Addicted

von Cono3
GeschichteRomanze / P16
Elijah Mikaelson Hayley Marshall
23.11.2014
25.12.2014
2
3847
1
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
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Hey ihr Lieben,
hier kommt meine kleines, verspätetes Weihnachtsgeschenk für Euch. :)
Ich hab ja schon angekündigt, dass es weiter gehen könnte und hier ist einfach mal ein nächstes Kap. Eigentlich sollte es ein weiter OS werden, aber soweit ich mir jetzt Gedanken bezüglich einer Storyline gemacht habe, passt es dazu. ;)
Da ich aus der zweiten Staffel nur Mainpunkte kenne, diese aber auch verwende, wundert euch bitte nicht wenn es erstmal zu Unstimmigkeiten (im Bezug auf die Serie) kommen könnte. Sagt mir einfach Bescheid! Im nächsten Kap erkläre ich dann nochmal genauer, was ich verwende und in welchem Zusammenhang.
Und nochmal danke an die Reviewer und die Favoeinträge und die Aufrufe! Ihr seid einfach die Besten! ^-^
Jetzt lest erstmal. Ich hoffe es ist nicht zu extrem geraten.
Viel Spaß. =)



1. Kapitel
Feel your heart

„Bruder, ich hab dich schon erwartet.“, sagte Niklaus erfreut, als Elijah nach erfolglosem Klopfen einfach in sein Zimmer eintrat. In diesem Moment merkte Elijah auch, warum sein Bruder keine Zeit für ihn hatte. Zwei Frauen lagen in den weißen Lacken seines Bettes.

„Niklaus, ich muss mit dir Reden.“
„Zuerst hab ich ein Überraschung, Bruder.“

Ehe Elijah sich versah, hing eine der Frauen an ihm. Küsste seinen Hals, lies ihre Hände über seinen Körper wandern. Der Urvampir drehte sein Gesicht angewidert weg.

„Ich meine das ernst, Niklaus.“, meinte Elijah genervt.

„Fang nur an…wenn du kannst.“, entgegnete Klaus belustigt. Mit seinen Worten wanderten die Hände der Frau in Elijahs Schritt. Ihren Kopf legte sie auf seine Schulter, ihren Mund an seinen Hals gepresst.

Ohne weiter darüber nachzudenken, legte Elijah seine Hände um ihren Kopf und drehte ihn. Der leblose Leib der Frau fiel hart zu Boden.

„Elijah! Du verdirbst den Spaß! Wusstest du, dass ich sie in einen Hybriden verwandelt habe?“
„Im Grunde ist mir das egal.“, sagte Elijah, „Hab ich jetzt deine Aufmerksamkeit, Bruder?“
Er grinste ihn an. „Da fragst du noch?“
„Ich glaube deine Werwölfe planen etwas.“
„Mit meinen Werwölfen, meinst du die Halbmondwölfe?“
„Hast du sonst noch welchen angeboten, sie in Hybriden zu verwandeln, Klaus?“
„Nein, Bruder. Aber deswegen sind sie noch lange nicht meine Werwölfe. Warum glaubst du, dass sie etwas planen?“ Klaus streckte sich auf dem Bett aus.

„Hayleys Verlobter stand gestern in meiner Tür.“ Ein ernster Blick lag auf seinem Gesicht.
Klaus‘ Lachen hallte durch das Zimmer. „Und was soll das beweisen?“
„Niklaus, ich meine das ernst. Er wusste nicht, dass Hayley bei mir war.“
Klaus schloss seine Augen. „Elijah, du bist paranoid oder einfach nur eifersüchtig, Bruder. Oder nach Mutters Folter wirklich verrückt.“ Meinte er gelassen.

Elijah seufzte. Auf Klaus konnte er heute wohl nicht bauen.
„Wie du meinst. Pass einfach auf dich auf.“ Er wand sich zum Gehen. „Ehe ich es vergesse, sorge dafür, dass sich jemand der Frauen annimmt oder töte sie. Ich habe keine Lust auf eine Auseinandersetzung mit dem Menschenrat, weil irgendwelche Prostituierten Menschen töten.“

Elijah schloss die Tür zu Klaus‘ Zimmer, ehe eine Stimme ihn aufschauen lies.

