Stöße in Akira auszuüben, welche dem Kleineren wieder gebrochenes Stöhnen entlockten. Nur wenige Momente später spannten sich Akiras Muskeln fest um Shikis Erektion an und in der nächsten Sekunde ejakulierte er mit einem schweren Keuchen. Shiki stieß noch ein paar Mal in ihn hinein, bevor auch er tief in seinem Haustierchen kam. Danach zog er sich aus ihm zurück. Akira verlor alle Kraft, um sich noch aufrecht halten zu können. Er sank an der Wand hinab und fühlte, wie Shikis Sperma langsam aus seinem Anus wieder herausquoll. Seine Lider wurden auf einmal schwer und er schloss seine Augen. Trotzdem merkte er, wie Shiki sich zu ihm runterbeugte und roch Leder vor seinem Gesicht. „Mach das sauber.“
Akira öffnete mühsam seine Augen. Zuerst sah er völlig verschwommen, doch dann verschärfte sich seine Sicht wieder und er erkannte eine weißliche Substanz auf Shikis Handschuh; Shikis Hand war direkt vor seinen Lippen. Der Handschuh musste Akiras Sperma abbekommen haben, als er seinen Penis bei der Ejakulation noch gehalten hatte.
Ohne groß darüber nachzudenken, fing Akira an, das Sperma von dem Leder abzulecken. Er hatte sowieso die Kraft zum Widerspruch nicht mehr und sein Körper war bei seinen Grenzen angekommen.
Als der Handschuh wieder sauber war, wurde Akira plötzlich von Shiki aufgehoben. War die Bestrafung noch nicht vorbei?...
Bei diesem Gedanken wurde ihm noch einmal doppelt so schlecht. Er malte sich aus, wie Shiki ihn jetzt verprügeln würde, ihn so lange treten würde, bis er der Ohnmacht wieder nahe war. Und dann würde er ihm mit dem Schwert etwas in die Haut ritzen. Oder er würde ihn mit einem Gürtel schlagen. Oder ihm die Haut verbrennen. Oder—
Unter Akira verschwanden Shikis Arme auf einmal. Seine Augen weiteten sich und im nächsten Moment war er wieder unter Wasser. Er wusste nicht, woher er die Kraft nahm, sich schnell am Rand der Badewanne wieder hochzuziehen, aber er tat es sofort. Shiki schloss seine Hose und grinste abwertend auf den geschockten Akira herab. Danach packte er ihn beim Haar und zog etwas daran. „Wasser ist doch schön, meinst du nicht?“
Review schreiben