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Erinnerungen - An das Labyrinth

von Valentia
GeschichteAbenteuer, Drama / P12
Alby Minho Newt OC (Own Character) Teresa Agnes Thomas
19.11.2014
22.09.2015
39
52.955
12
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Dieses Kapitel
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19.11.2014 580
 
Vorwort



Hallo, ihr da draußen! :)

Und herzlich Willkommen zu einer weiteren FF von mir. Diesmal tatsächlich eine längere Geschichte. Und ein neues Fandom. Einfach weil diese Idee ausgeschrieben werden musste. ^^
Ich hoffe sehr, dass sie euch gefällt, auch wenn es den Grundgedanken dieser FF - Mädchen kommt auf die Lichtung und wird mit Newt verkuppelt - schon zu Hauf gibt. Aber diesmal ist es eben etwas anders und ich versuche wirklich, mehr aus dieser Geschichte zu machen als eine oberflächliche Romanze mit einer weiteren Mary-Sue-Heldin. Denn es geht hier eher um den moralischen Aspekt (Welche Erinnerungen darfst du preisgeben und mit welchen zerstörst du alles, was dir wichtig ist?) als alles andere. Und ich hoffe, dass das in der Story auch klar wird.
Allerdings habe ich mit dieser FF auch einen kleinen Selbstversuch gestartet, denn ich habe vorher noch nie in der Du-Form geschrieben, ebenso wenig eine längere Geschichte in der Gegenwart. Solltet ihr eine Meinung dazu haben, könnt ihr sie gerne kundtun. :)

Hinweise: Ich halte mich in dieser FF, bis auf das Aussehen der Charaktere, ausschließlich an die Bücher. Das heißt für diejenigen, die nur den Film kennen: Wundert euch nicht, wenn euch etwas komisch vorkommt. Aber auch ohne die Bücher zu kennen kann man diese Geschichte hier problemlos lesen.

Jetzt aber erst mal viel Spaß mit dem Prolog! :)

LG, Valentia




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Prolog



Als du die Augen aufschlägst, denkst du, dass du blind bist. Es ist stockdunkel.

Du fühlst dich, als wärst du gerade aus einem Hundertjährigen Schlaf gerissen worden. Deine Glieder schmerzen als hättest du dich Ewigkeiten nicht mehr bewegt, und der heftige Schmerz durchzieht deinen Körper wie die Kälte einer eisigen Winternacht. Du willst dich bewegen, aber dir fehlt die Kraft. Du weißt nicht, wo oben und unten ist, hast keinerlei Orientierung, und ballst deine Hände zu Fäusten, sodass dir die Fingernägel in die Handflächen schneiden. Doch du spürst den Schmerz auch nicht mehr als das Ziehen in deinen Beinen oder das unerträgliche Pochen in deinem Kopf.

Ein unglaublich lautes Geräusch, das wie das Reiben von Metall auf Metall klingt, ertönt plötzlich und erfüllt den ganzen Raum. Du hältst dir die Ohren zu, doch es nützt nicht viel. Eine weitere Welle Schmerz zuckt durch deinen Körper, als du dich bewegen willst. Ein gequältes Stöhnen verlässt deinen Mund, doch das laute Quietschen des Metalls übertönt es. Die Luft ist stickig und warm, doch du zitterst am ganzen Körper und schlingst deine Arme um deinen Körper, denn du gibst es auf, das markerschütternde Geräusch ausblenden zu wollen. Die Beine ziehst du so nah an dich heran wie es geht und du versuchst den Schmerz in deinem Steißbein zu unterdrücken. Du musst wohl schon eine Weile hier sitzen.

Dann spürst du einen heftigen Ruck, der den im Dunkeln liegenden Raum durchzuschütteln scheint. Dein Kopf knallt gegen die harte, seltsamerweise kalte Wand in deinem Rücken und du stellst fest, dass es sich um Metall handelt. Du befühlst den Boden, auch Metall. Du streckst deine Hände nach oben und kannst die Decke ohne große Mühen berühren. Metall. Alles aus Metall. Du bist eingekerkert in einem Raum aus Metall. In völliger Finsternis. Allein. Und dann plötzlich weißt du es. Die Erkenntnis trifft dich wie ein Schlag, lässt dich die Luft anhalten und verängstigt hin und her wippen. Du willst schreien, doch kein Ton kommt aus deinem Mund, wie in all den Albträumen, in denen du verzweifelt nach Hilfe schreist, doch dich niemand hört.

Du bist in der Box.




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