„Hallo.“

„Hallo, Hayley.“ Er Lächelte sie an. „Was machst du hier?“
„Ich habe gehofft, dich hier zu finden.“ Sie trat an ihn heran.
„Dann hattest du Erfolg. Was kann ich für dich tun?“
„Kannst du mich trainieren?“

Elijah schaute sie einen Moment überrascht an. „Was meinst du genau mit trainieren, Hayley?“
„Das was ich gesagt habe. Im Kampf trainieren…so, wie du Gia trainierst.“ Elijah musterte sie einen Moment neugierig, was die junge Frau wohl als Aufforderung sah, weiter zu reden.

„Oder habt ihr etwas Anderes gemacht, als wir euch in Marcels Wohnung überrascht haben?“
Jetzt lächelte Elijah sie an. „Nein, natürlich haben wir dort trainiert, Hayley. Und ja, wenn du das möchtest, kann ich dich auch trainieren. Aber erlaube mir eine Frage. Warum bildet Jackson dich nicht aus?“ Seine Augen waren wachsam auf ihr Gesicht gerichtet.

„Er ist der Meinung, dass Frauen nicht an die Front gehören.“
Elijah nickte. „Und er ist hiermit einverstanden?“
Hayley schaute ihn genervt an.
„Das fragst du nicht wirklich, Elijah?“
Der Angesprochene lachte kurz. „Ja, das hab ich mir gedacht. Gut, wann magst du anfangen?“

„Wann hast du Zeit?“ Kam die schnelle Antwort von Hayley.
Der Urvampir schaute sich kurz um. „Da meine Bruder nicht mit mir reden möchte, schätze ich jetzt, wenn das für dich in Ordnung ist?“
„Super, wohin?“
„Das Haus am Stadtrand. Dort haben wir genug Platz.“
Sie nickte. „Gut. Hast du dein Auto hier?“

Elijah nickte ebenfalls, woraufhin sich Hayley auf den Weg, zu den Garagen machte. Der Mikaelson folgte ihr langsam und konnte noch immer kaum fassen, was hier gerade passiert war.

Wenn Elijah sich nicht getäuscht hatte, war das, was auf Hayleys Gesicht gelegen hatte als sie über Gia und ihn gesprochen hatte, ein kleiner Hauch von Eifersucht gewesen. Ja, es war nicht richtig, aber das, rang ihm fast ein ehrliches Lächeln ab.

~~~


„Okay, hat dich schon einmal jemand professionell trainiert?“
„Nicht direkt. Meine altes Rudel um Tyler hat mir Grundlagen beigebracht.“ Hayley beobachtete, wie Elijah sich seiner Jacke entledigte und seine Hemdärmel hochkrempelte.

„Gut, dann zeig mir einfach, was du kannst.“
Hayley nickte. „Kann ich dich vorher noch etwas fragen?“
„Natürlich. Was hast du, Hayley?“
„Warum hast du mich weggeschickt?“

Elijah stutze. Damit hatte er nicht gerechnet. Hayley wartete keine Antwort ab, sondern redete weiter. „Ist es, weil ich ein Hybrid bin?“

Der älteste Mikealson-Bruder schaute sie entsetzt an. „Nein, Hayley! Wie kommst du darauf...? Es war wegen Niklaus. Er sieht es nicht gern, wenn ich bei dir bin… Und du wärst eh zurück zu deinem Verlobten gegangen…“ Hayley drehte ihr Gesicht weg. Hatte er ihr damit so wehgetan?

„Woher kommt dann dein Sinneswandel?“ In ihrer Stimme war keine Gefühlsregung.
„Ich will, dass du sicher bist, Hayley. Und…das du auf der richtigen Seite stehst, wenn es darauf ankommt…“

Die junge Frau schaute ihn verwirrt an. „Was meinst du, Elijah?“

„Das ist jetzt nicht wichtig. Es ist nur wichtig, dass du fähig bist, zu überleben.“
„Elijah! Sag mir die Wahrheit!“ Hayley war näher an ihn gerückt und hatte ihre Hand auf seine Brust gelegt. „Jetzt!“

Der Urvampir schloss die Augen. „Hayley…“ Er umfasste ihre Hand und schaute in ihre Augen. „Es ist nicht wichtig. Ich bin mir nicht einmal sicher dabei.“
„Egal! Sag mir was du denkst… Bitte!“

Elijah schloss seine Augen wieder. „Meine Mutter…sie hat gesagt es wird Krieg geben. Krieg in den wir beide verwickelt sein werden.“
Sie entzog sich seinem Griff. „Wenn du glaubst, dass ich mich verstecke, wenn es Krieg gibt, dann…“
Elijah lächelt. „Ich weis. Deswegen sind wir hier.“

~~~


Hayley hatte eine halbe Ewigkeit gebraucht, um den Urvampir auch nur ansatzweise, zu Boden zu bringen. Er war einfach enorm stark. So kostete sie ihren “Sieg“ nun auch genüsslich aus und nutzte die Gelegenheit, um sich ein wenig zu erholen.

