Fuchs, du hast die Gans gestohlen ...

von Pepsal
GeschichteRomanze, Familie / P16
Donna Paulsen Harvey Specter Michael "Mike" Ross
20.11.2014
24.06.2015
9
19.899
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20.11.2014 551
 
Hallo ihr Lieben!

Ich habe mich wieder mal an etwas Neues gewagt - bin so experimentierfreudig in letzter Zeit.
Ich hoffe, es kommt bei euch an und ihr habt Spaß mit dieser kleinen Geschichte über unsere Lieblingsanwälte.

Gruß, Peps

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Erwartungsvoll ruhten Donnas Augen auf ihrem Boss, der – ganz gegen seine Gewohnheit – wirkte, als wäre er ziemlich durch den Wind.
Dieser sah sie jedoch nicht an, sondern vermied ihren Blick ziemlich angestrengt.
Sie kannte Harvey Specter nun lange genug, um zu wissen, dass er versuchte, ihr etwas zu sagen, doch keine Worte dafür fand.
Einen kurzen Augenblick lang befürchtete sie doch sogar tatsächlich, er wolle sie feuern!

„Komm schon, spuck es aus, Harvey! Was ist los?“, eröffnete sie schließlich seufzend das Gespräch und stemmte die Arme in die Hüfte, während sie den Kopf schieflegte.
Unruhig spielten seine Finger mit dem Füller, den er glücklicherweise auf dem Schreibtisch entdeckt hatte, ansonsten hätte Donna vielleicht das Zittern seiner Hände bemerkt.
Er räusperte sich und reichte ihr dann schweigend ein Blatt Papier, das er erst an diesem Morgen erhalten hatte und welches sein Leben wohl um einiges komplizierter machen würde.
Um ihrer mit Sicherheit überraschten Reaktion ein wenig zu entgehen, stand er von seinem Stuhl auf und drehte ihr den Rücken zu, während er seinen Blick über die Dächer New Yorks gleiten ließ.
Tatsächlich war nur Sekunden später ein spitzer Schrei seiner Sekretärin zu vernehmen, der ihn innerlich zusammenzucken ließ.

„Harvey? Was hat das zu bedeuten? Doch nicht etwa das, was ich denke oder?“, ihre Stimme zitterte merklich und er seufzte.
„Doch. Ich befürchte, genau das bedeutet es.“
Er hörte, wie sie sich schwungvoll an seinem Schreibtisch aufstützte und drehte sich ebenfalls zu ihr um.
„Wie konnte das passieren?“
Gegen seinen Willen konnte er ein Schmunzeln nicht unterdrücken.
„Donna, muss ich dich allen Ernstes darüber aufklären? Ich dachte, das wüsstest du bereits.“
Ihre Miene blieb unverändert und ihr ernster Blick lag immer noch lauernd auf ihm.
„Lass die dummen Scherze! Was hast du nun vor?“
Müde rieb er sich mit den Händen über sein Gesicht, während er sich wieder an seinen Schreibtisch setzte.
„Ich weiß es nicht.“, erwiderte er ratlos. „Was würdest du an meiner Stelle tun?“
„Das Richtige.“, war ihre knappe, aber eindeutige Antwort, bevor sie sich umdrehte und begleitet von dem dumpfen Geräusch, das ihre hochhackigen Schuhe stets auf seinem Parkettboden hinterließen, das Büro verließ, um sich ihrer täglichen Arbeit zu widmen.
Sorgenfalten machten sich auf Harveys Stirn breit, als er das Stück Papier zum gefühlt hundertsten Mal in die Hand nahm.

Als ihn der erste Anruf des Jugendamtes erreichte, hatte er noch an einen üblen Scherz geglaubt.
Vielleicht, dass Mike ihn dafür bestrafen wollte, dass er ihn nicht zur letzten Verhandlung mitgenommen hatte.
Doch nachdem ihm die recht harsche Dame am Telefon schließlich erklärte, dass es sich definitiv nicht um einen Streich oder eine Verwechslung handelte, hatte er sofort den Antrag auf einen Test gestellt, der auch durchgeführt worden war.

Tja.
Das Ergebnis lag vor ihm auf dem Tisch.
Ein Blatt Papier, bedruckt mit fein säuberlichen Buchstaben, die unmissverständlich erklärten, dass Hannah Scott zu neunundneunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit seine Tochter war.



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Das war er nun also - der Auftakt!
Wer ist wohl Hannahs Mutter?
Wieso muss das Mädchen nun bei Harvey leben ?
Warum erfährt er erst jetzt von ihr?

Fragen über Fragen - lasst euch überraschen ;-)
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