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6 - Flying Doctors - Zeit der Angst

von mops1980
GeschichteAngst / P12
Dr. Chris Randall Dr. Tom Callaghan OC (Own Character)
20.11.2014
01.12.2014
10
9.560
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20.11.2014 761
 
Laut dröhnte die Musik aus dem Majestic Hotel in Coopers Crossing. Es war Freitagabend und DJ, der Funker der Flying Doctors, feierte seinen dreißigsten Geburtstag.
Tom und Kelly stiegen aus Toms Wagen, den er vorm Pub geparkt hatte. Vor gut einer Stunde waren sie erst von einer zweitägigen Kliniktour zurückgekommen.
„Hey, die Party scheint ja schon in vollem Gang zu sein!“, meinte Kelly, als sie um den Wagen herumging und Toms Hand ergriff.
Es war noch sehr warm, was ja für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich war. Kelly trug einen Jeansrock, eine olivgrüne, ärmellose Bluse und Sandalen.
„Hört sich ganz so an.“, erwiderte Tom lächelnd. Er trug eine beigefarbene Jeans mit dunkelblauem Hemd.
Die Zwei betraten das Pub  und gingen gleich auf DJ zu, der gerade an der Bar stand.
„Hey alter Freund, alles Gute zum Geburtstag.“ Tom gab DJ die Hand und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.
„Danke Doc, aber alter Freund hab ich überhört, ja?“, bedankte sich DJ gespielt ärgerlich.
„Herzlichen Glückwunsch, DJ!“ Kelly umarmte den Griechen und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Vielen Dank! Was wollt ihr trinken, Leute?“, fragte das Geburtstagskind.
„Ich nehme ein Bier.“, meinte Kelly mit einem Lächeln.
„Für mich nur ein Mineralwasser, ich hab morgen Bereitschaft.“, erklärte Tom, als der Funker ihn fragend ansah.
Nachdem Tom und Kelly ihre Getränke bekamen, mischte DJ sich unters Volk. Der Arzt und die Krankenschwester gesellten sich zu Geoff, Chris und Kate, die in einer Ecke standen und sich unterhielten.
„Hey ihr Zwei! Wie war die Tour?“, fragte Chris.
„Es war viel los. Aber es gab keine besonderen Vorkommnisse.“, erklärte Tom.
„Ich hatte eher den Eindruck, dass viele Leute einfach nur an unserer Beziehung interessiert waren. Der Buschtelegraf hat mal wieder ganze Arbeit geleistet.“, meinte Kelly und rollte mit den Augen.
„Tja, sie freuen sich halt alle für euch!“, erklärte Kate.
„Das find ich ja auch toll, aber auf die neugierigen Fragen könnte ich gut verzichten.“, äußerte Tom.
„Was wäre das Leben hier draußen ohne Klatsch und Tratsch?“, lachte Geoff.
„Wie Recht du hast!“, stimmte Tom in das Lachen ein.
„Und, was habt ihr in eurer gemeinsamen freien Woche so vor?“, fragte Chris jetzt. Die Frauen hatten sich ein wenig von den Männern entfernt, die mal wieder in ein Fachgespräch vertieft waren.
„Noch ist es ja nicht so weit!“, antwortete Kelly. „Tom hat morgen erst mal noch Bereitschaft. Am Sonntag wollen wir mit dem Fahrrad zum Billabong raus fahren und danach werden wir sehen.“, erklärte sie weiter.
„Hört sich sehr schön an.“, meinte Kate.

Wie jede Party neigte sich auch diese langsam dem Ende zu. Es herrschte allgemeine Aufbruchsstimmung. Auch Tom und Kelly waren im Begriff, zu gehen. Sie verabschiedeten sich von DJ und gingen nach draußen. Als sie in den Wagen steigen wollten, kam auch Kate aus dem Pub.
„Hey Kate, sollen wir dich mitnehmen?“, fragte Tom.
„Das würdet ihr machen? Klasse, dann brauch ich nicht zu Fuß gehen. Ich hab wie immer die falschen Schuhe an. Meine Füße bringen mich um.“, antwortete Kellys Kollegin erleichtert.
„Na klar, komm steig ein!“, erwiderte Kelly. „Wir kommen doch eh bei dir vorbei!“
„Dass ihr Frauen doch immer wieder Probleme mit euren Schuhen habt!“ Tom schüttelte lachend den Kopf.
„Das sind alles Vorurteile!“, wandte Kelly ein. „Hab ich mich jemals über falsche Schuhe beklagt?“
„Okay, okay, Ausnahmen bestätigen die Regel!“, antwortete der Arzt und hob kapitulierend seine Hände. „Aber jetzt lasst uns fahren.“, meinte er im Anschluss.

Sie setzten Kate an ihrem Haus ab und fünf Minuten später waren sie bereits an Toms Haus.
„Eine Wahnsinns-Party!“, meinte Kelly, als sie das Haus betraten.
„Ich glaube, ich hab noch nie so viel Sirtaki getanzt, wie heute Abend – Stop, ich korrigiere, ich habe ihn vorher noch nie getanzt.“, erwiderte Tom lachend.
„Ist dir eigentlich auch aufgefallen, dass Kate sich sehr angeregt mit Geoff unterhalten hat? Sie haben auch sehr oft miteinander getanzt.“, fragte Kelly plötzlich.
Tom sah sie überrascht an.
„Oh je, sag nicht, du hast dich jetzt in die Klatschweiber-Riege bei Violet und Nancy eingereiht?“, fragte er und legte theatralisch die Hände an den Kopf.
„Ich? Niemals! Ich habe nur beobachtet und Feststellungen gemacht!“, erklärte Kelly lachend.
„Dann bin ich ja beruhigt. Was hältst du davon, wenn wir ins Bett gehen? Ich bin hundemüde.“, meinte Tom mit einem anzüglichen Grinsen.
„So müde siehst du aber gar nicht aus!“, befand Kelly. Auf ihrem Gesicht zeigte sich ein nicht minder anzügliches Grinsen.
Sie ergriff Toms Hand und zog ihn ins Schlafzimmer. Dort ließen sie sich aufs Bett fallen und vergaßen für einige Zeit alles um sich herum.
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