Er sah aus, als wäre er gerade aus dem klimatisierten Auto gestiegen. Hayley hingegen, war völlig außer Atem.

Elijah lag unter ihr im Gras. Sie war sich sicher, dass sich der Urvampir hätte befreien können, wenn er gewollt hätte. Insgeheim war sie ihm für die kurze Ruhepause dankbar.

„Gut gemacht!“, lobte er. „Mach weiter.“
Sie musterte ihn einen Moment lang. „So, wie Gia?“
Er nickte. „Hand ums Herz.“ Elijah beobachtete sie aufmerksam, als sie ihre Hand hob.

Ihre Augen waren fest auf ihn gerichtet. Es stand keine Angst oder Furcht darin, als wollte sie ihm beweisen, dass sie stärker war als Gia.

Der Urvampir zuckte zusammen und atmete stoßhaft ein, als Hayleys Hand mit seinem Brustkorb kollidierte. Ein kurzer Schmerzenslaut entfuhr ihm. Einen Moment schloss er die Augen und spürte das Hayleys Hand zitterte.

Als er seine Augen wieder öffnete, betrachtete er Hayley, deren Atemzüge ebenso unregelmäßig gingen, wie sein.

Hayley fand das Gefühl, so viel Macht über das Leben einer anderen Person zu haben einfach widerlich. Natürlich würde sie ihn nicht töten können, aber allein schon das Gefühl, anderen so das Leben nehmen zu können, war abartig.

Sie schaute in Elijah Augen, als sie merkte, dass er sie anschaute. In seinen Augen war nichts zu lesen. Keine Angst. Keine Furcht. Es machte sie fast Wahnsinnig, dass er ihr so sehr vertraute. Wie konnte er nur so sehr zu ihr halten, obwohl sie ihn wie Dreck behandelt hatte?

Auch sonst hatte sich seine Erscheinung kaum geändert. Ein Blutfleck verschandelte sein Hemd und sein Atem ging unregelmäßig, weil sie ihre Hand in seine Brust gerammt hatte. Wenn das nicht wäre, könnte man fast denken, dass hier wäre Normal.

Sie lies noch einmal ihren Blick zu seinem Gesicht wandern, ehe sie ihre Hand mit einem Ruck von ihm zurückzog und sich von ihm rollte.
Der Urvampir zuckte einen Moment zusammen, setzte sich dann jedoch auf, als wäre nichts gewesen.

„Gut gemacht.“ Er fuhr mit seiner Hand über seine Brust.
„Hab ich dir wehgetan?“
„Nein. Es ist Alles gut, Hayley.“

Nach einem kurzen Moment des Schweigens, ergriff Elijah wieder das Wort.
„Das sollte für heute reichen. Ruf mich an, wenn wir weiter machen können.“ Elijah sammelte seine Sachen ein, als er sprach. Die Sonne war mittlerweile fast untergegangen.

„Elijah, warte! Wir sind noch nicht fertig.“ Hayley war ihm hinter her gelaufen und wäre nun fast mit ihm zusammengestoßen, als er sich umdrehte.
„Was gibt es noch, Hayley?“
„Ich will weiter machen mit dem Training.“
„Was willst du noch machen?“ Elijah musterte Hayley, die ihn bedeutungsschwer anstarrte.

Er trat einen Schritt zurück als er verstand, was sie wollte. „Nein, Hayley!“
„Du hast gesagt, um den Feind zu verstehen, muss man wissen, wie er fühlt. Ich will wissen, wie das ist!“

„Nein, Hayley! Nicht heute! Du bist noch nicht so weit!“
Hayley musterte ihn böse und packte ihn am Kragen. „Ich habe den Tod meines eigenen Kindes überstanden! Ich bin verdammt nochmal soweit!“

Elijah riss sich von ihr los. Ein harter Ausdruck zierte sein Gesicht. „Meinetwegen, aber ich garantiere für nichts.“, flüsterte er bedrohlich.

„Wenn du glaubst, du kannst mich so einschüchtern, dann hast du dich geirrt, Urvampir.“

Ehe Hayley etwas dagegen tun konnte, hatte Elijah sie hart gegen die Hauswand geschoben, an der sie mittlerweile angekommen waren. Sie zuckte kaum merklich zusammen.

„Vergiss nicht, das hier ist dein Wille.“

Elijah konnte kaum beschreiben, wie sehr das hier gegen seinen Willen lief. Am liebsten hätte er sie verschleppt und ihr den Verstand eingeprügelt, denn sie brauchte, um zu erkennen wie kindisch und naiv das Ganze war.

Elijah warf ihr einen letzten vernichtenden Blick zu, woraufhin Hayley ihren Körper anspannte. Sie würde keinen Rückzieher machen.

Ohne weiter darüber nachzudenken, hob Elijah seine Hand und stieß sie in ihre Brust.  Hayleys Aufschrei ließ ihn erzittern. Er drückte seinen Körper gegen ihren, um ihn dort zu halten, wo er war. Hayley atmete schwer ein und presste ihre Zähne aufeinander, um keinen Laut von sich zu geben. Ihr Zittern hatte sich längst auf Elijah übertragen.

Hayley versuchte ihren Körper wieder unter Kontrolle zu bringen, doch der Schmerz war so überwältigend, dass sie am liebsten, die ganze Zeit geschrieen hätte. Atmen fiel so schwer, dass sie nicht wusste, ob sie es schaffen würde in den nächsten Momenten Luft in ihre Lunge zu saugen.

Wie hielt Elijah das aus? Entweder er war wahnsinnig oder er war… Ein Monster…

Nein, das war er nicht. Das durfte sie nicht einmal im Ansatz denken. Jackson wollte, dass sie das dachte, doch das würde sie nicht. Elijah war kein Monster.

Hayley hatte längst nicht mehr die Kraft, um zu stehen. Nur Elijahs Körper hielt sie aufrecht. Wie ein Fels in der Brandung. Ihr Fels in der Brandung…

Sie konnte nicht mehr klar denken. Der Schmerz übermannte alles, was da war. Ihren Körper. Ihr Denken. Ihren Willen. Eine nie gekannte Kälte breitete sich in ihr aus.
„E…Elijah…“

Noch ehe Hayley die Worte ausgesprochen hatte, hatte Elijah seine Hand zurückgezogen. Als sie den nächsten klaren Moment fassen konnte, lag sie in seinen Armen. Der Schmerz war weg, doch sie bekam ihren Körper einfach nicht wieder in den Griff.

„Hayley!“ Das war Elijahs Stimme. Die junge Frau spürt, wie ihre Augen die seinen trafen. Er hatte seine Hand um ihre Wange gelegt und ihren Kopf zu sich gedreht. „Hayley, lange tiefe Atemzüge. Konzentrier dich auf meine Stimme, Hayley!“

Sie musterte seine Augen. Seine tiefen braunen Augen. Wie konnte ein Mann so schöne Augen haben?

„Gut so, Hayley. Lange tiefe Atemzüge. Es ist alles in Ordnung.“ Sie lauschte seiner Stimme.

Elijah strich Hayley eine Haarsträhne aus dem Gesicht und ließ sich erleichtert gegen die Wand sinken, als sie langsam wieder begann normal zu atmen und das Zittern ein wenig nach ließ. Der Urvampir merkte, wie er sich selber langsam beruhigte. Das war seine Schuld gewesen. Er hätte nie auf Hayleys Bitte eingehen dürfen.

Sie hatte ihre Augen mittlerweile geschlossen und ihren Kopf an seiner Brust vergraben. Ihre Körperwärme war unvergleichbar. Noch nie hatte sich Elijah so sehr zu einer Frau hingezogen gefühlt. So gern er sie einfach weiter so gehalten hätte, er wusste, dass er falsch war. Als er sich erhob, spürte er jedoch, wie Hayley schwachen Wiederstand leistete.

„Kann ich einfach hier bleiben?“, murmelte sie leise und schüchtern.
„Ja, ich kann dich nach oben bringen. Dort kannst du ein wenig schlafen.“, sagte er sanft.

„Nein. Ich meine hier bleiben…bei Dir.“ Elijah strich der Brünetten langsam über den Kopf und nickte schließlich. Er würde dieser Frau nie einen Wunsch ausschlagen.

tbc
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